Das Seminar für Klassische Philologie und die Göttinger Freunde der antiken Literatur laden im Sommersemester 2021 zu folgenden, digital stattfindenden Gastvorträgen ein:


  • Prof. Dr. Luca Graverini (Siena)
    Thema: CIL IV 5296 - CLE 950. Female voices from Pompeii and Ovidian reception
    Termin: Donnerstag, 27.05.2021 | 18.00 c.t.
    Zugang: https://uni-goettingen.zoom.us/j/99070611450?pwd=MjAvZDUzR2JMZUt2UW5BQ05UU0N5Zz09; Kenncode: 589686

    Abstract: CIL IV 5296 is an extremely intriguing graffito, not only because it is one of the longest and most complex carmina Pompeiana, but also because it is, apparently, one of the few ancient documents that preserve a female poetic voice. The poem has been frequently misunderstood by past scholarship; even its physical location, clearly described in the excavation reports, has been wrongly reconstructed sometimes, and this led to widespread misapprehensions about the literary genre of the fragment. The text itself is difficult to read, interpret, and reconstruct, but is well worth studying: its literary texture, in fact, can give us an idea about the circulation of literary themes in Pompeii

  • Prof Dr. Peter Riemer (Saarbrücken)
    Thema: Riskante Verse – riskierte Verse? Heikle Stellen im Werk des Horaz
    Termin: Mittwoch, 09.06.2021 | 18.00 c.t.
    Zugang: https://uni-goettingen.zoom.us/j/92535432007?pwd=TkhCVVkxUXRtelN0d2tIZWtMdTNmdz09; Kenncode: 304613

    Abstract: Neben Vergil war Horaz der wohl angesehenste Dichter der augusteischen Klassik. Dank Vergils Fürsprache war er in den Kreis um Maecenas und damit in die Nähe Octavians gelangt, obwohl er zu den Anhängern des Caesarmörders Brutus gehörte und 42 v.Chr. bei Philippi auf dessen Seite gegen Octavian gekämpft hatte. Sein dichterisches Talent erschien den Mächtigen offenbar zu groß und unbedingt förderungswürdig, als dass man ihm die „politischen Jugendsünden“ nicht hätte verzeihen können; doch er blieb auch als geförderter Dichter ein unangepasster, eigenwilliger und kritischer Geist.


  • Prof. Dr. Hans-Joachim Glücklich (Frankfurt a.M.)
    Thema: Latein oder Übersetzen? Ziele und Methoden des Lateinunterrichts
    Termin: Dienstag, 22.06.2021 | 18.00 c.t.
    Zugang: https://uni-goettingen.zoom.us/j/97993751421?pwd=TXhiVk11YkN4Rkk4Z2YzSTRiWkpOUT09; Kenncode: 691960

    Abstract: Lateinische Texte wollen gelesen und verstanden werden. Im Auge der Öffentlichkeit, in Lehrplänen, in Lateinbüchern und im Lateinunterricht spielt allerdings das Übersetzen der Texte eine vorrangige Rolle. Es geht aber oft an sinnvollen Zielen des Lateinunterrichts vorbei und wird nach Ende des Lateinunterrichts nur von Fachleuten praktiziert und benötigt.
    Wie erfolgen Lesen und Verstehen lateinischer Texte, welche Rolle spielt das Übersetzen, wie soll entsprechend der Lateinunterricht (und erst recht die Prüfung von Kompetenzen) gestaltet werden?


    Für Nachfragen zur Organisation steht Christian Neumann zur Verfügung.