Theologische Fakultät
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Siegel Theologische Fakultät (140 px)

Sekretariat Prof. Becker:
Inge Höhl
Platz der Göttinger Sieben 2
D-37073 Göttingen
Tel.: 0551-39-7150
Fax: 0551-39-19575
Zimmer II 31
HBK 26

inge.hoehl@theologie.uni-goettingen.
de


Sekretariat Prof. Feldmeier:
Susanne Matthies
Platz der Göttinger Sieben 2
D-37073 Göttingen
Tel.: 0551-39-14200/7155
Zimmer II 10
HBK 8

susanne.matthies@theologie.uni-goe
ttingen.de


Sekretariat Prof. Wilk:
Elke Schikora
Platz der Göttinger Sieben 2
D-37073 Göttingen
Tel.: 0551-39-7042
Fax: 0551-39-22317
Zimmer II 20
HBK 27

elke.schikora@theologie.uni-goetting
en.de





Personalverzeichnis:











Personal in Forschungsaufträgen:







Links zu Projekten:

Neues Testament


Die Neutestamentliche Wissenschaft an der Theologischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen erforscht das Neue Testament (NT) als die Ur-Kunde des Christusglaubens, wie sie auf der Basis der Heiligen Schriften Israels, im Kontext des antiken Judentums und in Auseinandersetzung mit der hellenistisch-römischen Welt formuliert wurde. Diese Wissenschaft vollzieht sich demnach im Spannungsfeld von religionsgeschichtlicher Perspektive, in der das NT zunächst die Schriftensammlung einer jüdischen Splittergruppe, sodann die Gründungsurkunde einer Weltreligion darstellt, und theologischer Sicht, der zufolge es Gottes Offenbarung in der Person Jesus Christus auf grundlegende Weise bezeugt.


Forschungsschwerpunkte

Seit über hundert Jahren ist es eine Spezialität Göttingens, die Auslegung des NT in den Kontext außerbiblischer Befunde zu stellen, also die Exegese mit religionsgeschichtlichen Fragestellungen zu verbinden.

Auf eine lange Tradition blicken dabei die Studien zum antiken Judentum zurück, die vor allem in neuerer Zeit auch außerhalb des Faches „Neues Testament“ und in Absehung von neutestamentlichen Fragestellungen betrieben wird (vgl. die Projekte von Prof. Hans-Jürgen Becker zur rabbinischen Literatur sowie von Prof. Reinhard G. Kratz und seinem Team zu den Texten vom Toten Meer).
In diesem Zusammenhang geht Prof. Florian Wilk einerseits dem philologischen und theologischen Profil der Septuaginta und ihrer Rezeption im frühen Christentum, insbesondere in den Schriften des NT nach; gegenwärtig entsteht dazu in Kooperation mit einem international besetzten Herausgeberkreis ein mehrbändiges „Handbuch zur Septuaginta“. Andererseits leitet er gemeinsam mit Prof. Martin Laube das an der Fakultät seit 1987 bestehende „Archiv Religionsgeschichtliche Schule“.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt, der in der Abteilung Hellenistische Religionsgeschichte gebündelt wird, ist die Erschließung der hellenistischen Kultur und Geistesgeschichte als Kontext der frühchristlichen Theologie(n), die von Prof. Reinhard Feldmeier v.a. in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus außertheologischen Fächern bearbeitet wird. Dazu werden in der Reihe SAPERE Schriften der griechisch-römischen Antike zu Philosophie, Religion und Ethik herausgegeben, übersetzt und kommentiert – und in der Reihe COMES Bände publiziert, die jeweils einen in der antiken Welt bedeutsamen Ort erschließen.

Aus der von Reinhard Feldmeier zusammen mit dem Alttestamentler Hermann Spieckermann verfassten biblischen Gotteslehre entstand die von beiden herausgegebene Reihe TOBITH (Topoi Biblischer Theologie), in der jeweils ein zentrales Thema der biblischen Theologie von einem Alt- und einem Neutestamentler zusammen bearbeitet wird. Gemeinsam mit Marianne Grohmann (Wien) zeichnet Florian Wilk für den Band zur „Autorität der Schrift“ verantwortlich.
Darüber hinaus arbeiten R. Feldmeier und F. Wilk beim Göttinger SFB 1136 mit, der die Interaktion von Bildung und Religion in der antiken Welt untersucht, R. Feldmeier zudem an der Forschergruppe STRATA, in der es um eine neue Beurteilung des Mythos geht.

Das Ziel solcher Forschungen ist bei aller sorgfältigen philologischen, historischen und religionsgeschichtlichen Arbeit letztlich ein theologisches: Die biblischen Texte sollen für die Gegenwart erschlossen werden, nicht zuletzt auch als wesentlicher Bezugspunkt des christlich-jüdischen wie überhaupt des interreligiösen Gesprächs. In dieser Absicht werden zur Zeit Kommentare zum Lukasevangelium (R. Feldmeier) und zu den Korintherbriefen des Paulus (F. Wilk) erarbeitet.