Aktuelles

Gastworkshop: Wie werde ich Archivar:in?
Termin: 18.11.26 | 16.00 c.t.
Raum: 2.121
Thema: Wie wird man Archivar oder Archivarin? Und was macht diesen Beruf so spannend und vielseitig? In diesem 90-minütigen Workshop erhalten Studierende einen praxisnahen Einblick in das Berufsfeld Archiv. Dabei geht es unter anderem um folgende Themen:
  • Ausbildungs- und Karrierewege: Welche Möglichkeiten gibt es, Archivar:in zu werden? Welche Studiengänge und Qualifikationen führen in den Beruf?
  • Einblick in die Praxis: Anhand eines konkreten Praxisbeispiels lernen die Teilnehmenden typische Aufgaben und Herausforderungen des Archivalltags kennen.
  • Fragen und Austausch: In einer abschließenden Fragerunde gibt es Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen und mehr über berufliche Perspektiven und den Arbeitsalltag zu erfahren.
  • Der Workshop richtet sich an Studierende, die sich für Geschichte, Kultur, Informationsmanagement und den Umgang mit historischen Quellen interessieren und mehr über ein vielseitiges Berufsfeld erfahren möchten.
    Wichtig: Wenn Sie am Workshop teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte per Mail bei Sören Lipphardt an oder tragen Sie sich direkt in die zugehörige StudIP-Veranstaltung (Veranstaltungnummer 453928) ein.

    Exkursion: Die Exkursion im Jahr 2027 (= Pflichtbestandteil im BA-Modul 9/10, für Latein- und Griechisch-Studierende, viertägig) führt nach Mainz sowie in die nahe Umgebung. Alles wichtigen Infos gibt es hier. Zum Anmeldeformular geht es hier.

    Gastvorträge:
    Das Seminar für Klassische Philologie und die Göttinger Freunde der antiken Literatur laden im Wintersemester 26/27 zu folgenden Gastvorträgen ein:

  • Islème Sassi
    Thema: ὑπὸ σκιῇ ἔσοιτο πρὸς αὐτοὺς ἡ μάχη καὶ οὐκ ἐν ἡλίῳ – «Dann werden wir im Schatten kämpfen, nicht in der Sonne.» Rhetorik des Kriegs und des Friedens in Zack Snyders 300 und Christopher Nolans Odyssee.
    Termin: 25.11.26 | 18.00 c.t.
    Raum: PH 20
  • Abstract: In den letzten 20 Jahre kamen mehrere Blockbuster ins Kino, die auf antiken literarischen Vorlagen beruhen. Gleich nach Erscheinen wurde jeweils darüber gestritten, wie akkurat die moderne Umsetzung sei. Doch interessanter, als triumphierend auf vermeintliche «Fehler» der Drehbücher hinzuweisen, scheint die Frage, wie zentrale antike Problemstellungen aus heutiger Perspektive beurteilt werden. Im Vortrag soll ausgewählte Rhetorik des Friedens und des Kriegs in den Filmen 300 (2006) und Odyssee (2026) zur Sprache kommen, und wir werden diskutieren, was uns Abweichungen von der literarischen Vorlage über den gesellschaftlichen Entstehungskontext der Filme und ihre implizite Botschaft mitteilen.

  • Markus Hafner
    Thema: Zwischen approbatio und recusatio. Die Altertumswissenschaft und die Diktatur am Beispiel des Gnomon 1933/34.
    Termin: 13.01.27 | 18.00 c.t.
    Raum: PH 20
  • Abstract: Der Vortrag zeichnet anhand erstmals veröffentlichter Korrespondenz die Verstrickungen renommierter Altertumswissenschaftler in das nationalsozialistische Regime nach. Konkret legen die Briefe die Entwicklungen bei der Rezensionszeitschrift Gnomon am Beginn und Ende der NS-Herrschaft offen; sie werfen zudem ein neues Bild auf Karrieren und Fachpolitik in den ersten Jahrzehnten der Nachkriegszeit. Damit treten am Beispiel des Gnomon die verschiedenen Motivationen und Handlungsspielräume einzelner Akteure hervor, die zwischen persönlicher Loyalität mit ausgegrenzten Wissenschaftlern und politischer Ideologie hin- und hergerissen waren. Dieser fachhistorische Befund kann ein Ansporn sein, über das Verhältnis von Politik und Wissenschaft(sfreiheit) auch in unserer Gegenwart nachzudenken.

  • Anke Walter
    Thema: Miserescere nescius hostis: Schmerz und Heilung in Silius Italicus’ Punica.
    Termin: 19.01.27 | 18.00 c.t.
    Raum: PH 20
  • Abstract: Silius Italicus’ 17 Bücher umfassendes Epos über den Zweiten Punischen Krieg ist voll von Szenen der schmerzhaften Verwundung auf dem Schlachtfeld und jenseits davon, doch es gibt auch Szenen der Folter wie auch der Heilung. In meinem Vortrag werde ich zunächst der Frage nachgehen, wie wir uns der Darstellung von Schmerz in einem literarischen Text und den damit verbundenen Fragen am besten nähern können, ehe ich die Rolle von Schmerz in der Punica genauer betrachte. Schmerzhafte Szenen ziehen sich wie ein Netz durch das gesamte Epos, wobei der Schmerz sowohl auf karthagischer als auch auf römischer Seite erlitten wird, immer im Dialog mit dem Schmerz der Vergangenheit, wie er beispielsweise in Vergils Aeneis evoziert wird. Wie wir sehen werden, erschwert der Schmerz zwar die Unterscheidung zwischen Freund und Feind, doch Silius suggeriert auch, dass die Römer im Gegensatz zu ihren Feinden über eine umfassendere Erzählung des Schmerzes und eine produktivere, fürsorglichere und heilsamere Haltung ihm gegenüber verfügen, im Gegensatz zu den individuellen tapferen Taten und der heroischen, aber rücksichtslosen Reaktion der Karthager. Dies führt uns schließlich zu der Frage, ob Silius’ Epos als Ganzes auch für sein Publikum eine „heilende” Funktion übernimmt.

    Studierende sind herzlich eingeladen, Wünsche bezüglich der Gastvortragenden oder auch bestimmter Themen zu äußern. Für Nachfragen zur Organisation der Gastvorträge sowie besagte Wünsche steht Sören Lipphardt zur Verfügung.