Sustainable Trout Aquaculture Intensification (SusTAIn)

Förderer: Niedersächsisches MWK
Beteiligte Institutionen: Fakultät für Agrarwissenschaften, Georg-August-Universität Göttingen und Institut für Parasitologie, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Laufzeit: 2017-2020
Budget: insgesamt 756.000 Euro

Projektziele


Genetische Anpassungen an neue Umweltbedingungen z.B. in Form einer sich wandelnden Ernährungsweise sind ein Schlüssel in der Evolution von Fischpopulationen und von großem Interesse in der Aquakultur. Besonders vor dem Hintergrund plötzlicher und drastischer Änderungen in der Rationsgestaltung von Aquakultur-Futtermitteln. Weltweit größtenteils nicht nachhaltig bewirtschaftete oder überfischte Fischbestände sind die Folge einer Fischmehl-intensiven Fütterung. Allerdings können Futtermittel mit hohen Substitut Anteilen auf pflanzlicher Basis in der Fütterung karnivorer Fische, wie der Forelle, zu schlechterem Wachstum, Auswirkungen auf die Fischgesundheit und das Tierwohl, als auch zu einer schlechteren Umwelteffizienz führen.
SusTAIn will daher die genetische Variabilität von Forellen für die Adaptationsfähigkeit an innovative Rohstoffe nutzen, um neue Erkenntnisse auf dem Weg zu einer nachhaltig intensivierten sowie tier- und umweltgerechten Aquakultur zu erlangen. Die 4 Arbeitspakete betrachten dabei unterschiedliche Aspekte um die Effekte möglichst umfassend analysieren zu können.

Das Arbeitspaket 1 “Züchtung für Adaption“ verfolgt das Ziel, standortangepasste Fischzuchtlinien und Genotypen mit hoher Adaptation an Fischmehlalternativen und robustem Immunstatus zu erstellen und zu evaluieren.
Die Abteilung Fischkrankheiten und Fischhaltung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover bearbeitet Arbeitspaket 2 „Tierwohl und Tiergesundheit“. Die Aufgabe besteht darin, eine mögliche Beeinträchtigung der Tiergesundheit durch alternative Futtermittel anhand von möglicherweise auftretenden Haut und Flossenschäden, sowie Veränderungen der inneren Organe zu beurteilen.
Im Arbeitspaket 3 „Ernährungsphysiologie“ sollen Modellrationen für Regenbogenforellen, bei denen Fischmehl durch die alternativen Proteinträger teilentfettetes Insektenmehl (Hermetia illucens) oder Mikroalgenmehl (Arthrospira platensis) ersetzt wird, konzipiert und im Hinblick auf Futterakzeptanz, Auswirkungen auf zootechnische Parameter sowie futtermitteltechnologische Eigenschaften bewertet werden.
Arbeitspaket 4 „Umwelt- und technische Effizienz“ führt eine Betriebsstudie bei Forellenzuchtbetrieben in Niedersachsen und angrenzenden Bundesländern durch. Die Ergebnisse sollen zeigen, wie die Betriebe aufgestellt sind und wo Potentiale zur Verbesserung liegen.


Sustain_P32
Gruppenfoto der ProjektleiterInnen und MitarbeiterInnen, Juni 2019