Prof. i. R. Dr. Manfred Karnick

Literaturwissenschaft

Beruflicher Werdegang

Geb.1934 in Berlin. Schulen in Berlin-Zehlendorf, Danzig-Oliva, Icking/Oberbayern, Otterndorf/Niederelbe und Cuxhaven. Dort Abitur "unter Befreiung vom Mündlichen". 1954-1962 Studium in Hamburg und Freiburg: Deutsch, Geschichte, Philosophie. Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. 1962 Wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an Gymnasien. 1965-1967 Schuldienst in Bremen. 1966 Promotion an der Universität Freiburg. 1967 Pädagogische Prüfung für das Lehramt an Gymnasien. 1967-1982 Wissenschaftlicher Assistent, Akademischer Rat/Oberrat, Professor in Freiburg. 1977 Habilitation. 1979-1980 Vertretungen von Theo Buck und dann von Albrecht Schöne in Göttingen. 1982 Professor in Göttingen. 1983 ‚Keynote-address’ auf dem VI. Internationalen Strindberg-Kongress in Minneapolis MN. Teilnahme am deutsch-israelischen Symposion in Jerusalem. 1984-1990 Vorträge an Universitäten in USA und Kanada: in Madison WI, Amherst MA, Ann Arbor MI, St. Louis MO, PennState PA, Columbus OH, Los Angeles CA, Santa Barbara CA, Vancouver/ British Columbia. 1985 und 1990 Gastprofessur an der University of Illinois in Urbana-Champaign . 1988 Leitung einer niedersächsischen Schriftstellerdelegation in die Volksrepublik China, Vorträge in Beijing, Nanjing, Shanghai. 1994 Kurzzeitdozentur an der Universität Nanjing. 1996 Ruhestand.

Schwerpunkte


  • Struktur- und Motivgeschichte des Dramas
  • Nachkriegsprosa
  • Montage



Publikationen in Auswahl


  • Wilhelm Meisters Wanderjahre oder die Kunst des Mittelbaren. Studien zum Problem der Verständigung in Goethes Altersepoche. München 1968. (Dissertation)
  • Rollenspiel und Welttheater. Untersuchungen an Dramen Calderóns, Schillers, Strindbergs, Becketts und Brechts. München 1980. (Habilitationsschrift)
  • ‚Fructus germinis Lutheri’ oder Ehe und Unordnung. Über Themen der literarischen Lutherrezeption.In: Bernd Moeller (Hrsg.): Luther in der Neuzeit. Schriften des Vereine für Reformationsgeschichte 192. Gütersloh 1983. S.265-283. (Göttinger Antrittsvorlesung)
  • Die größere Hoffnung. Über ‚jüdisches Schicksal’ in deutscher Nachkriegsliteratur. In: Stéphane Moses und Albrecht Schöne (Hrsg.):Juden in der deutschen Literatur. Ein deutsch-israelisches Symposium. Frankfurt 1986. S.366-386.
  • Strindberg and the Tradition of Modernity. Structure of Drama and Experience. In: Göran Stockenström (Hrsg.): Strindberg’s Dramaturgy.Minneapolis: University of Minnesota Press 1988. S,59-74.- Deutsche Fassung in: Gerhard Buhr, Friedrich A. Kittler, Horst Turk (Hrsg.): Das Subjekt der Dichtung. Festschrift für Gerhard Kaiser. Würzburg 1990.
  • Erzählprosa West: Nachkrieg. In: Wilfried Barner (Hrsg.): Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis zur Gegenwart. München 1994. S.31-75. 2.erweiterte Aufl. 2006.
  • ‚Der Ritt über den Bodensee’ und die Ästhetische Montage. Max Ernst, Eugène Ionesco, Peter Handke. In: Geschichtserfahrung im Spiegel der Literatur. Festschrift für Jürgen Schröder. Hrsg. v. Cornelia Blasberg und Franz-Josef Deiters. Tübingen 2000. S.304-318.
  • Zum Heldentypus der verdeckten Überlegenheit. Homer, Karl May und Friedrich Schiller. In: Wirkendes Wort. Deutsche Sprache und Literatur in Forschung und Lehre. Hrsg. Lothar Bluhm u. Heinz Rölleke. 62. Jahrgang. 2012, Heft 1, S. 27-38.