Institut für Landwirtschaftsrecht
Institut für Landwirtschaftsrecht

Institut für Landwirtschaftsrecht

Herzlich Willkommen auf der Homepage des Instituts für Landwirtschaftsrecht!

Das Institut wurde im Jahr 1961 gegründet und zählt heute zu einer der führenden Forschungsstellen des Agrarrechts in Deutschland und Europa.

Forschungsschwerpunkte sind das europäische, nationale und vergleichende Agrarrecht, insbesondere das landwirtschaftliche Pachtrecht, Grundstückverkehrsrecht, Wettbewerbsrecht, Beihilfenrecht, Urheberrecht, Recht der erneuerbaren Energien, Lebensmittelrecht, Naturschutzrecht, Tierschutzrecht und das Recht des ländlichen Raums.

Die Institutsbibliothek umfasst ca. 25.000 Bände zu den Forschungsschwerpunkten.


9. Göttinger Gespräche zum Agrarrecht im Alfred-Hessel-Saal der Paulinerkirche im Historischen Gebäude der SUB am 02.11.2018

Am 02.11.2018 finden zum 9. Mal die Göttinger Gespräche zum Agrarrecht statt. Thema in diesem Jahr ist "Das Recht des Internationalen Agrarhandels".

Die EU ist weltweit der größte Importeur und Exporteur von Agrargütern und Lebensmitteln. Deutschland nimmt beim globalen Handel von Agrarprodukten und Nahrungsmitteln weltweit den dritten Platz ein. Für die deutsche Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft sind daher internationale Handelsabkommen und die sich daraus konkretisierenden Handelsverträge im Agrarhandel von erheblicher Bedeutung. Das nationale und europäische Agrarrecht wird im Außenhandel durch eine völkerrechtliche Ebene überlagert, die durch multilaterale Verträge wie die WTO und regionale Handelsverträge wie CETA eine weitere Komplexität erhält.
Ziel der 9. Göttinger Gespräche ist, diese Ebene zu erfassen und unter anderem folgende aktuelle Herausforderungen näher zu beleuchten:
- Ist Freihandel eine unkritisch hinzunehmende Prämisse im Agrarsektor?
- Warum stagnieren die WTO-Agrarverhandlungen und welche Folgen ergeben sich daraus?
- Ist die Regionalisierung der Internationalen Handelsabkommen die Lösung?
- Sind Lebensmittelstandards harmonisierbar?
- Welchem Rechtsrahmen unterliegen Handelsverträge und der Börsenhandel und welche Bedeutung hat die Schiedsgerichtsbarkeit?

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.


Bremer, Taalkea, Die rechtliche Gestaltung des Agrarstrukturwandels, in: Schriften zum Agrar-, Umwelt- und Verbraucherschutzrecht, Bd. 80, Baden-Baden 2018

Gerade neu erschienen im Nomos Verlag als 80 Band in der Reihe "Schriften zum Agrar-, Umwelt- und Verbraucherschutzrecht" ist die Dissertation von Frau Taalkea Bremer zum Thema: "Die rechtliche Gestaltung des Agrarstrukturwandels".

Der Agrarstrukturwandel ist in nahezu jeder Region und jedem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb spürbar. Die Bekämpfung des Wandels wird oft als staatliche Aufgabe bezeichnet. Dieses Werk untersucht den verfassungsrechtlichen Begriff Agrarstruktur und den Agrarstrukturwandel erstmals in einem interdisziplinären Ansatz. Im Zentrum steht die Frage, ob und wie das Recht den Agrarstrukturwandel überhaupt steuern kann. Die Antworten sind in der derzeitigen agrarpolitischen Debatte von großer praktischer Relevanz. Um staatliche Eingriffe zu rechtfertigen, muss eine Sonderstellung der Landwirtschaft begründet werden – oder ist die Landwirtschaft ein Wirtschaftszweig wie jeder andere? Darüber hinaus werden mögliche Instrumente einer rechtlichen Gestaltung des Wandels vorgestellt.