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WISSENSCHAFTLICHE KARRIERE

Im Bereich der wissenschaftlichen Mitarbeiterstellen wird zwischen (1) den befristeten Qualifikationsstellen, d.h. den Doktoranden-, Postdoc- oder Habilitationsstellen und (2) den unbefristeten Funktionsstellen, die durch Daueraufgaben in dem jeweiligen Fach beschrieben sind (z.B. in der Forschungsinfrastruktur) unterschieden.

Karrierewege_mittelKarrierewege an Universitäten

Qualifikationsphasen

Die erste Postdoc-Phase gibt nach der Promotion die Möglichkeit, ein eigenes Forschungsprofil zu entwickeln, Auslandserfahrung zu sammeln und Orientierung darüber zu gewinnen, welcher Karriereweg in Zukunft eingeschlagen werden soll. Bei Eintritt in die zweite Postdoc-Phase (nach ci. 2 bis 3 Jahren) sollte möglichst bereits eine Entscheidung getroffen sein, ob die wissenschaftliche Karriere an einer Universität oder außerhalb weiter geführt wird:

Wenn eine Position an der Universität anvisiert wird, geht es dann um die Entwicklung eines eigenen, wettbewerbsfähigen Forschungsprofils, das die Möglichkeit eröffnet, eine Professur oder eine Leitungsfunktion in einer wissenschaftlichen Einrichtung im Rahmen eines kompetitiven Verfahrens zu erreichen.

Werden Karriereziele jenseits der Universität angestrebt, sollte die eigenständige spezifische Vorbereitung auf den gewählten Karriereweg und die Wahrnehmung entsprechender Weiterqualifizierungsangebote im Mittelpunkt stehen, um baldmöglichst den gewählten Weg einschlagen zu können.

Nachwuchswissenschaftler_innen auf Habilititations- oder Postdoc-Stellen haben an der Universität die Möglichkeit, fachübergreifende Qualifizierungsangebote und Mentoring-Programme wahrzunehmen. Dazu gehören auch Möglichkeiten zur Führungskompetenz- und Persönlichkeitsentwicklung, siehe beispielsweise das Qualifikationsprogramms der Akademischen Personalentwicklung sowie Angebote zur didaktischen Qualifizierung in der Lehre; neben vielen Angeboten der Graduiertenschulen und anderer Einrichtungen.

Das breit angelegte Angebot beinhaltet darüber hinaus spezifische Fördermaßnahmen für Wissenschaftlerinnen, siehe beispielsweise das Dorothea Schlözer Mentoringprogramm sowie Workshops der Abteilung Chancengleichheit und Diversität für Zielgruppen.

Die jährlichen Mitarbeitergespräche bieten im Verlauf der Qualifizierung sowohl den Betreuenden als auch den wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen die Möglichkeit, alle Fragen der Karriereentwicklung zu thematisieren.

Informationen über die spezifischen Karrierewege an Ihrer Fakultät finden Sie hier .

Funktionsstellen im Wissenschaftsbereich

Funktionsstellen sollen für Daueraufgaben in Forschung, Lehre und Forschungsinfrastrukturen bereitgestellt werden. Dazu gehört z.B. die Betreuung von Großgeräten, die Organisation von Langzeitstudien oder die Koordination von interdisziplinären Studiengängen. Da Funktionsstellen auf Dauer angelegt sind, sollen sie in der Regel nach einer externen Ausschreibung und mit Hilfe einer entsprechenden Auswahlkommission unbefristet besetzt werden. Die Ansiedlung der Stellen soll auf Instituts- oder Fakultätsebene erfolgen, um die Funktion unabhängig von einzelnen Professuren ausüben zu können. Eine fachliche Zuordnung zu einer Professur ist zeitlich befristet.

Funktionsstellen sollen in der Regel mit einem Anteil von 30% Forschung versehen werden, um den Wissenschaftler_innen neben der stellentypischen Servicefunktion die Möglichkeit zu eigenen Forschungsprojekten und der Einwerbung von eigenen Drittmitteln zu geben. Entsprechend dem Aufgabenprofil sollte die Lehrverpflichtung dann reduziert werden (4 LVS). Das genaue Verfahren zur Besetzung der Funktionsstellen regelt ein Leitfaden. Für den wissenschaftlichen Nachwuchs können Funktionsstellen eine interessante Alternative darstellen!