Lehre im Sommersemester 2019



Allgemeines


Zur Referatsvorbereitung ist es zwingend erforderlich, sich vom Dozenten im Rahmen seiner Sprechzeiten spätestens zwei Wochen vor dem Referatstermin über die Themeneingrenzung, die Literaturauswahl, die angestrebte Gliederung sowie die konkrete Umsetzung beraten zu lassen. Das Handout zum Referat muss dem Dozenten spätestens eine Woche vor dem Referatstermin vorliegen, etwaige Monita können dann noch vor dem Referat ausgeräumt werden. Ohne persönliche Beratung und Freigabe des Handouts zu den genannten Fristen kann das Referat leider nicht stattfinden.

In anwesenheitspflichtigen Veranstaltungen (Thematischen Seminaren, Masterseminaren, Einführungen etc.) ist die regelmäßige und aktive Teilnahme bei mehr als zwei Fehlsitzungen nicht gewährleistet, sodass die entsprechenden Credits nicht verbucht werden können. Dabei sind die Gründe des Fernbleibens unerheblich, auf ärztliche Atteste kann daher verzichtet werden. Darüber hinaus gilt, dass die Sitzungen pünktlich beginnen und pünktlich schließen und in der Regel 90 Minuten umfassen. Von der Nahrungsaufnahme sowie vom Einsatz von Notebooks und Mobiltelefonen zu Zwecken, die nicht im Seminarzusammenhang stehen, ist abzusehen.

Hausarbeitsthemen sollen möglichst noch vor dem Ende der Vorlesungszeit mit dem Dozenten im Rahmen der regulären Sprechzeiten und / oder der im Seminar zu diesem Ziel abgehaltenen Sitzungen eingegrenzt werden. Das weitere Vorgehen müsste so weit präzisiert werden, dass die Studierenden in der Lage sind, ihr Thema in der vorlesungsfreien Zeit möglichst eigenständig zu bearbeiten. Bei Problemen können Feriensprechzeiten nach Vereinbarung wahrgenommen werden. Abgabetermin ist für Hausarbeiten, die im Rahmen von Herrn Savelsbergs Veranstaltungen verfasst werden, jeweils der letzte Tag des Monats nach Vorlesungsbeginn im neuen Semester. Eine sprachliche Durchsicht des Manuskripts durch einen Kommilitonen vor der Einreichung empfiehlt sich in den meisten Fällen.

Über die genauen Prüfungsvoraussetzungen und Prüfungsleistungen informieren Sie sich bitte im Modulhandbuch!



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LV 4503582

Einführung in die spanische Sprachwissenschaft

Nach einer knappen Verortung des Kastilischen als Tochter des Lateinischen im Verbund der romanischen Sprachen widmet sich diese Einführung in die spanische Sprachwissenschaft hauptsächlich den Systembereichen Lautlehre, Wortkunde inklusive Formenlehre, Satzbau und Bedeutung. Diese Themen werden sowohl aus allgemeinlinguistisch-theoretischer Perspektive als auch im Hinblick auf einzelsprachliche Phänomene behandelt. Hierbei steht das Spanische in seiner aktuellen iberischen Standardausprägung im Zentrum der Beschreibung.

Die Präsentationen der einzelnen Bereiche nebst Übungen und weiterem Material werden sukzessive bei Stud.IP eingestellt, aller Voraussicht nach wird ein Tutorium die Veranstaltung begleiten. Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss sind die regelmäßige und aktive Teilnahme (höchstens zwei Fehltermine; vgl. APO § 16 Abs. 5) sowie die bestandene neunzigminütige Abschlussklausur vom 17. Juli 2019.

Bedenken Sie, dass meine beiden Einführungen (Spanisch/Französisch) bis auf die Sprachbeispiele weitgehend denkungsgleich sind. Ziehen Sie ggf. die Teilnahme an den entsprechenden Parallelkursen in Betracht, um eine weitere Perspektive zu erhalten und Doppelungen zu vermeiden!

Literatur (*Basistexte):

Becker, Martin, 2013, Einführung in die spanische Sprachwissenschaft, Stuttgart: Metzler.

Blank, Andreas, 2001, Einführung in die lexikalische Semantik für Romanisten, Tübingen: Niemeyer [=Romanistische Arbeitshefte;45].

Gabriel, Christoph & Trudel Meisenburg, 32017, Romanische Sprachwissenschaft, Paderborn: Fink [=utb basics;2897].

Gabriel, Christoph, Trudel Meisenburg & Maria Selig, 2013, Spanisch: Phonetik und Phonologie. Eine Einführung, Tübingen: Narr [=narr studienbücher].

*Muñoz-Basols, Javier (et al.), 2017, Introducción a la lingüística hispánica actual. Teoría y práctica, London/New York: Routledge.

*Pomino, Natascha & Susanne Zepp,22008, Hispanistik, Paderborn: Fink [=utb basics;2498].

Schpak-Dolt, Nikolaus, 22012, Einführung in die Morphologie des Spanischen, Berlin/Boston: de Gruyter [=Romanistische Arbeitshefte;44].

 

LV 455264

Einführung in die französische Sprachwissenschaft

Nach einer knappen Verortung des Französischen als Tochter des Lateinischen im Verbund der romanischen Sprachen widmet sich diese Einführung in die französische Sprachwissenschaft hauptsächlich den Systembereichen Lautlehre, Wortkunde inklusive Formenlehre, Satzbau und Bedeutung aus allgemeinlinguistisch-theoretischer Perspektive und im Hinblick auf das Französische (vorrangig in seiner aktuellen europäischen Standardausprägung).

Die Präsentationen der einzelnen Themenbereiche nebst Übungen und weiterem Material werden sukzessive bei Stud.IP eingestellt, die Veranstaltung wird voraussichtlich durch ein Tutorium begleitet. Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss sind die regelmäßige und aktive Teilnahme (höchstens zwei Fehltermine; vgl. APO § 16 Abs. 5) sowie die bestandene neunzigminütige Abschlussklausur vom 18. Juli 2019.

Bedenken Sie, dass meine beiden Einführungen (Spanisch/Französisch) bis auf die Sprachbeispiele weitgehend denkungsgleich sind. Ziehen Sie ggf. die Teilnahme an den entsprechenden Parallelkursen in Betracht, um eine weitere Perspektive zu erhalten und Doppelungen zu vermeiden!

Literatur (*Basistext):

Blank, Andreas, 2001, Einführung in die lexikalische Semantik für Romanisten, Tübingen: Niemeyer [=Romanistische Arbeitshefte;45].

Gabriel, Christoph & Trudel Meisenburg, 32017, Romanische Sprachwissenschaft, Paderborn: Fink [=utb basics;2897].

Meisenburg, Trudel & Maria Selig, 1998, Phonetik und Phonologie des Französischen, Stuttgart: Klett.

Schpak-Dolt, Nikolaus, 42016, Einführung in die Morphologie des Spanischen, Berlin/Boston: de Gruyter [=Romanistische Arbeitshefte;36].

*Stein, Achim, 32010, Einführung in die französische Sprachwissenschaft, Stuttgart: Metzler.

 

LV 459061

Bachelorseminar: Judenspanisch – Strukturen und Vergleich

Aus kastilischer Perspektive was das Jahr 1492 ein Jahr der Superlative, wenn man es plakativ mag: die „Entdeckung“ Amerikas durch Christoph Columbus, der Abschluss der „Reconquista“ durch den Fall Granadas, Antonio de Nebrijas erste Spanisch-Grammatik und... das Alhambra-Edikt, mit dem die Katholischen Könige Isabel und Ferran die jüdische Bevölkerung vor die Wahl stellten, sich zum Christentum zu bekehren oder die Länder der Kronen Kastilien und Aragon zu verlassen. Schätzungsweise um die Hunderttausend verließen daraufhin die genannten Herrschaftsgebiete und siedelten sich vorrangig in Portugal, Nordafrika und im Osmanischen Reich an. Von diesen Sepharden genannten Juden sprechen heute noch höchstens Hunderttausend das sogenannte Judenspanische. Um diese Varietät soll es im hier angekündigten Bachelorseminar in einer in erster Linie synchronen und kontrastiven Beschreibungsperspektive gehen. Durch die Isolation von den Entwicklungen des Spanischen auf der Iberischen Halbinsel haben sich gewisse sprachlichen Phänomene des älteren Sprachstandes halten und kontaktinduzierte Neuerungen ausprägen können in der neuen Umgebung vor allem des östlichen Mittelmeerraums. So haben die Balkansprachen und das Türkische neben dem italienischen Einfluss der Handelsnationen und der Bildungssprache Französisch im Judenspanischen ihre Spuren hinterlassen. Aber auch autochthone Phänomene lassen sich ausmachen. Diesen allen wollen wir strukturell auf den verschiedenen Systemebenen nachspüren und kontrastiv zum modernen Spanisch in seiner iberischen Standardausprägung näher kommen.

Literatur:

Bornes-Varol, Marie-Christine, 2008, Le judéo-espagnol vernaculaire d’Istanbul, Bern: Lang.

Bornes-Varol, Marie-Christine, 2008, Manual of Judeo-Spanish, Bethesda: University Press of Maryland.

Bossong, Georg, 2008, Die Sepharden: Geschichte und Kultur der spanischen Juden, München: Beck.

Bunis, David M., 2015, „Judezmo“, in: Handbook of Jewish Languages, ed. by Lily Kahn and Aaron D. Rubin, Leiden: Brill, 366-451.

Gabinskij, Mark A., 2011, Die sephardische Sprache, übersetzt von Heinrich Kohring, bearbeitet von Winfried Busse und Heinrich Kohring, Tübingen: Stauffenberg.

Quintana Rodríguez, Aldina, 2008, Geografía lingüística del judeoespañol: estudio sincrónico y diacrónico, Bern: Lang.

Sala, Marius, 1998, „Die romanischen Judensprachen“, in: Lexikon der Romanistischen Linguistikhg. von Günter Holtus et al., Tübingen: Niemeyer, Bd. 7, 372-395.

 

LV 4504839

Masterseminar: Judenfranzösisch

Nach einer kurzen geschichtlichen Einführung bis zur endgültigen Vertreibung der Juden aus den französischen Kronlanden im Jahr 1306 und bereits 1290 aus dem anglonormannischen England werden wir uns zuerst mit dem hebräischen  Alphabet und dessen Möglichkeiten und Schreibgewohnheiten zur Repräsentation romanischer Lautwerte beschäftigen, um uns mit diesem Rüstzeug den verschiedenen auf Altfranzösisch in hebräischer Schrift überlieferten Textzeugnissen widmen zu können. Einen Schwerpunkt wird dabei der Fiebertraktat Fevres bilden, der sich als einziges Manuskript in der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, befindet:

https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN861505751&PHYSID=PHYS_0007&DMDID=

Literatur:

Edzard, Alexandra B., 2011, Varietätenlinguistische Untersuchungen zum Judenfranzösischen, Frankfurt a.M.: Lang.

Fudeman, Kirsten A., 2010, Vernacular Voices. Language and Identity in Medieval French Jewish Communities, Philadelphia: PennPress.

Kiwitt, Marc, 2013, Les gloses françaises du glossaire biblique B.N. hébr. 301. Édition critique partielle et étude linguistique, Heidelberg: Winter.

Kiwitt, Marc and Stephen Dörr, 2015, „Judeo-French“, in: Handbook of Jewish Languages, ed. by Lily Kahn and Aaron D. Rubin, Leiden: Brill, 138-177.

Sala, Marius, 1998, „Die romanischen Judensprachen“, in: Lexikon der Romanistischen Linguistikhg. von Günter Holtus et al., Tübingen: Niemeyer, Bd. 7, 372-395.

Zwink, Julia, 2017, Altfranzösisch in hebräischer Graphie. Teiledition und Analyse des Medizintraktats «Fevres», Berlin: de Gruyter.

Zwink, Julia, in press, „Jewish texts in Oïl varieties: Old Continental French“, in: Manual of Judaeo-Romance Linguistics and Philology, ed. by Guido Mensching and Frank Savelsberg, Berlin: de Gruyter.

 

LV 4505462

Fachsprachen im spanischen Mittelalter

Das Masterseminar beschäftigt sich mit der Entstehung wissenschaftlicher Fachterminologie und Fachprosa in den iberoromanischen Volkssprachen des Mittelalters. Dabei ist für das Kastilische besonders an die Übersetzungswerkstatt Alfons’ des Weisen zu denken, unter dessen Ägide zahlreiche historiographische, astrologische und juridische Texte entstanden. Als erster bekannter Autor wissenschaftlicher Prosa in einer romanischen Volkssprache überhaupt gilt aber der mallorquinische Franziskaner-Tertiar und unter dem Ehrentitel Doctor phantasticus bekannt gewordene Ramon Llull.

In dem Masterseminar soll ein besonderer Fokus auf der Medizinterminologie liegen. Nach einer kurzen lexikologischen Grundlegung zum Gegenstand des Fachwortschatzes allgemein wird anhand von zwei Gattungen die Genese und Verwendung der Medizinterminologie in den iberoromanischen Volkssprachen nachgezeichnet. Die erste Gattung bilden dabei mehrsprachige Synonymenlisten in lateinischer, arabischer und hebräischer Schrift, in denen die volkssprachlichen Pflanzen- und Heilmittelbezeichnungen ihren Entsprechungen in den genannten und damals bereits fachsprachlich ausgebauten Sprachen gegenübergestellt werden. Bei der zweiten Gattung handelt es sich um volkssprachliche Herbarien, die größtenteils aus älteren Quellen kompiliert und übersetzt sind.

Teilnahmevoraussetzung ist eine solide Lesekompetenz des Altspanischen sowie die Bereitschaft zur selbstständigen Beschäftigung mit weiteren älteren Sprachstufen wie beispielsweise dem Altkatalanischen. Lateinkenntnisse und Grundkenntnisse der hebräischen und arabischen Schrift sind herzlich willkommen.

Literatur:

Bos, Gerrit, Martina Hussein, Guido Mensching and Frank Savelsberg, 2011, Medical Synonym Lists from Medieval Provence: Shem Tov ben Isaac of Tortosa, Sefer ha-Shimmush, Book 29, Part I: Edition and Commentary of List 1 (Hebrew – Arabic – Romance/Latin), Leiden: Brill.

Bos, Gerrit and Guido Mensching, 2015, „Arabic-Romance medico-botanical glossaries in Hebrew manuscripts from the Iberian Peninsula and Italy“, Aleph, XV-1, 9-61.

Bos, Gerrit and Guido Mensching, in preparation, „Glossaris medicobotànics multilingües de l’Edat mitjana en grafia hebrea“, in: Isabel Müller and Frank Savelsberg (eds.), Formació, organització i transmissió del saber a l’Edat mitjana i al Renaixement, Berlin: de Gruyter.

Capuano, Thomas M., 1991, „Medieval Iberian Vernacular Versions of the Herbal Called Macer Floridus“, Manuscripta, XXV, 182-202.

Faraudo de Saint-Germain, Luis, 1955/56, „Una versió catalana del ‹Llibre de les Herbes› de Macer“, Estudis Romànics, V, 1-54.

Kinkade, Richard P., 1971, „Un nuevo manuscrito de la ‹Semeiança del mundo›“, Hispanic Review, XXIX, 261-262. 

Macer herbolario. Sevilla, Bibl. Colombina 7-6-27-1, 1986, Porter Conerly, Enrica J. Ardemagni & Ruth C. Richards (eds.), Madison: Hispanic Seminary of Medieval Studies, University of Wisconsin.

Macer. Llibre de les herbes i les seues virtuts, I, 2001, Alicia Palazón (ed.), València: Conselleria d’agricultura, peixca i alimentació de la Generalitat Valenciana, [=L’Alfardó;2].

Macer. Llibre de les herbes i les seues virtuts, II, 2002, Francesc Tarazona (ed.), València: Conselleria d’agricultura, peixca i alimentación de la Generalitat Valenciana [=L’Alfardó;3].

Mensching, Guido, 1994, La sinonima delos nonbres delas medeçinas griegos e latynos e arauigos, Madrid: Arco Libros.

Mensching, Guido, 2002, „El Macer Floridus en la Península Ibérica: efectos y efectos secundarios de un herbario medieval“, in: Mª. Teresa Navarro, John J. Nitti & Mª. Nieves Sánchez (eds.),Textos medievales y renacentistas de la Romania, New York/Madison: Hispanic Seminary of Medieval Studies, University of Wisconsin, 93-109.

Mensching, Guido and Gerrit Bos, 2001, „’Zerreibt man sie mit Essig...’ Hebräische und romanische Medizintexte im Mittelalter“, fundiert(Sprachen öffnen Welten), 2001-1: https://www.fu-berlin.de/presse/publikationen/fundiert/archiv/2001_01/2001_01_mensching/index.html

Pensado Figueiras, Jesús, 2012, „Pasajes del Macer Floridus castellano en el ms. II-3063 de la Real Biblioteca“, Revista de Filología Española, XCII,2, 341-362.