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Feinwerkmechaniker*in


Mein Name ist Niklas, bin 17 Jahre alt und befinde mich im ersten Ausbildungslehrjahr zum Feinwerkmechaniker am Zentrum der Geowissenschaften der Georg-August Universität.

Am 1. September habe ich meine Ausbildung als Feinwerkmechaniker in der Zentralwerkstatt der Geowissenschaften begonnen. Ich habe mich für diese Ausbildungsstelle entschieden, da ich mich nach der Ausbildung gerne weiterbilden möchte (Meister, Techniker, Studium) und glaube, dass die Ausbildung eine gute Grundlage für meinen späteren Werdegang bietet.

In den ersten Wochen der Ausbildung feilt man ein U-Eisen. Zwischendurch lernt man das Anreißen, Körnen, Zentrieren, Bohren, Senken und Gewindeschneiden kennen. Danach lernt man die Drehmaschine kennen und dreht seine ersten Werkstücke wie Körner, Reißnadel und Senklot. Nebenbei hilft man den Gesellen bei deren Projekten und Arbeiten, dieses ist sehr interessant und lehrreich. Montags und dienstags findet in der BBS2 der theoretische Unterricht statt. Zusätzlich besucht man jede zweite Woche einen Mathematikkurs. Des Weiteren habe ich eine gute Verkehrsanbindung zum Ausbildungsplatz. Ich kann die Ausbildung an der Georg-August-Universität Zentrum für Geowissenschaften nur empfehlen.

- Auszubildender des ersten Lehrjahres

Hallo, mein Name ist Lothar Laake und ich bin seit dem 01.05.1999 der zuständige Ausbilder für den Bereich Feinwerkmechanik im Geowissenschaftlichen Zentrum.

Am 01.09.1980 habe ich selbst eine Ausbildung zum Feinmechaniker im Institut für Materialphysik der Universität Göttingen begonnen und nach vorgezogener Prüfung erfolgreich abgeschlossen.

Nach meiner Ausbildung besuchte ich für ein Jahr die Fachoberschule Ingenieurwesen/ Technik in Duderstadt. Anschließend leistete ich meinen Grundwehrdienst als Stabdienst- Soldat in Celle ab.

Ab 1984 war ich Feinmechaniker in der Materialphysik, 1985 im I. Physikalischen Institut für Tieftemperaturforschung. Dort entwickelte ich Versuchsaufbauten für Vakuum- und Sputteranlagen. 1988 legte ich die Prüfung zum Feinmechanikermeister vor der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Passau ab. Mit dieser Prüfung und durch die Erfahrung der Entwicklungen im Labormaßstab bot sich mir die Möglichkeit ab 1990 für ein Industrieunternehmen in Freiburg im Breisgau als Techniker an einer Großsputteranlage zu arbeiten.

1994 führte mich der Weg zurück zur Georg-August-Universität ins Institut für Materialphysik. Dort war ich als Operator für die technische Leitung eines Sekundär-Ionen-Massenspektrometers verantwortlich. 1999 übernahm ich die technische Leitung der Zentralwerkstatt des Geowissenschaftlichen Zentrums.

Die Ausbildung zum Feinwerkmechaniker in unserer universitären Werkstatt zeichnet sich besonders durch die enge Zusammenarbeit mit den forschenden Wissenschaftlern aus. Hierdurch stellen sich unsere Aufgaben immer wieder neu und Lösungen für Experimente sowohl im In- und Ausland als auch für Labor- und Feldversuche werden von uns im Team entwickelt. Bei der Ausbildung können wir uns auf Mitarbeiter mit breitem Spektrum und langjähriger Erfahrung sowie auf manuelle und computergesteuerte Maschinen stützen. Unsere fundamentale Ausbildung schafft Freiraum für eigenverantwortliches Handeln und bietet sehr gute Voraussetzungen für die weitere Berufsentwicklung sowohl im Handwerk, als auch in der Industrie, als Meister, Techniker oder auch Ingenieur. Den Beweiß liefern all unsere bisherigen Absolventen.

- Lothar Laake, Ausbildungsleitung