In publica commoda

Französisch/Galloromanistik (B.A.) (2-Fächer)

Französisch ist und bleibt eine wichtige Sprache in Europa und in der Welt. Frankreich ist der größte europäische Partner Deutschlands. Das Bachelor-Fach Französisch/Galloromanistik bietet eine umfassende Sprachausbildung sowie das Studium der Kulturen, der Literaturen und der Sprache der frankophonen Welt: interdisziplinär und international vernetzt und mit unterschiedlichen Schwerpunkten je nach eigenem Interesse. Die fachlichen Inhalte sind so zugeschnitten, dass sie sowohl im Lehramt als auch auf dem nicht-schulischen Arbeitsmarkt eingesetzt werden können.


Name des Studienfachs: Französisch/Galloromanistik (B.A.) (2-Fächer)
Abschluss: Bachelor (B.A.)
Regelstudienzeit: 6 Semester
Studienbeginn: nur Wintersemester
Sprachanforderungen vor Studienbeginn (Nachweis): Kenntnisse der französischen Sprache

Zulassung zum Wintersemester 2017/18:

  • 1. Fachsemester: zulassungsfrei (Immatrikulation ohne vorherige Bewerbung)
  • 2. bis 6. Fachsemester: zulassungsfrei (Immatrikulation ohne vorherige Bewerbung)
  • Internationale Bewerber (Non-EU): zulassungsfrei (Bewerbung bei International Student Office)



Der Studiengang
Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Faches Französisch/Galloromanistik sollen auf einem hohen Niveau die fachwissenschaftlichen Bildungsinhalte sowie die Qualifikationen und Kompetenzen des eigenständigen wissenschaftlichen Reflektierens und Produzierens erwerben. Sie sollen in der Lage sein, ihre in der Schule erworbenen Französischkenntnisse zu festigen und zu erweitern, so dass sie zu einer selbstständigen Sprachverwendung gelangen. Dabei ist die Entwicklung des Sprach- bzw. Sprachlernbewussteins von großer Bedeutung. Darüber hinaus können sich die Studierenden in unseren Studiengängen Schlüsselqualifikationen und –Kompetenzen im Kommunikations-, im Recherche- , im Informationsbearbeitungsbereich sowie im interkulturellen Lernen und Management aneignen.


Fachgebiete und Forschungsschwerpunkte in Göttingen
Französisch ist und bleibt eine wichtige Sprache in Europa und in der Welt. Sie ermöglicht den Zugang zu einer besonderen einzigartigen Betrachtung der Welt, die eine Alternative zur zunehmenden Globalisierung darstellt. Erwiesenermaßen ist Französisch die günstigste Brückensprache für den Erwerb weiterer romanischer Sprachen. Ferner ist Frankreich der größte wirtschaftliche Partner Deutschlands. Seit 1963 wird die politische, kulturelle und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland durch international anerkannte Verträge institutionalisiert. Die Beherrschung der Sprache des Nachbarn ist eine unerlässliche Voraussetzung, um an diesem Austausch teilzunehmen. All das erklärt die stabile Zahl der Französischstudierenden über Jahrzehnte hinaus.

Der Kernbereich des BA-Curriculums umfasst die Säulen Sprachpraxis sowie Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft und Landeswissenschaft.

Angebote zu Auslandsaufenthalten werden in vielfältiger Weise gemacht: Erasmus, PAD, Praktika.


Sprachpraxis
In der Sprachpraxis werden vor allem drei Lernziele verfolgt: Die Studierenden sollen eine möglichst umfassende und selbstständige Sprachbeherrschung in allen vier sprachlichen (Grund-)Fertigkeiten (Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen) und in den Sprachlichen Systemen (Wortschatz, Ausspracheschulung, Rechtschreibung und Grammatik) erreichen. Weiterhin sollen die Studierenden zum autonomen Lernen sowie zur Selbstkontrolle angeleitet werden und eine solide transferfähige Sprachlernkompetenz (strategisches Lernen, Sprachbewusstheit und Sprachlernbewusstheit) erwerben. Da Sprache kulturelle Inhalte und Erfahrungen transportiert, verbindet sich Fremdsprachenerwerb mit Fremdverstehen und mit der Entwicklung einer interkulturellen Kompetenz, die Studierende dazu befähigen soll, jede Kultur in einer wechselseitigen Perspektive zu betrachten und zu analysieren. Die Sprachlehre basiert auf neueren Erkenntnissen im Bereich der Sprachlehr- und -lernforschung und orientiert sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) sowie an den Lernbedürfnissen der Studierenden (z.B. durch die Erstellung von spezifischen Unterrichtsmaterialien.)

Literaturwissenschaft
In den Literaturwissenschaften werden die Studierenden mit der Geschichte der französischen Kultur und Literatur von den Anfängen im Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert vertraut gemacht. Außerdem werden sie in verschiedene Methoden der Textauslegung, in literaturwissenschaftliche Theorien eingeführt, mit denen sie umzugehen und die sie eigenständig anzuwenden lernen. Da in vielen Berufsfeldern in Frankreich nach wie vor die breite Kenntnis der französischen Geschichte und Kultur ein Muss ist, erschließt sich den Studierenden über die Literaturwissenschaften ein differenzierterer Zugang zur zeitgenössischen gesellschaftlichen Wirklichkeit Frankreichs im weitesten Sinne.


Sprachwissenschaft
Die Lernziele der Sprachwissenschaft liegen sowohl im wissenschaftlichen als auch im nahe liegenden angewandten Bereich. In den Veranstaltungen werden zum einen wichtige Kenntnisse über die Ergebnisse sprachwissenschaftlicher Forschung zum Französischen im strukturell-grammatikalischen als auch im kontextabhängigen und historischen Bereich vermittelt. Ziel ist dabei auch, die Studierenden zum eigenständigen Arbeiten mit modernen linguistischen Methoden zu befähigen. Die Befähigung zum eigenständigen Analysieren sprachlicher Strukturen und Funktionen wird vor dem Hintergrund der Anwendung auf spätere Berufsfelder vermittelt. Neben der grundlegenden Verbindung zu didaktischen Fragen im lehramtsbezogenen B.A. spielt der Kommunikationssektor (Internet, Textoptimierung, interkulturelle Kommunikation) eine große Rolle.


Landeswissenschaft
Eine Besonderheit stellt das im Stellenprofil des Seminars verankerte starke Gewicht der Landeswissenschaft dar. In der Landeswissenschaft sollen Studierende grundlegende Kenntnisse über Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur des heutigen Frankreichs und/oder eines französischsprachigen Landes und/oder einer französischsprachigen Region erwerben. Das Verstehen der französischen bzw. frankophonen Kulturen ist mit der Entwicklung einer interkulturellen Kompetenz verbunden, welche im beruflichen (schulischen oder nicht-schulischen) Leben von großer Bedeutung ist.


Fachdidaktik
Studierende der Galloromanistik sollen sich ein Basiswissen für Studium und Beruf aneignen, so genannte Schlüsselkompetenzen im Kommunikations-, Recherche- und im Informationsbearbeitungsbereich erwerben bzw. sich mit der Frage von Mehrsprachigkeit aus unterschiedlichen Fachrichtungen auseinander setzen. Da der Erwerb von Grundkenntnissen in Fragen des Lehrens und Lernens für Sprachstudierende eine allgemein bildende Funktion haben kann, ist auch dieser Schwerpunkt für Studierende des nicht-lehramtbezogenen Bachelorstudienganges offen.


Fächerkombinationen
Die Kombination des Faches Galloromanistik mit Geschichte und Kunstgeschichte, Ethnologie, Wirtschaft und Politik ist im Hinblick auf die beruflichen Perspektiven empfehlenswert.


Berufsfelder
Absolventinnen und Absolventen der BA/MA-Studiengänge Französisch/Galloromanistik stehen alle berufliche Wege offen, die mit der französischen Sprache und Kultur zu tun haben (Wirtschafts- und Kulturbranche, Journalismus, Tourismus, etc.)