Institut für Kulturanthropologie / Europäische Ethnologie

Institut für Kulturanthropologie / Europäische Ethnologie

Willkommen

Gruppenfoto_KAEE_2019

Die Kulturanthropologie/Europäische Ethno- logie (KAEE) ist eine Disziplin, die kultur- und sozialwissenschaftliche Herangehensweisen verbindet und sich mit alltäglichen Lebensformen in europäischen Gesellschaften beschäftigt. Sie fragt, wie diese Lebensformen und ihre institutionellen Bedingungen sich herausgebildet haben, wie sie sich verändern und wie sie mit symbolischen Ordnungen, Konflikten, Politiken und (Zukunfts-) Entwicklungen zusammenhängen. Eine Leit- frage lautet dabei, wie Menschen sich mit Transformationsprozessen wie etwa Globalisierung, Digitalisierung und Migration auseinandersetzen und wie sie diese mitgestalten – in der Gegenwart, aber auch in historischer Perspektive. Das Göttinger Institut ist mit seinem Lehrangebot und in seiner Forschung eines der größten kulturanthropologischen Universitätsinstitute im deutschsprachigen Raum. mehr...


Neuigkeiten


Neuerscheinung
Lampedusa in Hamburg
Wie ein Protest die Stadt bewegte. Eine Ethnografie
von Birgit Niess

Cover_Lampedusa_Niess_2019Lampedusa in Hamburg: Im Mai 2013 gingen über 300 Migrant_innen auf Hamburgs Straßen, um ihre Rechte einzufordern und ihre zwangsweise Rückführung nach Italien zu verhindern. Ihr Protest versetzte die Stadt, ihre Bürger_innen, ihre Debatten und Grenzen in Bewegung. Die Protestierenden machten die europäische Migrationspolitik und ihr Scheitern sichtbar und stellten bestehende Konzepte von Bürgerschaft grundsätzlich infrage. Vor allem aber überraschten sie durch ihr Handeln als Bürger_innen Europas – ein Handeln, das in gängigen Bildern von leidenden, an den Rand gedrängten Migrant_innen nicht vorgesehen ist. mehr...





Neuerscheinung
Projekt ‚Integration‘
Berliner Stadtteilmütterprojekte als Aushandlungsraum städtischer Integrationspolitik
von Sulamith Hamra

Cover_Integration_Hamra_2019Integration ist ein umkämpftes und von vielfältigen Rassismen geprägtes Thema. Dies zeigt sich sowohl in gesellschaftlichen Debatten als auch in der Umsetzung politischer Maßnahmen. In ihrer ethnografischen Fallstudie untersucht Sulamith Hamra die komplexen Dimensionen städtischer Integrationspolitik am konkreten Beispiel von vier sogenannten Stadtteilmütterprojekten in Berlin. Im Fokus der Beobachtung liegen Aushandlungsprozesse um die praktische Realisierung dieser Projekte und deren integrationspolitische und repräsentative Bedeutung. mehr...






„Zur Zukunft der Einwanderungsgesellschaft – Städte als Laboratorien gelebter Vielfalt“
KAEE-Veranstaltungsreihe wird im Landesprogramm "Zukunftsdiskurse" gefördert

"Die Universität Göttingen ist mit vier Projekten im Landesprogramm „Zukunftsdiskurse“ erfolgreich. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert die Projekte maximal 15 Monate lang mit jeweils bis zu 100.000 Euro. [...] „Zur Zukunft der Einwanderungsgesellschaft – Städte als Laboratorien gelebter Vielfalt“: Die geplante Veranstaltungsreihe richtet den Blick darauf, wie Kommunen und lokale Initiativen der Stadtgesellschaft Migration, Willkommen und Integration in Europa und darüber hinaus gestaltet haben und fortlaufend zu gestalten versuchen. Ziel ist ein wissenschaftlich fundierter Dialog, der lösungsorientiert kommunale Erfahrungen und Ressourcen aufzeigt und die gesellschaftliche Diskussion, die Migration vorwiegend als Problem bewertet, versachlicht. An der Reihe beteiligen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des neu gegründeten Centre for Global Migration Studies (CeMig) am Göttingen Campus, Kooperationspartner sind verschiedene Göttinger Kultureinrichtungen. Veranstaltungsorte sind unter anderem angemietete Ladenflächen, die als „Stadtlabor“ fungieren sollen. Verantwortlich: Prof. Dr. Sabine Hess, [...]"

*zur Pressemitteilung der Uni
*zur Pressemitteilung des MWK

"Digital Detectives: Image Recognition Algorithms & the Policing of Child Abuse"
Einladung zum Vortrag von Prof. Dr. Mitali Thakor (Wesleyan University) am 17. Januar 2019 um 18:15 Uhr im KWZ 2.601

Foto_Mitali_VortragMitali Thakor is an assistant professor in the Science in Society Program at Wesleyan University. Her current book project, Facing the Child, is an ethnography of artifice, evidence, and the global policing of child pornography. Mitali earned her Ph.D. from MIT's Program in History, Anthropology, and Science, Technology, & Society, and was a postdoctoral fellow in the Sexualities Project at Northwestern. Mitali is also a professional birth doula. You can read more about her work at www.mitalithakor.com and on Twitter at @mitalithakor.






“Queer & Feminist Internet”-Workshop
Jan 18, 2019, 9:15-17:00, KWZ 1.610

The interdisciplinary workshop introduces students to feminist and queer perspectives on the Internet. Texts will be drawn from across anthropology, gender, sexuality & media studies, social science and from science and technology studies. Potential topics include cyber-feminism, queer identities, coding/programming gender, feminist resistance or networked harassment. read more...

Zwei Studentische Hilfskräfte am Institut für KAEE gesucht
Weitere Infos unter Stellenangebote

Rückkehr zur sachlichen Debatte
Göttinger Migrationsforscher*innen kritisieren verkürzte Debatte um UN-Migrationspakt


Cover_CeMig_Pressemitteilung_2018_12_klIn einer Pressemitteilung kritisieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Zentrum für Globale Migrationsstudien (CeMig), dass rechtspopulistische Stimmen und Verschwörungstheorien eine differenzierte und sachliche Auseinandersetzung um die Chancen und Defizite des UN-Migrationspakts mittlerweile bei weitem überlagern. Wichtige wissenschaftliche Befunde der internationalen Migrationsforschung würden in der derzeitigen öffentlichen Diskussion nicht oder nur kaum zur Kenntnis genommen.

Einen ersten Artikel im Göttinger Tageblatt finden Sie hier

Für Studieninteressierte NEU

Screenshot_VSOIn der multimedialen virtuellen Studienorientierung stellen Lehrende, Studierende und Absolvent*innen des Instituts die KAEE-Studiengänge vor!







Call for Papers
Jenseits des Guten, diesseits des Bösen? „Fiesheit(en)“ zwischen Alltag, Popkultur und Politik
Göttingen, 26./27.04. 2019

Wir bitten um die Einreichung eines Abstracts von ca. 300 Wörtern an mege@uni-goettingen.de und julia.fleischhack@phil.uni-goettingen.de bis zum 20.12.2018, die Benachrichtigungen folgen bis Anfang Januar.

*zum Call

Frisch habilitiert

Das Institut für KAEE gratuliert Dr. Victoria Hegner, die sich am 05.12.2018 an der Philosophischen Fakultät in Göttingen habilitiert hat. Ihre Habilitationsschrift erscheint Ende März 2019 beim transcript Verlag unter dem Titel Hexen der Großstadt. Urbanität und neureligiöse Praxis in Berlin.

Vortragsankündigung

Stefan Pethke: Kurze Einführung in das Format des Video-Essays

05.12.2018
12 Uhr s.t. – 13:30 Uhr
KWZ 1.638

Nach einem kurzen Streifzug durch die Entstehungsgeschichte des Vereins "ENTUZIAZM - Freunde der Vermittlung von Film und Text" und dessen zweijährigem Projekt "KUNST DER VERMITTLUNG", geht es um die Forderung, eine Auseinandersetzung mit Bewegtbildern im eigenen Medium zu halten und diese Auseinandersetzung so zu einer eigenen Form zu bringen. An einigen konkreten Beispielen sollen dabei unterschiedliche Bild-Text-Verhältnisse aufgezeigt und somit ein Möglichkeitenraum geöffnet werden für eigenes Arbeiten, auch innerhalb der Universität. Denn am Ende steht eine ziemlich akute Frage: Wie kann die systematische Wissensproduktion ihre logozentrische Basis erweitern?

Stefan Pethke, Jahrgang 1962, Absolvent der Deutschen Film- und Fernsehakademie (dffb), lebt und arbeitet von Berlin aus als Filmemacher, Autor, Filmkurator u. seit 2010 als Untertiteler und Übersetzer für Filmbezogenes.

Neues Forschungsprojekt

Cover_Pferdemaedchen_kl"Pferdemädchen": Struktur und Sinnlichkeit einer jugendkulturellen Figur

Mit dem Forschungsprojekt "Pferdemädchen": Struktur und Sinnlichkeit einer jugendkulturellen Figur ist Anja Schwanhäußer ab sofort wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie (DFG - Eigene Stelle). Neben dem Forschungsprojekt wird Anja Schwanhäußer in den kommenden Semestern u.a. auch Seminare im Bereich Pop- und Populärkulturforschung anbieten.

Das Forschungsprojekt "Pferdemädchen" erkundet das Phänomen des "little girl's horse craze" (Anna Freud) mit ethnografischer Sensibilität. In der kulturellen Figur des Pferdemädchens, so die Ausgangsüberlegung des Projekts, verdichten sich gesellschaftliche Ordnungen (Geschlecht, Schicht, Generation) und ihre Subversion in unerwarteter, subkulturspezifischer Weise. Die Nähe zur Kreatur fordert dabei herkömmliche, jugendkulturelle Theorien und Methoden heraus. An die Stelle des "reading culture" tritt das "sensing culture", womit das Verhältnis von Rebellion und "sensibility" neu justiert wird. Die Forschung beinhaltet eine einjährige Feldforschung mit teilnehmender Beobachtung auf einem Ponyhof am Stadtrand sowie die Analyse der relevanten Filme, Zeitschriften, Bücher und social media.

Neuerscheinung

Cover_AllianzenAllianzen - Kritische Praxis an weißen Institutionen
Transcript 2018

Julian Warner, Doktorand am Institut für KA/EE, hat im Zuge seiner Feldforschung zu strukturellem Rassismus an deutschen Theaterinstitutionen gemeinsam mit dem Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt a.M. einen Sammelband herausgegeben, der verschiedene Stimmen aus dem Feld zum gegenwärtigen Stand der anti-rassistischen Reform zu Wort kommen lässt.











Institutskolloquium im WS 2018/19

Inst_kolloquium_Flyer_1_klDas Programm für das Institutskolloquium im Wintersemester 2018/19 ist fertig. Die einzelnen Termine können hier eingesehen werden.

ACHTUNG TERMINÄNDERUNG: Der Vortrag von Anja Schwanhäußer "#powerponys - Lesarten einer jugendkulturellen Figur" am 23.01. wird ersetzt durch einen Vortrag von Max Jablonowski: "Drone Arts: Drohnen in der visuellen Kultur der Gegenwart"







Veranstaltungs- und Filmreihe
„‘Gegen die Eliten!‘ Zur Konjunktur eines Krisenmotivs“ beginnt am 22.10.


GegenDieEliten_Filmreihe_Plakat„Gegen die Eliten!“ – das ist derzeit ein Leitmotiv von Bewegungen unterschiedlichster Couleur. Es ist ein Schlachtruf des Populismus, aber auch in scheinbar unpolitischen Bereichen der Gegenwarts- und Popkultur werden Eliten vielfach infrage gestellt. Das Institut für KAEE richtet deshalb im Wintersemester neben der englischsprachigen Konferenz zum Thema (s.u.) auch eine Reihe von weiteren Veranstaltungen aus, die nach den Formen, den Bedeutungen und den Auswirkungen des Anti-Elitären in seinen heutigen Spielarten fragen.

Das vollständige Programm der Veranstaltungs- und Filmreihe findet sich unter www.gegendieeliten.uni-goettingen.de. Das Kinoprogramm beginnt am Mo., 22.10. im Kino Lumière (20 Uhr) mit „Mr. Smith Goes to Washington“ (R: Frank Capra, 1939), dem Klassiker der filmisch-populistischen Kritik am politischen Establishment. Die weiteren Termine der Filmreihe, die von einem Seminar am IfKAEE zusammengestellt wurde, zeigen, wie sich Ausprägungen des Motivs „Gegen die Eliten!“ im 20. und 21. Jahrhundert wiederholen und verändern.

In vier Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen soll dann ab dem 7.11. debattiert werden, wie das Anti-Elitäre derzeit Konfliktfelder wie Stadt-Land-Auseinandersetzungen, Mode/ Popkultur, die Fußball-Fan-Szene und Arbeitskämpfe prägt. Dazu sind Forscherinnen und Forscher sowie Expertinnen und Experten aus der Praxis eingeladen. Die Veranstaltungen finden an verschiedenen Orten, unter anderem im Fanraum „Nullfünf“ des Fußballvereins Göttingen 05 und im Ihme-Zentrum Hannover statt. Diese Veranstaltungen sind Teil des Institutskolloquiums im Wintersemester.

Gefördert werden die Veranstaltungen vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen der Förderlinie „Zukunftsdiskurse“.

Interdisciplinary conference
"'Against the elites!' The cultural politics of anti-elitism in the current conjuncture"

26.-27.10.2018 in Göttingen

GegenDieEliten_Plakat_vorne_klAnti-elitist affects, practices and projects colour the contemporary political conjuncture as much as they shape pop cultural and media trends in many countries. Populists – right-wing authoritarian ones and others – direct their anger at specific representations of cultural, political and sometimes economic elites while supporting other elites and creating new ones. At the same time, “elitist” knowledge and expertise, decision making power and taste and recognition regimes are being put into question in societal transformations that are often discussed much more positively as forces of participation and democratization.
What are the implications, the tendencies and the limits of anti-elitist formations in contemporary culture and politics in different parts of the world? What connections and resonances are there between anti-elitist themes in different fields or spheres, such as politics and popular culture? How are they diverging and coming into conflict? And who can make use of them to what effect? The conference brings together an interdisciplinary group in order to better understand how the battle cry “against the elites” shapes the current conjuncture.

*Conference website 'Against the elites'

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