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Das digitale Bild ist inzwischen allgegenwärtig und ist bereits tief in den Lebensalltag eingedrungen. Dadurch regelt es nicht nur die Art und Weise wie wir Fotos machen oder mit Computerspielen interagieren, sondern das neue Bildmedium bestimmt vielmehr, wie wir die Welt wahrnehmen und wie wir unsere Wahrnehmung visuell kommunizieren. In unserer Kultur ist jedermann jederzeit und überall digital vernetzt und bewegt sich ständig in virtuellen Bildwelten, die entweder digitalisiert oder programmiert sind.
Die Kunstgeschichte war von jeher auch eine Bildgeschichte und hat über den medialen Vergleich der Objekte ihre jeweiligen Besonderheiten herausgearbeitet, um die ästhetischen Möglichkeiten und produktiven Grenzen des Mediums auszuloten.
Aus diesem Grund ist es gerade die Kunstgeschichte, die den gegenwärtigen und längst nicht abgeschlossenen Entwicklungen des neuen Bildmediums begleiten kann. So stellen sich zunächst Fragen nach dem Begriff des „Digitalbildes“ oder „Digitalfotos“. Dahinter verbergen sich technische Fragen, aber auch philosophische Fragen nach einer Theorie des Bildes und seines Mediums. Schließlich kann ein historischer Vergleich der Bildmedien Aufschluss über die Ontologie des digitalen Bildes geben. Das digitale Bild ist aufgrund seiner Omnipräsenz zu einem wichtigen Bestandteil der gegenwärtigen Kultur geworden. In bildontologischer Hinsicht unterscheidet es sich jedoch stark von einem Tafelbild oder einer Fotografie, da seine technischen und materiellen Bedingungen als ein codiertes Bild mit diskreten Werten völlig andere sind.
Das Projekt findet im Rahmen des „Forschungsorientierten Lehren und Lernen“ (FoLL) statt, das gefördert wird vom gemeinsamen Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre (Bundesministerium für Bildung und Forschung, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur).
Ergebnisse des Projektes werden in einer Publikation veröffentlicht sowie in einer Präsentation und im Rahmen eines Symposiums vorgestellt.
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