Seminar für Romanische Philologie

Lehre im Sommersemester 2018



Allgemeines


Zur Referatsvorbereitung ist es zwingend erforderlich, sich vom Dozenten im Rahmen seiner Sprechzeiten spätestens zwei Wochen vor dem Referatstermin über die Themeneingrenzung, die Literaturauswahl, die angestrebte Gliederung sowie die konkrete Umsetzung beraten zu lassen. Das Handout zum Referat muss dem Dozenten spätestens bis Freitagmittag vor dem Referatstermin vorliegen, etwaige Monita können dann noch vor dem Referat ausgeräumt werden. Ohne persönliche Beratung und Freigabe des Handouts zu den genannten Fristen kann das Referat leider nicht stattfinden.

In anwesenheitspflichtigen Veranstaltungen (Thematischen Seminaren, Masterseminaren, Einführungen etc.) ist die regelmäßige und aktive Teilnahme bei mehr als zwei Fehlsitzungen nicht gewährleistet, sodass die entsprechenden Credits nicht verbucht werden können. Dabei sind die Gründe des Fernbleibens unerheblich, auf ärztliche Atteste kann daher verzichtet werden. Darüber hinaus gilt, dass die Sitzungen pünktlich beginnen und pünktlich schließen und in der Regel 90 Minuten umfassen. Von der Nahrungsaufnahme sowie vom Einsatz von Notebooks und Mobiltelefonen zu Zwecken, die nicht im Seminarzusammenhang stehen, ist abzusehen.

Hausarbeitsthemen sollen möglichst noch vor dem Ende der Vorlesungszeit mit dem Dozenten im Rahmen der regulären Sprechzeiten und / oder der im Seminar zu diesem Ziel abgehaltenen Sitzungen eingegrenzt werden. Das weitere Vorgehen müsste so weit präzisiert werden, dass die Studierenden in der Lage sind, ihr Thema in der vorlesungsfreien Zeit möglichst eigenständig zu bearbeiten. Bei Problemen können Feriensprechzeiten nach Vereinbarung wahrgenommen werden. Abgabetermin ist für Hausarbeiten, die im Rahmen von Herrn Savelsbergs Veranstaltungen verfasst werden, jeweils der letzte Tag des Monats nach Vorlesungsbeginn im neuen Semester. Eine sprachliche Durchsicht des Manuskripts durch einen Kommilitonen vor der Einreichung empfiehlt sich in den meisten Fällen.

Über die genauen Prüfungsvoraussetzungen und Prüfungsleistungen informieren Sie sich bitte im Modulhandbuch!



Kommentare

LV 455264   Einführung in die französische Sprachwissenschaft

Nach einer knappen Verortung des Französischen als Tochter des Lateinischen im Verbund der romanischen Sprachen widmet sich diese Einführung in die französische Sprachwissenschaft hauptsächlich den Systembereichen Lautlehre, Wortkunde, Satzbau und Bedeutung aus allgemeinlinguistisch-theoretischer Perspektive und im Hinblick auf das Französische (vorrangig in seiner aktuellen europäischen Standardausprägung).

Die Präsentationen der einzelnen Themenbereiche nebst Übungen und weiterem Material werden sukzessive bei Stud.IP eingestellt, die Veranstaltung wird voraussichtlich durch ein Tutorium begleitet. Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss sind die regelmäßige und aktive Teilnahme sowie die bestandene neunzigminütige Abschlussklausur vom 12.07.2018.

Literatur (*Basistext):

Blank, Andreas, 2001, Einführung in die lexikalische Semantik für Romanisten, Tübingen: Niemeyer [=Romanistische Arbeitshefte;45].

Gabriel, Christoph & Trudel Meisenburg, 22013, Romanische Sprachwissenschaft, Paderborn: Fink [=utb basics;2897].

Meisenburg, Trudel & Maria Selig, 1998, Phonetik und Phonologie des Französischen, Stuttgart: Klett.

Schpak-Dolt, Nikolaus, 42016, Einführung in die Morphologie des Spanischen, Berlin/Boston: de Gruyter [=Romanistische Arbeitshefte;36].

*Stein, Achim, 32010, Einführung in die französische Sprachwissenschaft, Stuttgart: Metzler.

 

 

LV 459061   Los judíos de España y el judeoespañol en el mundo

Curso intensivo - Programa 

I - Parte introductoria (martes, 10, 17 y 24 de abril y 8 de mayo, de 12:00 a 14:00)

(a) La historia de los judíos en la Península Ibérica medieval

(b) La expulsión de los judíos y la diáspora sefardí

(c) Introducción al alfabeto hebreo

 

II - Talleres  (lunes, 14, y martes, 15 de mayo, de 10.00 a 18:00)

Laura Minervini, Nápoles, & Aldina Quintana, Jerusalén 

(a) Comentario de textos medievales en grafía hebrea

(b) Koineización del judeoespañol: comentario de textos de los siglos XVI-XVII

(c) Variación diatópica del judeoespañol: análisis fonológicos y morfosintácticos

(d) Lingüística de corpus del judeoespañol: teoría y práctica

 

III – Conferencias (jueves, 17 y 24 de mayo, de 14.00 a 16.00)

(a) Aldina Quintana, El judeoespañol como lengua amenazada: la situación actual y la proyección al futuro

(b) Amor Ayala (Berlín / Lipsia), El judeoespañol de Bulgaria

 

IV - Parte final

Trabajos monográficos y cuestiones formales


Bibliografía básica

Ayala, Amor (2017), Los sefardíes de Bulgaria. Estudio y edición crítica de la obra «Notas istorikas» de Avraam Moshe Tadjer, Berlin/Boston: de Gruyter.

Beinart, Ḥayyim (21993), Los judíos de España, Madrid: Mapfre.

Bornes-Varol, Marie-Christine (2008), Le judéo-espagnol vernaculaire d’Istanbul, Bern/Berlin/Brüssel/Frankfurt/New York/Oxford/Wien: Lang.

Bossong, Georg (2008), Die Sepharden. Geschichte und Kultur der spanischen Juden, München: Beck.

Bunis, David M. (2016), „Judezmo (Ladino)“, in: Handbook of Jewish Languages, Lily Kahn & Aaron D. Rubin (eds.), Leiden/Boston: Brill, 365-450.

Encyclopaedia Judaica (22007), Fred Skolnik (ed. in chief), Detroit: Macmillian [hier die Beiträge u.a. zu Ladino, Spain, Sephardim].

Minervini, Laura (1992), Testi giudeospagnoli medievali (Castiglia e Aragona), 2 vols., Neapel: Liguori.

Minervini, Laura (1999), „The Formation of the Judeo-Spanish Koiné. Dialect Convergence in the 16th Century“, in: The Proceedings of the Tenth British Conference on Judeo-Spanish Studies, A. Benaim (ed.), London, Department of Spanish, Queen Mary and Westfield College, 41-51.

Penny, Ralph (1992), „Dialect Contact and Social Networks in Judeo-Spanish“, in: Romance Philology 46.2, 125-140.

Penny, Ralph (2000), Variation and Change in Spanish, Cambridge: Cambridge University Press, Chapter VI, 174-193.

Quintana, Aldina (2006), Geografía lingüística del judeoespañol. Estudio sincrónico y diacrónico, Bern/Berlin/Brüssel/Frankfurt/New York/Oxford/Wien: Lang.

Quintana, Aldina (2010), „El judeoespañol, una lengua pluricéntrica al margen del español“, in:  Los sefardíes ante los retos del mundo contemporáneo. Identidad y mentalidades, Paloma Díaz-Mas & María Sánchez Pérez (eds.). Madrid: CSIC, 33-54.

 

 

 

 LV 4503028            Das altfranzösische Rolandslied

Ziel des Seminars ist in einem ersten Schritt der Erwerb von Grundkenntnissen des altfranzösischen Sprachsystems auf synchronischer Ebene sowie die Entwicklung eigenständiger Lesefertigkeiten anhand der Lektüre des Rolandslieds. Dabei sollen die einschlägigen lexikographischen und grammatikographischen Hilfsmittel zum Altfranzösischen kennengelernt und deren Handhabung eingeübt werden.  Ein zweiter Schritt dient der Erweiterung der Kompetenz, sprachliche Phänomene (hier in einer vom Französisch der sprachpraktischen Kursen abweichenden Varietät) adäquat zu beschreiben.

Voraussetzungen für die Teilnahme an dem Seminar ist ein abgeschlossenes sprachwissenschaftliches Basismodul, zumindest aber die erfolgreich absolvierte Sprachgeschichtsvorlesung. Regelmäßige und aktive Teilnahme sowie eine bestandene Prüfung, wie sie für die entsprechenden Module vorgesehen ist (Referat und/oder Hausarbeit), sind die Bedingungen eines erfolgreichen Abschlusses.

LITERATUR (in Auswahl)

A.        Ausgaben (*Textbasis)

*Das altfranzösische Rolandslied: zweisprachig, übersetzt und kommentiert von Wolf Steinsieck, Nachwort von Egbert Kaiser, Stuttgart: Reclam, 1999 [=Reclams Universal-Bibliothek;2749].

Das altfranzösische Rolandslied nach der Oxforder Handschrift, herausgegeben von Alfons Hilka, Tübingen: Niemeyer, 81997 [=Sammlung romanischer Übungstexte;3/4].

La Chanson de Roland, the French Corpus, Joseph J. Duggan (ed.), 3 Bde., Turnhout: Brepols, 2005-.

La Chanson de Roland (digilal unter: < http://www.hs-augsburg.de/~harsch/gallica/Chronologie/11siecle/Roland/rol_ch00.html>)

B.        Hilfsmittel

Baldinger, Kurt (1995-): Altfranzösisches Etymologisches Wörterbuch. Dictionnaire étymologique de l'ancien français, Québec: Presses de l'Univ. Laval [= DEAF] (digital unter : < http://deaf-server.adw.uni-heidelberg.de>).

Buridant, Claude (2000): Grammaire nouvelle de l’ancien français, Paris: Sedes.

Dictionnaire du Moyen Français (DMF 2015), ATILF - CNRS & Université de Lorraine (digital unter: < http://www.atilf.fr/dmf>).

Einhorn, E. (1974): Old French. A Concise Handbook, Cambridge: Cambridge University Press.

Greimas, Algirdas Julien (32004): Dictionnaire de l'ancien français. Paris: Larousse [1979] [= DAF].

Große, Ernst Ulrich (1971): Altfranzösischer Elementarkurs, München: Max Hueber.

Rheinfelder, Hans (1963 & 1967): Altfranzösische Grammatik, 2 Bd., München: Hueber.

Stone, Louise W. und William Rothwell (1977-1992) :  Anglo-Norman Dictionary, 7 Bde., London: Modern Humanities Research Association (digital unter : < http://www.anglo-norman.net>).

Tobler, Adolf und Erhard Lommatzsch (1925-2008): Altfranzösisches Wörterbuch, 12 Bd., Berlin/ Wiesbaden.

Wartburg, Walter von (1923-/1948-): Französisches Etymologisches Wörterbuch, Basel: Zbinden [reprint] [= FEW] (digital unter: < https://apps.atilf.fr/lecteurFEW/>).

 

LV 4505564 Der altspanische Cantar de mio Cid

Ziel des Seminars ist der Erwerb von Grundkenntnissen des altspanischen Sprachsystems auf synchronischer Ebene sowie die Entwicklung eigenständiger Lesefertigkeiten anhand der Lektüre des Cantar de mio Cid. Dabei sollen die einschlägigen lexikographischen und grammatikographischen Hilfsmittel zum Altspanischen kennengelernt und deren Handhabung eingeübt werden.  Ein zweiter Schritt dient der Erweiterung der Kompetenz, sprachliche Phänomene adäquat zu beschreiben.

Voraussetzungen für die Teilnahme an dem Seminar ist ein abgeschlossenes sprachwissenschaftliches Basismodul, zumindest aber die erfolgreich absolvierte Sprachgeschichtsvorlesung. Regelmäßige und aktive Teilnahme sowie eine bestandene Prüfung, wie sie für die entsprechenden Module vorgesehen ist (Referat und/oder Hausarbeit), sind die Bedingungen eines erfolgreichen Abschlusses.

LITERATUR (in Auswahl)

A) TEXTAUSGABEN (*Textbasis)

*Cantar de Mio Cid: Altspanisch/Deutsch, übersetzt und herausgegeben von Víctor Millet und Alberto Montaner, Stuttgart: Reclam, 2013 [=Reclams Universal-Bibliothek;18988].

*Cantar de mio Cid, edición, estudio y notas de Alberto Montaner. Con un ensayo de Francisco Rico, Madrid: Real Academia Española, 2011 [=Biblioteca clásica de la Real Academia Española;1].

Cantar de mio Cid: texto, gramática y vocabulario, Ramón de Menéndez Pidal (ed.), Madrid: Espasa-Calpe, 1954-1956.

Poema de Mio Cid, edición de Colin Smith, Madrid: Cátedra, 2005 [=Letras Hispánicas].

B) WÖRTERBÜCHER ZUM ALTSPANISCHEN

Alonso, Martín, 1986, Diccionario medieval español. Desde las Glosas Emilianenses y Silenses (s. X) hasta el siglo XV., 3 vols., Salamanca: Universidad Pontificia de Salamanca

Cejador y Frauca, Julio, 1929, Vocabulario medieval castellano, Madrid: Hernando.

Müller, Bodo, 1987-2006, Diccionario del español Medieval, Heidelberg: Universitätsverlag Winter. [A-almohatac].

C) ETYMOLOGISCHE WÖRTERBÜCHER

dcech = Joan Corominas & José A. Pascual, 1980-91, Diccionario crítico etimológico castellano e hispánico, 5 vols., Madrid: Gredos.

dcelc = Joan Corominas, 1955, Diccionario crítico etimológico de la lengua castellana, Madrid: Gredos.

D) EINFÜHRENDE DARSTELLUNGEN UND STUDIEN ZUM CID

Cano, Rafael (coord.), 2013 [12004], Historia de la lengua española, Barcelona: Ariel [insbesondere der vierte Teil].

Deyermond, Alan D., 1987, El „Cantar de mío Cid“ y la épica medieval española, Barcelona Sirmio.

Lacarra, María Jesús & Juan Manuel Cacho Blecua, 2012, Entre oralidad y escritura: la Edad Media, Barcelona: Crítica [= Historia de la literatura española, José-Carlos Mainer (ed.), Bd. 1].

Lapesa, Rafael, 91986, Historia de la lengua española, Madrid: Gredos.

Menéndez Pidal, Ramón 121968, Manual de gramática histórica española, Madrid: Espasa-Calpe.

Menéndez Pidal, Ramón, 61968, El Cid campeador, Madrid: Espasa-Calpe.

Menéndez Pidal, Ramón, 2016, The Cid and His Spain, London: Routledge [als E-Book über den Server der SUB verfügbar].

Smith, Colin, 1983, The Making of the Poema de mio Cid, Cambridge: Cambridge University Press.

Tietz, Manfred, 42011, „Mittelalter und Spätmittelalter“, in: Spanische Literaturgeschichte, Hans-Jörg Neuschäfer (ed.), Stuttgart: Metzler.

E) ONLINE-CORPORA

Corde = Real Academia Española: Banco de datos (CORDE) [online]. Corpus diacrónico del español. < http://corpus.rae.es/cordenet.html>

CORPUS DEL ESPAÑOL by Mark Davies: < www.corpusdelespanol.org>

Corpus de documentos españoles anteriores a 1800: < http://corpuscodea.es>

E) WEITERE HILFSMITTEL

Poema de mio Cid: nueva concordancia completa, edición por Hansjörg König, Guido Mensching y Jürgen Rolshoven, Hildesheim: Olms, 2003.

Web-pages zum Cantar de mio Cid: < http://miocid.wlu.edu> [Faksilime des Manuskripts, paläographische und normative Transkription, englische Übersetzung, Kommentare und Hörversion].

 

LV 4504839 Anglonormannisch 

Das Masterseminar widmet sich der französischen Sprache auf den Britischen Inseln nach deren Invasion durch den Herzog Wilhelm II. der Normandie im Jahre 1066. Dabei stehen neben der Beschäftigung mit den Besonderheiten des normannischen Dialekts die anglonormannischen Textzeugen, Fragen der Mehrsprachigkeit und des Sprachkontakts im mittelalterlichen England sowie der kontaktinduzierte Sprachwandel sowohl des britischen Französisch als auch des Mittelenglischen im Vordergrund. Über das Mittelalter hinaus war das Französische außerdem Ausdrucksmittel der englischen Rechtkultur bis ins 18. Jahrhundert hinein. Bei Interesse kann am Ende ein Ausblick erfolgen, der sich mit den modernen normannischen Mundarten beschäftigt, wie sie heute beispielsweise noch auf den Kanalinseln Jersey und Guernsey gesprochen werden.

Teilnahmevoraussetzung: grundlegende Kenntnisse des Altfranzösischen!

The Anglo-Norman On-Line Hub. A Projekt of the Universities of Aberystwyth and Swansea (digital unter: < http://www.anglo-norman.net>).

Burgess, Glyn S. (1995), „Französische Skriptaformen IV. England. Les scriptae françaises IV. Angleterre“, in Lexikon der Romanistischen Linguistik, Günter Holtur, Michael Metzeltin & Christian Schmid (eds.), Tübingen: Niemeyer, Bd. 2-2, 337-346.

Language and Culture in Britain: The French of England, c. 1100 – c. 1500 (2009), Jocelyn Wogan-Browne (ed.), Woodbrigde: York Medieval Press.

Lusignan, Serge (2004), La langue des rois au Moyen Âge: le français en France et en Angleterre, Paris: Presses universitaires de France.

Pope, Mildred K. (21952), From Latin to Modern French, with especial consideration of Anglo-Norman, Manchester: Manchester University Press.