Die Agrarökologie in der Presse - 2021


Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen untersucht Management in indonesischen Agroforstsystemen
Wie wichtig Bestäuber für erfolgreiche Ernten und damit für die globale Ernährungssicherheit sind, ist weithin anerkannt. Allerdings ist oft nicht geklärt, wer genau die Bestäuber sind – selbst bei wichtigen Nutzpflanzen wie Kakao. Zudem ist bislang wenig erforscht, wie die Plantagen geschützt und bewirtschaftet werden sollten, um die Populationen der Bestäuber und deren Bestäubungsleistung zu erhöhen. ...weiterlesen

Artenschutz braucht kleinteilige Agrarlandschaften
Kleinteilig strukturierte Agrarlandschaften sind wichtig für die Biodiversität. In der Umsetzung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) sollte diese Erkenntnis unbedingt berücksichtigt werden. ...weiterlesen

Keine Schokolade ohne Artenvielfalt
Mit der richtigen Bewirtschaftung kann der Heißhunger auf Schokolade auch mit sehr artenreichen Agroforstsystemen gestillt werden. Dazu gehört natürliche Schädlingsbekämpfung – eine wenig verstandene Dienstleistung. ...weiterlesen

Ökolandbau und Insektensterben – Interview mit dem Agrarökologen Prof. Teja Tscharntke
Die intensive konventionelle Landwirtschaft gilt als eine der Hauptursachen für das Insektensterben in Deutschland. Für den Agrarökologen Prof. Teja Tscharntke ist aber auch der Ökolandbau nicht die Lösung des Problems. Aus seiner Sicht gibt es auch für viele Bio-Betriebe noch Potenzial, ihre Flächen insektenfreundlicher zu bewirtschaften. ...weiterlesen

Getting hands-on with pollination can boost cocoa yields, study shows
Dark, milk, or somewhere in between, chocolate is a favorite treat all over the world. The Theobroma tree, the genus responsible for our cravings, thrives in shady, tropical regions. But cocoa trees are a finicky sort. Producing the rugby ball-shaped fruits rests on the pollination of a tiny, centimeter-sized flower. And in natural conditions, a scant number of flowers are pollinated by insect visitors. “I would say for the cocoa system, it is pretty normal that pollination of flowers is below 5 to 10%,” said Manuel Toledo-Hernández, an agroforester at Westlake University in China. ...weiterlesen

Raps oder Erdbeere? Solitärbienen lassen sich nicht so leicht ablenken
Göttinger Forschungsteam macht Bedeutung einzeln lebender Wildbienen bei Bestäubung deutlich
Pressemitteilung Nr. 4 - 17.02.2021
Pressemitteilung_Baensch_JAE (205 x 142)(pug) Bienen besuchen diverse Pflanzenarten in der Agrarlandschaft. Ihr Sammelverhalten kann allerdings sowohl von den vorkommenden Pflanzenarten als auch von ihren Vorlieben beeinflusst werden. Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen und des Julius-Kühn Instituts haben herausgefunden, dass soziale Bienen, wie Honigbienen und Hummeln, weniger im Erdbeerfeld zu finden waren, wenn in der Landschaft besonders viel Raps blühte. Allerdings konnten dafür mehr einzeln lebende Wildbienen, sogenannte Solitärbienen, im Feld beobachtet werden. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Journal of Applied Ecology erschienen.. ...weiter


Blütenvielfalt könnte Insektizid-Effekte auf Wildbienen ausgleichen
Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen untersucht Reproduktionserfolg
Presseinformation Nr. 13 - 02.02.2021
(pug) Eine höhere Blühpflanzenvielfalt erhöht den Bruterfolg von Wildbienen und könnte helfen, negative Effekte von Insektiziden auszugleichen. Das haben Forschende der Universitäten Göttingen und Hohenheim sowie des Julius-Kühn-Instituts in einem groß angelegten Experiment festgestellt. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Ecology Letters erschienen.
Für ihren Versuch untersuchten die Forschenden, wie erfolgreich sich die ökologisch und ökonomisch bedeutsame Wildbiene Osmia bicornis (Rote Mauerbiene) vermehrte. In mehr als 50 Flugkäfigen wurden die Wildbienen hierbei mit verschieden artenreichen Blühmischungen und insektizid-behandeltem Raps zusammengebracht. Anschließend wurde über mehrere Monate der Reproduktionserfolg der Wildbienen, gemessen an der Zahl ihrer Brut und geschlüpfter Nachkommen, untersucht.. ...weiter