Bilder der Gegenwart.
Ein kunst- und bildwissenschaftliches Forschungsprojekt zum digitalen Bild

Forschungsprojekt im Rahmen des Programms „Forschungsorientiertes Lehren und Lernen“
Leitung: Dr. Harald Klinke, Dr. Lars Stamm (abgeschlossenes Projekt)

Das digitale Bild ist inzwischen all­gegen­wärtig und ist bereits tief in den Lebens­alltag ein­ge­drungen. Dadurch regelt es nicht nur die Art und Weise wie wir Fotos machen oder mit Computer­spielen inter­agieren, sondern das neue Bild­medium be­stimmt viel­mehr, wie wir die Welt wahr­nehmen und wie wir unsere Wahr­nehmung visuell kommuni­zieren. In unserer Kultur ist jeder­mann jeder­zeit und über­all digital ver­netzt und be­wegt sich ständig in virtuellen Bild­welten, die ent­weder digi­tali­siert oder pro­grammiert sind.
Die Kunst­ge­schichte war von jeher auch eine Bild­ge­schichte und hat über den medialen Ver­gleich der Ob­jekte ihre je­weiligen Besonder­heiten heraus­ge­ar­beitet, um die ästhe­tischen Mög­lich­keiten und pro­duktiven Grenzen des Mediums aus­zu­loten.
Aus diesem Grund ist es gerade die Kunst­ge­schichte, die den gegen­wärtigen und längst nicht ab­ge­schlossenen Ent­wick­lungen des neuen Bild­mediums be­gleiten kann. So stellen sich zunächst Fragen nach dem Begriff des „Digitalbildes“ oder „Digitalfotos“. Dahinter ver­ber­gen sich tech­nische Fragen, aber auch philo­so­phische Fragen nach einer Theorie des Bildes und seines Mediums. Schließ­lich kann ein his­to­rischer Ver­gleich der Bild­medien Auf­schluss über die Onto­lo­gie des digi­talen Bildes geben. Das digi­tale Bild ist auf­grund seiner Omni­präsenz zu einem wichtigen Be­stand­teil der gegen­wärtigen Kultur ge­worden. In bild­onto­lo­gischer Hin­sicht unter­scheidet es sich jedoch stark von einem Tafel­bild oder einer Foto­grafie, da seine tech­nischen und materiellen Be­ding­ungen als ein codiertes Bild mit dis­kreten Werten völlig andere sind.
Das Projekt findet im Rahmen des „Forschungsorientierten Lehren und Lernen“ (FoLL) statt, das ge­fördert wird vom ge­mein­samen Bund-Länder-Programm für bessere Studien­be­ding­ungen und mehr Qualität in der Lehre (Bundesministerium für Bildung und Forschung, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur).
Ergebnisse des Projektes werden in einer Publikation ver­öffent­licht sowie in einer Präsen­tation und im Rahmen eines Symposiums vor­gestellt.