In publica commoda

Forschungsprojekte zur Provenienz von Human Remains aus kolonialen Kontexten

Projekt Sensible Provenienzen

Menschliche Überreste aus kolonialen Kontexten in den Sammlungen der Universität Göttingen.

Das Forschungsprojekt hatte zum Ziel, Wege für eine potenzielle Rückführung menschlicher Überreste in ehemalige Kolonialgebiete zu eröffnen. Gastwissenschaftler*innen aus Kamerun, Tansania, Neuseeland, Fidschi und Palau forschten an rund 100 der insgesamt 1.800 „Human Remains“, die aktuell in der Blumenbachschen Schädelsammlung und in der Sammlung der historischen Anthropologie der Universität Göttingen lagern.

Weitere Informationen

Provenienzforschung in den anthropologischen Sammlungen der Universität Göttingen und im MARKK Hamburg

Die Universität Göttingen und das MARKK Museum der Kulturen und Künste der Welt in Hamburg untersuchten zusammen die Provenienzen menschlicher Überreste aus ehemals kolonisierten Gebieten. Das Forschungsprojekt widmete sich Gebeinen, die zwischen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts als sogenannte „Anthropologische Sammlung“ im damaligen Museum für Völkerkunde in Hamburg (heute MARKK) verwahrt und nach Auflösung der Abteilung Anfang der 1950er Jahre in mehreren Schritten an die Universität Göttingen abgegeben wurden. Nach jetzigem Wissensstand verblieben 57 Human Remains im MARKK, die gemeinsam mit Beständen in Göttingen untersucht wurden, um Gespräche über deren Repatriierung beginnen zu können.

Weitere Informationen Restitution Marshall Island Gruppenfoto

Repatriierungen von Human Remains

Durch die in den Projekten gewonnenen Kontakte und Partnerschaften konnten bereits einige erfolgreiche Repatriierungen von Human Remains in ihre Herkunftsländer durchgeführt werden:


Presseberichte

Neuseeland

Palau

Marshallinseln

Repatriierungen-Banner

Weiteren Repatriierungen steht die Universität Göttingen offen gegenüber.

Die Zentrale Kustodie ist Kontakt- und Koordinierungsstelle für die wissenschaftlichen Sammlungen der Universität. Über das Sammlungsportal https://sammlungen.uni-goettingen.de/ können Sammlungsbestände der Universität auch öffentlich durchsucht werden.