Fakultät für Agrarwissenschaften

Fakultät für Agrarwissenschaften

Öffentliche Veranstaltungen im WS 2019/20

Tier oder Tofu „Tier oder Tofu – Was isst die Zukunft?“ lautet der Titel der öffentlichen Ringvorlesung im Wintersemester 2019/2020 an der Universität Göttingen. Veranstalter ist das interdisziplinäre Verbundprojekt „Pflanzlich-orientierte Ernährungsstile als Schlüssel zur Nachhaltigkeit“. Die Reihe findet erneut in Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und mit Unterstützung des Universitätsbundes Göttingen e.V. statt. Die Ringvorlesung wird aus interdisziplinärer Perspektive zentrale Facetten der Auseinandersetzung um den Konsum tierischer Produkte aufzeigen und einen wissenschaftlich fundierten Dialog zur Transformation des Ernährungssektors aufzeigen. Die Frage „Tier oder Tofu?“ werden die Vorträge nicht endgültig beantworten können, dafür aber vielfältige Hintergrundinformationen für fundierte eigene Ernährungsentscheidungen liefern. Am 12. November referiert Prof. Dr. Elke Pawelzik der Universität Göttingen über die Frage "Ist Gemüse das bessere Fleisch?"



DNPW SRKStudienrichtungskolloquium des Departments für Nutzpflanzenwissenschaften Im Studienrichtungskolloquium Nutzpflanzenwissenschaften gibt es in diesem Wintersemester fünf Vorträge, von denen 4 zugleich die Antrittsvorlesungen neuberufener Kolleginnen und Kollegen im DNPW sind. Unsere neuen KollegInnen werden hierin sich und die Grundlinien in ihrer Lehre und Forschung vorstellen, wozu wir nicht nur alle Kolleginnen und Kollegen, sowie MitarbeiterInnen und Studierenden im Bereich Nutzpflanzenwissenschaften, sondern auch aus der gesamten Fakultät herzlich einladen. Ein fünfter Vortrag von Frank Ewert vom ZALF beschäftigt sich mit den Zukunftsszenarien der nationalen und internationalen Agrarforschung. Die Vorträge finden jeweils mittwochs um 16:15 im Hörsaal L01 in der Von-Sieboldstrasse statt. Michael Rostas, neuberufen in der Agrarentomologie, wird die Reihe wird am 30.10.2019 mit seiner Antrittsvorlesung über globale Nahrungssicherung und Erhalt der Insektenvielfalt eröffnen.




Ressourcenmanagement 20Kolloquium der Studienrichtung Ressourcenmanagement Die Studienrichtung Ressourcenmanagement veranstaltet in diesem Wintersemester wieder drei öffentliche Vorlesungen. Die Auftaktveranstaltung findet am 11.11.2019 um 18.00 Uhr im Adam-von-Trott-Saal in der Alten Mensa statt. Prof. Dr. Teja Tscharntke der Abteilung Agrarökologie referiert über Landwirtschaft und Biodiversität. Alle sind herzlich willkommen.














Tier, Pflanze, Wirtschaft - Wie ist es in Göttingen Agrarwissenschaften zu studieren? Einen Einblick für Studieninteressierte verschafft dieser kurze Film der Fakultät, der unter Mitwirkung von Studierenden entstand.
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Risiko für gleichzeitige Dürreperioden in Weizenanbaugebieten steigt

weizenAgrarwissenschaftler der Universität Göttingen an internationaler Studie beteiligt

Falls die weltweiten Treibhausgasemissionen weiterhin unvermindert ansteigen, könnte das Risiko für extreme Dürreperioden, die zentrale Weizenanbaugebiete gleichzeitig treffen, bis zum Ende des Jahrhunderts auf das drei- bis vierfache ansteigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Studie mit Beteiligung der Universität Göttingen. Selbst bei einer deutlichen Reduktion der CO2- und anderen Treibhausgasemissionen wird sich das Risiko nach Ansicht der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verdoppeln. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Science Advances erschienen.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten gab es bereits massive und extreme Dürreperioden, die die Getreideproduktion in den zentralen Anbaugebieten beeinträchtigt haben. Es ist davon auszugehen, dass deren gleichzeitiges Auftreten ein wesentlicher Grund für die Verknappung und Verteuerung von Weizen und darauf basierender Lebensmittel war. „Wenn die Wahrscheinlichkeit, dass solche Ereignisse gleichzeitig passieren, aufgrund des Klimawandels weiter zunimmt, hat das deutliche Auswirkungen auf das zweite Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen, den Hunger in der Welt bis 2030 zu eliminieren“, erläutert der Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Reimund P. Rötter von der Universität Göttingen.
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Die Kuh bestimmt mit, welches Kraut wächst

Rinder GraslandForschende aus Göttingen, Heidelberg und Zürich untersuchen, wie die Rinderrasse die Pflanzenzusammensetzung beeinflusst

Angus oder Hochlandrind: Kuh ist nicht gleich Kuh, wenn es um die Vorlieben beim Fressen von verschiedenen Kraut-, Gras- und Straucharten geht. Forscherinnen und Forscher der Universitäten Heidelberg und Göttingen haben in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Forschungsinstitut Agroscope gezeigt, dass die Rinderrasse die botanische Zusammensetzung von Weideflächen beeinflusst. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Agriculture, Ecosystems and Environment erschienen.

Rinder, Schafe und Ziegen beeinflussen durch das Fressen, welche Pflanzen auf ihren Weiden wachsen; das ist schon länger bekannt. Wenig bekannt ist hingegen, wie sich die Beweidung durch verschiedene Rinderrassen auf die Vegetation auswirkt. Denn produktionsorientierte Rassen wie Charolais, Angus, Fleckvieh oder Braunvieh unterscheiden sich von Robustrindern wie Hochlandrinder oder Galloway bezüglich Futterbedarf, Wachstumsrate und Gewicht. Zudem zeigen sie unterschiedliche Verhaltensweisen in der Bewegung und der Wahl des Futters.

Um herauszufinden, welche Auswirkungen eine Rinderrasse auf die Weidevegetation hat, gingen die Forscherinnen und Forscher wie folgt vor: Sie verglichen die botanische Zusammensetzung auf Flächen, die seit vielen Jahren von Hochlandrindern beweidet wurden, mit angrenzenden Weiden intensiverer Rinderrassen. Insgesamt nahm das Forschungsteam so 50 Flächen an 25 Standorten in Bergregionen in Süddeutschland und in der Schweiz unter die Lupe.mehr...



Darf man Tiere essen?

Tierethische PositionenStudie der Universität Göttingen zeigt tierethische Positionen in der Bevölkerung auf

Darf der Mensch Tiere nutzen? Und wenn ja, wie sieht ein ethisch korrekter Umgang mit Tieren aus? Die Positionen zu solchen philosophischen Fragen reichen vom ursprünglichen Anthropozentrismus, wonach der Mensch mit Tieren umgehen darf, wie er möchte, bis hin zum Abolitionismus, der eine Nutzung von Tieren gänzlich ablehnt. Ein Forscherteam der Universität Göttingen hat nun erstmals eine repräsentative Studie zu den verschiedenen tierethischen Positionen in der deutschen Bevölkerung erstellt. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Sustainability erschienen.

Die Forscherinnen und Forscher befragen rund 1.000 Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, die angeben sollten, inwieweit sie Kernaussagen verschiedener tierethischer Positionen zustimmen oder diese ablehnen. Aus den Ergebnissen identifizierten die Wissenschaftler fünf Gruppen mit verschiedenen Werteprofilen, die sie dann wiederum im Hinblick auf einen nachhaltigen Ernährungsstil untersuchten. Zentrales Ergebnis: Etwa ein Viertel der Befragten unterscheiden bei ethischen Fragestellungen nicht zwischen Nutz- und Heimtieren und ernähren sich signifikant häufiger flexitarisch oder vegetarisch, als dies in den anderen Gruppen zu beobachten ist. mehr...



Jeder zweite Konsument würde Produkte aus vertikaler Landwirtschaft kaufen

vertical farmingGöttinger Agrarwissenschaftler untersuchen Akzeptanz neuartiger Etagen-Anbausysteme

Steigende Bevölkerungszahlen und schlechtere Wetterbedingungen durch den Klimawandel erschweren die Produktion von ausreichend gesunden und frischen Lebensmitteln. Einen Beitrag zur Lösung dieses Problems könnte die sogenannte vertikale Landwirtschaft leisten. Hierbei wird das Gemüse und Obst in Etagen übereinander angebaut. Dieses System benötigt weder direktes Sonnenlicht noch Ackerboden, da die Pflanzen in Nährlösungen bei künstlichem Licht oder Tageslicht wachsen. Ein Wissenschaftlerteam der Universität Göttingen hat die Akzeptanz von vertikalen Anbausystemen untersucht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Sustainability erschienen.

Die Forscher der Abteilung für Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte haben rund 500 Verbraucherinnen und Verbraucher aus Deutschland zu verschiedenen vertikalen Anbausystemen befragt. Bewertet wurde ein kühlschrankgroßes Gerät für den Privatgebrauch, ein mittelgroßes Gewächshaus, das in Supermärkten steht, sowie eine vertikale Farm, die in frühere Industriegebäude gebaut werden kann. Für 81 Prozent der Konsumenten ist Umweltfreundlichkeit ein wichtiges Thema. Nur sieben Prozent hatten bereits von vertikaler Landwirtschaft gehört. Interessant ist, dass dennoch die Hälfte der Teilnehmer frische Produkte aus vertikalen Anbausystemen kaufen würde. Zudem zeigt sich: Je größer das System, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass dies als nachhaltig angesehen wird. Die kleinen Systeme für den Hausgebrauch wurden insgesamt schlechter bewertet. mehr...



Fairtrade hilft nicht allen Landarbeitern in Afrika

farm worker Göttinger Team mit internationalen Partnern untersucht Situation im Kleinbauernsektor

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen und ihrer internationalen Partner haben die Auswirkungen von Fairtrade auf arme Landarbeiter in Afrika untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Fairtrade zwar die Bedingungen von Angestellten in lokalen Genossenschaften verbessert, aber nicht die Situation von Arbeitern im Kleinbauernsektor. Letztere sind oft besonders benachteiligt. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Nature Sustainability erschienen.

Wenn sich Konsumentinnen und Konsumenten von Kakao, Kaffee und anderen tropischen Erzeugnissen für Produkte mit dem Fairtrade-Sigel entscheiden, zahlen sie etwas mehr in der Annahme, damit zu einer Verbesserung der sozialen Bedingungen in den Entwicklungsländern beizutragen. Um herauszufinden, ob die arme Landbevölkerung tatsächlich von der Fairtrade-Zertifizierung profitiert, sammelten die Wissenschaftler Daten von 1000 Kakaobauern und Landarbeitern aus 50 verschiedenen Genossenschaften in der Elfenbeinküste. Die Elfenbeinküste ist der weltweit größte Kakaoproduzent und Exporteur. mehr...







Datenbank illustriert Biodiversität des Huhns

hühnerInternationales Forscherteam erarbeitet öffentliche Datensammlung mit 174 Hühnerrassen
Insgesamt 174 Hühnerrassen umfasst eine öffentlich zugängliche Datenbank, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen und des Friedrich-Loeffler-Instituts in Neustadt-Mariensee gemeinsam mit zahlreichen internationalen Partnern in den vergangenen Jahren aufgebaut haben. Das Synbreed Chicken Diversity Panel (SCDP) deckt einen Großteil der vorhandenen Diversität der Spezies Huhn ab. In der begleitenden wissenschaftlichen Studie typisierten die Forscherinnen und Forscher 3.235 Tiere für knapp 600.000 Single Nucleotide Polymorphisms (SNPs). SNPs sind Variationen einzelner Bausteine innerhalb des Erbguts zwischen Individuen. Dabei erstellten sie einen Stammbaum von bisher nicht dagewesener Vollständigkeit und Auflösung. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift BMC Genomics erschienen.

Die Vielfalt der Rassen reicht von den Wildformen bis zu kommerziellen Broilern und Legern, beinhaltet aber auch eine Vielzahl lokaler Rassen aus fast allen Erdteilen sowie von Hobbyhaltern in Deutschland gezüchtete Rassen. mehr...



Göttinger Masterstudentin gewinnt Förderpreis der GWP

GWP PreisAnn-Kathrin Schöppner untersucht Bewegungsverhalten von Pferden auf der Weide
Die Göttinger Pferdewissenschaftlerin Ann-Kathrin Schöppner hat den Förderpreis der Gesellschaft zur Wissenschaft um das Pferd e.V. (GWP) gewonnen. Die GWP zeichnet damit ihre Masterarbeit im Studiengang Pferdewissenschaften zum Thema „Einfluss von Pferdetyp und Weidesystem auf das Bewegungsverhalten von Pferden auf der Weide“ aus. Für ihre Arbeit hat Schöppner in einer aufwändigen bundesweiten Studie das Bewegungsmuster von Pferden auf der Weide mittels GPS festgehalten und analysiert. Die Jury würdigte die Relevanz der Ergebnisse für die Weidenutzung und die hohe Gesamtqualität der Arbeit. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

In der artgerechten Pferdehaltung hat die Möglichkeit zur freien Bewegung auf einer Weide eine zentrale Bedeutung. Häufig leidet allerdings die Grasnarbe unter dem Weidegang. Um den Effekt der Pferde auf die Weidefläche zu verstehen, hat Schöppner das Verhalten der Tiere untersucht. mehr...




Wildlebende Rothirsche tragen zum Erhalt offener Landschaften bei

hirschGöttinger Wissenschaftlerteam weist auf Wildtierbeweidung als Ansatz für das Naturschutzmanagement hin
Ähnlich wie landwirtschaftliche Nutztiere, beispielsweise Rinder oder Schafe, können auch wildlebende Rothirsche, die in offenen Landschaften grasen, zum Erhalt geschützter Lebensräume beitragen. Dies konnte ein Forscherteam der Universität Göttingen und des Instituts für Wildbiologie Göttingen und Dresden zeigen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Journal of Applied Ecology erschienen.

Das interdisziplinäre Forscherteam, an dem die Abteilungen Graslandwissenschaft und Wildtierwissenschaften der Universität Göttingen beteiligt waren, führte über einen Zeitraum von drei Jahren Untersuchungen auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in Bayern durch. „In diesem Gebiet kommen nicht nur zahlreiche geschützte Lebensräume und seltene Arten vor, sondern auch ein großer Bestand freilebender Rothirsche“, sagt Friederike Riesch, Doktorandin in der Abteilung Graslandwissenschaft der Universität Göttingen und Erstautorin der Studie. Da die Tiere auf den nicht bewaldeten Flächen auf dem Truppenübungsplatz nur an wenigen Tagen im Jahr bejagt werden, können sie die vorhandenen Grünland- und Heideflächen ganztägig zur Futteraufnahme nutzen. mehr...





Neue Ausgabe der "agrar aktuell" erschienen

aa22 Jedes Semester erscheint der Newsletter der Fakultät für Agrarwissenschaften, mit allem Wissenswerten aus den Departments und darüberhinaus. Die 22. Ausgabe liegt ab jetzt an unterschiedlichen Orten der Universität zum Mitnehmen bereit (z.B. am Bauernquader am Eingang des Blauen Turms). Zur Online-Version der 22. agrar aktuell geht es hier.