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Informatik (B.A.) (2-Fächer/Profil Lehramt)

Steckbrief

Informatik hat viele Gesichter:

Als junge Wissenschaft unterliegt die Informatik einem steten Wandel, wendet sich dabei neuen Herausforderungen zu und erforscht gleichzeitig bleibende Grundlagen ihrer selbst. Auch das Schulfach „Informatik“ befindet sich im Aufbau, hat sich bereits an einigen Schulen und Schulformen etabliert und wird nicht zuletzt von den (zukünftigen) Lehrenden mitgeprägt. Dementsprechend vielseitig gestaltet sich auch das Studium für das Lehramt Informatik.

Name des Studienfachs:
Informatik
Abschluss:
Bachelor of Arts (B.A.) (2-Fächer/Profil Lehramt)
Regelstudienzeit:
6 Semester
Studienbeginn:
nur Wintersemester
Unterrichtssprache:
Deutsch
Zulassung:
Zulassungsfrei (Einschreibung ohne vorherige Bewerbung)
Vorkurs:
Es wird für Erstsemester ein Vorkurs angeboten
Studienbeginn:
Es werden Orientierungsveranstaltungen angeboten

Inhalte

Mit ihren Wuzeln in der Mathematik sowie Einflüssen aus Physik und Elektrotechnik bietet die Informatik einen technischen Blick auf die Welt für Schüler*innen und Unterrichtende. Augenscheinlich wird dies an technischen Komponenten, die im Unterricht zum Einsatz kommen und auch im Rahmen des Studiums erprobt werden. Dabei bleiben die Lernenden nicht einfach als Anwender*innen staunend stehen, sondern werfen einen Blick „unter die Motorhaube“ und erforschen, wie Informatiksysteme funktionieren. Konkret statt abstrakt wird dies an Projekten etwa unter dem Motto „Informatik hilft!“, wenn mit Legorobotern automatisierte Gehhilfen nicht nur für den Teddybären programmiert werden. Lauffähige und zweckorientierte Produkte stehen im Mittelpunkt, die von den Lernenden selbst konstruiert und in einem konkreten Kontext eingesetzt werden. Sowohl die technischen Herausforderungen werden dabei auf unterschiedlichen Lösungswegen gemeistert als auch die mitunter anforderungsreiche Frage nach Alternativen abgewogen.

Der Erfinder*innen-Charakter der Informatik setzt sich auf vielen Ebenen durch: kreative Lösungen sind analog technisch umsetzbar, wie die Beispiele zeigen. Aber auch digitale Produkte wie selbstgeschriebene oder erweiterte Programme bieten Raum für die Lernenden, ihr kreatives Potenzial zu entfalten. Nicht alleine, sondern oftmals im Team werden informatische Anforderungen umgesetzt – so auch im Informatikunterricht! Offene Aufgabenstellungen lassen verschiedene „richtige“ Lösungen zu, die die Schüler*innen miteinander erarbeiten und sich somit gegenseitig ergänzen. Diese Lernprozesse methodisch zu begleiten gehört ebenso zur Anforderung an zukünftige Informatik-Lehrer*innen, wie eigene Erfahrungen im Umgang mit verschiedenen Entwicklungsumgebungen zu sammeln. Von der Ideensammlung, über (mehrmalige) Umsetzungen bis hin zur erfolgreichen Präsentation ihrer Programmierprojekte haben die Schüler*innen die Chance kreativ zu gestalten. Statt Bildbearbeitungssoftware „nur“ anzuwenden, rekonstruieren und modifizieren sie eigene Software für den Fotofilter der nächsten Generation.

Dass informatische Prozesse und Systeme unsere Gesellschaft prägen, scheint kein Geheimnis mehr zu sein. Wie allerdings diese Wechselwirkungen im Detail aussehen, welche Einflussmöglichkeiten Menschen haben und wie die längst digitalisierte Welt von morgen aussieht, können Informatik-Lehrer*innen mitgestalten. Chancen und Risiken beim Einsatz von Informatiksystemen zu diskutieren, setzt ein grundlegendes Verständnis dieser Systeme voraus, welches der Informatikunterricht fördert. Aber auch hilfreiche Nutzungsszenarien für die Anwendung von informatischen Konzepten, Strategien und Methoden werden skizziert und erprobt.

Diese drei exemplarischen Zugänge sind nur die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs der Informatik, die vielseitig, technisch, kreativ und gesellschaftlich relevant bleibt. Gleichzeitig bietet sie viel Gestaltungspotenzial in Studium und Schule. Haben Sie Interesse am Lehramtsstudium Informatik? Dann bewerben Sie sich jetzt oder wenden sich mit Ihren individuellen Fragen an die Studienberatung. Wir freuen uns auf Sie!

Verwandte und weiterführende Studiengänge


Studienaufbau

Für das Studienfach Informatik müssen folgende Leistungen erbracht werden:

  1. Pflichtmodule

    Es müssen vier Module im Umfang von insgesamt 35 C erfolgreich absolviert werden.

    • Grundlagen der Informatik und Programmierung
    • Grundlagen der Praktischen Informatik
    • Algorithmen und Datenstrukturen
    • Programmierpraktikum
  2. Wahlpflichtmodule

    Es müssen Wahlpflichtmodule im Umfang von insgesamt wenigstens 28 C erfolgreich absolviert werden.

    Wird das Studienfach „Informatik“ nicht mit dem Studienfach „Mathematik“ kombiniert, müssen die folgenden zwei Module als Teil des Wahlpflichtbereichs im Umfang von 18 C absolviert werden:

    • Mathematik für Studierende der Informatik I
    • Mathematik für Studierende der Informatik II
  3. Lehramtsbezogenes Profil

    Ein Modul muss erfolgreich absolviert werden:

    • Fachdidaktik Informatik

Ordnungen und Modulverzeichnis


Zulassung

Studienbeginn:
nur Wintersemester
1. Fachsemester:
zulassungsfrei (Immatrikulation ohne vorherige Bewerbung)
2. bis 6. Fachsemester:
zulassungsfrei (Einschreibung ohne vorherige Bewerbung)

EU
Staatsbürger/in eines Mitgliedsstaates der EU oder EWR (inkl. Deutschland) oder Bildungsinländer/in

Nicht-Deutsche Staatsbürger/in ohne deutschen Bildungsabschluss

Non-EU
StaatsbüCrger/in eines Staates außerhalb der EU (oder Staatenlose/r) oder Absolvent/in eines Studienkollegs


Kontakt

Spezifische Fachberatung

Studiendekanat Informatik
Georg-August-Universität Göttingen

Goldschmidtstr. 7
37077 Göttingen

Tel.: +49-551 39 22100

Studienberatung
studienberatung@informatik.uni-goettingen.de

Professionalisierungsbereich und Lehrerberuf

Studiendekanat Lehrer*innenbildung
Waldweg 26
37073 Göttingen

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