Videokonferenzen / Webinare

Videokonferenzen ermöglichen die synchrone (also Live-) Virtualisierung einer Lehrveranstaltung. Im Gegensatz zum Streaming sind sie nicht öffentlich.

Sie eignen sich nicht so gut für sehr große Vorlesungen. Hierfür raten wir zu asynchronen (zeitversetzten) Szenarien. Diese erfordern, die Lerninhalte möglichst am Computer vorzuproduzieren und sie den Studierenden mithilfe des Stud.IP-Medienservers bereitzustellen.

Wenn Sie bei der Konzeption, Einrichtung oder Durchführung einer Videokonferenz Hilfe benötigen, wenden Sie sich gerne an uns!

Oder nehmen Sie teil an den aktuellen Schulungen des Services für Digitales Lernen und Lehren.


Eine Lehrveranstaltung wird als Videokonferenz durchgeführt. Die Studierenden wählen sich über eine in der Regel browserbasierte Anwendung in einen virtuellen Seminarraum ein. Sie als Lehrperson haben den Raum vorher eingerichtet oder einrichten lassen. Sie verfügen über Adminrechte, um die Veranstaltung zu leiten. Das heißt, in der Regel sind Sie zu hören und können bestimmen, was zu sehen ist. Sie können Studierenden freischalten, sodass diese ebenfalls sprechen oder Inhalte teilen können. Für alle freigeschaltet ist der Chat. Hier können sich alle Teilnehmenden jederzeit schriftlich äußern. Alle Personen, die zu hören oder zu sehen sein sollen, benötigen eine Webcam und ein Headset.

Virtuelle Seminarräume bieten neben der Übertragung von Audio und Video sinnvolle Funktionen, die im Lehrkontext in drei Formen Anwendung finden:

  1. Klassischer Frontalunterricht, ähnlich einer Vorlesung
  2. Seminar, wenn Sie studentischen Beiträgen Raum verschaffen wollen oder
  3. Workshop, wenn Sie Teilnehmenden die Möglichkeit geben wollen, sich Lerninhalte eigenständig zu erschließen.
Dabei gilt: Je größer die Interaktivität, desto einfacher die Aufmerksamkeitslenkung, aber desto kleiner die Teilnehmerzahl und anspruchsvoller der Koordinationsaufwand!

Die verschiedenen Dienste bieten mehrheitlich folgende Möglichkeiten:

  • Teilen von Bildschirminhalten, Videos, Präsentationen
  • Zeichnen auf Whiteboard
  • Einteilen von Gruppen und Verteilen auf Gruppenräume (Breakout-Rooms)
  • Verschiedene Moderationsoptionen: Wort erteilen oder entziehen, Mikrofone stummschalten
  • Verschiedene Zuhöreraktionen: verschiedene Status, Wortmeldung, Direktmessages
  • Gemeinsamer Chat, geteilte Notizen
  • Umfragen erstellen und Ergebnisse zeigen
  • Aufzeichnen der Videokonferenz
  • Das Webinar gut planen: Zeitraum, Agenda, Zielsetzung, Webinarraum, Format – und dies auch kommunizieren!
  • Vor dem Webinarbeginn: Technikcheck! – Je mehr Teilnehmer, desto mehr Zeit einplanen
  • Eine weitere Person als technische Assistenz hilft bei der Koordination, techn. Problemen, beobachtet den Chat etc.
  • Keine Monologe halten, sondern Teilnehmende aktiv einbinden: Möglichkeiten zur Aktivierung nutzen: Zustimmungs-/Ablehnungszeichen, Chat, Abstimmungen, konkrete Aufgaben verteilen (Präsentationen, Diskussionen, Gruppenarbeiten)
  • Wenn Aktivität gewünscht ist, Etikette (Verhaltensregeln) festlegen (z.B. Melden, Nutzung des Chats, Mikros stummschalten)
  • Motivation der Studierenden z.B. durch Einbringen aktueller Forschungsgegenstände oder Entwicklungen
  • Webinar zum späteren Nachvollziehen aufzeichnen. Hierzu müssen Sie das Einverständnis der Teilnehmer einholen!
  • Nach dem Webinar: Kritik und Feedback einholen und ggf. Verbesserungen vornehmen
Diese Tipps – und noch einige mehr – finden Sie in unserer Handreichung für Videokonferenzen.
Für Fortgeschrittene: Eine beispielhafte Anleitung für ein Streaming-Setup.

Videokonferenz-Software

Die Universität Göttingen stellt verschiedene Software-Lösungen für Webinare und Videokonferenzen bereit. Da zur Zeit nicht abzusehen ist, wie die Auslastung der einzelnen Dienste sein wird, macht es durchaus Sinn, sich nicht nur auf eine Option festzulegen.

Umfangreiche Informationen aus erster Hand zu den verschiedenen Diensten finden Sie auf der Übersichtsseite vom Service Digitales Lernen und Lehren.

Die Mitarbeitenden der Universität Göttingen können eigene Videokonferenzräume auf dem Server des DFN anlegen. Über Zugangslinks können Teilnehmer*innen eingeladen werden. Über das Meeting-PlugIn kann das Tool direkt in eine Stud.IP-Veranstaltung eingebunden werden, sodass Lehrende und Studierenden aus der Stud.IP Veranstaltung heraus den Konferenzraum direkt betreten können. (Momentan sind die Server stark ausgelastet.)


Die Software BigBlueButton wird von der GWDG betreut. Sie eignet sich für virtuelle Sitzungen mit bis zu 100 Personen, insbesondere auch für Veranstaltungen mit besonderem Schutzbedarf (mündl. Prüfungen, Beratungen, Sprechstunden). Über das Meeting-Plugin kann die Software direkt in Ihre Stud.IP-Veranstaltung integriert werden. BigBlueButton ermöglicht das Einbinden von Präsentationen (inkl. Annotations- und Downloadfunktion durch Teilnehmende), die Einrichtung von sog. “Break-Out-Räumen” für Gruppenarbeiten, das Bearbeiten gemeinsamer Notizen, die Durchführung von Umfragen und die Aufzeichnung der Videokonferenz.

DFNconf kann ohne Installation weiterer Plug-Ins (browserbasiert) genutzt werden. Die Anwendung ermöglicht Audio-/Videostreaming mit unbegrenzter Anzahl von Teilnehmenden in hoher Qualität, Chat, Bildschirmfreigabe parallel zum Video, Präsentation von Bild- und PDF-Dateien. (Momentan sind die DFN-Server stark ausgelastet.)

Die kommerzielle Software Zoom kann über eine Campus-Lizenz von allen Angehörigen der Universität genutzt werden. Sie ist sehr leistungsstark und erlaubt Videokonferenzen mit bis zu 100 Personen. Für größere Veranstaltungen kann die Lizenz hochgestuft werden (Antrag an webconf@gwdg.de). Da die Software zurzeit auf Servern in den USA läuft und Zugriff auf lokale Daten erhält, gibt es allerdings datenschutzrechtliche Bedenken, weshalb die Nutzung momentan nicht für Anlässe und Inhalte mit besonderem Schutzbedarf in Frage kommt und nur freiwillig sein kann.

Der Service für Digitales Lernen und Lehren bietet zu den Tools auch Schulungen an.