Aktuelle Hinweise


Montag, 30.01.2023, 12:15 – 13:45 Uhr, VG 3.103

Gastvortrag im Rahmen des Seminars „Liebe und Sex mit Robotern“ (Prof. Misselhorn)

Emma Braslavsky (Schriftstellerin und Kuratorin) spricht über ihre Erzählung
„Ich bin dein Mensch“

Emma Braslavsky wird aus ihrer Erzählung lesen, die Grundlage für den gleichnamigen Film ist. Die Erzählung geht noch einmal eigene Wege und ist vielschichtiger, als es im Film umzusetzen möglich war. Dazu kommt sie dann einmal ins Gespräch über alle Fragen zu Recherche und natürlich philosophischen Überlegungen.

Abstract

Dr. Alma Felser ist eine berühmte Paartherapeutin, die als beinah letzter Mensch glaubt, Liebe könne es nur zwischen echten Menschen geben. Sie lehnt die leichte Hubot-Liebe ab. Als ihre langjährige Beziehung dann aber kaputtgeht, bestellt sie sich heimlich selbst so einen Androiden, natürlich als den Idealmann, wie sie ihn sonst in ihren Artikeln immer propagiert. Zuerst ist sie im Rausch, doch dann versteht sie, dass Tom der Partner ist, den sie zwar will, aber nicht der, den sie braucht.
In meiner Erzählung wollte ich eine Frau als Mensch verstanden wissen, nicht als Frau mit Frauenproblemen, nicht als Opfer, sondern als Antiheldin, die an ihren Idealen scheitert, als ein Mensch in allzumenschlichen Schwierigkeiten. Ein Mensch, der an Selbstüberschätzung und Lastern leidet. Diese Rollen waren lange Zeit nicht mit Frauen besetzt.
Mich reizte beim Schreiben dieser Erzählung, nahe Zukunft nicht auf technologischer, sondern auf sozialmolekularer Ebene zu suchen, also in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Ich habe mich der Zukunft durch Vertrautes genähert und einen künstlich erweiterten Raum ausgeleuchtet, der einem bekannt, gegenwärtig und nicht düster oder steril vorkommen sollte. Das Humane zeigt sich oft in paradoxen Situationen, vor allem in Momenten der so genannten Entmenschlichung, zum Beispiel, wenn ein Mensch und ein Roboter eine Liebesbeziehung eingehen, wie in meiner Geschichte. Hier gerät das Individuum an seine Grenzen.


Halbgares und Philosophie
01.02.2023 13-14 Uhr (s.t), PH 133

Mary Nocera und Emily Gray: Neurodiversität

Halbgares und Philosophie am Philosophischen Seminar


Die Idee
Studierende und Lehrende des Philosophischen Seminars treffen sich zum informellen Austausch über philosophische Fragen und Ideen. Vorgestellt werden können erste Ideen für Hausarbeiten, Referate, Aufsätze etc. Gerne können auch offene Fragen aufgeworfen, philosophische Verwunderung oder Zweifel geäußert werden. Es soll vor allem darum gehen, gemeinsam über spannende philosophische Themen nachzudenken.

Das Format
Jede Sitzung beginnt mit einem Input von max. 15 Minuten, danach folgen 45 Minuten gemeinsamer Überlegungen und Diskussion. Währenddessen kann gerne mitgebrachtes Essen verspeist werden.

Weitere Informationen unter Veranstaltungen.

Am 14. und 15.02.2023 finden die Vorstellungsvorträge für die Juniorpfoessour Geschichte der Philosophie statt.

Programm