Idee

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Der Lehr- und Forschungsschwerpunkt visuelle Anthropologie des Instituts für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie der Georg-August-Universität Göttingen vermittelt Studierenden die vielfältigen Ansätze und Zugänge der visuellen Anthropologie sowie der Medienanthropologie. Darüber hinaus ist es sein Ziel, Forschungsarbeiten auf PhD- und/oder drittmittelfinanzierter Projektebene anzustoßen, um so zur Stärkung visuell-anthropologischer Perspektiven innerhalb und außerhalb der Disziplin beizutragen.

Der Begriff visuelle Anthropologie bezeichnet eine Richtung innerhalb des Fächerkanons von Kulturanthropologie, Europäischer Ethnologie und Kultur- und Sozialanthropologie, die audio-visuelle Kommunikationen im Alltag untersucht. Wie die Medienanthropologie erforscht die visuelle Anthropologie darüber hinaus die Produktion und Nutzung von Medien mit qualitativen, meist ethnografischen Methoden. Zudem nutzt sie visuelle und audiovisuelle Medientechnologien, um Lebensformen zu beschreiben und sie daraufhin zu analysieren, wie sie und ihre institutionellen Bedingungen sich herausgebildet haben, wie sie sich verändern und mit symbolischen Ordnungen, Konflikten, Politiken und (Zukunfts-)Entwicklungen zusammenhängen. Ein Merkmal der visuellen Anthropologie ist dabei, dass Film bzw. Video, Fotografie und andere (cross-)mediale Formate nicht nur als Erhebungs- und Analyse-, sondern als auch als Format zur Vermittlung der wissenschaftlichen Ergebnisse – alternativ zum geschriebenen Text – z.B. in Form von dokumentarsch-ethnografischen Filmen genutzt werden.


In der grundständigen Lehre werden am Göttinger Institut regelmäßig Seminare zur historischen Herausbildung von Medienformaten, zu Bild- und Filmanalyse sowie zu medialen Praktiken in Vergangenheit und Gegenwart angeboten. Der Fokus des Lehrschwerpunktes liegt auf der Vermittlung von Theorien, Methoden und Praktiken dokumentarisch-ethnografischer Filmarbeit. Neben einführenden BA-Kursen, die über die Anrechnung als Schlüsselkompetenz fächerübergreifend für alle Studierenden der Universität geöffnet sind, bildet das Masterprogramm-CVA, der sog. Fachstudiengang MA in KAEE mit Schwerpunkt „Curriculum Visuelle Anthropologie“, den Kern.

Im 2-jährigen Turnus (2021, 2023 usw.) können sich Studierende für eine Teilnahme am CVA bewerben. 12 Studienplätze stehen zur Verfügung. Die CVA-Absolvent*innen haben die Möglichkeit, eine praktische Medienarbeit (bspw. Film, aber auch andere Formate) als Teil der MA-Thesis einzureichen. Das CVA wird als integraler Bestandteil eines vollwertigen Masters of Arts im Fach Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie angeboten: Mindestens 30 der insgesamt 78 ECTS sind Modulen vorbehalten, in denen Theorie und Praxis des ethnografischen Films in Form eines Lehrforschungsprojektes vermittelt werden. In dieser Synthese versteht sich der Studiengang als berufsqualifizierend für die ganze Bandbreite des Faches: Von universitärer Wissenschaft über Museum, Kulturtourimus, Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Film und Fernsehen. Nähere Informationen zur Bewerbung für das Masterprogramm-CVA finden Sie hier.

Im Gegensatz zu anderen einschlägigen Vollmasterprogrammen in Visueller Anthropologie werden die Studierenden von den theoretischen Vermittlungen in den Seminarsitzungen über die ersten filmpraktischen Gehversuchen im Feld bis hin zur Planung und Durchführung des Masterfilms individuell und vor Ort über den kompletten Verlauf ihres Studiums durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts betreut. Auch eine eigene technische Ausstattung der Studierenden ist nicht erforderlich. Institut und Universität verfügen über zahlreiche Kameraausrüstungen und Schnittplätze. Zudem fallen in Göttingen außer den für niedersächsische Hochschulen festgelegten Verwaltungsgebühren für das CVA keine Studiengebühren an. Über die BA- und MA-Studiengänge ermöglicht es die Promotionsordnung der Philosophischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen auch Promovierenden im Fach Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie, ihre Dissertation in Verbindung mit einem Film oder einem anderen audiovisuellen Medienformat einzureichen. Zudem initiiert der Lehr- und Forschungsschwerpunkt visuelle Anthropologie (Drittmittel geförderte) Projekte mit visuell-anthropologischer Komponente und versteht sich als Ansprechpartner für Kultur- und Bildungsinstitutionen in allen Fragen audiovisueller Forschungs- und Vermittlungsarbeit.

Das CVA unterhält vielfältige Kooperationsbeziehungen internationaler Ausrichtung. Im Rahmen des Erasmus+ Mobilitätsprogramms können Studierende der KAEE Auslandssemester u.a. am Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien sowie dem ISEK - Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft der Universität Zürich absolvieren, die beide regelmäßig Lehre im Bereich visueller Anthropologie und/oder Medienanthropologie anbieten. Zudem kooperiert das CVA mit dem German International Ethnographic Film Festival (GIEFF), anderen Göttinger universitären Instituten und Einrichtungen wie bspw. dem Centre for Modern Indian Studies (CeMIS), der Zentralen Kustodie, dem Videoteam der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek sowie lokalen Programmkinos. Die Studierenden können sich mittels Praktika und/oder Projektmitarbeit in konkrete filmische Produktionsprozesse vor Ort einbinden und in einen unmittelbaren internationalen Austausch theoretischer Auseinandersetzung mit dem Medium treten.

Dr. Torsten Näser

Heinrich-Düker-Weg 14
37073 Göttingen
Tel. +49 551 39 25350
tnaeser1@gwdg.de
KWZ: Raum 1.607

Sprechstunde

Dr. Frauke Paech

Heinrich-Düker-Weg 14
37073 Göttingen
Tel. +49 551 39 21234
fpaech@gwdg.de
KWZ: Raum 1.616

Sprechstunde

Janek Totaro M.A.

Heinrich-Düker-Weg 14
37073 Göttingen
janeksam.totaro@uni-goettingen
Ausleihe und Rückgabe der Videotechnik nach Absprache in KWZ Raum 1.603

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Der Lehr- und Forschungsschwerpunkt visuelle Anthropologie des Instituts für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie der Georg-August-Universität Göttingen vermittelt Studierenden die vielfältigen Ansätze und Zugänge der visuellen Anthropologie sowie der Medienanthropologie. Darüber hinaus ist es sein Ziel, Forschungsarbeiten auf PhD- und/oder drittmittelfinanzierter Projektebene anzustoßen, um so zur Stärkung visuell-anthropologischer Perspektiven innerhalb und außerhalb der Disziplin beizutragen.

Der Begriff visuelle Anthropologie bezeichnet eine Richtung innerhalb des Fächerkanons von Kulturanthropologie, Europäischer Ethnologie und Kultur- und Sozialanthropologie, die audio-visuelle Kommunikationen im Alltag untersucht. Wie die Medienanthropologie erforscht die visuelle Anthropologie darüber hinaus die Produktion und Nutzung von Medien mit qualitativen, meist ethnografischen Methoden. Zudem nutzt sie visuelle und audiovisuelle Medientechnologien, um Lebensformen zu beschreiben und sie daraufhin zu analysieren, wie sie und ihre institutionellen Bedingungen sich herausgebildet haben, wie sie sich verändern und mit symbolischen Ordnungen, Konflikten, Politiken und (Zukunfts-)Entwicklungen zusammenhängen. Ein Merkmal der visuellen Anthropologie ist dabei, dass Film bzw. Video, Fotografie und andere (cross-)mediale Formate nicht nur als Erhebungs- und Analyse-, sondern als auch als Format zur Vermittlung der wissenschaftlichen Ergebnisse – alternativ zum geschriebenen Text – z.B. in Form von dokumentarsch-ethnografischen Filmen genutzt werden.


In der grundständigen Lehre werden am Göttinger Institut regelmäßig Seminare zur historischen Herausbildung von Medienformaten, zu Bild- und Filmanalyse sowie zu medialen Praktiken in Vergangenheit und Gegenwart angeboten. Der Fokus des Lehrschwerpunktes liegt auf der Vermittlung von Theorien, Methoden und Praktiken dokumentarisch-ethnografischer Filmarbeit. Neben einführenden BA-Kursen, die über die Anrechnung als Schlüsselkompetenz fächerübergreifend für alle Studierenden der Universität geöffnet sind, bildet das Masterprogramm-CVA, der sog. Fachstudiengang MA in KAEE mit Schwerpunkt „Curriculum Visuelle Anthropologie“, den Kern.

Im 2-jährigen Turnus (2021, 2023 usw.) können sich Studierende für eine Teilnahme am CVA bewerben. 12 Studienplätze stehen zur Verfügung. Die CVA-Absolvent*innen haben die Möglichkeit, eine praktische Medienarbeit (bspw. Film, aber auch andere Formate) als Teil der MA-Thesis einzureichen. Das CVA wird als integraler Bestandteil eines vollwertigen Masters of Arts im Fach Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie angeboten: Mindestens 30 der insgesamt 78 ECTS sind Modulen vorbehalten, in denen Theorie und Praxis des ethnografischen Films in Form eines Lehrforschungsprojektes vermittelt werden. In dieser Synthese versteht sich der Studiengang als berufsqualifizierend für die ganze Bandbreite des Faches: Von universitärer Wissenschaft über Museum, Kulturtourimus, Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Film und Fernsehen. Nähere Informationen zur Bewerbung für das Masterprogramm-CVA finden Sie hier.

Im Gegensatz zu anderen einschlägigen Vollmasterprogrammen in Visueller Anthropologie werden die Studierenden von den theoretischen Vermittlungen in den Seminarsitzungen über die ersten filmpraktischen Gehversuchen im Feld bis hin zur Planung und Durchführung des Masterfilms individuell und vor Ort über den kompletten Verlauf ihres Studiums durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts betreut. Auch eine eigene technische Ausstattung der Studierenden ist nicht erforderlich. Institut und Universität verfügen über zahlreiche Kameraausrüstungen und Schnittplätze. Zudem fallen in Göttingen außer den für niedersächsische Hochschulen festgelegten Verwaltungsgebühren für das CVA keine Studiengebühren an. Über die BA- und MA-Studiengänge ermöglicht es die Promotionsordnung der Philosophischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen auch Promovierenden im Fach Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie, ihre Dissertation in Verbindung mit einem Film oder einem anderen audiovisuellen Medienformat einzureichen. Zudem initiiert der Lehr- und Forschungsschwerpunkt visuelle Anthropologie (Drittmittel geförderte) Projekte mit visuell-anthropologischer Komponente und versteht sich als Ansprechpartner für Kultur- und Bildungsinstitutionen in allen Fragen audiovisueller Forschungs- und Vermittlungsarbeit.

Das CVA unterhält vielfältige Kooperationsbeziehungen internationaler Ausrichtung. Im Rahmen des Erasmus+ Mobilitätsprogramms können Studierende der KAEE Auslandssemester u.a. am Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien sowie dem ISEK - Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft der Universität Zürich absolvieren, die beide regelmäßig Lehre im Bereich visueller Anthropologie und/oder Medienanthropologie anbieten. Zudem kooperiert das CVA mit dem German International Ethnographic Film Festival (GIEFF), anderen Göttinger universitären Instituten und Einrichtungen wie bspw. dem Centre for Modern Indian Studies (CeMIS), der Zentralen Kustodie, dem Videoteam der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek sowie lokalen Programmkinos. Die Studierenden können sich mittels Praktika und/oder Projektmitarbeit in konkrete filmische Produktionsprozesse vor Ort einbinden und in einen unmittelbaren internationalen Austausch theoretischer Auseinandersetzung mit dem Medium treten.

Dr. Torsten Näser

Heinrich-Düker-Weg 14
37073 Göttingen
Tel. +49 551 39 25350
tnaeser1@gwdg.de
KWZ: Raum 1.607
Sprechstunde

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Dr. Frauke Paech

Heinrich-Düker-Weg 14
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Tel. +49 551 39 21234
fpaech@gwdg.de
KWZ: Raum 1.616

Sprechstunde

Agatha Czarny B.A.

Heinrich-Düker-Weg 14
37073 Göttingen
agatha.czarny@zvw.uni-goettingen.de
Ausleihe und Rückgabe der Videotechnik nach Absprache in KWZ Raum 1.603

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