STELLUNGNAHMEN - TRANSPARENZ

Transparenz - Sammlung

STELLUNGNAHMEN

"Dekolonisierung erfordert Dialog, Expertise und Unterstützung" - Die Heidelberger Erklärung (verabschiedet anlässlich der Jahrestagung 2019 der Direktor/Innen der Ethnologischen Museen im deutschsprachigen Raum)

Heidelberger Stellungnahme [Deutsch] - Heidelberg Statement [English]

Die Ethnologische Sammlung der Georg-August-Universität Göttingen teilt die Stellungnahme des Völkerkundemuseums der Universität Zürich zu #blacklivesmatter.


OPEN ACCESS

Die Ethnologische Sammlung ist bestrebt, ihre Bestände online zugänglich zu machen. Sie speist sie hierfür sukzessive in das Sammlungsportal der Universität Göttingen ein. Aufgrund fehlender Ressourcen ist dies bisher erst zu einem kleinen Prozentsatz möglich. Bis zur vollständigen Online-Stellung finden Sie unsere analogen Bestandskataloge hier zum Download als .pdf-Datei:


RÜCKGABEN

Vorbereitung Göttingen Restitution Lodz

2016 wurde eine Sammlung von 344 Ethnographica an das Archäologische und Ethnographische Museum in Łódź (Polen) restituiert. 1942 hatte die Ethnologische Sammlung die zuvor zum Bestand des Museums in Łódź zählenden, überwiegend aus Liberia und Peru stammenden Objekte über das Grassi Museum in Leipzig erhalten. 1996 wurde der Bestand von der Institutsleitung in Göttingen der "Koordinierungsstelle der Länder für die Rückführung von Kulturgütern" gemeldet. Nach einem vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste 2011/12 geförderten Forschungsprojekt (Beate Hermann/Dr. Gundolf Krüger) wurden die Ethnographica in die Datenbank lostart.de eingestellt. Im Oktober 2015 erreichte die Universität Göttingen ein offizielles Rückgabeersuchen des polnischen Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe (Ministerstwo Kultury i Dziedzictwa Narodowego). An der Universität Göttingen wurde daraufhin einvernehmlich beschlossen, die Objekte nach Łódź zu restituieren. Die Übergabe erfolgte im Mai 2016.

Auf dem Foto ist die Vorbereitung der Restitution westafrikanischer und südamerikanischer Ethnographica von Göttingen nach Łódź zu sehen. Foto: Harry Haase, 2016.

Aufsatz von Beate Hermann zur Göttinger "Sammlung Lodz“

Repatriierung Toi moko Göttingen

Am 15. Oktober 2020 wurden zwei tätowierte und mummifizierte Ahnenschädel (Toi moko) der Maori an das Te Papa Tongarewa-Museum in Wellington, Neuseeland, repatriiert. Die beiden Toi moko waren 1834 aus England an das Akademische Museum in Göttingen gegeben worden. Wie sie von Neuseeland nach England gelangten, ist nicht bekannt. Seit 1934 zählten sie zum Bestand der Ethnologischen Sammlung.

Die feierliche Zeremonie wurde von Te Arikirangi Mamaku (Koordinator des Repatriierungsprogramms im Te Papa) und Hinemoana Baker geleitet. Die Ansprachen hielten S.E. Rupert Holborow, Botschafter von Neuseeland, und Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin der Universität Göttingen.

Das Foto zeigt wie Hinemoana Baker und Te Arikirangi Mamaku von der maorischen Delegation das schwarze Tuch abnehmen, mit dem die tūpuna (Ahnen) während der Zeremonie bedeckt waren. Foto: Harry Haase, 2020.

Aufsatz von Gundolf Krüger zur Provenienz der beiden Toi moko.