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Iranistik (B.A.) (2-Fächer)

Im Fach Iranistik beschäftigt man sich mit Geschichte, Sprachen, Kultur und Religionen des iranisch-sprachigen Raumes. Dazu gehören unter anderem Gebiete des heutigen Tadschikistans, Usbekistans, Afghanistans und Pakistans bis nach Indien im Osten und Regionen Armeniens, Aserbaidschans, Georgiens, der Türkei, des Irak und Syriens im Westen. Die Beschäftigung mit gesellschaftlichen, religiösen und kulturellen Fragen wie etwa Vorstellungen von Religion und Geschichte, Geschlechterrollen in iranischen Literaturen und Medien oder religiöse und ethnische Minderheiten sind neben dem Sprachenerwerb des Persischen und Kurdischen Teil des BA-Studiums. Eine interdisziplinare Ausrichtung bildet die Basis der Iranistik.


Name des Studienfachs: Iranistik (B.A.) (2-Fächer)
Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)
Regelstudienzeit: 6 Semester
Studienbeginn: nur Wintersemester

Zulassung zum Wintersemester 2019/20:

  • 1. Fachsemester: zulassungsfrei (Immatrikulation ohne vorherige Bewerbung)
  • 2. bis 6. Fachsemester: zulassungsfrei (Immatrikulation ohne vorherige Bewerbung)
  • Internationale Bewerber (Non-EU): zulassungsfrei (Bewerbung bei Studium International)



Darstellung des Studienfachs
Gegenstand/Inhalte/Zielsetzungen
Die Studierenden erarbeiten sich gute aktive und passive Kenntnisse der persischen Sprache sowie Grundkenntnisse des Kurdischen. Des Weiteren erwerben sie Überblickskenntnisse über die iranische Kulturgeschichte von der vorislamischen Zeit bis zur Gegenwart sowie die Religionen iranischsprachiger Völker. Das Studium vermittelt darüber hinaus Grundlagen der Analyse iranischer Literaturen sowie Kenntnisse der iranischen Literatur- und Mediengeschichte. Neben dem Erlernen von fachwissenschaftlichen Begriffen erhalten die Studierenden Einblick in die für das Fach wichtigen Theorien und Methoden. Durch individuell gewählte externe oder vertiefende Module und Praktika kann bereits eine berufsvorbereitende oder eine auf das MA-Studium ausgerichtete Spezialisierung erfolgen.


Forschungsschwerpunkte in Göttingen
Forschungsschwerpunkte in Göttingen bilden die Indo-Persische Kultur, Handschriften- und Dokumentenkunde sowie heterodoxe religiöse Strömungen. Einen weiteren Schwerpunkt stellen Forschungen zu den Geheimwissenschaften, insbesondere zur Astrologie, dar. Literatur, Medien und Kommunikation sowie Aspekte identitätsbildender Prozesse in iranischen Gesellschaften gehören ebenfalls zu den in Göttingen vertretenen Schwerpunkten.


Sprachanforderungen
Empfohlen werden gute Lesekenntnisse des Englischen. Je nach Interessenschwerpunkt und Fächerkombination ist der Erwerb einer weiteren Sprache der Region sinnvoll, z. B. Arabisch, Türkisch, Urdu, Hindi, Sanskrit, Hebräisch etc.


Aufbau des Studiums
In den ersten beiden Semestern steht das Erlernen der persischen Sprache sowie der Erwerb von Überblickskenntnissen zur iranischen Kulturgeschichte und den Religionen iranischer Völker im Vordergrund. Hinzu kommt eine Veranstaltung zur Landeskunde.

Die Persisch-Kenntnisse werden in einem Sprachkurs im dritten und vierten Semester vertieft. Bevor im 6. Semester die Bachelorarbeit geschrieben wird, haben die Studierenden die Möglichkeit, Einblicke in Analysemethoden der Iranistik zu gewinnen, einen Auslandsaufenthalt oder ein Praktikum zu absolvieren, eine weitere Sprache zu lernen oder Kurse zum Fachübersetzen und der Persischdidaktik zu besuchen; in unregelmäßigem Abstand finden auch Exkursionen statt. Im Rahmen der fachwissenschaftlichen Vertiefung können die Studierenden, je nach Angebot, außerdem zwischen Modulen zu spezifischen religiösen und kulturellen Traditionen oder zur Kommunikationskultur in den Medien und Literaturen iranischer Gesellschaften wählen oder sich Grundkenntnisse über eine weitere iranische Sprache oder iranische Kunst und Archäologie aneignen.


Fächerkombinationen
Das BA-Fach Iranistik muss mit einem zweiten Fach kombiniert werden. Bestimmte Fachkombinationen werden nicht vorgegeben. Sinnvoll ist eine Kombination mit Fächern wie Politikwissenschaft, Religionswissenschaft, Ethnologie, Soziologie, allgemeine Sprachwissenschaft, Wirtschafts- oder Rechtswissenschaften, aber auch mit Fächern aus dem angrenzenden regionalen und kulturellen Umfeld wie Arabistik/Islamwissenschaft, Turkologie, Indologie, Altorientalistik oder Ägyptologie.


Berufsfelder
In Abhängigkeit von Ausrichtung und Kombination des Studiums sowie studienbegleitenden Praktika sind Tätigkeiten im Bereich des Journalismus, des Verlagswesens, der Entwicklungszusammenarbeit, der Diplomatie oder Wirtschaft sowie im kulturellen oder interkulturellen Bereich z. B. als Übersetzer möglich.