Vietnam: University of Social Sciences and Humanities (USSH), Hanoi

Die University of Social Sciences and Humanities (USSH) in Hanoi ist eine Universität der Vietnam National University (VNU), einem Bündnis aus unabhängigen Universitäten.


Akademisches Jahr:

Wintersemester = Ende August bis Anfang Februar

Austauschstudienplätze:

5 Plätze pro Jahr

Koordinatorin in Göttingen:

Prof. A. Lauser


FAQ für Austauschstudierende

Online-Bewerbung:
Auf dieser Website findet man alles, was man über die Bewerbung, Unterlagen und Fristen an der USSH wissen muss. BA-Studierende bewerben sich für das Undergraduate Programme, füllen also Formular 1A aus. Einige der auf der Website verlangten Dokumente müssen von Göttinger Austauschstudierenden nicht vorgelegt werden; dazu gehören:

  • A notarized copy of your high school degree(s)
  • A notarized copy of academic record in English or Vietnamese
  • Vietnamese Proficiency Test Results/Vietnamese Proficiency Certificates
  • Financial guaranty which indicates that you will have sufficient financial source to study
  • Tuition (Studiengebühren): USD 1400/year X 4 years = USD 4800: Entfallen durch die Austauschvereinbarung.


Die folgenden Dokumente müssen zusammengetragen und anschließend per Post oder E-Mail an die USSH geschickt werden:

  • Ausdruck der ausgefüllten Online-Bewerbung 1A
  • Nomination Letter des Instituts mit Informationen über Art und Dauer des Austausches (1 oder 2 Semester): erhältlich beim Studiengangsbeauftragten (z.Z. Hans Reithofer).
  • Transcript of Records: Bei FlexNow einen englischen Ausdruck des Transcript of Records erstellen. Wenn keine Vietnamesischkenntnisse vorliegen, muss darüber auch kein Nachweis erbracht werden. Ein Nachweis von Englischkenntnissen wurde nicht verlangt.
  • Ggf. eine Bescheinigung über Niveau der Sprachkenntnisse in angewählten Fremdsprachen.
  • 4 Passfotos: am besten gleich mehr machen, man braucht sehr viele! (Es sind keine biometrischen Passbilder notwendig, und es werden teilweise Passbilder im Format 3x4cm benötigt!)


Für das Visum: (Gleich mitschicken!)

  • Eine Kopie des Reisepasses (mindestens einen Monat länger gültig als der Aufenthalt
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • 2-4 Passfotos
  • Formular 1B: Die ersten Austauschstudierenden aus Göttingen wurden per Email aufgefordert, auch einen Lebenslauf und Formular 1B hinzuschicken.


Die Unterlagen müssen an die folgende Adresse geschickt werden:

Office for International Affairs and Programs
University of Social Sciences and Humanities-Hanoi
No 336, Nguyen Trai Street, Hanoi, VIETNAM
Tel: 84-4-3858-3798, Fax: 84-4-3858-3821
Email: ico@ussh.edu.vn

Nach dem Erhalt der Bewerbungsunterlagen nimmt das Office of International Affairs der USSH mit den Bewerbern per Email Kontakt auf (kann einige Zeit dauern) und schickt einen Letter of Acceptance, den man für den Beurlaubungsantrag in der Studienzentrale am Wilhelmsplatz braucht.

Studierende mit Eltern aus Vietnam oder Familie in Vietnam sollen sich bei ihren Angehörigen erkundigen: es gibt einen Visumbefreiungs-Stempel, der jeden Monat in Vietnam erneuert werden muss. Dieser Stempel ist aber billiger als das reguläre Visum.

Das reguläre Visum:
Das Office for International Affairs wird sich um einen Visa-Code kümmern und diesen per Mail den Bewerbern zuschicken. Mit dem ausgedruckten Visa-Code, dem Reisepass, dem Visumsantrag (bei der Botschaft runterladen) und weiteren Passfotos kann man dann auf der Vietnamesischen Botschaft in Berlin oder Frankfurt am Main ein Visum beantragen. Man kann die nötigen Unterlagen auch per Post an die Botschaft schicken. Aktuell betragen die Visa-Kosten ca. 90 Euro.
Alles Wissenswerte ist zu finden unter: www.vietnambotschaft.org. Der Visa-Code beschleunigt das Prozedere erheblich. Der Reisepass wird bei Antragstellung per Post zwei Wochen später mit dem Visum zurückgeschickt. Wenn man direkt zur Botschaft fährt, kann man das Visum auch innerhalb von einem Tag erhalten (muss dafür aber etwa 25 Euro Expresszuschlag bezahlen).
Die Ethnologie und Anthropologie haben keine englischsprachigen Kurse. Man muss gut Vietnamesisch sprechen können, um einen Kurs in Ethnologie erfolgreich zu absolvieren. Man kann in anderen Fakultäten aber Kurse auf Englisch belegen. Es gibt z.B. zwei Kurse zu „Internationalen Beziehungen“ in englischer Sprache.
Vor dem Hinflug sollte man sich mit den Verantwortlichen vom Office of International Affairs in Verbindung setzen, um zu erfragen wann man in Vietnam sein muss und wie das weitere Vorgehen ist. Das Office vereinbart dann einen Termin mit dem Dekan der USSH und den Austauschstudierenden von anderen Universitäten. Der Dekan informiert einen bei dem Treffen dann über mögliche Kurse, die man besuchen kann bzw. die auf Englisch angeboten werden.
Von den Ansprechpartnern des Offices of International Affairs erhält man (auf Nachfrage) einen Studierendenausweis.
Es gibt Sprachkurse in Vietnamesisch, die allerdings kostenpflichtig sind. Diese werden direkt am Hauptcampus der Uni von der Faculty of Vietnamese Studies and Language (VSL) angeboten. Durch Absprache mit dem Office of International Affairs können die Kosten für den Sprachkurs entfallen. Outgoings aus dem Wintersemester 17/18 berichteten, dass ein Sprachkurs an der VSL aufgrund der Partnerschaft kostenlos sei. Das VSL-Institut ist ca. 30 Minuten mit dem Bus vom USSH Campus entfernt.
Wohnen in Vietnam ist günstig. Man kann beispielsweise nach der Ankunft die ersten paar Tage in einem Hotel wohnen und von da aus alles Weitere organisieren, z.B. eine eigene Wohnung suchen.

Rückkehrer-Tipp: Das Office of International Affairs kann dabei helfen, einen Platz in einem Wohnheim zu organisieren. Dies ist sehr empfehlenswert. Am besten kann man schon vor der Ankunft in Hanoi mit dem Office of International Affairs sprechen und direkt bei der Ankunft ins Studenten-wohnheim einziehen, dann spart man sich die Kosten für das Hotel.
Normalerweise wird man im ký túc xá (Studentenwohnheim) M? Trì untergebracht, einem Haus für ausländische Studierende und Lehrer. Die Wohnung ist gut und günstig (ca. 100 bis 150 Euro inklusive Nebenkosten) und die Sekretärin hilft bei bürokratischen Angelegenheiten mit der Uni.
Wenn man nur den Sprachkurs machen möchte, kann man besser versuchen, in das Wohnheim direkt bei der Fakultät für Vietnamesische Sprache zu ziehen.
Laut Outgoings sind die Wohnheime aber nicht besonders attraktiv und empfehlen, sich eine Wohnung (z.B. über AirBnb) zu suchen (ca. 200 Euro pro Monat).
Es fallen nur minimale Kosten für Unterrichtsmaterialien an (ca. 10-15 Euro für Bücher).
Die medizinische Versorgung in Vietnam ist gut. Ein weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind zu empfehlen. Studierende sollten vor dem Auslandsaufenthalt alle Modalitäten mit der Versicherung klären. Die verschiedenen Versicherungen decken unterschiedliche Dinge ab und unterscheiden sich auch von den Kosten erheblich. Es ist auch ein DAAD-Gruppenvertrag möglich. Hinweise, Bedingungen und Anmeldeformulare sind auf folgender Internetseite zu finden: www.daad.de. Diese Gruppenversicherung kann schon ab einer Person abgeschlossen werden. Sie umfasst allerdings viele Leistungen, die nicht immer notwendig sind, und ist auch entsprechend teuer.

Rückkehrer-Tipp: Die Hanse Merkur-Auslandskrankenversicherung, die bei STA-Travel in Göttingen abgeschlossen werden kann. Hier empfiehlt sich ggf. der Premium-Schutz, besonders dann, wenn Elektronikgeräte wie Laptop etc. mitgenommen werden. Die Versicherung übernimmt Kosten, die durch Diebstahl oder Transportschäden entstehen. Außerdem wird die ADAC-Auslandsversicherung empfohlen, die über einen Angehörigen, der ADAC-Mitglied ist, abgeschlossen werden kann. Gute Erfahrungen wurden auch gemacht mit einer "Auslandsreisekrankenversi-cherung nach Tarif ARK Schüler + Studenten" bei der "Alte Oldenburger" Krankenversicherung.
In der Regel sind keine Impfungen oder andere prophylaktische Maßnahmen verpflichtend (es sei denn, man war kurz davor in einer Gelbfieber-Region unterwegs). Es werden aber einige Impfungen empfohlen, besonders, wenn man auch in andere Städte reisen möchte. Es sei deshalb auf die Seiten des Auswärtigen Amtes verwiesen. Um sicher zu gehen, dass man alle wichtigen Impfungen hat, sollte am besten eine tropenmedizinische Beratung in Anspruch genommen werden.
In erster Linie ist das Office of International Affairs für die Studierenden zuständig (Kontaktdaten s. Punkt 1). Daher sollte man sich am besten immer an die Person wenden, von der man die Bestätigungsemail erhalten hat.
Der deutsche Führerschein ist hier in Vietnam nicht gültig. Will man trotzdem selbst Auto oder Motorrad fahren, muss man seinen Führerschein übersetzen lassen. Motorroller darf man anscheinend auch ohne Führerschein fahren. (Vorsicht: Es gibt keine Verkehrsregeln, wie wir sie gewohnt sind!).
Will man nicht selbst fahren, kann man auf die vielen Taxis, Motorrad-Taxis oder Busse zurückgreifen. Diese sind im Vergleich zu Deutschland alle recht günstig. (Viele Apps erleichtern die Nutzung, Outgoings empfehlen die App "Grab"). Bei den Taxis sollte man aber immer das Taxameter im Auge behalten und die Strecke nach Möglichkeit auf dem Handy verfolgen, um Täuschungsversuchen entgegenzuwirken. Die Busse sind mit ca. 0,30€ pro Fahrt die günstigste Alternative hier, zu den Pendelzeiten aber recht überfüllt. Wer an der VSL die Sprachkurse macht, kann ein Studierendenticket beantragen. Für drei Euro im Monat kann man das gesamte und sehr gut ausgebaute Busnetz in Hanoi nutzen. Per GoogleMaps lassen sich einfach mit wenigen Klicks die richtige Bushaltestelle, die richtige Buslinie und die Einsteige- und Aussteigehaltestelle herausfinden.

Freizeitangebote in Hanoi:
Hanoi ist eine große Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten (Hoan-Kiem See, Literaturtempel, ...). Freizeitangebote bieten auch die verschiedenen Clubs der USSH (Tanzen, Badminton, ...). Die reichhaltige vietnamesische Küche lässt sich am besten in den zahlreichen kleinen Straßenküchen entdecken.
Das Nachtleben in Hanoi findet auf den Straßen statt: Am Wochenende werden die Straßen um den Ho Hoan Kiem für Autoverkehr gesperrt und eine riesige Fußgängerzone mit Freiluftmarkt und Freizeitmöglichkeiten entsteht. Des Weiteren sollte man die Straßen im Old Quarter am Wochenende erkunden. Es gibt außerdem viele Clubs mit guter House- und Technomusik (Savage, Kobala, Birdcage) und auch vietnamesische Clubs die man mindestens einmal besucht haben sollte (1900, The Opera, Hero).
Besonders für Ethnologiestudierende lohnt sich das Ethnologische Museum und dort das beste Wasserpuppentheater der Stadt.

Visuelle Eindrücke


Stand: August 2019
Erstellt unter Mitwirkung von Antonia Dreistadt und Max Müller (Outgoings im WS 17/18), Antje Hinrichs (Outgoing im WS 16/17) sowie David Pierling und Max Bittenbinder (Outgoings im WS 13/14)