PD Dr. Victoria Hegner

Arbeitsschwerpunkte


  • Stadtforschung
  • Neue Religiöse Bewegungen
  • Geschlechterforschung
  • Wissen(schaft)sgeschichte, insbesondere zur Umbruchsituation nach 1989



Aktuelle Projekte


  • Politiken der Gleichheit – Eine Ethnografie zur Gleichstellungspraxis im Feld der Wissenschaft.
    Im Rahmen der Heisenberg-Förderung

    Seit mehreren Jahren gibt es sehr deutliche Signale an Universitäten, gezielter als bislang für die Herstellung und Durchsetzung der Chancengleichheit von Frauen und Männern aktiv zu werden. Der Handlungsauftrag für Hochschulen und Forschung ist klar gesetzt.
    Davon ausgehend, holt das Projekt die Administration und das Wissenschaftsmanagement zentral in den Blick und fokussiert die Gleichstellungsarbeit als maßgebliche, festinstitutionalisierte Handlungskraft, die Geschlechterhierarchisierungen in der Wissenschaft und der Wissensproduktion abbauen und „Gleichheit“ herstellen soll. Grundiert wird die Betrachtung durch die Überlegung, dass sich anhand der Gleichstellungsarbeit ethnografisch besonders aufschlussreich der tiefgreifende Wandel, den Universitäten derzeit durchleben, durchbuchstabieren‘ lässt: ein Wandel, der von einer verstärkten Forderung nach Effizienz bei einer gleichzeitig intensivierten moralischen Erwartung von Chancengleichheit getragen ist.
    Ziel ist es nicht allein zu zeigen, wie die formulierten und durchgesetzten Vorstellungen von Geschlechtergerechtigkeit die Verfasstheit des wissenschaftlichen Feldes mitprägen, sondern wie Administration und wissenschaftliche Praxis fortwährend ineinandergreifen und gültige Leit- und Idealbilder der Wissenschaft gemeinschaftlich modellieren. Exemplarischer Forschungsort ist die Universität Göttingen. Hier wird entsprechend genau nachvollzogen, wie zwischen Protagonist*innen, die der wissenschaftlichen Administration versus der Forschung angehören, geschlechtliche Gleichheit und damit die wissenschaftliche wie gesellschaftliche Ordnung im 21. Jahrhundert verhandelt wird. Die Erkenntnisse sollen in einer monografisch gehaltenen Ethnografie publiziert werden und damit den Bereich der Geschlechtergleichstellung und Administration in der ethnografischen Wissenschafts- und Governanceforschung erschließen.

  • Who Cares? An Investigation of the Compatibility of Research and Care Work in the Time of COVID-19 and Beyond
    VW-funding-line: Corona Crisis and Beyond – Perspectives for Science, Scholarship and Society
    In cooperation with Prof. Christine Bratu (Philosophy) und Prof. Barbara Schaff (English Philology)

    This project will a) analyse the current contentious public discourse on the compatibility of work and family responsibilities of German researchers as it is shaped by the COVID-19 pandemic, b) investigate the experience of researchers at Göttingen university in regard to the multiple requirements of research and care work and document it with a film, and c) work out a philosophical theory of compatibility. We will discuss in how far the current discourse and practices are consistent with core democratic commitments such as gender justice. As the significant push in digitalisation caused by the pandemic will have long lasting effects on the organization of research, teaching and care work in the future, our findings will provide a valuable tool to critically assess public gender policies proposed both in the context of the COVID_19 pandemic and beyond.

  • Filmreihe "Ungehaltene Reden"