Wiedererzählen im Norden. Digitale Analyse weltlicher Erzählungen in niederdeutschen Inkunabeln

Projektbeschreibung


In dem durch die Digital Humanities angeregten und vom GCDH/Campuslabor unterstützten Projekt geht es darum, ein repräsentatives Parallelkorpus von in Norddeutschland zwischen 1480 und 1500 gedruckten Kleinerzählungen dahingehend zu befragen, welche Übertragungsregeln die Drucker verfolgen. Das verwendete Parallelkorpus ist aufgebaut als bilateral angelegtes digitales Multi-Layer-Korpus weltlicher Erzähltexte auf Hochdeutsch und deren Übersetzung auf Niederdeutsch. Es soll in die passende Struktur für dessen Visualisierung in ANNIS (Annotation of Information Structure, Krause & Zeldes 2016) konvertiert und darauf befragt werden, welche linguistische Übertragungsstrategien die Texte verfolgen. Das Korpus wird mit digitalen Verfahren für die interdisziplinäre Auswertung sowohl im Projekt wie auch für die Nachnutzung so aufbereitet, dass Literatur- und Sprachwissenschaft die unterschiedlichen Annotationsebenen für möglichst viele Fragestellungen zuverlässig nutzen können.

PRO* Niedersachsen-Projekt im Rahmen der Stärkung der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften und des wissenschaftlichen Diskurses in Niedersachsen.

Das CampusLabor "Digititalisierung und computergestützte Analyse in den Geistes- und Sozialwissenschaften" (Campuslabor DCA) ist eine fakultäts- und institutsübergreifende Einheit, die sich mit der Entwicklung innovativer digitaler Methoden für die Geistes- und Sozialwissenschaften beschäftigt. Es zielt auf die Überbrückung der Kluft zwischen den Geistes- und Sozialwissenschaften und der Informatik. Das Campuslabor DCA unterstützt das Projekt durch ein Forschungsstipendium für Gastwissenschaftlerin Chiara De Bastiani.

The WiN project aims to investigate a representative parallel corpus of short narrative texts, printed in Northern Germany between 1480 and 1500. More specifically, the focus of the investigation lies on the transmission strategies employed by the printers, to be interrogated via digital techniques. The employed corpus is built as a multi-layer parallel corpus of mundane narrative texts in High German, and their translation in Low German. It will be converted to be visualized on the ANNIS (Annotation of Information Structure, Krause & Zeldes 2016) platform, from which it can be searched and investigated. The corpus will be digitalized so as to be examined in an interdisciplinary approach, not only within the framework of the current project, but also for later usage. Diverse annotation layers will be applied in order to allow for different literary and linguistic queries.


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