Tom Poljanšek, M.A.

Motto:
„If you know, you know.” – Pusha T

Forschungsprofil:
Meine gegenwärtige Forschung befasst sich mit den Konstitutionsbedingungen, dem ontologischen Status und der Diversität menschlicher Wirklichkeiten. Dabei argumentiere ich für die These, dass wir sinnvoll zwischen der wahrnehmungsunabhängigen Realität, die Gegenstand naturwissenschaftlicher Erkenntnis ist, und subjektabhängigen Wirklichkeiten, mit denen wir exemplarisch als Menschen in unserem alltäglichen Erleben konfrontiert sind, unterscheiden können. Weiterhin argumentiere ich für ein epistemisch-ontologisches Eigenrecht subjektabhängiger Wirklichkeiten und gegen den Naturalisierungsfehlschluss (d.i. die Vorstellung, dass Wirklichkeiten sich ontologisch auf Prozesse und Strukturen der wahrnehmungsunabhängigen Realität reduzieren lassen). Mein Forschungsansatz verortet sich dabei irgendwo zwischen Phänomenologie, Wahrnehmungspsychologie, Naturalismus, Semiotik und Systemtheorie.

Habilitations-Projekt:
„Immersion als anthropologisches Grundphänomen“

Veröffentlichungen:

Monographie:

  • Gemeinsame Welten. Zur Ontologie der menschlichen Wirklichkeit (in Vorbereitung).



Aufsätze:

  • „A Philosophical Framework of Shared Worlds and Cultural Significance for Social Simulations“ (im Druck).
  • „Die Vorstrukturierung des Möglichen. Latenz und Technisierung“ In: Alexander Friedrich, Petra Gehring, Christoph Hubig et al. (Hrg.): Jahrbuch Technikphilosophie 2017. Technisches Nichtwissen, Baden-Baden 2017, S.17-40.
  • „Genauigkeit und Seele. Kritik des philosophischen Erkenntnisanspruchs nach Robert Musil und Paul Valéry“ In: Sebastian Hüsch, Sikander Singh (Hrg.): Literatur als philosophisches Erkenntnismodell, Tübingen 2016, S.236-251.
  • „Beruhigen und Befremden – Zwei Tendenzen in Kunst und Philosophie“ In: Werner Fitzner (ed.): Kunst und Fremderfahrung, Bielefeld 2016, S.97-118.
  • „Sinn und Erwartung – Über den Unterschied von Sinngegenständlichkeit und Referenzialität“ In: Zeitschrift für philosophische Forschung 4.2015 (69), S.502-524.
  • “Choosing Appropriate Paradigmatic Examples for Understanding Collective Agency” In: Catrin Misselhorn (Hrg.): Collective Agency and Cooperation in Natural and Artificial Systems, New York, London 2015, S.185-204.
  • „Kritisieren heißt Filtrieren – Eine Kritik kritischer Praxis in sozialen Netzwerken“ In: Juridikum. Zeitschrift für Kritik - Recht - Gesellschaft. Schwerpunkt "Internet und Freiheit" 4.2014, S.483-493.
  • „Für einen pluralistischen Begriff gemeinsamen Handelns“ In: Online conference proceedings der XXIII. Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (DGPhil) in Münster, 2014. http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-12319696793
  • „Benutzeroberflächen – Techniken der Verhüllung des Technischen“ In: Ute Seiderer, Michael Fisch (Hrg.): Haut und Hülle. Umschlag und Verpackung. Techniken des Umschließens und Verkleidens, Berlin 2014, S.102-117.
  • „Philosophie und Literatur – Zwei entfernte Verwandte?“ In: Klaus Birnstiel, Erik Schilling (Hrg.): Literatur und Theorie seit der Postmoderne. Mit einem Nachwort von Hans Ulrich Gumbrecht, Stuttgart 2012, S.27-40.
    Review: http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=18539
  • „Wissen und Zaubern an der Oberfläche“ In: Suzana Alpsancar, Kai Denker (Hrg.): Tagungsband der Nachwuchstagungen für Junge Philosophie in Darmstadt, Marburg 2011, S.169-186.
  • „Von echten und unechten Philosophen, Realness und Rap“ In: Thomas Hecken, Marcel Wrzesinski (Hrg.): Philosophie und Popkultur, Bochum 2010, S.49-64.
  • „‘Just cause you feel it, doesn’t mean it’s there‘ – Ein angemessenes Angemessenheitskriterium für Gründe und Werteigenschaften”. Online conference proceedings der DGPhil „Welt der Gründe“ Konferenz 2011. http://epub.ub.uni-muenchen.de/12587/
  • „Autobiographische Erinnerung und Identität in der Moderne” (zusammen mit Anita Bendel, Svenja Borchers, Jan Halmazna and Katharina Stegen) In: Dirk Evers, Niels Weidtmann (Hrg.): Konstruktion und Wirklichkeit, Berlin 2011, S.157-222.



Kurz-CV:

Seit April 2019: Assistent am Lehrstuhl Philosophie mit dem Schwerpunkt Theoretische Philosophie. Habilitationsprojekt zum Thema: „Immersion als anthropologisches Grundphänomen“.

Februar 2019: Verteidigung der Promotion mit dem Titel „Simulation und geteilte Wirklichkeit“, betreut von Prof. Dr. Catrin Misselhorn (Uni Stuttgart) und Prof. Dr. Barry Smith (University of Buffalo). Gesamturteil: summa cum laude.

2013 – 2018: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Universität Stuttgart. Promotion im Rahmen des Exzellenzclusters SimTech zum Thema „Kollektives Handeln und Soziale Simulation“.

2013: Magisterabschluss in Philosophie und NDL (Ø: 1,1) mit einer Magisterarbeit zum Thema „Die Gegenstände der Wissenschaft. Versuch einer systematischen Analyse des Verhältnisses von Alltagswissen und wissenschaftlicher Erkenntnis anhand der Philosophie Gaston Bachelards“.

2004 – 2013: Studium der Philosophie, Mathematik, NDL und Soziologie in Tübingen und Ljubljana (Slowenien).