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Geschlechterforschung (B.A.) (2-Fächer)

Die Geschlechterforschung befasst sich mit der sozialen Kategorie Geschlecht. In der Gesellschaft bestimmt sie maßgeblich menschliche Denk- und Wissenssysteme sowie gesellschaftliche und kulturelle Organisationsformen. Die Geschlechterforschung untersucht unter anderem die Herstellung, Bedeutung und Relevanz von Geschlecht auf verschiedenen Ebenen. Um diese große Bandbreite zu gewährleisten, ist das Fach an der Universität Göttingen interdisziplinär angelegt.


Name des Studienfachs: Geschlechterforschung
Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.) (2-Fach)
Regelstudienzeit: 6 Semester
Studienbeginn: nur Wintersemester

Zulassung zum Sommersemester 2018:

  • 1. Fachsemester: keine Zulassung (Studienbeginn nur zum Wintersemester)
  • 2. bis 6. Fachsemester: zulassungsfrei (Immatrikulation ohne vorherige Bewerbung)
  • Internationale Bewerber (Non-EU): Studienbeginn nur zum Wintersemester (Bewerbung bei International Student Office)



Darstellung des Studienfachs
Das Studium der Geschlechterforschung befasst sich aus interdisziplinärer Perspektive mit der sozialen Kategorie Geschlecht. Diese bestimmt die menschlichen Denk- und Wissenssysteme sowie gesellschaftliche und kulturelle Organisationsformen. Aus der Sichtweise unterschiedlicher Fächer und Fachgebiete werden grundlegende Kenntnisse zur kulturellen Konstruktion von Geschlecht vermittelt. Darüber hinaus werden verschiedene Dimension des Geschlechterverhältnisses - Gleichheit, Differenz und Hierarchie - in Geschichte und Gegenwart in den Blick genommen. Die historischen, gesellschaftlichen und biographischen Auswirkungen der jeweiligen Konstruktionen von Geschlechtlichkeit werden bearbeitet, um das Verständnis von Mensch, Gesellschaft und Natur kritisch zu reflektieren.
Die interdisziplinäre Struktur des Faches ermöglicht den Studierenden über die engen Fachgrenzen hinaus, Perspektiven und Methoden vieler Disziplinen miteinander zu verknüpfen und einen kritisch-reflexiven Blick gegenüber den traditionellen Wissenschaften zu gewinnen. Es gilt die zumeist unsichtbaren, unausgesprochenen Fäden, die von einer Disziplin zur anderen gewoben werden, zu entziffern und zu erforschen. Aus intersektionaler Perspektive werden weitere soziale Kategorien wie soziale Positionierung, Sexualität, race/Ethnizität und Alter mit der Kategorie Gender in Beziehung gesetzt und analysiert.

Schwerpunkte des Studiums
Das Studium konzentriert sich auf die folgenden Schwerpunkte:
- Theorien und Methoden in der Geschlechterforschung,
- Konzepte von Körper und Individuum,
- Soziale Beziehungen,
- Arbeit, Wirtschaft und materielle Kultur,
- Politik und soziopolitische Systeme,
- Sprache, Literatur, Text- und Bildmedien, Glaubens- und Wissenssysteme.

Studienaufbau
Im 2-Fächer-Bachelor wird das Fach Geschlechterforschung mit einem zweiten, gleichrangigen Fach kombiniert, das aus einem großen Fächerspektrum verschiedener Fakultäten gewählt werden kann. Eine aktuelle Übersicht erhalten Sie, wenn Sie auf die Seite "Studienfächer von A - Z" gehen und oben rechts bei "Alle Abschlüsse" angeben "2-Fach-Bachelor".“ ergänzt werden.

Aufbauende Masterstudiengänge
Es besteht die Möglichkeit, den Masterstudiengang Geschlechterforschung zu wählen oder in den Master-Studiengängen der sozialwissenschaftlichen und philosophischen Fakultät das Modulpaket Geschlechterforschung zu belegen.

Berufsfelder
Die Wahl von Modulen der Geschlechterforschung im Rahmen der Bachelor- und Masterstudiengänge führt auf unterschiedliche Berufs- und Wissenschaftsfelder hin, in denen Geschlechterforschung und Gender-Kompetenzen eine sinnvolle Spezialqualifikation darstellen:
- Hochschule und anderen Bildungseinrichtungen
- Öffentliche Verwaltung (z. B. Personalwesen, Gleichstellungspolitik) und Privatwirtschaft (z.B. Management, PR-Arbeit, innerbetriebliches Fortbildungswesen) im nationalen und internationalen Bereich,
- Kulturinstitutionen (z.B. Museen) und pädagogische Einrichtungen
- Publikations- und Medienunternehmen (z.B. Verlage, Rundfunk und Fernsehanstalten, online-Dienste)
- Institutionen und Organisationen internationaler Zusammenarbeit
- Verbände (z.B. Gewerkschaften) und Parteien
- Einrichtungen des Sports und des Gesundheitswesens,
- Netzwerke und Selbsthilfegruppen