Institut für Kulturanthropologie / Europäische Ethnologie

Willkommen

Gruppenfoto_KAEE_2019

Die Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie (KAEE) ist eine Disziplin, die kultur- und sozialwissenschaftliche Herangehensweisen verbindet und sich mit alltäglichen Lebensformen in europäischen Gesellschaften beschäftigt. Sie fragt, wie diese Lebensformen und ihre institutionellen Bedingungen sich herausgebildet haben, wie sie sich verändern und wie sie mit symbolischen Ordnungen, Konflikten, Politiken und (Zukunfts-) Entwicklungen zusammenhängen. Eine Leit- frage lautet dabei, wie Menschen sich mit Transformationsprozessen wie etwa Globalisierung, Digitalisierung und Migration auseinandersetzen und wie sie diese mitgestalten – in der Gegenwart, aber auch in historischer Perspektive. Das Göttinger Institut ist mit seinem Lehrangebot und in seiner Forschung eines der größten kulturanthropologischen Universitätsinstitute im deutschsprachigen Raum. mehr...


Neuigkeiten




Das kommende Master-Lehrforschungsprojekt (Beginn SoSe 2020) wird von Prof. Dr. Sabine Hess und Dr. Carna Brkovic geleitet und ist zum Thema "Humanitäre Landschaften und Bürger*innengessellschaft auf dem Balkan. Ethnographische Erkundungen" mit Exkursion in Bosnien, Montenegro und Serbien.


DAAD Gastdozentin Dr. Klekot am Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie

Ewa Klekot NewsVon April bis August 2019 weilte die polnische Ethnologin und Kunsthistorikerin Dr. Ewa Klekot aus Polen als Gastdozentin am Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie. Dank der großzügigen Förderung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und unterstützt durch die Initiative für Internationales der Philosophischen Fakultät konnten Studierende verschiedener Fächer drei Seminare dieser vielseitigen und hochmotivierten Wissenschaftlerin besuchen. Frau Klekots thematische Interessen umfangen Fragen zur Erinnerungskultur und Kulturerbe insbesondere im urbanen Umfeld. In ihren jüngsten Forschungen hat sie sich mit Erfahrungswissen von Arbeiter*innen in kleineren Industriebetrieben befasst, insbesondere im Bereich der Porzellanmanufaktur. Gleichzeitig engagiert sie sich in den kritischen Museumsstudien. Aus diesen Bereichen speisten sich auch ihre Seminarveranstaltungen, die in englischer Sprache angeboten wurden. "Das Museum als 'sicherer' Ort" erlaubte Studierenden die kritische Reflexion der Institution Museum und der Arbeits- und Besuchsweisen solcher Stätten. Das Seminar "Die Materialität der Vergangenheit erfahren" eröffnetet konkrete Zugänge zur Konstruktion von Erinnerungsstätten, verbunden mit kleinen Exkursionen im Umland. Das Seminar zur "Ethnografie des nicht-diskursiven Wissens" schließlich zeigte fortgeschrittenen Studierenden Alternativen zur ethnografischen Methode auf.

Für die Mitarbeitenden des Instituts für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie erwies sich Frau Klekot als eine inspirierende Gesprächspartnerin. In ihrer vielseitigen Tätigkeit als Dozentin sowohl in Warschau wie auch in Posen nutzt sie ethnografische Ansätze und Theorien auch für Ausstellungsarbeiten wie z.B. mit Studierenden an der Universität Posen, wo sie ein kulturanthropologisches Programm für Design-Studierende entwickelt hat. Hiervon berichtete sie im Rahmen des Institutskolloquiums der KAEE und legte gleichzeitig auch ihre theoretisch anspruchsvollen Zugänge zu Handwerkswissen an den Tag.

Wir werden sie vermissen!


Präsentation der CVA-Filme 2017-19

Kino der Dinge
Am 15.07.2019 ab 17 Uhr im Kino Lumiere


KinoderdingeIn den vergangenen anderthalb Jahren haben sich die Teilnehmer_innen des Masterschwerpunkts Curriculum Visuelle Anthropologie (CVA) damit beschäftigt, ausgewählte Göttinger Universitätssammlungen in ethnografischen Filmen zu porträtieren. Die Veranstaltung bietet den fertigen Filmen einen Präsentations- und Diskussionsrahmen. Jeder Film wird durch Gastsprecher_innen kommentiert. Daneben erhalten die Zuschauer_innen die Gelegenheit, eigene Erfahrungen mit einer von den Studierenden und den Gastsprecher_innen gemeinsam konzipierten Miniausstellung zu machen, die das Screening um eine materielle Dimension erweitert und das Lumiere für einige Stunden in ein „Kino der Dinge“ verwandelt. Informationen zum Programm und zu den einzelnen Filmen finden Sie auf der Webseite www.kinoderdinge.uni-goettingen.de.
Eintritt: 3 Euro // Karten-Reservierung telefonisch unter: 0551 484523 oder per Mail an info@lumiere.de

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Neuer Bericht zur deutschen Grenzschutz- und Migrationspolitik im Rahmen des Horizon 2020 Forschungsprojekts RESPOND

Europäisches Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen untersucht die Reaktionen der europäischen Staaten auf die sogenannte Flüchtlingskrise von 2015

Im Rahmen des internationalen Forschungsprojekt RESPOND – Multilevel Governance of Migration veröffentlichen Forschungseinrichtungen aus 14 verschiedenen Ländern regelmäßig Berichte zu verschiedenen Aspekten zentralen Steuerungsebenen von Migration wie Grenzmanagement, Schutzregime, Aufnahme- und Integrationspolitiken.
Das Institut für Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie der Universität Göttingen hat nun eine Analyse der deutschen Grenz- und Migrationspolitik seit 2011 veröffentlicht. Der Bericht Border Management and Migration Controls – Germany analysiert die Grenzschutz- und Migrationskontrollpolitik der Bundesrepublik Deutschland in Bezug auf Politiken und Vorschriften der Europäischen Union.
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Radiobeitrag

SWR2 Forum
Bunt, offen und innovativ - Braucht das Theater mehr Vielfalt?


Diskussion mit Anna Haas (stellvertretende Schauspieldirektorin am Badischen Staatstheater Karlsruhe), Toks Körner (Schauspieler) und Julian Warner (Kulturanthropologe).

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Praktikum: Film/Tutorial über digitale Audiovisualität in den Kulturwissenschaften
Juli-September 2019

Stefan PethkeIm Rahmen eines vom Campuslab Digitization and Computational Analytics am Göttingen Centre for Digital Humanities ausgelobten Fellowships über das Format des Video-Essays in der kulturwissenschaftlichen Forschung und Lehre wird der Filmemacher und Autor Stefan Pethke von Anfang Juli bis Ende September 2019 ein Tutorial produzieren, welches als Anleitung für die Herstellung von Video-Essays dienen soll. Dahinter verbirgt sich eine handfeste Feldforschung zur Rolle des Digitalen in den Geisteswissenschaften (und nicht nur dort), denn über eine rein technische Einführung hinaus soll das Projekt den aktuellen Stand wiedergeben, auf dem sich die Diskussion über und die akademische Praxis mit Digitalität befinden:

Wie definiert eine zeitgenössische Universität die Anforderungen an Wissenschaftlichkeit für audiovisuelle Arbeiten?

Dazu werden eine ganze Reihe von Interviews mit Vertreter*innen aus der Universitätsverwaltung (z.B. Prüfungsamt) und aus diversen Fachbereichen sowie ergänzendes Material gedreht und später montiert.

Studierende der KAEE können Stefan Pethke dabei in vielfältiger Weise unterstützen und sich diese Unterstützung als Praktikum anerkennen lassen.

Erfahrungen im praktischen Umgang mit audiovisuellen Medien sind hilfreich, Interesse auch an formalen Fragen der Bewegtbild-Gestaltung Voraussetzung.

Anmeldungen und Fragen bitte per Mail an Stefan Pethke (spethke@gmx.de), Moritz Ege (mege@uni-goettingen.de), Torsten Näser (tnaeser1@gwdg.de).


Erste Jährliche KA/EE Lecture: Kulturanthropologische Perspektiven auf Europa/Cultural Anthropological Perspectives on Europe

von:
Gisela Welz (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
Europa von den Rändern denken?
Fragestellungen und Forschungsfelder der kulturanthropologischen Europa-Forschung

22.05.19, 18:15 Uhr

Paulinerkirche, Papendiek 14 (Vortragsraum, 1. Stock)

Mehr Informationen können dem beigefügtem Poster entnommen werden.
*zum Poster [PDF]


Stadtlabor: Migration bewegt Göttingen

Das „Stadtlabor: Migration bewegt Göttingen“ richtet den Blick darauf, wie Kommunen und lokale Initiativen Migration, Willkommen und Inklusion vor Ort in Göttingen aber auch darüber hinaus in Deutschland und Europa gestaltet haben und fortlaufend zu gestalten versuchen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Kulturschaffende haben die Veranstaltungsreihe initiiert, um die öffentlich-politische Debatte, die Migration vorwiegend als Problem bewertet, zu versachlichen.

Von Juni bis November 2019 dient eine ehemalige Apotheke als Veranstaltungsort, wo in verschiedenen Formaten Forschungsergebnisse über kommunale Migrationspolitik in die Stadt und umgekehrt Praxiserfahrungen aus Städten in die Forschung getragen werden sollen. Das „Stadtlabor“ ist Begegnungsstätte zwischen Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit und Ausgangspunkt, um partizipativ mit Akteuren der Stadtgesellschaft Einwanderungs- und Integrationsprozesse in Göttingen praxisnah zu fokussieren.

*zur Webseite

DAAD Gastprofessorin Dr. Ewa Klekot

Seit Anfang April ist Dr. Ewa Klekot, Ethnologin aus Warschau, Polen, dank einer Förderung des DAAD für fünf Monate am Institut tätig. Sie unterrichtet drei Seminare und wird auch im Institutskolloquium vortragen – und sich gerne mit interessierten Studierenden und Kolleg_innen über ihre und unsere Forschungsfelder und -projekte unterhalten. Willkommen!

Radiobeitrag

Interview mit Dr. Dorothee Hemme im Stadtradio Göttingen zur Ausstellungseröffnung „Ihr wisst mehr als Ihr denkt!“ Die Ausstellung ist bis zum 17. November jeweils Samstag und Sonntag 12-16 Uhr geöffnet. Sie wird im Günter-Grass-Archiv Haus an der Düsteren Straße 6 gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Interview mit Dr. Dorothee Hemme

Institutskolloquium 2019

Institutskoll_SoSe2019_Flyer_front_klDas Programm für das Institutskolloquium im Sommersemester 2019 ist fertig. Die einzelnen Termine können in der rechten Spalte unter "Termine" eingesehen werden.













Radiobeitrag
Repräsentation auf deutschen Bühnen
„Die Theater, die wir jetzt haben, sind eine Lüge“

Cover_AllianzenJulian Warner und Elisa Liepsch im Interview mit Deutschlandfunk Kultur über strukturellen Rassismus an deutschen Theatern und ihr gemeinsam herausgegebenes Buch „Allianzen - Kritische Praxis an weissen Institutionen“.

















Neuerscheinung
Lampedusa in Hamburg
Wie ein Protest die Stadt bewegte. Eine Ethnografie
von Birgit Niess

Cover_Lampedusa_Niess_2019Lampedusa in Hamburg: Im Mai 2013 gingen über 300 Migrant_innen auf Hamburgs Straßen, um ihre Rechte einzufordern und ihre zwangsweise Rückführung nach Italien zu verhindern. Ihr Protest versetzte die Stadt, ihre Bürger_innen, ihre Debatten und Grenzen in Bewegung. Die Protestierenden machten die europäische Migrationspolitik und ihr Scheitern sichtbar und stellten bestehende Konzepte von Bürgerschaft grundsätzlich infrage. Vor allem aber überraschten sie durch ihr Handeln als Bürger_innen Europas – ein Handeln, das in gängigen Bildern von leidenden, an den Rand gedrängten Migrant_innen nicht vorgesehen ist. mehr...






Neuerscheinung
Projekt ‚Integration‘
Berliner Stadtteilmütterprojekte als Aushandlungsraum städtischer Integrationspolitik
von Sulamith Hamra

Cover_Integration_Hamra_2019Integration ist ein umkämpftes und von vielfältigen Rassismen geprägtes Thema. Dies zeigt sich sowohl in gesellschaftlichen Debatten als auch in der Umsetzung politischer Maßnahmen. In ihrer ethnografischen Fallstudie untersucht Sulamith Hamra die komplexen Dimensionen städtischer Integrationspolitik am konkreten Beispiel von vier sogenannten Stadtteilmütterprojekten in Berlin. Im Fokus der Beobachtung liegen Aushandlungsprozesse um die praktische Realisierung dieser Projekte und deren integrationspolitische und repräsentative Bedeutung. mehr...







„Zur Zukunft der Einwanderungsgesellschaft – Städte als Laboratorien gelebter Vielfalt“
KAEE-Veranstaltungsreihe wird im Landesprogramm "Zukunftsdiskurse" gefördert

"Die Universität Göttingen ist mit vier Projekten im Landesprogramm „Zukunftsdiskurse“ erfolgreich. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert die Projekte maximal 15 Monate lang mit jeweils bis zu 100.000 Euro. [...] „Zur Zukunft der Einwanderungsgesellschaft – Städte als Laboratorien gelebter Vielfalt“: Die geplante Veranstaltungsreihe richtet den Blick darauf, wie Kommunen und lokale Initiativen der Stadtgesellschaft Migration, Willkommen und Integration in Europa und darüber hinaus gestaltet haben und fortlaufend zu gestalten versuchen. Ziel ist ein wissenschaftlich fundierter Dialog, der lösungsorientiert kommunale Erfahrungen und Ressourcen aufzeigt und die gesellschaftliche Diskussion, die Migration vorwiegend als Problem bewertet, versachlicht. An der Reihe beteiligen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des neu gegründeten Centre for Global Migration Studies (CeMig) am Göttingen Campus, Kooperationspartner sind verschiedene Göttinger Kultureinrichtungen. Veranstaltungsorte sind unter anderem angemietete Ladenflächen, die als „Stadtlabor“ fungieren sollen. Verantwortlich: Prof. Dr. Sabine Hess, [...]"

*zur Pressemitteilung der Uni
*zur Pressemitteilung des MWK


Zwei Studentische Hilfskräfte am Institut für KAEE gesucht
Weitere Infos unter Stellenangebote

Rückkehr zur sachlichen Debatte
Göttinger Migrationsforscher*innen kritisieren verkürzte Debatte um UN-Migrationspakt


Cover_CeMig_Pressemitteilung_2018_12_klIn einer Pressemitteilung kritisieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Zentrum für Globale Migrationsstudien (CeMig), dass rechtspopulistische Stimmen und Verschwörungstheorien eine differenzierte und sachliche Auseinandersetzung um die Chancen und Defizite des UN-Migrationspakts mittlerweile bei weitem überlagern. Wichtige wissenschaftliche Befunde der internationalen Migrationsforschung würden in der derzeitigen öffentlichen Diskussion nicht oder nur kaum zur Kenntnis genommen.

Einen ersten Artikel im Göttinger Tageblatt finden Sie hier

Für Studieninteressierte NEU

Screenshot_VSOIn der multimedialen virtuellen Studienorientierung stellen Lehrende, Studierende und Absolvent*innen des Instituts die KAEE-Studiengänge vor!.








Frisch habilitiert

Das Institut für KAEE gratuliert Dr. Victoria Hegner, die sich am 05.12.2018 an der Philosophischen Fakultät in Göttingen habilitiert hat. Ihre Habilitationsschrift erscheint Ende März 2019 beim transcript Verlag unter dem Titel Hexen der Großstadt. Urbanität und neureligiöse Praxis in Berlin.

Neues Forschungsprojekt

Cover_Pferdemaedchen_kl"Pferdemädchen": Struktur und Sinnlichkeit einer jugendkulturellen Figur

Mit dem Forschungsprojekt "Pferdemädchen": Struktur und Sinnlichkeit einer jugendkulturellen Figur ist Anja Schwanhäußer ab sofort wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie (DFG - Eigene Stelle). Neben dem Forschungsprojekt wird Anja Schwanhäußer in den kommenden Semestern u.a. auch Seminare im Bereich Pop- und Populärkulturforschung anbieten.

Das Forschungsprojekt "Pferdemädchen" erkundet das Phänomen des "little girl's horse craze" (Anna Freud) mit ethnografischer Sensibilität. In der kulturellen Figur des Pferdemädchens, so die Ausgangsüberlegung des Projekts, verdichten sich gesellschaftliche Ordnungen (Geschlecht, Schicht, Generation) und ihre Subversion in unerwarteter, subkulturspezifischer Weise. Die Nähe zur Kreatur fordert dabei herkömmliche, jugendkulturelle Theorien und Methoden heraus. An die Stelle des "reading culture" tritt das "sensing culture", womit das Verhältnis von Rebellion und "sensibility" neu justiert wird. Die Forschung beinhaltet eine einjährige Feldforschung mit teilnehmender Beobachtung auf einem Ponyhof am Stadtrand sowie die Analyse der relevanten Filme, Zeitschriften, Bücher und social media.

Neuerscheinung

Cover_AllianzenAllianzen - Kritische Praxis an weißen Institutionen
Transcript 2018

Julian Warner, Doktorand am Institut für KA/EE, hat im Zuge seiner Feldforschung zu strukturellem Rassismus an deutschen Theaterinstitutionen gemeinsam mit dem Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt a.M. einen Sammelband herausgegeben, der verschiedene Stimmen aus dem Feld zum gegenwärtigen Stand der anti-rassistischen Reform zu Wort kommen lässt.













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