Sonderforschungsbereich 1456

Mathematik des Experiments

Die Herausforderung indirekter Messungen in den Naturwissenschaften


Presseinformation: Universität Göttingen erhält neuen Sonderforschungsbereich

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Die DFG fördert ab dem 1. Januar 2021 einen neuen Sonderforschungsbereich an der Universität Göttingen mit dem Titel „Mathematik des Experiments: Die Herausforderung indirekter Messungen in den Naturwissenschaften“. Im SFB untersuchen Forscherinnen und Forscher aus der Mathematik und den Naturwissenschaften gemeinsam bestimmte experimentelle Daten. Die Fördersumme beträgt über einen Zeitraum von vier Jahren insgesamt rund neun Millionen Euro.

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1. Förderperiode (2021 - 2024)

Wir sind Zeugen einer Epoche, in der Daten von nie gekanntem Ausmaß in der experimentellen naturwissenschaftlichen Forschung gewonnen werden. Während ständig neue Messtechniken und -instrumente entwickelt und verbessert werden, um günstig und effizient Daten zu erlangen, besteht das Nadelöhr heute darin, aussagekräftige Informationen aus diesen riesigen Datenmengen zu gewinnen. Typische Gründe sind, dass moderne Messtechnologien oft Informationen nur indirekter Weise liefen und dass die beobachteten Daten stark verrauscht sind und oft in einer inhärent zufälligen Weise gewonnen werden.
Ziel dieses Sonderforschungsbereichs ist es, basierend auf mathematischer Modellierung und Analysis zu der effizienten Extraktion maximaler quantitativer Informationen aus experimentellen Daten beizutragen.

Die Forschung in diesem SFB wird durch Daten gesteuert. Wir konzentrieren uns auf drei Arten von Strukturen, die sehr oft in experimentellen Daten vorkommen:


Dabei werden Fortschritte in Data Science aus den vergangenen Jahren aufgegriffen und mit modellbasierten Ansätzen kombiniert, um sie für naturwissenschaftliche Daten nutzbar zu machen. Anwendungsgebiete reichen von der Physik der kondensierten Materie, der molekularen oder zellulären Biophysik über biomedizinische Forschung bis hin zur Astronomie.