In publica commoda

Kunstgeschichte (M.A.)

Name des Studienangebots: Kunstgeschichte
Abschluss: Master of Arts (M.A.)
Regelstudienzeit: 4 Semester
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester
Studienmöglichkeiten: Ein-Fach-Masterstudiengang MA in Kunstgeschichte mit Schwerpunkt "Kuratorische Studien" (78 C); Kombinierter Masterstudiengang MA in Kunstgeschichte (42 C); Kombinierter Masterstudiengang MA in Kunstgeschichte mit Schwerpunkt "Kuratorische Studien" (42 C); Nebenfach/Modulpaket Kunstgeschichte (36 C/18 C)
Zulassungsbedingungen für Masterstudiengang: Überblick
Zugangsvoraussetzungen für Modulpakete: Übersicht (pdf)
Hinweis für internationale Studienbewerber/innen: Für die Immatrikulation an der Philosophischen Fakultät ist der Nachweis von Deutsch-Kenntnissen unbedingte Voraussetzung!
Bewerbung: Bewerbungsverfahren (Bewerbung bei der Philosophischen Fakultät)



Darstellung des Studienangebots:

Ausbildungsziele
Auf der Grundlage der im Bachelor-Studiengang erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen wird im M.A.-Studiengang Kunstgeschichte das methodische Repertoire sowie die Kenntnis der Objekte hinsichtlich Technik, Gattung und Epoche ihrer Entstehung sowie Rezeption erweitert und vertieft. Über die bisher erworbene Fähigkeit zur kritischen Diskussion von Werken und ihrer Forschung hinaus werden die Studierenden befähigt, eigene Forschungsansätze zu entwickeln.
Der Masterstudiengang bietet eine Erweiterung und Vertiefung der fachwissenschaftlichen und praxisorientierten Ausbildung. Die Lehrveranstaltungen sind vor allem an aktuellen Forschungsdiskussionen und an Forschungs- und Ausstellungsprojekten des Göttinger Kunstgeschichtlichen Seminars und der Kunstsammlung ausgerichtet.

Das M.A.-Fachstudium Kunstgeschichte mit dem Studienschwerpunkt "Kuratorische Studien" verbindet die Einübung praktischer Umgangsweisen mit Originalen mit der Vermittlung der Theorie und Geschichte des Umgangs mit künstlerischen Objekten einschließlich des Sammelns und Handelns mit Kunstwerken und deren musealer und anderweitiger Präsentation. In vier Semestern erwerben die Studierenden entsprechende Kenntnisse und Fertigkeiten und werden anhand von Originalen der Göttinger Universitätskunstsammlung, aber auch durch ergänzende berufsbezogene Praktika außerhalb der Universität Göttingen zum Arbeiten mit Kunstwerken qualifiziert. Gleichzeitig erwerben die Studierenden aber auch das historisch-theoretische Wissen, welches für einen wissenschaftlich reflektierenden Umgang mit diesen Objekten erforderlich ist.

Schwerpunkte der Göttinger Kunstgeschichte
In Göttingen wird die Kunstgeschichte in ihrer ganzen historischen und thematischen Breite gelehrt und qualifiziert für eine Vielzahl von Berufen in Museum, Denkmalpflege, Kunsthandel und anderen Institutionen. Besondere Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen auf der Kunstgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit in Italien, den Bildkünsten des 19. Jahrhunderts und der Moderne, auf historischen Bild- und Kunsttheorien, transkulturellen Verflechtungen und dem neuzeitlichen Künstlerwissen. Ein Schwerpunkt in der Lehre ist zudem die Digitale Kunstgeschichte.
Eine Besonderheit des Göttinger Instituts ist die kuratorische Ausbildung in der Kunstsammlung, die von der Lehre an den Objekten bis zur Erarbeitung eigener Ausstellungen reicht. Zum Studienangebot gehören regelmäßige Exkursionen ins In- und Ausland sowie Auslandsaufenthalte an europäischen Partneruniversitäten. In Göttingen ist das Kunstgeschichtliche Seminar Mitglied interdisziplinärer Zentren, Studiengänge und Forschungsverbände. Eine enge Zusammenarbeit besteht überdies mit den archäologischen, historischen und kulturwissenschaftlichen Fächern an der Göttinger Universität.

Kunstsammlung
Die Göttinger Universität verfügt über eine der wenigen eigenen Universitätskunstsammlungen in Deutschland mit wertvollen Beständen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Rund 2.500 Handzeichnungen, 15.000 Blatt Druckgraphik, 300 Gemälde, zahlreiche Skulpturen, eine Foto- und eine Videokunstsammlung spiegeln die künstlerische Produktion mehrerer Jahrhunderte. Studierende lernen in Göttingen schon vom Beginn ihres Studiums an den Umgang mit originalen Kunstwerken. Regelmäßig finden Projektseminare statt und das Forschen im Studium ist eine unserer großen Stärken. Die Studierenden bereiten selbst Ausstellungen vor und publizieren die Ergebnisse ihrer Forschungen in hochwertigen Ausstellungskatalogen. Somit können Studierende in Göttingen schon während des Studiums nachhaltige Erfahrungen für die kunsthistorische Berufspraxis sammeln. Diese Ausrichtung auf die Praxis von Kunsthistorikern in einer hochspezialisierten Berufswelt von Museen, Ausstellungswesen, Kunsthandel und Lehre und Forschung ist ein herausragendes Merkmal des Studiums in Göttingen.
Feste Kooperationen in der Lehre bestehen mit dem Landesmuseum Hannover, der HAWK Hildesheim (Studiengang Konservierung und Restaurierung), dem Herzog-Anton-Ulrich-Museum in Braunschweig, der Museumslandschaft Hessen-Kassel und der niedersächsischen Denkmalpflege.

Studienverlauf
Der 4-semestrige Masterstudiengang Kunstgeschichte baut auf den im Bachelor erworbenen Kenntnissen und Kompetenzen auf, vertieft und erweitert dabei das methodische Repertoire und führt die Studierenden dazu heran, eigene Forschungsfragen zu entwickeln. Studierende können in Göttingen im Master zwischen 78 C Ein-Fach-Master Kunst­geschichte mit Schwerpunkt Kuratorische Studien, dem fachwissenschaftlich orientierten 42 C Fachstudium Kunstgeschichte sowie dem berufspraktisch orientierten 42-C Masterschwerpunkt "Kuratorische Studien" wählen. Der Masterabschluss qualifiziert für den Einstieg in kunsthistorische Berufe mit wissenschaftlichem Anspruch und dient der Vorbereitung auf eine eventuelle Promotion.

Das Fachstudium Kunstgeschichte mit Schwerpunkt "Kuratorische Studien" (42 C oder 78 C) rückt die Kunstsammlung der Universität Göttingen mit ihrem reichen Bestand an Objekten (insbesondere Kunstwerken auf Papier wie Zeichnungen und Druckgraphik) in den Mittelpunkt des Masterstudiums. Der Studienschwerpunkt richtet sich an Studierende mit einem B.A.-Abschluss in Kunstgeschichte, Kunstwissenschaft, Bildwissenschaft oder einer fachlich eng verwandten Disziplin, die einen Beruf an Museen, graphischen Sammlungen, Bild- und anderen Archiven, im Kunsthandel sowie im wissenschafts- und sammlungsgeschichtlichen Bereich (letzteres auch an Universitäten) anstreben.

Sprachvoraussetzungen
Im Studium der Kunstgeschichte werden oft Quellentexte und Texte der Sekundärliteratur in ihrer originalen Sprache gelesen. Hinreichende Kenntnisse der englischen Sprache sowie mindestens einer zweiten modernen Fremdsprache, wie etwa Italienisch, Französisch oder Niederländisch sowie Grundkenntnisse der lateinischen Sprache werden daher empfohlen. Die Sprachkenntnisse können im Lauf des Studiums im Rahmen des Erwerbs von Schlüsselkompetenzen oder während eines Auslandssemester vertieft und erweitert werden.

Sprachanforderungen, die während des Studiums zu erfüllen sind:
Für die Zulassung zur Masterarbeit sind Lateinkenntnisse mindestens im Umfang des Kleinen Latinums nachzuweisen.

Berufsfelder
Der Master-Studiengang bereitet auf die Tätigkeit als Kunsthistorikerin oder Kunsthistoriker vor, zum Beispiel in allen Bereichen des Medien- und Kulturmanagements, an Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Museen und in der Denkmalpflege sowie im diplomatischen Dienst und der Publizistik im weitesten Sinne. Im Studienschwerpunkt "kuratorische Studien" werden Absolventinnen und Absolventen besonders zur Arbeit an Museen und graphischen Sammlungen, in wissenschaftsgeschichtlichen Sammlungen, im Kunsthandel, Galerien und Auktionshäusern qualifiziert. Das Studium dient ferner der Vorbereitung auf eine eventuelle Promotion.