Theodor Fontane - Arbeitsstelle

Neuigkeiten

Digitale Fontane Notizbuch-Edition


  • Am 6. Oktober 2016 wurde die Editorische Gesamtdokumentation zur digitalen Fontane-Notizbuch-Edition in einer Beta-Version publiziert. Sie umfasst das editionsphilologisch-digitale Gesamtkonzept und informiert sehr detailliert über die Ergebnisse der Materialautopsie der 10.000 Notizbuchseiten und über Fontanes Arbeitsweise. Sie wurde von Gabriele Radecke unter Mitarbeit von Martin de la Iglesia und Mathias Göbel geschrieben. weitere Informationen


  • Am 14. Juli 2016 wurden zwei weitere Notizbücher Fontanes im Fontane-Portal der Universität Göttingen (Fontane-Arbeitsstelle)/Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek in einer Beta-Version publiziert. Somit sind nun alle Notizbücher Fontanes von seiner Reise nach Thüringen (1873) in ihrer Geschlossenheit erstmals veröffentlicht. Im Herbst folgen alle Notizbücher mit Fontanes Theater-Aufzeichnungen sowie die Gesamtdokumentation/Editionsprinzipien der ersten wissenschaftlichen digitalen Fontane-Edition. Zum Fontane-Notizbuch-Portal geht es
    hier.


  • Fontane-Seminartag


    • 19. November 2016, 10-16 Uhr: Theodor Fontane: »Jenseit des Tweed« - Zu Edition und Interpretation des reiseliterarischen Werks. Fontane-Seminartag.
      Tertianum Seniorenresidenz. Passauer Straße 5-7, Berlin.

      Im Januar 2017 erscheint Fontanes »Jenseit des Tweed« im Rahmen der Großen Brandenburger Ausgabe. Schottland hat nicht nur auf Fontane eine große Faszination ausgeübt, sondern auch auf andere Schriftsteller. Maren Ermischs ausführlicher Kommentar kontextualisiert Fontanes Reisebericht, der zunächst in Journalen und dann 1860 als Buch publiziert wurde, auf vielfältige Weise: mit dem literarischen Hintergrund, mit den vielen anderen deutschen, im 19. Jahrhundert entstandenen Schottland-Reiseberichten und auch mit Fontanes Quellen, derer er sich wie seine Schriftstellerkollegen 'bediente'. Zudem hat der Kommentar Fakten und Fiktionen des Textes herausgearbeitet und gezeigt, dass Fontane immer wieder historische Faktizität zugunsten von spannenden Anekdoten ignoriert bzw. der Literatur gern den Vorzug vor der Geschichtsschreibung gibt.
      Das Seminar »Fontanes 'Jenseit des Tweed' - Zu Edition und Interpretation des reiseliterarischen Werks« wird gemeinsam von der Theodor Fontane Gesellschaft Sektion Berlin-Brandenburg und der Theodor Fontane-Arbeitsstelle der Universität Göttingen veranstaltet. Es widmet sich dieser Neuedition und wird insbesondere das Verhältnis zwischen der historischen und der literarischen Ebene hinterfragen sowie Fontane als Reiseschriftsteller im Kontext anderer Autoren vorstellen.

      Kostenbeitrag Seminar incl. Mittagessen und Kaffee/Tee: 37,00 Euro/Teilnehmer
      Anmeldung bis 31.10.2016 durch Überweisung auf das Konto der Sektion Berlin-Brandenburg IBAN: DE 04 1005 0000 1210 0613 05 - Berliner Sparkasse - Kennwort 'Fontane-Seminar'

      Programm
      10:00 Uhr Dr. Gabriele Radecke (Göttingen): »Jenseit des Tweed« - Zum Auftakt der Abteilung 'Das reiseliterarische Werk' der Großen Brandenburger Ausgabe

      10:30 Uhr Dr. Jana Kittelmann (Berlin/Halle): »...die Quitzows und die Montroses, die Zastrows und die Douglas« - Theodor Fontane und Fanny Lewald in Schottland

      11:30 Uhr Hans-Jürgen Pahn: Reisebilder aus Schottland

      12:30 Uhr Mittagessen

      13:45 Uhr Dr. Maren Ermisch (Göttingen): »Erzählungen eines letzten Romantikers« Fontanes »Jenseit des Tweed« im Kontext deutscher Reiseberichte

      14:45 Uhr Kaffeepause

      15:00 Uhr Prof. Dr. Daniel Göske (Kassel/Göttingen): »Vergleichungen«: Fragen und Thesen zu Fontanes »Ein Sommer in London«



    Tagungsbericht Fontane-Seminartag


    • Der Tagungsbericht zum Fontane-Seminar »Fontanes ›Von Zwanzig bis Dreißig‹ – Zu Edition und Interpretation des autobiographischen Werks«, 14. November 2015, ist erschienen.



    Nominierung DH Awards 2015


    • Das Fontane-Notizbuch-Portal wurde für die DH Awards 2015 nominiert (Kategorie "Best DH Data Visualization"). Zur Abstimmung geht es hier.



    Interview



    Fontane-Portal der digitalen Notizbuch-Edition


    • Am 15. Juli 2015 haben wir das Göttinger Fontane-Portal freigeschaltet. Es wurde von Mathias Göbel entwickelt und informiert zunächst über die digitale Edition der 67 Notizbücher, die an der FontaneArbeitsstelle und an der SUB Göttingen erarbeitet wird. Es ist das erste wissenschaftliche Fontane-Portal. Das erste Notizbuch (C7, Thüringen 1873) wurde am 8. Dezember 2015 in einer Beta-Version publiziert.



    Öffentliche Resonanz zur digitalen Edition der Notizbücher Fontanes


    • Digital Humanities Summit 2015. Grußwort der Staatssekretärin im Bundesministerium für
      Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen, am 3. März 2015 in Berlin:

    • Die Botschaft der digitalen an die eher analogen Geisteswissen­schaftler lautet meines Erachtens: Die neuen Techniken und Methoden entwerten die geisteswissenschaftliche Ausbildung und Arbeit keinesfalls. Vielmehr: Sie ergänzen sie. Sie ersetzen keine Rekonstruktion von Text und Kontext, keine Bildbeschreibung, keine Musikgeschichte, sie erleichtern sie. Bekannte geisteswissenschaftliche Fragen lassen sich vielfach besser bearbeiten und neue Fragen erstmals stellen. Und am Ende zählen bei aller Verfügbarkeit von Daten und Dokumenten nach wie vor intellektuelle Anstrengung, Vorstellungskraft und Urteilsvermögen.

      Ein Beispiel dafür ist die Edition von Theodor Fontanes Notizbüchern der Fontane-Arbeitsstelle der Georg August-Universität Göttingen.
      Diese Edition ermittelt, transkribiert, codiert, kommentiert und veröffentlicht erstmals alle Notizbuchniederschriften des Verfassers der Wanderungen durch die Mark Brandenburg, der Effi Briest, des Stechlin.

      Sie nimmt die Dynamik von Schreib- und Produktionsprozessen in den Blick und macht sie sichtbar. Für die komplexen Aufgaben werden die Dienste und Werkzeuge von TextGrid genutzt, angepasst und teilweise weiterentwickelt.

      Hier wird deutlich: Digitalisierung und fachwissenschaftliche Expertise tragen gemeinsam dazu bei, einen lebendigen Eindruck von Fontanes allmählicher Verfertigung der Gedanken beim Schreiben zu vermitteln, von seinem Netzwerk, seinen weitläufigen Interessen.


      Fontane-Seminartag


      • 14. November 2015, 10-16 Uhr: Fontane-Seminartag: Fontanes »Von Zwanzig bis Dreißig« - Zu Edition und Interpretation des autobiographischen Werks
        Tertianum Seniorenresidenz. Passauer Straße 5-7, Berlin.

        2014 ist Fontanes »Von Zwanzig bis Dreißig« im Rahmen der Großen Brandenburger Ausgabe erschienen, die nunmehr unter der wissenschaftlichen Leitung von Gabriele Radecke und Heinrich Detering fortgeführt wird. Insbesondere Wolfgang Raschs Kommentar, der in Zusammenarbeit mit der Theodor Fontane-Arbeitsstelle der Universität Göttingen entstanden ist, hat zahlreiche neue historische Details zu Tage gefördert.

        Das Seminar »Fontanes 'Von Zwanzig bis Dreißig' - Zu Edition und Interpretation des autobiographischen Werks« wird gemeinsam von der Theodor Fontane Gesellschaft Sektion Berlin-Brandenburg und der Theodor Fontane-Arbeitsstelle veranstaltet. Es widmet sich diesem editorischen Ereignis und wird insbesondere das Verhältnis zwischen der historischen und der literarischen Ebene hinterfragen sowie Fontanes autobiographisches Erzählverfahren vorstellen.

        Kostenbeitrag Seminar incl. Mittagessen und Kaffee/Tee: 30,00 Euro/Teilnehmer
        Anmeldung bis 31.10.2015 durch Überweisung auf das Konto der Sektion Berlin-Brandenburg IBAN: DE 04 1005 0000 1210 0613 05 Berliner Sparkasse Kennwort »Fontane-Seminar«

        Programm:

        10:00 Uhr Dr. Jana Kittelmann (Berlin/Halle): »'daß ich lieber über die Bredows, als über mich selber schreibe' - Bemerkungen zu Fontanes Autobiographien«

        11:00-11:15 Uhr Kaffeepause

        11:15 Uhr Dr. Gabriele Radecke (Göttingen):
        Die Große Brandenburger Ausgabe oder Warum und wie wir Fontanes autobiographisches Werk neu edieren

        12:15-13:30 Uhr Mittagessen

        13:30 Uhr Dr. Wolfgang Rasch (Berlin): Wege zum Kommentar - Wie man Fontanes Autobiographie letzte Geheimnisse entlockt

        14:30 Uhr Matthias Grüne (Leipzig): »Und nun noch ein Geschichtchen«. Zur Erzählstruktur in »Von Zwanzig bis Dreißig«

        15:30-16:00 Uhr Abschluss und Kaffeetrinken




      Fernsehsendung


      • rbb-Fernsehen
        Theodor: Theatergeschichten aus der Mark und aus Berlin; u.a. Fontane als Theaterkritiker und die Neuedition seiner Theaterkritiken an der Theodor Fontane-Arbeitsstelle. Ein Beitrag von Dagmar Lembke

        am 19. April 2015 | 18:32 - 19:00 Uhr

        Online verfügbar in der Mediathek.




      Interview


      • Dr. Gabriele Radecke und Mathias Göbel: »Perspektiven der digitalen Editionsphilologie: Die Hybrid-Edition von Theodor Fontanes Notizbüchern.« Interview im Rahmen der Masterclass »Digitale Editionen« an der WWU Münster, 19./20. Februar 2015

      • Publikation

        Von Zwanzig bis Dreißig klein Am 5. Dezember 2014 ist erschienen:
        Theodor Fontane: »Von Zwanzig bis Dreißig«. Hrsg. von der Theodor Fontane-Arbeitsstelle, kommentiert von Wolfgang Rasch (GBA – Das autobiographische Werk, Band 3)

        »Von Zwanzig bis Dreißig« ist unter Fontanes Werken das Buch, in dem er sich am unmittelbarsten mitteilt und sich durchaus zu seinen Vorlieben und Abneigungen bekennt. Es erschien wenige Monate vor seinem Tod im Sommer 1898 und wurde schon von den Zeitgenossen als literarisches »Vermächtnis« gefeiert. Über die Schilderung der 1840er Jahre hinaus ist dieser Rückblick auf ein Zeitalter ein bis heute belebendes Bekenntniswerk geblieben, fesselnd vor allem durch Fontanes Persönlichkeit, die sich humorvoll, klug und selbstkritisch darin ausspricht. Dem unterhaltsamen Plauderer gelingt es, Erinnerung, Betrachtung und Bekenntnis kunstvoll ineinanderzufügen und so eine Autobiographie zu schaffen, die weit über die gewohnten Muster der zeitgenössischen Memoirenliteratur hinausgeht.
        Mit diesem Band liegt der Text erstmals wieder in historischer Gestalt vor. Der forschungs- und quellenfundierte kulturhistorische Kommentar des Bandbearbeiters Wolfgang Rasch lotet das Spannungsverhältnis zwischen ›Dichtung und Wahrheit‹ aus, indem er Irrtümer Fontanes korrigiert sowie Euphemisierungen, Selbsttäuschungen und Lücken in der Darstellung benennt. Er informiert über Ereignisse des Alltagslebens inmitten der großen historischen Ereignisse, die in Berlin in den Märztagen von 1848 einen Höhepunkt erreichen. Erstmals wurden zahlreiche biographische Details erschlossen, die bisher auch in den Fontane-Biographien nicht zu finden sind.
        Mit dem Band »Von Zwanzig bis Dreißig« wird die Große Brandenburger Ausgabe von Gabriele Radecke und Heinrich Detering an der Theodor Fontane-Arbeitsstelle der Universität Göttingen fortgeführt. Eine Gruppe erfahrener Editoren und wissenschaftlicher Nachwuchsmitarbeiter bereitet die weiteren Abteilungen »Das autobiographische Werk«, »Das kritische Werk« und »Das reiseliterarische Werk« vor. Das neue Herausgeberteam knüpft an das erfolgreiche Konzept der Ausgabe an und entwickelt es weiter im Interesse aller Fontane-Leserinnen und -Leser sowie der an diesem Schriftsteller interessierten Wissenschaftler.



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