Abteilung für Römisches und Gemeines Recht

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Verwandtschaft neu denken: Erfolg für interdisziplinäres Projekt im Landesprogramm „Zukunftsdiskurse"


Verwandschaft neu denken Prof. Dr. Inge Kroppenberg, Dr. Nikolaus Linder von der Juristischen Fakultät und die Anglistin und Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Barbara Schaff von der Philosophischen Fakultät haben sich erfolgreich im Landesprogramm „Zukunftsdiskurse“ profiliert. Ihr interdisziplinäres Projekt „Verwandtschaft neu denken“, das sie als Mitglieder des Göttinger Centrums für Geschlechterforschung eingereicht haben, wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur aus Mitteln der Volkswagen-Stiftung im Niedersächsischen Vorab mit 100.000 Euro gefördert. Die Forscherinnen und Forscher nehmen historische, literarische und populärkulturelle Erzählungen und Normierungen von Abstammung und Verwandtschaft in den Blick und fragen nach den Auswirkungen moderner Reproduktionstechniken auf das aktuelle Verhältnis von Biologie, Reproduktion und Genealogie. Eröffnet wird „Verwandtschaft neu denken“ mit der internationalen Konferenz Contested Kinship: Towards a Redefinition of Human Relations, die vom 14. bis 16. März 2019 in der Paulinerkirche stattfinden wird. Interessierte sind herzlich willkommen.

Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur

Pressemitteilung der Universität Göttingen


Seminar im SoSe 2019: Berühmte Prozesse der römischen Antike


Seminar Sommer 19Anhand der Justizgeschichte lassen sich das Recht und seine praktische Durchsetzung zu einer bestimmten Zeit besonders gut analysieren. Das gilt auch und gerade für die causes célèbres der römischen Antike. Ob es sich um Strafprozesse gegen politische Verschwörer oder korrupte Provinzstatthalter handelte oder ob es in einem zivilrechtlichen Rechtsstreit um das Testament eines römischen Bürgers ging, stets wurden auf der Gerichtsbühne Fragestellungen verhandelt, die die römische Gesellschaft zu ihrer Zeit in besonderer Weise bewegt haben. Aufbereitet und vorgetragen wurden die Fälle von Gerichtsanwälten, deren rhetorische und juristische Fähigkeiten bis heute ihresgleichen suchen. Dem bekanntesten Vertreter dieser großen Tradition, Marcus Tullius Cicero, schauen wir im Seminar bei der Arbeit zu.

Im Seminar zum Schwerpunktbereich 1 (Historische und philosophische Grundlagen des Rechts) kommen sowohl Zivil- als auch Strafverfahren der römischen Antike zur Sprache. Das einschlägige materielle und prozessuale Recht steht dabei ebenso im Mittelpunkt der Betrachtung wie der sozialhistorische Hintergrund, vor dem der jeweilige Rechtsstreit zu sehen ist. Lateinische Sprachkenntnisse sind keine notwendige Voraussetzung für den Besuch des Seminars.

Es besteht auch die Möglichkeit zur Anfertigung einer Probeseminararbeit als Zulassungsvoraussetzung zum Schwerpunktbereich (PO 2012). Die Veranstaltung ist auch für Studierende in Bachelor- und Masterstudiengängen geöffnet.

Die Vorbesprechungen finden am Mittwoch, 30. Januar 2019, um 12 c.t. Uhr, und am Dienstag, 23. April 2019, um 12 c.t. Uhr, im Seminarraum des Alten Auditoriums (AUDI 1.123) statt. Um Voranmeldung per E-Mail wird gebeten.

Seminarankündigung



Zusätzliches Kolloquium im WS 2018/2019: Common Law und Equity. Historische Grundlagen des englischen Rechts


William HogarthDer Blick der kontinentalen Juristen auf das Common Law hat sich in den letzten Jahrzehnten mehrfach gewandelt. Nachdem man traditionell die grundlegenden Gegensätze betont und darin ein unüberwindliches Hindernis für eine rechtliche Annäherung gesehen hatte, schienen europäische Integration und zunehmende europäische Rechtsvereinheitlichung zwischenzeitlich zu einer Konvergenz der Rechtssysteme zu führen. Mit dem Brexit ist nun alles wieder offen. Diese Gemengelage erlaubt es uns, einen kritischen Blick auf die Gemeinsamkeiten und Gegensätze zwischen dem Common Law und den kontinentaleuropäischen Rechtsordnungen zu werfen und diese historisch-rechtsvergleichend zu situieren.

Das Kolloquium wird während des Forschungssemesters von Frau Prof. Dr. Kroppenberg im WS 2018/2019 von Herrn Dr. Kent Lerch angeboten. Die Zusatzveranstaltung richtet sich an Studierende der Rechtswissenschaften im Pflichtfach und im Schwerpunktbereich 1 (Historische und philosophische Grundlagen des Rechts). Es können vorbereitende Leistungen erbracht werden.