Neuigkeiten

Willkommen

Gruppenfoto KAEE Die Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie (KAEE) ist eine Disziplin, die kultur- und sozialwissenschaftliche Herangehensweisen verbindet und sich mit alltäglichen Lebensformen in europäischen Gesellschaften beschäftigt. Sie fragt, wie diese Lebensformen und ihre institutionellen Bedingungen sich herausgebildet haben, wie sie sich verändern und wie sie mit symbolischen Ordnungen, Konflikten, Politiken und (Zukunfts-) Entwicklungen zusammenhängen. Eine Leit- frage lautet dabei, wie Menschen sich mit Transformationsprozessen wie etwa Globalisierung, Digitalisierung und Migration auseinandersetzen und wie sie diese mitgestalten – in der Gegenwart, aber auch in historischer Perspektive. Das Göttinger Institut ist mit seinem Lehrangebot und in seiner Forschung eines der größten kulturanthropologischen Universitätsinstitute im deutschsprachigen Raum. mehr...


Neuigkeiten

Liebe fortgeschrittene B.A.-Studierende und Master-Interessierte der Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie

das Institut möchte Sie/Euch zu einem Masterbewerbungs-Informationstreffen am
Dienstag, den 20.04.2021, um 18:15 Uhr einladen.
Wir besprechen die bei uns möglichen Masterkombinationen wie auch Studienschwerpunkte. Es werden auch Studierende aus dem Master-Studiengang anwesend sein, um ihre KAEE-Erfahrungen mit Euch/Ihnen zu teilen.
Eine Mail mit den Zugangsdaten wird an Sie/Euch versendet werden.
Die Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2021/2022 beginnt am 01.04. und läuft bis zum 01.06.2021.
Weitere Hinweise zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier.

Masterberatung der KAEE: Dr. Julia Fleischhack
Curriculum Visuelle Anthropologie: Dr. Torsten Näser


17th Meeting of the Committee for Women- and Gender-Studies of the German Association for European Ethnology (dgv)

The conference aims to facilitate an exchange between scholarly disciplines as well as between scholars and activists from Western and Eastern Europe in various formats – expert panels, research panels and workshops.
*zur Webseite


Grenzen der Demokratie.
EU-Europa, Grenzgewalt, Rassismus und postkoloniale Theorie (Prof. Dr. Sabine Hess)


EU-Europa erfindet sich von seinen Grenzen her neu. Gut fünf Jahre nach den historischen Ereignissen 2015, die wir als „langen Sommer der Migration“ bezeichneten,
schottet sich EU-Europa gegen einen Teil der weltweiten Mobilitäten radikal und zum Teil äußerst brutal ab. Die Grenzgewalt der letzten Jahre untergräbt in erheblichem Maße
im ganzen Südosten Europas und weit darüber hinaus die jungen und noch zarten Demokratisierungsbewegungen in den Gesellschaften. Die Grenze entpuppt sich in
verschärfter Weise nicht nur als Neuziehung des postkolonialen Europas, sondern ganz grundlegend als Grenze der Demokratie. Mehr...


Online Präsentation von Projektseminar Ergebnissen

Dank der Unterstützung des Projektes "Widerstand - Demokratie - Internationalität" und der Adam-von-Trott Stiftung können die Ergebnisse des im SoSe 2020 von Dr. Thorsten Wettich angebotenen Seminars „Erinnerung und ihre Inszenierung" über diesen Link online angesehen werden. Wer keine Gelegenheit hatte, das Seminar wahrzunehmen, findet hier eine Reihe vertonter Power Point Folien sowie weitere Ressourcen, die das Seminar genutzt hat.


Das Institut für KAEE gratuliert PD Dr. Victoria Hegner gleich für zwei Erfolge und freuen uns mit ihr!

Frau Hegner, die ab 1.4.2021 die freiwerdende Professur von Moritz Ege für 2 Semester vertreten wird, wurde ins Heisenberg Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft aufgenommen mit dem Projekt:

„Politiken der Gleichheit – Eine Ethnografie zur Gleichstellungspraxis im Feld der Wissenschaft“.

Außerdem war PD Dr. Hegner, gemeinsam mit Profs. Christine Bratu (Philosophie) und Barbara Schaff (Anglistik) erfolgreich in der VW-funding-line: "Who Cares? An Investigation of the Compatibility of Research and Care Work in the Time of COVID-19 and Beyond"

Außerdem hat Frau Hegner im Rahmen ihrer Aufgaben als Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät auch das Projekt "Ost-West gleichgestellt: Dreissig Jahre Einheit an der philosophischen Fakultät" durchgeführt, dessen Resultate hier ebenso wie auf dem youtube-Kanal der Universität eingesehen werden können.


Premiere von „The History of the Federal Republic of Germany" von Fehler Kuti und Die Polizei an den Münchner Kammerspielen

The History of the Federal Republic of Germany An den Münchner Kammerspielen hatte am 28.11.20 das neue Stück von Julian Warner, KAEE-Doktorand und Mitarbeiter, (Online-)Premiere! Über die Musik-Theater-Theorie-Performance, die inhaltlich eng mit Warners wissenschaftlicher Arbeit verknüpft ist, berichteten nicht nur Deutschlandfunk Kultur (Audio-Link/mp3), TAZ und nachtkritik.de, sondern auch die New York Times sehr positiv: Warner „narrates and sings about a society built on the pillars of free market capitalism, systemic racism and police brutality. Yet despite these heavy themes, the result is never preachy. Instead, Warner deftly mixes critical theory with pop culture in a performance that is a playful and witty protest."


Stellenausschreibung

Unter Stellenangebote wird eine neue Hilfskraftstelle ausgeschrieben.


Movements, Sonderheft, Vol. 5, Ausgabe 1/2020
The Frontier within: The European Border Regime in the Balkans


Zum 5. Jahrestag des March of Hopes, als unerwarteter Weise hunderttausende Menschen das restriktive europäische Grenzregime temporär zum Erliegen brachten, legt movements. Journal für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung ein Sonderheft vor, welches sich mit der historischen Zäsur 2015/2016 und den folgenden politischen Entwicklungen und Kämpfen der Migration befasst. The Frontier within: The European Border Regime in the Balkans versammelt eine breite Palette verschiedenster Beiträge, welche die herrschenden Bilder und Konzepte über den Balkan als auch das europäische Grenzregime auf ihre fundamentalen Mechanismen, symbolischen Stützen und Infrastrukturen hin kritisch befragen. Wie die Beiträge der Ausgabe zeigen, gibt es eine direkte Verbindung zwischen dem Feuer, welches das Flüchtlingslager Moria abbrannte, hin zu den entmenschlichenden und sich ebenfalls zuspitzenden Bedingungen auf dem Balkan, wo Tausende von Geflüchteten in Folge einer europäischen Migrations- und Grenzpolitik festsitzen, die nichts Anderes anzubieten hat als Abschreckung, Militarisierung und Brutalität. Auch der sogenannte „Neue Migrationspakt“, den die EU-Kommission diese Woche vorstellen will, enthält nur alte politische Rationalitäten, die den Balkan noch weiter zu einer Puffer-Zone degradieren – und alte Narben deutscher und europäischer Geschichte neu aufreißen, wie es die Beiträge aus der Ausgabe so eindrücklich vor Augen führen.
The Frontier within: The European Border Regime in the Balkans setzt sich aus verschiedenen Formaten, akademischen Artikeln, Reportagen und Essays zusammen. Einige Beiträge versuchen auf kreative Weise auch den Modus der linearen sprachlichen Explikation aufzubrechen, in dem sie narrative Fragmente, Karten, Grafiken und Interviews in ihre Darstellung miteinbeziehen. Alle Beiträge der Ausgabe basieren auf teils jahrelanger forschender, aktivistischer, künstlerischer Arbeit und anderen Formen der Beschäftigung mit dem Balkan, die auch davon erzählen, dass trotz aller De-humanisierung auch weiterhin Widerstand, Solidarität und eine kritische Wissensproduktion in der und mit der Region praktiziert werden.

*zum Journal


Fünf Jahre später: Balkanroute bleibt Ausnahmeerscheinung
Forschungsbericht rekonstruiert Fluchtbewegung von 2015 anhand von 500 Interviews

Der neue Forschungsbericht „Border Experiences and Practices of Refugees“ des EU-Projekts RESPOND dokumentiert anschaulich die Erfahrungen von Geflüchteten, die diese mit den Grenzen Europas machen. Die Entwicklungen der Sommermonate 2015, als nahezu eine Million Menschen es schafften, auf der sogenannten Balkanroute nach Nordeuropa zu fliehen, wurden in der europäischen Öffentlichkeit und Politik schnell als „europäische Flüchtlingskrise“ bezeichnet. Bis heute hat sich die europäische Asyl- und Migrationspolitik nicht wieder konsolidiert.
In der öffentlichen Diskussion werden die Erfahrungen der Flüchtenden selbst jedoch nur selten gehört. Der Bericht „Border Experiences and Practices of Refugees“ basiert auf 507 Interviews mit Geflüchteten aus verschiedenen Herkunftsregionen. Er beschreibt die Risiken, die verschiedenen Formen von Gewalt, Entbehrungen und Leid, mit denen die Geflüchteten in Folge der vorherrschenden europäischen Migrations- und Grenzpolitik zwischen 2013 und 2018 auf ihrem Weg nach Europa konfrontiert waren.
Der Bericht wurde auf Englisch veröffentlicht und kann unter www.respondmigration.com heruntergeladen werden.


Workshop Comic Ethnografie

Comic_EthnologieIn der Woche vor Beginn des WS 20/21 (Mo., 19. bis Fr., 23.10.) findet am Institut ein Workshop für Comic Ethnografie statt, zu dem die Studierenden herzlich eingeladen sind! In praxisorientierten Übungen in Präsenzlehre werden die Gemeinsamkeiten von und Wechselwirkungen zwischen diesen Genres erkundet und ausprobiert. Der Workshop wird von der Illustratorin und Comiczeichnerin Nele Brönner und Anja Schwanhäußer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am hiesigen Institut, geleitet.


Preisauszeichnung

Dr. Dorothee Hemme, Postdoc Projektmitarbeiterin am Institut für KA/EE, hat gemeinsam mit Dr. Benjamin Schulze aus VWL den Preis des Stiftungsrates der Universität erhalten in der Kategorie „Wissenschaft und Öffentlichkeit“, für die Konzeption und Umsetzung der Ausstellung „Ihr wisst mehr als Ihr denkt!“, die bis letzten November im Günter Grass Archiv Haus zu sehen war.

Die Ausstellung erwuchs aus dem nun abgeschlossenen Projekt OMAHETI. Projektergebnisse können auf dieser Homepage eingesehen werden: https://omaheti.wordpress.com/

Die Ausstellung selbst ist auf folgendem link in teil-digitalisiertem Format noch zu sehen: https://omaheti.gbv.de/


Beste Dissertation 2019 des Göttinger Universitätsbundes

Das Institut für KAEE gratuliert Dr. Thorsten Wettich, der sich den Preis teilt für beste Dissertation 2019 des Göttinger Universitätsbundes für seine an unserm Institut verfasste Studie Erkundungen im religiösen Raum. Verortung religiöser Transformationsprozesse der yezidischen Community in Niedersachsen. Die Preisverleihung findet im Rahmen des Alumnitages am 7.11.2020 statt. Die Studie ist inzwischen bereits publiziert.

*zur Publikation


Podcast mit Dr. Julia Fleischhack

Dr. Julia Fleischhack war Gast im Tübinger Institutskolloquium 2020, das sich dem Thema 'Technik als kulturwissenschaftliches Terrain' widmet und als Podcast gestaltet ist. Das Gespräch über 'Digitale Anthropologie' ist hier zu hören:

*zum Podcast


Die Virtuelle Studienorientierung ist online!

Während die Türen des Göttinger Instituts für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie aufgrund der raschen Ausbreitung der COVID-19-Pandemie gerade noch geschlossen bleiben müssen, bietet unsere Virtuelle Studienorientierung die Möglichkeit, sich jederzeit von zu Hause aus über den Studiengang zu informieren. Unser digitaler Rundgang gewährt Einblicke in unsere Lehrinhalte und potentielle berufliche Perspektiven, gibt nützliche Tipps zur Studienplanung und -organisation und vermittelt erste Eindrücke zur Universitätskultur und dem Stadtleben.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an unsere Studiengangsberatung, die Ihnen trotz Krise per Mail und nach Vereinbarung auch telefonisch zur Verfügung steht.


Podcast mit Statements von Dr. Sabine Hess zur aktuellen Situation an der türkisch-griechischen Grenze

*zum Podcast


Studierenden Reportage – Göttingen als Einwanderungsstadt

Im Rahmen des Seminars „Städte als Laboratorien der Einwanderungsgesellschaft. Kulturanthropologische Perspektiven auf Migration, Flucht und Stadt nach dem Sommer 2015" entstanden im Sommersemester 2019 am Institut für Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie unter der Leitung von Sabine Hess neun studentische Artikel. Innerhalb des Seminars führten die Studierenden kleine Feldforschungen im Göttinger Stadtraum durch, deren Ergebnisse in Reportagen, Portraits, Interviews und Berichten festgehalten wurden.

Hier geht es zu den Artikeln.


„Ponyethnologie" gewinnt Berliner Comicstipendium 2020

Ponyhaare
Das Projekt „Ponyethnologie", eine Kooperation von Anja Schwanhäußer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am hiesigen Institut und der Comiczeichnerin Nele Brönner, hat das Hauptstipendium 2020 der Berliner Comicförderung gewonnen. Das Buch ist als „Grafische Ethnografie" geplant und wird mit Pinsel und Tusche die „coming-of-age-Geschichte" einer Clique von Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren und der Belegschaft des Ponyhofs erzählen. Grundlage ist Schwanhäußers DFG-geförderte Studie „‚Pferdemädchen' - Struktur und Sinnlichkeit einer jugendkulturellen Figur", für die sie ein Jahr lang auf einem Ponyhof in Brandenburg teilnehmend beobachtete.
Durch den Dialog von Ethnografie und Comic wird eine besondere Erzählstruktur entstehen, „eine Montage aus Bildfolgen, Zeichnungen, Text, Psychologie der Figuren, Widerborstigkeiten des Alltags und Fiktion", wie die Preisträgerin Brönner erklärt. Das Berliner Comicstipendium ist das am höchsten dotierte Stipendium dieser Art in Deutschland.

In der Zeitung „Der Tagesspiegel" vom 18.12.19 findet sich ein Bericht über „Ponyethnologie" und das Berliner Comicstipendium 2020.


Dekolonisierungs-Festival „After Europe" (Debatte & Performance) in den Sophiensälen in Berlin, kuratiert vom KAEE-Doktoranden Julian Warner.

*zur Festival-Homepage


Neuer Bericht zur deutschen Grenzschutz- und Migrationspolitik im Rahmen des Horizon 2020 Forschungsprojekts RESPOND

Europäisches Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen untersucht die Reaktionen der europäischen Staaten auf die sogenannte Flüchtlingskrise von 2015

Im Rahmen des internationalen Forschungsprojekt RESPOND – Multilevel Governance of Migration veröffentlichen Forschungseinrichtungen aus 14 verschiedenen Ländern regelmäßig Berichte zu verschiedenen Aspekten zentralen Steuerungsebenen von Migration wie Grenzmanagement, Schutzregime, Aufnahme- und Integrationspolitiken.
Das Institut für Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie der Universität Göttingen hat nun eine Analyse der deutschen Grenz- und Migrationspolitik seit 2011 veröffentlicht. Der Bericht Border Management and Migration Controls – Germany analysiert die Grenzschutz- und Migrationskontrollpolitik der Bundesrepublik Deutschland in Bezug auf Politiken und Vorschriften der Europäischen Union.
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