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Geschichte (M.A.)

Name des Studienangebots: Geschichte
Abschluss: Master of Arts (M.A.)
Regelstudienzeit: 4 Semester
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester
Studienmöglichkeiten: Ein-Fach-Masterstudiengang MA in Geschichte (78 C); Kombinierter Masterstudiengang MA in Geschichte (42 C); Nebenfach/Modulpaket Geschichte (36 C)
Zulassungsbedingungen für Masterstudiengang: Übersicht
Sprachempfehlung: Gute Englischkenntnisse werden dringend empfohlen.
Zugangsvoraussetzungen für Modulpakete: Übersicht (pdf)
Hinweis für internationale Studienbewerber/innen: Für die Immatrikulation an der Philosophischen Fakultät ist der Nachweis von Deutsch-Kenntnissen unbedingte Voraussetzung!
Bewerbung: Bewerbungsverfahren (Bewerbung bei der Philosophischen Fakultät)



Darstellung des Studiengangs
Der Masterstudiengang ermöglicht eine wissenschaftlich vertiefte Ausbildung im Fach Geschichte mit Schwerpunkten in der deutschen, europäischen und außereuropäischen Geschichte und Kultur. Er vermittelt Kenntnisse historischer Ereignisse und Zusammenhänge, methodische Kompetenz bei der Aufbereitung und kritischen Interpretation von historischem Material (Bild, Film, Interviews) sowie bei der Konzeption und Präsentation von Forschungsergebnissen in Geschichtsprojekten wie Ausstellungen, Dokumentationen, Publikationen, Reportagen und so weiter.

Breites methodisches und thematisches Spektrum
Das Fach Geschichte ist in Göttingen in eine weite Forschungslandschaft eingebettet. Enge Kontakte bestehen zu den Nachbardisziplinen Kulturanthropologie, Politikwissenschaft und Geschlechterforschung sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Landes- und Wissenschaftsgeschichte. Göttinger Historiker_innen sind zugleich Mitglieder anderer wissenschaftlicher Einrichtungen und Zentren. Damit verfügt die Göttinger Geschichtswissenschaft über ein besonders breites methodisches und thematisches Spektrum.

Zu den Göttinger Forschungsschwerpunkten gehören im Bereich der frühmittelalterlichen Geschichte die Geschichte der christlichen Hagiographie, die Geschlechtergeschichte sowie die Fragen von Kommunikation und Medien. Für das Hoch- und Spätmittelalter gilt das Hauptinteresse der Sozialgeschichte europäischer Gesellschaften in komparatistischer Perspektive, der Erforschung interkultureller Transferprozesse und historischer Beziehungssysteme.

Im Bereich der (Frühen) Neuzeit ist die Forschung in den Bereichen der Militär-, Rechts-, Verwaltungs-, Universitäts-, Wissenschafts- und Kriminalitätsgeschichte sowie Religionsgeschichte und Historischer Anthropologie angesiedelt. Für das 20. Jahrhundert und die Zeitgeschichte liegen die Forschungsschwerpunkte auf den Gebieten der politischen Kultur der Zwischenkriegszeit, der Genese und Ausformung totalitärer Systeme sowie der bundesrepublikanischen Geschichte. Ebenso vertreten sind Wissenschaftsgeschichte nach dem Nationalsozialismus, Geschichte des Terrorismus und Geschlechterforschung. Eine Göttinger Besonderheit besteht in der mit einem eigenen Lehrstuhl fundierten Reflexion des eigenen Faches und seiner Methoden.

Aufbau des Studiums
Geschichte kann entweder im Umfang 78 C oder 42 C studiert werden, die über den Besuch von Master,- Fachgebiets-, und Theoriemodulen zu erbringen sind. Das Verfassen der Master-Arbeit wird durch den Besuch eines Master-Abschlussmoduls unterstützt. Durch die Wahl der Epochen ist eine Schwerpunktsetzung auf die Vormoderne oder Moderne möglich, aber nicht notwendig. Auch kann ein Studienschwerpunkt im Bereich der Transkontinentalen Geschichte Europas in der Moderne gewählt werden.

Nachweispflichtige Sprachkenntnisse
Sprachkenntnisse: Liegt das Abschlussmodul in der Vormoderne (Alte Geschichte oder Mittelalter), sind bis zur Meldung zur Masterarbeit Kenntnisse des Kleinen Latinums nachzuweisen; liegt das Abschlussmodul in der Moderne (Frühe Neuzeit oder Neuzeit), sind bis zur Meldung zur Masterarbeit Kenntnisse einer weiteren (außer Englisch) modernen Fremdsprache auf dem Niveau B1 / Grundstufe 3 nachzuweisen. Sprachkenntnisse können damit auch während des Masterstudiums erworben werden.

Berufsfelder
Der Masterabschluss qualifiziert für eine Tätigkeit in wissenschaftlichen, historisch-kulturellen, kulturdidaktischen, publizistischen und politischen Bereichen sowie im Wissenschaftsmanagement und der Öffentlichkeitsarbeit.