Arbeitsgruppe Physik und ihre Didaktik - Herzlich Willkommen

Die AG Physik und ihre Didaktik entwickelt verständliche Zugänge zu physikalischen Inhalten und Phänomenen mit einem thematischen Schwerpunkt in der Hochschule und der Studieneingangsphase Physik. Im Sinne "Forschung und Entwicklung" stellt der Ausgangspunkt zunächst die fachdidaktische Grundlagenforschung dar, um beispielsweise Lernschwierigkeiten zu einem bestimmten Inhaltsgebiet (Elektrodynamik, Nabla-Kalkül, etc.) zu identifizieren. Dafür werden etablierte naturwissenschaftsdidaktische Forschungsmethoden und moderne Technologien wie Eye Tracking genutzt, um Lernprozesse untersuchen zu können. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen werden anschließend forschungsbasierte Lehrmaterialien (z.B. Tutorials, Simulationen, etc.) entwickelt, die auf ihre Wirksamkeit in empirischen Studien untersucht werden. Die Forschung setzt einen Schwerpunkt auf aufgabenbezogenes Lernen mit multiplen Repräsentationen unter Einbezug von Experimenten.
Dieses Selbstverständnis der Physikdidaktik als forschende Disziplin und evidenzbasierte Wissenschaft führt die Arbeitsgruppe auch in der Lehre und Lehrkräftebildung weiter. Neben den fachdidaktischen Grundlagen werden Kompetenzen vermittelt, die den modernen Entwicklungen des Physikunterrichts und der Physikdidaktik gerecht werden. Neben den Didaktik-Lehrveranstaltungen für Studierende des gymnasialen Lehramts Physik verantwortet die Arbeitsgruppe den mathematisch-physikalischen Vorkurs als wichtiges Übergangselement zwischen Schule und Hochschule und bietet regelmäßig grundständige Lehrveranstaltungen in der Studieneingangsphase Physik an.

Poster zu unseren Forschungsthemen und möglichen Abschlussarbeiten: hier


Aktuelles

Endlich wieder Präsenz-Tagung
Auf der diesjährigen GDCP-Jahrestagung vom 12. bis 15. September 2022 in Aachen war die AG Didaktik der Physik mit folgenden Beträgen vertreten:

  • M. Dahlkemper, P. Klein, A. Müller, S. Schmeling & J. Wiener: Forschungsbasierte Entwicklung von Lernmaterialien zu Feynman-Diagrammen [Poster]
  • Y. Kretzer, L. Hahn, S. Klumpp & P. Klein: Analyse von Blickdaten beim Beurteilen der Divergenz von Vektorfeldern [Poster]
  • J. O. Cirkel, S. Z. Lahme, L. Hahn, S. Schneider & P. Klein: Die Belastungstrajektorie des 1. und 2. Studiensemesters Physik [Vortrag]
  • L. Hahn & P. Klein: Clusterbildung mit Blickbewegungen zur Analyse von Personen- und Aufgabenmerkmalen [Vortrag]
  • P. Klein & L. Hahn: Eye Tracking in der Physikdidaktik für die Forschung und LL-Ausbildung [Poster]
  • S. Z. Lahme & P. Klein: Lehrveranstaltungsverbindende Experimentieraufgaben im Physikstudium [Poster]


Vielen Dank an die Organisation und alle Teilnehmenden für die anregenden Diskussionen und Gespräche!
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Von Geometrischen Gesetzen über Planetenbahnen und Differentialgleichungen
Anfang September gab es für Studierende der Mathematik, Informatik und Physik die Möglichkeit, in einem einwöchigen Blockkurs von der Physikdidaktik spannende Themen aus ihrem Feld zu visualisieren. Begleitet von Tipps und Tricks zu Programmierung, Szenengestaltung und zur Aufbereitung der mathematischen und physikalischen Gesetze konnten die Teilnehmenden ihre eigenen Ideen für Animationen auf kreative Weise verwirklichen.
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Herzlichen Glückwunsch, Johannes!
Am 12. August hat Johannes Lewing, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der AG Physikdidaktik, seine Dissertationsschrift zum Thema "Empirische Studien zur horizontalen Vernetzung in naturwissenschaftlichen Schulbüchern und zur Förderung situationalen Interesses im fächerübergreifenden Unterricht" erfolgreich verteidigt. Seine Promotion beschäftige sich mit Kontextualisierung und Interessenbildung im fächerübergreifenden naturwissenschaftlichen Unterricht. Die AG gratuliert dir, lieber Johannes, ganz herzlich und wünscht dir alles Gute für deinen weiteren Lebensweg. Vielen Dank für die gemeinsame Zusammenarbeit!
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Wir gratulieren Ronja Langendorf zur erfolgreichen Disputation ihrer Dissertationsschrift!
Ronja Langendorf, seit Frühjahr 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin in unserer Arbeitsgruppe, hat am 13.07.2022 erfolgreich ihre Dissertationsschrift mit dem Titel „Technologiebezogene Professionalisierung angehender Physiklehrkräfte - Entwicklung und Evaluation eines Lehrkonzepts in der Astrophysik mit digitalen Medien“ verteidigt. Im Rahmen ihrer Promotionsarbeit hat sie ein Seminarkonzept für Lehramtsstudierende im Modul "Einführung in die Astrophysik" des Master of Education entwickelt und evaluiert, welches systematisch digitale Bausteine in die Physik-Lehrer:innenausbildung integriert. Wir gratulieren ihr ganz herzlich zur bestandenen Prüfung und wünschen ihr für ihren weiteren Lebensweg alles erdenklich Gute! Vielen Dank für die gemeinsame Arbeit die letzten Jahre, liebe Ronja!
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Nacht des Wissens 2022 - Virtual Reality, Eye-Tracking, Smartphoneexperimente und vieles mehr!

Am 09.07.2022 fand nach zweijähriger Pandemie-Pause die fünfte Nacht des Wissens statt, an der Interessierte jeden Alters die Fakultäten der Göttinger Universität und universitätsnahen Forschungseinrichtungen besuchen konnten. Auch die AG Physikdidaktik war bei dem vielfältigen Programm vertreten [s. hier]. In und um die Fakultät der Physik hatten Physikbegeisterte die Möglichkeit verschiedene Experimente mit dem Smartphone auszuprobieren, gefahrenfrei mit einer Virtual Reality-Brille in einem Laserlabor zu experimentieren und den eigenen Blick im Eye-Tracking-Labor tracken zu lassen. Wir hoffen, Sie hatten genauso viel Spaß wie wir und bedanken uns bei der Organisation und allen Teilnehmenden für den gelungenen und erkenntnisreichen Abend!
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Grillfest des Instituts für Dynamik komplexer Systeme
Als Neu-Mitglied des Instituts für Dynamik komplexer Systeme bedanken wir uns für den Austausch und die interessanten Gespräche beim ersten Kennenlern-Grillfest Anfang Juli und freuen uns auf weitere gemeinsam Projekte und Veranstaltungen!
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Workshop „Eye-Tracking als Erkenntnismethode in der physikdidaktischen Forschung“ im Rahmen der Lehrkräfte-Fortbildung „LEIFIphysik Werkstattgespräch 2022“ der Joachim Herz Stiftung

Im Juni 2022 war die AG Physikdidaktik Teil des LEIFIphysik Werkstattgesprächs für Physiklehrkräfte in Leipzig mit einem Workshop zum Thema „Eye-Tracking als Erkenntnismethode in der physikdidaktischen Forschung – Was wir aus Blickbewegungen über das physikalisch-mathematische Verständnis lernen und in den Unterricht mitnehmen können“. Anhand verschiedener physikalischer Stimuli sowie echter Blickdatensätze erhielten die Physiklehrkräfte Einblick in die Eye-Tracking Methode und ihre Verwendung in der physikdidaktischen Forschung. In einer gemeinsamen Diskussion mit den Organisatoren des LEIFI-Teams sowie der Joachim Herz Stiftung wurden dann der Einsatz und die Potentiale von Blickdatenanalysen für Forschung, Lehren und Lernen reflektiert. Wir freuen uns über das Interesse und den regen Austausch bei diesem Workshop und bedanken uns bei der Joachim Herz Stiftung für die Organisation!

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Vortrag “Smartphones als mobile Mini-Labore“ im Rahmen des Saturday Morning Science der jDPG

Am 07.05.2022 fanden sich zahlreiche Physik- und Naturwissenschaftsstudierende sowie -interessierte im Lichtenberg-Hörsaal der physikalischen Fakultät ein, um einen Einblick in die Einsatzmöglichkeiten und die Wirksamkeit von Smartphones beim Experimentieren zu erhalten. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Saturday Morning Science“ der jDPG, bei der jeden Samstagmorgen zwei naturwissenschaftliche Vorträge stattfinden, zeigte Pascal Klein mit Unterstützung seines Teams, wie die zahlreichen Sensoren ein Smartphone in ein vielseitig einsetzbares Mess- und Experimentiermittel verwandeln. Sie zeigten Smartphone-Experimente zu verschiedenen physikalischen Themengebieten wie der Mechanik oder Akustik und gingen dabei Fragen nach wie „Was müssen Sie bedenken, wenn Sie ein Smartphone mit einem Wetterballon in die Stratosphäre schicken möchten?“ oder „Wie kann während der Zugfahrt mit dem Drucksensor die Länge von Tunneln bestimmt werden?“ (Präsentationsfolien). Wir freuen uns über das Interesse an diesem Vortrag und bedanken uns bei der jDPG für die Einladung und Organisation!

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DPG Frühjahrstagung der Sektion Didaktik der Physik 2022

Auch in diesem Jahr ist unsere Arbeitsgruppe vom 21. bis 23. März 2022 auf der virtuellen DPG-Frühjahrstagung der Sektion Didaktik der Physik vertreten. Unsere Beiträge sind:

  • DD 10.2: M. Dahlkemper, P. Klein, A. Müller, S. Schmeling & J. Wiener: Der didaktische Nutzen von Feynman-Diagrammen [Poster]
  • DD 10.4: J. Lewing, P. Klein & S. Schneider: Einfluss biologischer und technischer Kontexte auf das situationale Interesse: Ein empirischer Vergleich [Poster]
  • DD 10.5: H. Blumenthal, S. Schroeder & P. Klein: Zusammenhänge zwischen dem Blickverhalten und der Antwortsicherheit beim Lösen von Aufgaben zum Graphenverständnis [Poster]
  • DD 25.2: S. Z. Lahme, L. Hahn, R. Langendorf, J. O. Cirkel, S. Schneider & P. Klein: Belastungstrajektorie in der Studieneingangsphase Physik [Vortrag]
  • DD 32.2: R. Langendorf, S. Schneider & P. Klein: Lernschwierigkeiten im Umgang mit dem Hertzsprung- Russell-Diagramm [Poster]
  • DD 34.1: L. Hahn & P. Klein: Vektorielle Feldkonzepte verstehen durch Zeichnen? Erste Wirksamkeitsuntersuchungen [Poster]
  • DD 34.9: C. Rabe, V. Drews, L. Hahn & P. Klein: Einsatz von multiplen Repräsentationsformen zur qualitativen Beschreibung realer Phänomene der Fluiddynamik [Poster]
  • DD 36.1: S. Z. Lahme, P. Pirinen, B. Tomrlin, A. Lehtinen, A. Sušac, A. Müller & P. Klein: DigiPhysLab: Digital Physics Laboratory Work for Distance Learning [Poster]


Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit allen Kolleg:innen!


Frohe Weihnachten wünscht die AG Didaktik der Physik!
Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu. Damit ist die Zeit gekommen, in der wir einmal auf die vergangenen Monate zurückblicken und allen KollegInnen, assoziierten Lehrkräften und Studierenden ein herzliches Dankeschön aussprechen für die intensive Zusammenarbeit in mitunter unruhigen Zeiten. Wir wünschen allen erholsame und fröhliche Weihnachtstage sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr 2022!

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Lehrerfortbildung am Max-Planck-Gymnasium Göttingen
Die AG Physikdidaktik hat eine halbtägige Fortbildung zum Thema Videoanalyse mit Tablet-Computern angeboten. Dabei wurde das Erstellen und die Analyse von Videoexperimenten eingeübt und unterrichtspraktische Einbettungsmöglichkeiten diskutiert.
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Virtuelle GDCP Jahrestagung 2021
Vom 13. Bis 16. September 2021 fand die virtuelle Physikdidaktik-Tagung der Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik statt. Thematisch stand die Tagung unter dem Thema „Unsicherheit als Element von naturwissenschaftsbezogenen Bildungsprozessen“ (mehr Informationen). Die Physikdidaktik Göttingen war mit folgenden Beiträgen vertreten:


  • Eye-Tracking in der physikdidaktischen Forschung: Eine systematische Übersichtsarbeit
  • Multiple Repräsentationen und Zeichenaktivitäten als Zugänge zu Vektorfeldkonzepten - eine Eye-Tracking-Studie (Präsentationsfolien)
  • Interessenstudie – Energie in biologischen und technischen Kontexten (Präsentationsfolien)
  • Technologiebezogene Professionalisierung in einer Astrophysik-Übung (Posterbeitrag )
  • Feynman-Diagramme als multiple Repräsentationen (Posterbeitrag , siehe auch)

Vielen Dank an alle Teilnehmenden für die anregenden Gespräche und Diskussionen!

Neue Erkenntnisse durch Eye-Tracking Studien in der Physikdidaktik
Die Blickverfolgung mittels Eye-Tracking bietet eine Möglichkeit, die visuelle Aufmerksamkeit von Lernenden beim Lösen physikalischer Probleme zu studieren. Neben weiterführenden Untersuchungen zum Verständnis von Diagrammen im Physik-, Psychologie- und Finanzkontext [1] berichten Veröffentlichungen der vergangenen Monate vor allem über wertvolle Erkenntnisse bezüglich der Merkmale der präsentierten Probleme mit diesem Verfahren. So konnte mit einem recht umfangreichen Datensatz zum Test of Understanding Graphs in Kinematics (TUG-K) gezeigt werden, dass sich die postulierten Anforderungen der Graphen-Aufgaben auch durch die Blickbewegungen beim Lösen der Aufgaben widerspiegeln [2]. Dafür wurden die Blicksprünge zwischen den einzelnen Elementen der Fragen (Itemstamm und Antwortoptionen) extrahiert und einer Clusteranalyse unterzogen. Die gefundenen Gruppen bilden exakt die vorgegebenen Aufgabengruppen ab, die eine Zuordnung von Graph zu Graph, Text zu Graph und umgekehrt erfordern. Eine Studie von Ibrahim und Ding zeigte in ähnlicher Weise, dass sich mittels Blickdatenanalyse die Aufgabenanforderungen von sogenannten Synthesis-Aufgaben unterscheiden lassen [3]. Synthesis-Aufgaben sind Probleme, die zur Lösung mehrere Denkschritte und Konzepte erfordern und damit im Gegensatz zu Single-Concept Aufgaben (wie z.B. im TUG-K) stehen. Es konnte gezeigt werden, dass sequentielle Synthesis-Aufgaben (physikalische Ereignisse laufen nacheinander ab) andere Blickmuster hervorrufen als simultane (Ereignisse können nicht zeitlich zerlegt werden) – ebenso wie bei der TUG-K-Studie sind diese Ergebnisse robust gegenüber der Fähigkeit, die Aufgaben zu lösen. Methodisch bedeuten diese Erkenntnisse einen Meilenstein, denn sie zeigen, dass Eye-Tracking die Möglichkeit bietet, Aufgabenmerkmale auch fernab der klassischen Metrik (Aufgabe korrekt/inkorrekt) auf prozeduraler Ebene zu studieren. Die Arbeit von Ibrahim und Ding wurde gemeinsam mit einer weiteren Eye-Tracking Studie von Wu und Liu [4] in einem Feature in Physics hervorgehoben [5]. Diese Arbeit stellt einen Zusammenhang zwischen dem zuvor erhobenen Graphenverständnis der Lernenden und der Argumentation mit multiplen Repräsentationen her. Die AutorInnen fanden heraus, dass die Prädisposition einen wesentlichen Einfluss auf die visuelle Verarbeitung der angebotenen multiplen Repräsentationen hat: Lernende mit schwachem Graphenverständnis betrachteten überwiegend den Aufgabentext und die Tabellendaten, während die hochperformante Gruppe versuchte, Informationen aus allen vier angebotenen Darstellungen (also auch aus dem Graphen und der Gleichung) zu integrieren. Gemeinsam mit den obigen Ergebnissen wird deutlich, dass die Augenbewegungen sowohl von Personen- als auch von Aufgabenmerkmalen beeinflusst werden. Ein Personenmerkmal, dem in der Physik für das Problemlösen mit visuell anspruchsvollen Aufgaben eine besondere Rolle zukommt, ist das räumliche Vorstellungsvermögen (spatial ability). In der jüngsten Studie aus unserer Gruppe mit Beteiligung der TU Kaiserslautern wurde der Einfluss dieser Variable auf das Problemlösen im Kontext von Vektorfeldern studiert [6]. Dazu lernten über 140 Studierende, wie die Divergenz von Vektorfeldern visuell interpretiert werden kann, wobei eine Teilgruppe mit visuellen Hilfen unterstützt wurde. Beim anschließenden Problemlösen zeigte sich, dass die Gruppe mit Hilfen der Gruppe ohne Hilfen stark überlegen war; sie zeigten systematischere Augenbewegungen über den Feldern und erreichten höhere Testscores. Gleichsam gab es einen großen Einfluss der räumlichen Fähigkeiten auf das Problemlösen, wobei vor allem Studierende mit mittleren und hohen räumlichen Fähigkeiten von der Unterstützung durch die Hilfen profitierten. Die Erkenntnisse informieren die Entwicklung weiterer Lernmaterialien, die Einsatz in der Lehre finden.
VF:TUG-K

Praxisnetzwerk: Multiple representations as cognitive tools in STEM teaching and learning
Das Lernen und Lehren mit multiplen Repräsentationen ist ein zentrales sowie gemeinsames Interessengebiet der MINT-Didaktiken. Um den interdisziplinären Austausch zu fördern, steht daher das diesjährige Praxisnetzwerk Fachdidaktiken am Freitag, den 11.06.2021, unter dem Motto "Multiple representations as cognitive tools in STEM teaching and learning". Ab 13:00 Uhr präsentieren prominente WissenschaftlerInnen aktuelle Forschungsansätze sowie Ergebnisse verschiedener Studien zu diesem Thema. Das Praxisnetzwerk beginnt mit einem Vortrag von Prof. Dr. Nicole Graulich (Chemiedidaktik, Universität Gießen) zu Lehr-Lern-Prozessen bei der Ableitung von Struktur-Eigenschaftsbeziehungen aus multiplen Repräsentationen. Im Anschluss wird Prof. Dr. Raimund Girwidz (Physikdidaktik, LMU München) die Funktionen von Visualisierungen im Physikunterricht thematisieren. Als dritte Vortragende wird Prof. Dr. Shaaron Ainsworth (Learning Sciences, University of Nottingham) auf die spezielle Bedeutung des Zeichnens multipler Repräsentationen in Lehr-Lern-Situationen eingehen. In einer abschließenden Roundtable-Diskussion sind die TeilnehmerInnen herzlich eingeladen, Fragen an die Vortragenden zu formulieren. Die Anmeldung zum Webinar erfolgt unter folgendem Link.
Logo PraxisnetzwerkFoto Praxisnetzwerk

Spielerisch Vektorfelder kennen lernen
Unbestritten sind Spiele eine wichtige Lernform in der menschlichen Entwicklung, insbesondere im Kindesalter. Die ersten Arbeiten zum spielerischen Lernen von Physik mithilfe „seriöser Spiele“ gab es bereits 1986. Aber was kennzeichnet ein „seriöses Spiel“ und warum ist es sinnvoll, einen spielerischen Zugang zur Physik zu wählen? In unserem neusten Artikel Coordinating vector field equations and diagrams with a serious game in introductory physics werden diese Fragen anhand eines „seriösen Spiels“ zu Vektorfeldern diskutiert. Den zugehörigen Video-Abstract finden Sie hier. Das Spiel steht im Google Play Store und im Apple App Store zum kostenlosen Download zur Verfügung.
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Forschung zur Online-Lehre Physik in Pandemiezeiten
Eine aktuelle Publikation stellt Forschungsdaten zur Online-Lehre Physik aus dem COVID-19 Sommersemester vor (siehe hier). Der Inhalt der Publikation wird auch in diesem APS Interview mit dem Physics Magazine diskutiert. Daneben wird in einem von der EU-geförderten Projekt an der Entwicklung von Praktikums-Experimenten in Pandemiezeiten gearbeitet (Pressemitteilung >>Projektseite).
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DPG Physikdidaktik Tagung 2021
Vom 22.-24. März 2021 findet die virtuelle Physikdidaktik-Tagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft statt ( siehe hier). Die Physikdidaktik Göttingen ist bei folgenden Beiträgen vertreten:

  • Visuelle Aufmerksamkeit beim Lösen des TUG-K (Diagramm-Test) [DD 3.1]
  • Visuelle Aufmerksamkeit beim lokalen Denken in der Elektrik [DD 3.3]
  • Visuelle Strategien bei der Erstellung von Repräsentationen und anschließendem Experimentieren [DD 3.4]
  • Simulationsbasiertes Lernen im Astrophysik-Tutorium für Lehramtsstudierende am Beispiel Schwarzkörper und Sternspektren [DD 14.5]
  • Multiple Repräsentationen als fachdidaktischer Zugang zum Satz von Gauß [DD 14.8]
  • Untersuchung der Wahrnehmung von Feynman-Diagrammen mittels Eye Tracking [DD 32.11]
  • Neue Beispiele zum Experimentieren mit Smartphones als mobile Mini-Labore [DD 32.15]

Eine Online-Teilnehmer-Registrierung ist bis spätestens 16.03.2021 möglich

Webinar zu Eye Tracking in Education Research am 23.02.2021 und MNU-Bundeskongress vom 04.-06.03.2021
Wir freuen uns darauf, in den kommenden Wochen auf zwei virtuellen Veranstaltungen über unsere Arbeiten und Erfahrungen zu Eye Tracking in der (naturwissenschafts-) didaktischen Forschung zu berichten:

  • Webinar: Using Eye Tracking in Education Research - Beitrag von P. Klein und L. Hahn: "Eye Tracking in Physics Education Research: How do students look at complex representations?" (Nähere Informationen finden Sie hier)

  • MNU-Bundeskongress - Vortrag von P. Klein "Eye Tracking in der Naturwissenschaftsdidaktik - Was wir aus Blickbewegungen über Lernen lernen können" (Nähere Informationen finden Sie hier)


WebinarMNU

Frohe Weihnachten!!!
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Die Arbeitsgruppe Didaktik der Physik blickt auf ein turbulentes Jahr 2020 zurück, das schul- und hochschuldidaktisch ganz schön herausfordernd war. Wir möchten uns für die intensive Zusammenarbeit bei unseren KollegInnen, den assoziierten Lehrkräften und unseren Studierenden ganz herzlich bedanken. Wir freuen uns auf ein spannendes neues Jahr mit bereichernden Projekten und produktivem Austausch über die Didaktisierung der Physik in Schule und Hochschule.

Wir wünschen ein frohes Weihnachtsfest verbunden mit bester und anhaltender Gesundheit.



Promotionsstudierende Larissa Hahn und Merten N. Dahlkemper
Wir heißen Frau Hahn und Herrn Dahlkemper in unserer Gruppe herzlich Willkommen. Beide beschäftigen sich in Ihrer Promotion mit Lehr-Lernprozessen in der Physik unter Nutzung von Eye Tracking als Erkentnnismethode. Herr Dahlkemper promoviert mit einem Gentner Stipendium am CERN in Genf im Kontext des außerschulischen Lernorts S'Cool Lab (Themenbereich Teilchenphysik) und Frau Hahn verortet sich thematisch an in der mathematischen Physik an Schnittstelle zwischen Schule und Hochschule.

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05.10.2020 Start des Vorkurses für Erstsemester-Studierende Physik (Mathematische Rechenmethoden für Physiker)
Wir begrüßen alle Studierende, die sich für ein Physikstudium an der U Göttingen entschlossen haben! Die Fakultäten für Physik und Mathematik bieten Propädeutika im Hybrid-Format an, um Ihnen den Studieneinstieg zu erleichtern. Nähere Informationen finden Sie hier

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Virtuelle Tagungen: GDCP-Tagung vom 14.-17.09.2020 und GFD-Tagung vom 23.09.-25.09.
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Auch in diesem Jahr werden unsere Forschungsergebnisse auf der GDCP-Tagung präsentiert:

  • P. Klein: Evaluation der Online-Lehre Physik während COVID19 (Vortrag)

  • J. Lewing: Interessenstudie zu Energie in biologischen und technischen Kontexten (Poster)

  • L. Hahn: Blickbewegungen beim Koordinieren multipler Repräsentationen in der mathematischen Physik (Vortrag)



Auf der GFD-Tagung findet ein Symposium zu Eye Tracking unter der Rubrik "Digitale Transformation von Forschungsmethoden und Erkenntnisinteressen" mit vier Vorträgen statt, darunter auch ein Beitrag von L. Hahn und P. Klein
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Wir freuen uns auf den regen Austausch unter diesmal ganz besonderen Bedingungen!

Neue Professur für Physik und ihre Didaktik an der Fakultät für Physik

(01.04.2020) Zum 01. April hat Dr. Pascal Klein die Professur für Physik und ihre Didaktik übernommen. Klein studierte Mathematik und Physik für das gymnasiale Lehramt an der Technischen Universität Kaiserslautern, wo er anschließend auch zu einem Thema der Kompetenzförderung von Physik-Studierenden in der Studieneingangsphase mittels digitalen Medien promovierte. Von 2017 bis März 2020 war er wissenschaftlicher Leiter des immersive quantified learning labs, einem außerschulischen Lernort des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz in Kaiserslautern. In seiner Forschung widmet er sich den Herausforderung beim Übergang zwischen Schule und Hochschule und untersucht dabei Möglichkeiten, die hochgradige Mathematisierung von physikalischen Konzepten anschlaulich zu vermitteln. Wir begrüßen ihn herzlich in unserer Gruppe!

Praxisnetzwerk Naturwissenschaft 2020: Sprachbildung im MINT-Unterricht

(08.01.2020) Eingeladen sind Prof. Dr. Pascal Klein (Didaktik der Physik, Technische Universität Keiserslautern) und Dr. Maike Abshagen (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein). Die vorbereitende Sitzung findet am 13.01.2020 statt. Die Vorträge werden am Donnerstag, den 16.01. gehalten. Näheres finden Sie in der Veranstaltung im Stud.IP.