Vereinbarkeit

Die Corona-Pandemie geht mit gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen einher und verändert Arbeit, Studium, Lehre und Forschung fundamental. Ihre Folgen treffen nicht alle Mitglieder und Angehörigen der Universität in gleicher Weise: Je nach Lebenssituation und -lage wirken sich die politischen und organisatorischen Maßnahmen unterschiedlich aus. Eine schwierige Alltagsgestaltung, psychosoziale Verunsicherungen, soziale Ausschlüsse und existenzielle Bedrohungen aufgrund von finanziellen Notlagen sowie Diskriminierungs- oder Gewalterfahrungen führen zu neuen oder zur Verstärkung bestehender Mehrfachbelastungen.
Auf "Chancengleichheit und Diskriminierungsschutz im Blick – auch und gerade während der Corona-Pandemie“ wird auf solche – neuen und alten – Benachteiligungen und Diskriminierungen aufmerksam gemacht und dafür sensibilisiert, wie wichtig Chancengleichheit und Diskriminierungsschutz gerade jetzt sind.
Vor besonderen Herausforderungen stehen Menschen, die Sorgearbeit leisten, Angehörige oder Personen, die zu den sog. Risikogruppen zählen, pflegen und/ oder betreuen. Auf „Corona: Informationen zu Vereinbarkeit“ finden Sie rechtliche Regelungen, Regelungen der Universität sowie Unterstützungsangebote.

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Die Georg-August-Universität Göttingen unterstützt die Vereinbarkeit von Studium/ Wissenschaft/ Beruf, Familie und Privatleben und zielt darauf ab, die Studien-, Forschungs- und Arbeitsorganisation vereinbarkeitsorientiert zu gestalten. Die Vereinbarkeitspolitik der Universität bezieht verschiedene Lebenssituationen ein. Dazu gehören die Betreuung von Kindern und die Pflege von Angehörigen, zeitliche und örtliche Restriktionen im Zusammenhang mit unterschiedlichen Haushalts-/ Familienkonstellationen und Lebenssituationen, privates Engagement wie bspw. Ehrenämter sowie Gesundheitsvorsorge, sportliche Aktivitäten und persönliche Weiterbildung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Vereinbarkeit von Studium/ Wissenschaft/ Beruf und Familie. Familie wird als soziale Beziehung verstanden, in der Menschen längerfristig Verantwortung füreinander übernehmen.

Vereinbarkeit ist neben Gleichstellung und Diversität Teil der Hochschulstrategie und als Querschnittsthema in der Profil- und Hochschulentwicklung verankert. Mit dem Beitritt zur Charta „Familie in die Hochschule“ 2014 hat die Universität sich selbst verpflichtet, hohe Standards der Vereinbarkeitsorientierung umzusetzen und kontinuierlich weiter zu entwickeln. Ein erklärtes Ziel der Universität ist die Etablierung einer Führungskultur, die Vereinbarkeit als gelebten Alltag ermöglicht. Dieses Ziel wird in den Leitlinien für eine vereinbarkeitsorientierte Führungskultur konkretisiert.

Mit dem FamilienService als zentrale Informations- und Beratungsstelle, den Kinderbetreuungsangeboten sowie einer familienfreundlichen Infrastruktur stehen zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen für alle Angehörigen der Universität zur Verfügung. Im Sinne einer lebensphasenorientierten Personalpolitik werden auf struktureller Ebene Instrumente flexibler Arbeitszeitgestaltung zur Verfügung gestellt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung von vereinbarkeitsorientierten Studien,- Forschungs- und Arbeitsbedingungen. Darüber hinaus werden Organisationseinheiten sowie Fach- und Führungskräfte bei der Entwicklung und Umsetzung vereinbarkeitsorientierter Maßnahmen beraten (Vereinbarkeits-Consulting).

Services und Maßnahmen im Bereich Vereinbarkeit werden kontinuierlich weiterentwickelt. Grundlage dafür sind hohe Standards in der Qualitätssicherung. Durchgeführt werden regelmäßige Monitorings zur Nutzung (z.B. Telearbeit, Beratung) sowie Evaluationen zur Überprüfung der Wirksamkeit einzelner Maßnahmen (z.B. Kinderbetreuungsangebote). Ferner werden Maßnahmen auf Basis von universitäts- und bundesweiter wissenschaftlicher Studienergebnisse optimiert (z.B. Sonderauswertung zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Rahmen der an der Universität durchgeführten Mitarbeiter*innenbefragung/DGB-Index Gute Arbeit).