Fakultät für Agrarwissenschaften

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Prof Czenry Traueranzeige





Tier, Pflanze, Wirtschaft - Wie ist es in Göttingen Agrarwissenschaften zu studieren? Einen Einblick für Studieninteressierte verschafft dieser kurze Film der Fakultät, der unter Mitwirkung von Studierenden entstand.

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Wildlebende Rothirsche tragen zum Erhalt offener Landschaften bei

hirschGöttinger Wissenschaftlerteam weist auf Wildtierbeweidung als Ansatz für das Naturschutzmanagement hin
Ähnlich wie landwirtschaftliche Nutztiere, beispielsweise Rinder oder Schafe, können auch wildlebende Rothirsche, die in offenen Landschaften grasen, zum Erhalt geschützter Lebensräume beitragen. Dies konnte ein Forscherteam der Universität Göttingen und des Instituts für Wildbiologie Göttingen und Dresden zeigen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Journal of Applied Ecology erschienen.

Das interdisziplinäre Forscherteam, an dem die Abteilungen Graslandwissenschaft und Wildtierwissenschaften der Universität Göttingen beteiligt waren, führte über einen Zeitraum von drei Jahren Untersuchungen auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in Bayern durch. „In diesem Gebiet kommen nicht nur zahlreiche geschützte Lebensräume und seltene Arten vor, sondern auch ein großer Bestand freilebender Rothirsche“, sagt Friederike Riesch, Doktorandin in der Abteilung Graslandwissenschaft der Universität Göttingen und Erstautorin der Studie. Da die Tiere auf den nicht bewaldeten Flächen auf dem Truppenübungsplatz nur an wenigen Tagen im Jahr bejagt werden, können sie die vorhandenen Grünland- und Heideflächen ganztägig zur Futteraufnahme nutzen. mehr...




Neue Ausgabe der "agrar aktuell" erschienen

aa22 Jedes Semester erscheint der Newsletter der Fakultät für Agrarwissenschaften, mit allem Wissenswerten aus den Departments und darüberhinaus. Die 22. Ausgabe liegt ab jetzt an unterschiedlichen Orten der Universität zum Mitnehmen bereit (z.B. am Bauernquader am Eingang des Blauen Turms). Zur Online-Version der 22. agrar aktuell geht es hier.



Veranstaltungen der kommenden Wochen

Weitere Veranstaltungen der Fakultät finden Sie im Fakultätskalender.

















Die wirtschaftliche Bedeutung diversifizierter Landwirtschaft

Göttinger Forscherteam zeigt, dass Vielfalt ökologische und ökonomische Vorteile bringen kann

blühstreifenEine Diversifizierung in der Landwirtschaft durch lange Fruchtfolgen oder Strukturelemente wie Hecken und Blühstreifen ist für die Artenvielfalt und viele ökologische Prozesse von Vorteil, oft aber auch mit Kosten für Landwirtinnen und Landwirte verbunden. Welche Maßnahmen sowohl mit ökologischen als auch mit ökonomischen Vorteilen verbunden sind, haben Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen mit einer systematischen Literaturrecherche untersucht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Ecological Economics erschienen.

„Längere Fruchtfolgen, Mischkulturen, Untersaaten, Zwischenfrüchte, pfluglose Bodenbearbeitung, Agroforstsysteme und Strukturelemente wie Blühstreifen oder Hecken erhöhen erheblich die Artenvielfalt, können aber auch den Ertrag stabil halten und damit das Ertragsrisiko mindern“, sagt Erstautorin Julia Rosa-Schleich aus der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen. „Eine solche Diversifizierung kann auch den Schädlings- und Unkrautdruck verringern, so dass der Landwirt dann Kosten für Bekämpfungsmaßnahmen einsparen kann“, so Rosa-Schleich. Maßnahmen zur Diversifizierung können auch kombiniert werden wie bei der Verbindung von Nutztierhaltung mit Ackerbau, der konservierenden Bodenbearbeitung oder der Ökologischen Landwirtschaft. mehr...



Forschung zu Drehstrom-Erdkabeln

erdkabel Universität Göttingen und TenneT richten Testfeld für Bau und Betrieb von 380- kV-Erdkabeln am Versuchsgut Reinshof bei Göttingen ein

Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat gemeinsam mit den Abteilungen Agrarpedologie und Betriebswirtschaftslehre des Agribusiness der Universität Göttingen ein Forschungsprojekt für den Bau und Betrieb von 380-kV-Drehstromerdkabeln begonnen. Im Rahmen des Leitungsbauprojektes Wahle-Mecklar wird am Versuchsgut Reinshof bei Göttingen ein rund 2500 Quadratmeter großes Testfeld eingerichtet, um die langfristigen Auswirkungen von Drehstromerdkabeln auf landwirtschaftliche Nutzflächen zu untersuchen.

Aus den Versuchsergebnissen sollen konkrete Schlussfolgerungen für die Bauausführung von Höchstspannungserdkabeltrassen gezogen werden. Zusätzlich werden aus dem wissenschaftlichen Monitoring Empfehlungen für Rekultivierungsmaßnahmen zur Minimierung von Ertragseinflüssen ermittelt. mehr...



Presseinformation: Rural-urbane Transformationen in Indien

DFG verlängert gemeinsame Forschungsgruppe der Universitäten Kassel und Göttingen

RuralUrbanMegastädte in Schwellen- und Entwicklungsländern wachsen rasend schnell und verändern ihre ländliche Umgebung dabei fundamental, aber nicht einheitlich – das ist eins der Ergebnisse eines deutsch-indischen Forschungsverbunds, der diese Entwicklung exemplarisch am Beispiel Bangalore (Indien) untersucht, die Veränderung der agrarwirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Systeme analysiert und dabei in mehrfacher Hinsicht Pionierarbeit geleistet hat. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert dieses Projekt nun für weitere drei Jahre mit insgesamt 3,2 Millionen Euro.

Auf deutscher Seite wird die Forschungsgruppe FOR 2432 „Landwirtschaftlicher Wandel im rural-urbanen Raum“, die im Jahr 2016 startete, von den Universitäten Kassel und Göttingen getragen. Erste Ergebnisse zeigen eindrücklich, wie landwirtschaftliche Intensivierung, die Diversifizierung von Märkten sowie die Veränderung von Konsumgewohnheiten und gesellschaftlichen Werten Hand in Hand gehen und den Übergangsraum zwischen Land und Stadt verändern. mehr...



„Neue Züchtungstechnologien können Welternährung verbessern“

qaimForscherteam mit Göttinger Beteiligung analysiert globales Potenzial der Genomeditierung

Neue Technologien in der Pflanzenzüchtung können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Welthunger zu bekämpfen und die globalen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen – das hat ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Universität Göttingen aufgezeigt. Vor allem die Genomeditierung mit Verfahren wie CRISPR/Cas könne helfen, die Landwirtschaft ertragreicher und umweltfreundlicher zu machen. Die Wissenschaftler plädieren dafür, diese neuen Technologien verantwortungsvoll zu nutzen und zu fördern. Das Positionspapier wurde in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht.

„Auch in der Vergangenheit haben Pflanzenzüchtung und andere Agrartechnologien erheblich dazu beigetragen, die Welternährung zu verbessern“, sagt Prof. Dr. Matin Qaim, Agrarökonom an der Universität Göttingen, der an dem Papier beteiligt ist. Allerdings hätten sich durch den erhöhten Chemieeinsatz auch Umweltprobleme ergeben. Zukünftige Technologien müssten diese Umweltprobleme reduzieren und die Landwirtschaft gleichzeitig robuster gegen Klimastress machen, fordert er. Prognosen zeigen, dass vor allem Kleinbauern in Afrika und Asien unter dem Klimawandel leiden werden. mehr...

Zum Positionspapier verfasste Prof. Qaim auch einen Beitrag auf dem Fakultätsblog "AgrarDebatten".