Lehre im Wintersemester 2019/20



Allgemeines


Zur Referatsvorbereitung ist es zwingend erforderlich, sich vom Dozenten im Rahmen seiner Sprechzeiten spätestens zwei Wochen vor dem Referatstermin über die Themeneingrenzung, die Literaturauswahl, die angestrebte Gliederung sowie die konkrete Umsetzung beraten zu lassen. Das Handout zum Referat muss dem Dozenten spätestens eine Woche vor dem Referatstermin vorliegen, etwaige Monita können dann noch vor dem Referat ausgeräumt werden. Ohne persönliche Beratung und Freigabe des Handouts zu den genannten Fristen kann das Referat leider nicht stattfinden.

In anwesenheitspflichtigen Veranstaltungen (Thematischen Seminaren, Masterseminaren, Einführungen etc.) ist die regelmäßige und aktive Teilnahme bei mehr als zwei Fehlsitzungen nicht gewährleistet, sodass die entsprechenden Credits nicht verbucht werden können. Für zusätzliche Fehlsitzungen mit ärztlichem Attest müssen Ersatzleistungen erbracht werden. Darüber hinaus gilt, dass die Sitzungen pünktlich beginnen und pünktlich schließen und in der Regel 90 Minuten umfassen. Von der Nahrungsaufnahme sowie vom Einsatz von Notebooks und Mobiltelefonen zu Zwecken, die nicht im Seminarzusammenhang stehen, ist abzusehen.

Hausarbeitsthemen sollen möglichst noch vor dem Ende der Vorlesungszeit mit dem Dozenten im Rahmen der regulären Sprechzeiten und / oder der im Seminar zu diesem Ziel abgehaltenen Sitzungen eingegrenzt werden. Das weitere Vorgehen müsste so weit präzisiert werden, dass die Studierenden in der Lage sind, ihr Thema in der vorlesungsfreien Zeit möglichst eigenständig zu bearbeiten. Bei Problemen können Feriensprechzeiten nach Vereinbarung wahrgenommen werden. Abgabetermin ist für Hausarbeiten, die im Rahmen von Herrn Savelsbergs Veranstaltungen verfasst werden, jeweils der letzte Tag des Monats nach Vorlesungsbeginn im neuen Semester. Eine sprachliche Durchsicht des Manuskripts durch einen Kommilitonen vor der Einreichung empfiehlt sich in den meisten Fällen.

Über die genauen Prüfungsvoraussetzungen und Prüfungsleistungen informieren Sie sich bitte im Modulhandbuch!



Kommentare zu meinen Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2019/20

 

LV 4503582

Einführung in die spanische Sprachwissenschaft B

Nach einer knappen Verortung des Kastilischen als Tochter des Lateinischen im Verbund der romanischen Sprachen widmet sich diese Einführung in die spanische Sprachwissenschaft hauptsächlich den Systembereichen Lautlehre, Wortbildung und Formenlehre, Satzbau sowie Bedeutung. Diese Themen werden sowohl aus allgemeiner theoretischer Perspektive als auch im Hinblick auf einzelsprachliche Phänomene des Spanischen behandelt.

Die Präsentationen der einzelnen Bereiche nebst Übungen und weiterem Material werden sukzessive bei Stud.IP eingestellt, ein studentisches Tutorium wird die Veranstaltung begleiten. Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss sind die regelmäßige und aktive Teilnahme (höchstens zwei Fehltermine; vgl. APO § 16 Abs. 5) sowie die bestandene neunzigminütige Abschlussklausur vom 12. Februar 2020.

Bedenken Sie, dass meine beiden Einführungen (Spanisch/Französisch) bis auf die Sprachbeispiele weitgehend denkungsgleich sind. Ziehen Sie ggf. die Teilnahme an den entsprechenden Parallelkursen in Betracht, um eine weitere Perspektive zu erhalten und Doppelungen zu vermeiden!

Literatur (*Basistexte):

Becker, Martin, 2013,  Einführung in die spanische Sprachwissenschaft, Stuttgart: Metzler.

Blank, Andreas, 2001, Einführung in die lexikalische Semantik für Romanisten, Tübingen: Niemeyer [=Romanistische Arbeitshefte;45].

Gabriel, Christoph & Trudel Meisenburg, 32017, Romanische Sprachwissenschaft, Paderborn: Fink [=utb basics;2897].

Gabriel, Christoph, Trudel Meisenburg & Maria Selig, 2013, Spanisch: Phonetik und Phonologie. Eine Einführung, Tübingen: Narr [=narr studienbücher].

*Muñoz-Basols, Javier (et al.), 2017, Introducción a la lingüística hispánica actual. Teoría y práctica, London/New York: Routledge.

*Pomino, Natascha & Susanne Zepp,22008, Hispanistik, Paderborn: Fink [=utb basics;2498].

Schpak-Dolt, Nikolaus, 22012, Einführung in die Morphologie des Spanischen, Berlin/Boston: de Gruyter [=Romanistische Arbeitshefte;44].

 

LV 455264

Einführung in die französische Sprachwissenschaft A

Nach einer knappen Verortung des Französischen als Tochter des Lateinischen im Verbund der romanischen Sprachen widmet sich diese Einführung in die französische Sprachwissenschaft hauptsächlich den Systembereichen Lautlehre, Wortbildung und Formenlehre, Satzbau sowie Bedeutung aus allgemeiner theoretischer Perspektive und im Hinblick auf das Französische (vorrangig in seiner aktuellen europäischen Standardausprägung).

Die Präsentationen der einzelnen Themenbereiche nebst Übungen und weiterem Material werden sukzessive bei Stud.IP eingestellt, die Veranstaltung wird voraussichtlich durch ein Tutorium begleitet. Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss sind die regelmäßige und aktive Teilnahme (höchstens zwei Fehltermine; vgl. APO § 16 Abs. 5) sowie die bestandene neunzigminütige Abschlussklausur vom 6. Februar 2019.

Bedenken Sie, dass meine beiden Einführungen (Spanisch/Französisch) bis auf die Sprachbeispiele weitgehend denkungsgleich sind. Ziehen Sie ggf. die Teilnahme an den entsprechenden Parallelkursen in Betracht, um eine weitere Perspektive zu erhalten und Doppelungen zu vermeiden!

Literatur (*Basistext):

Blank, Andreas, 2001, Einführung in die lexikalische Semantik für Romanisten, Tübingen: Niemeyer [=Romanistische Arbeitshefte;45].

Gabriel, Christoph & Trudel Meisenburg, 32017, Romanische Sprachwissenschaft, Paderborn: Fink [=utb basics;2897].

Meisenburg, Trudel & Maria Selig, 1998, Phonetik und Phonologie des Französischen, Stuttgart: Klett.

Schpak-Dolt, Nikolaus, 42016, Einführung in die französische Morphologie, Berlin/Boston: de Gruyter [=Romanistische Arbeitshefte;36].

*Stein, Achim, 32010,  Einführung in die französische Sprachwissenschaft, Stuttgart: Metzler.

 

LV 459061

Bachelorseminar: Digitale Corpora zur Diachronie des Spanischen

In dem hier angekündigten thematischen Seminar werden wir uns erneut die zentralen sprachlichen Phänomene aus der Geschichte des Spanischen in dessen Entwicklung von den ersten Zeugnissen bis ins 18. Jahrhundert vor Augen führen und versuchen, diese Phänomene anhand von digitalen Textcorpora in Vorkommen, Verteilung und Frequenz exemplarisch zu beschreiben. Dabei soll neben der Verfestigung sprachgeschichtlichen Wissens die Handhabung digitaler Ressourcen vermittelt und die basalen Techniken wissenschaftlichen Arbeitens (Referat, Handout, Hausarbeit, s.u.) eingeübt werden. Einleitend werden wir verschiedene Arten von digitalen Corpora und deren Charakteristika kennen lernen. Bei unserer Arbeit mit spanischen Sprachdaten wird das digitale Corpus Diacrónico del Españolder Real Academia Española eine zentrale Rolle spielen (CORDE; http://corpus.rae.es/cordenet.html). Weitere Corpora zur Geschichte des Spanischen sind unter http://www.corhiber.org aufgelistet.

In den Sitzungen wird ein internetfähiges Endgerät benötigt, um die entsprechenden Online-Ressourcen aufrufen und nutzen zu können.

Teilnahmevoraussetzung ist ein abgeschlossenes Basismodul in der spanischen Sprachwissenschaft (Einführungskurs sowie Sprachgeschichtsvorlesung). Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss des Seminars sind die regelmäßige und aktive Teilnahme (höchstens zwei Fehltermine; vgl. APO § 16 Abs. 5). Die Prüfungsleistung für die Kursvariante mit drei Credits umfasst ein 30minütiges Referat (inklusive Handouts; unbenotet) bzw. für die Variante mit sechs Credits noch eine zusätzliche Ausformulierung in Gestalt einer schriftlichen Hausarbeit (Abgabetermin: 30. April 2020; benotet).

Literatur zur Sprachgeschichte des Spanischen (*Basistext):

Becker, Martin (12013): „Spanische Sprachgeschichte“, in: ders., Einführung in die spanische        Sprachwissenschaft, Stuttgart (u.a.): Metzler, S. 206-273 (= Kapitel 11).

Berschin, Helmut, Julio Fernández-Sevilla & Josef Felixberger (11987): Die spanische Sprache.      Verbreitung, Geschichte, Struktur, München: Hueber (Abschnitt B: „Sprachgeschichte“).

Bollée, Annegret, & Ingrid Neumann-Holzschuh (12003):Spanische Sprachgeschichte, Barcelona (u.a.): Klett.

Handbuch Spanisch. Sprache, Literatur, Kultur, Geschichte in Spanien und Hispanoamerika. Für Studium, Lehre, Praxis, hrsg. von Joachim Born (u.a.), Berlin: Schmidt, 2011 (Kapitel I.2-I.4).

Lexikon der romanistischen Linguistik (=LRL), hrsg. von Günter Holtus, Michael Metzeltin und       Christian Schmitt, 8 Bände mit Halbbänden, Tübingen: Niemeyer, 1988-2005 (insbes. Teilband 2-2 und hier die Abschnitte 157-159 sowie Teilband 6-1 und dort die Abschnitte 387 & 389).

*Penny, Ralph (22002 [11991]), A History of the Spanish Language, Cambridge (u.a.): Cambridge University Press. (Spanische Übersetzung: Gramática histórica del español, Barcelona: Ariel, 22006).

 

LV 4504839

Masterseminar: Altokzitanisch – Sprache der Trobadors

Bei der hier angekündigten Veranstaltung handelt es sich um einen Sprachkurs, der in das Altokzitanische (oder Altprovenzalische in anderer Benennung) einführen soll. Hierbei steht die dialektübergreifende Schriftsprache (koiné) der mittelalterlichen Trobadors im Vordergrund. In sukzessiven Lektionen wird anhand von einfachen Originaltexten die Grammatik und der Wortschatz dieser Sprachstufe erschlossen, um die Lesekompetenz auch komplexerer Texte zu erwerben. Grundlegende Kenntnisse in einer romanischen Sprache sind hierfür Voraussetzung, Lesefertigkeiten älterer Sprachstufen des Romanischen und sprachgeschichtliches Grundwissen gern gesehen.

Der Kurs richtet sich an Studenten der romanischen Philologie und im Bereich der Schlüsselqualifikationen ebenfalls an Hörer weiterer Philologien mit mediävistischem Interesse.

Kursbuch:

William D. Paden (22001), An introduction to Old Occitan, New York: Modern Language Association of America.

 

LV 4505462

Masterseminar: Biblias romanceadas

Das Masterseminar beschäftigt sich mit den Übertragungen und Adaptionen der Bibel ins Kastilische des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Hierzu zählen neben den reinen Übersetzungen aus dem Lateinischen, Griechischen oder Hebräischen, wie sie uns etwa in der unter Rabbi Moses Arragel entstandenen prachtvollen Alba-Bibel vorliegen, ebenfalls Übernahmen biblischer Passagen in einem Reiseführer für Pilger ins Heilige Land aus der ersten Hälfte des 13. Jh. (Fazienda de Ultramar) und in der General Estoria von Alfons dem Weisen. Den zeitlichen Abschluss bilden die humanistischen Übersetzungen biblischer Bücher etwa durch Fray Luis de León (El Cantar de los Cantares de Salomón), aber auch die Biblia del Oso des zum Protestantismus konvertierten Hieronymitenbruders Cassidoro de Reina (Basel, 1569) sowie eine spezielle Wort-für-Wort-Übertragung aus dem Hebräischen (die sog. Ferrara-Bibel), die sich beide in den historischen Beständen unserer Bibliothek befinden.

Voraussetzung ist eine solide Lesekompetenz des Altspanischen.

Literatur:

Avenoza i Vera, Gemma (2011), Biblias castellanas medievales, San Millán de la Cogolla: Cilengua.

Links:

Fazienda de Ultramar: https://www.lafaziendadeultramar.com/

Biblia Medieval: www.corpus.bibliamedieval.es