In publica commoda

Was bedeutet gute wissenschaftliche Praxis?

"Wissenschaftliche Arbeit beruht auf Grundprinzipien, die in allen Ländern und in allen wissenschaftlichen Disziplinen gleich sind. Allen voran steht die Ehrlichkeit gegenüber sich selbst und anderen. Sie ist zugleich ethische Norm und Grundlage der von Disziplin zu Disziplin verschiedenen Regeln wissenschaftlicher Professionalität, das heißt guter wissenschaftlicher Praxis" (Denkschrift der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 2013:13)

Wissenschaftliche Integrität erfordert es, die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis (GWP) einzuhalten. Verstöße gegen diese Regeln gefährden nicht nur die Wissenschaft selbst, sondern beeinträchtigen zugleich das Vertrauen der Gesellschaft in die Wissenschaft. Um die Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis in der Lehre wie auch in der Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses frühzeitig zu vermitteln, haben die Universität und die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) in Anlehnung an die DFG-Empfehlungen (2013) eine Ordnung zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis erarbeitet (2016), die für alle Angehörigen der Universität und UMG verbindlich ist.

Die Einhaltung der Regeln von GWP erfordert im Einzelnen, dass


  • fachlich angemessene Methoden verwendet und alle Ergebnisse konsequent selbst angezweifelt werden,
  • wissenschaftliche Qualifizierungsarbeiten tatsächlich auf Eigenleistungen beruhen,
  • wissenschaftliche Vorarbeiten angemessen berücksichtigt und korrekt zitiert werden,
  • die auf einer Publikation aufgeführten Autor/Innen substanziell zur deren Entstehung beigetragen haben,
  • eigene Forschungsdaten im Rahmen von im jeweiligen Fachgebiet üblichen Standards durch andere überprüft und genutzt werden können,
  • lehrende und anleitende Wissenschaftler/Innen ihrer Verantwortung für die Vermittlung dieser Grundsätze gerecht werden und eine adäquate Betreuung sicherstellen.