Überblick über das Fach Ägyptologie und Koptologie in Göttingen

Die Ägyptologie und Koptologie beschäftigt sich mit der Kultur, Religion, Architektur, Kunst und Geschichte Ägyptens über einen Zeitraum von fünf Jahrtausenden. Der geographische Raum deckt sich annähernd mit der heutigen Ausdehnung des Landes, hinzu kommen Gebiete in Vorderasien und Afrika, mit denen Ägypten während seiner gesamten Geschichte in Kulturkontakt stand.

Die Studierenden der Ägyptologie und Koptologie erlernen die Sprachen und Schriftsysteme der pharaonischen bis spätantiken Zeit, also die verschiedenen Stufen des Ägyptischen und Dialekte des Koptischen, Hieroglyphen, Hieratisch und Demotisch. Sie üben den Umgang mit kulturwissenschaftlicher sowie archäologischer Methodik und setzen sich mit einem breiten Spektrum von Quellen auseinander. Diese können ebenso literarische Texte wie Verwaltungsdokumente, Rechtsurkunden oder Briefe sein, außerdem Gegenstände des Alltags oder des Kultes, Reliefs und Statuen, Siedlungen, Tempel- und Grabanlagen.
Das Studium fördert die interkulturelle Kompetenz der Studierenden und verhilft ihnen dazu, sich Techniken des Wissenstransfers anzueignen. Die Kernbereiche ägyptologischer und koptologischer Lehre und Forschung an unserem Seminar sind Religions- und Sprachgeschichte, koptische Kirchengeschichte, Literaturtheorie, Archäologie, Bauforschung, Kulturtheorie, „Gender Studies“ und die ägyptologische sowie koptologische Wissenschaftsgeschichte.