Institut für Landwirtschaftsrecht

Institut für Landwirtschaftsrecht


Aktuelle Hinweise bezüglich der Covid-19-Pandemie

Herzlich Willkommen auf der Homepage des Instituts für Landwirtschaftsrecht!


Das Institut wurde im Jahr 1961 gegründet und zählt heute zu einer der führenden Forschungsstellen des Agrarrechts in Deutschland und Europa.

Forschungsschwerpunkte sind das europäische, nationale und vergleichende Agrarrecht, insbesondere das landwirtschaftliche Pachtrecht, Grundstückverkehrsrecht, Wettbewerbsrecht, Beihilfenrecht, Urheberrecht, Recht der erneuerbaren Energien, Lebensmittelrecht, Naturschutzrecht, Tierschutzrecht und das Recht des ländlichen Raums.

Die Institutsbibliothek umfasst ca. 25.000 Bände zu den Forschungsschwerpunkten.


Öffentliche Ringvorlesung - Nachhaltige Ringvorlesung



Am 04.11.2020 startet die Öffentliche Ringvorlesung zum Gutachten des Wissenschaftlichen Beirates für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Weitere Informationen finden Sie hier!




Göttinger Gespräche zum Agrarrecht 2020 abgesagt


Die Göttinger Gespräche zum Agrarrecht 2020 können leider aufgrund der aktuellen Covid19-Lage nicht stattfinden. Eine Präsenzveranstaltung ist aufgrund der Pandemie Vorgaben unserer Universität nicht möglich. Eine virtuelle Veranstaltung stände im Widerspruch zu unserem Anspruch, ein Forum für Gespräche zu bieten.
Nach reiflicher Abwägung aller Interessen und Möglichkeiten haben wir uns zu dieser schweren Entscheidung entschlossen und bitten insofern um Ihr Verständnis.
Im Jahr 2021 wird die Veranstaltung fortgesetzt – im bekannten Format und in der vertrauten Umgebung.


Vertragsgestaltung in der agrarrechtlichen Praxis mit Christiane Graß



Liebe Jura- und Agrarwissenschafts-Studierende,
Sie interessieren sich für Landwirtschaft und möchten erfahren, wie Vertragsverhandlungen strukturiert oder Verträge auf ihre Recht- und Zweckmäßigkeit überprüft werden? Sie wollen künftige Konflikte zwischen Parteien vermeiden oder einfach wissen, wie Vertragstexte richtig ausformuliert werden? Diese vertrags-rechtlichen Fähigkeiten werden Sie in dieser virtuellen Vorlesung erlernen. Über das Agrarrecht hinaus lernen Sie, zivil- und verwaltungsrechtliche Herausforderungen an die Vertragsgestaltung umfassend zu erörtern und eigene Verträge zu gestalten. Sie sind herzlich eingeladen, an meiner Vorlesung teilzunehmen.
Weitere Einzelheiten sowie die Vorlesungszeiten entnehmen Sie bitte Stud.IP.
Ich freue mich aus Sie!


Europäisches Agrarrecht mit Prof. Dr. Mögele



Für Juristen*innen, Agrarwissenschaftler*innen, Politikwissenschaftler*innen, etc.
Seit über 50 Jahren bildet die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) eine der zentralen Politiken der Europäischen Union (EU). Zahlreiche EU-Rechtsakte und Urteile des EuGH betreffen die GAP. Daher sind Kenntnisse der GAP und ihres Rechtsrahmens für die Rechtspraxis unverzichtbar.
Die Veranstaltung wird sich u.a. auf folgende Kernbereiche der GAP konzentrieren:
• Vertragliche Grundlagen der GAP • GAP und Wettbewerbsrecht • Instrumente der GAP, insbesondere Agrarbeihilfen • Krisenvorsorge und Krisenmanagement im Rahmen der GAP • Umwelt- und Klimaschutz im Recht der GAP • GAP und internationaler Handel (insb. WTO) • Finanzierung und Umsetzung der GAP

Prof. Dr. Mögele war bis 2019 stv. Generaldirektor in der Generaldirektion für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der EU-Kommission

Termine: 19./20.11.2020 und 21./22.01.2021

Weitere Hinweise in StudIP!



Beihilferechtliche Bewertung des Vorschlags zu einer Tierwohlprämie (Borchert-Kommission)



In einer umfangreichen Studie untersucht Prof. Martinez im August-Heft der Zeitschrift Agrar- und Umweltrecht die beihilferechtliche Zulässigkeit des Vorschlags zu einer Tierwohlprämie, die von der Borchert-Kommission vorgelegt worden sind.
Dabei kommt er zum Ergebnis, dass die Prämie europarechtlich zulässig und gestaltbar ist.

Die genaue Fundstelle des Beitrags lautet: Martinez, Die "Tierwohlprämie" - Eine beihilferechtliche Bewertung, in AUR 2020 S. 282 – 289.

Hier der Link zur Webseite der AUR


Zum Grundverhältnis Landwirtschaft und Umweltschutz

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Eine Kurzfassung des Vortrags von Prof. Martinez bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Umweltrecht zum Grundverhältnis der Landwirtschaft zum Umweltschutz ist im aktuellen Heft des Deutschen Verwaltungsblattes (DVBl) erschienen. Prof. Martinez kommt dabei zum Ergebnis: Nur durch eine normative Neuordnung ist effizienter Agrarumweltschutz und zugleich Planungssicherheit der Landwirtschaft möglich.


Fundstelle: DVBl. 18 (2020), S. 1186-1192


Kleinprivatwald – Innovationen zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung – Projektförderung durch das BMEL bei dem Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.


Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert das unter Mitwirkung von Prof. Dr. José Martínez entstehende interdisziplinäre Verbundvorhaben „Institutionenökonomische Analyse und Ansätze zur Verbesserung der Organisation und Bewirtschaftung im Kleinprivatwald“.

Die Abteilungen „Forstökonomie“ sowie „Forstökonomie und nachhaltige Landnutzung“ der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Georg-August Universität, das Thünen-Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie und das Institut für Landwirtschaft der Georg-August Universität werden als Projektpartner in dem auf drei Jahre angelegten Projekt die institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen für typische Waldbewirtschaftungs- und Organisationsformen des Kleinprivatwaldes systematisch beschreiben, Einflussfaktoren für die Wahl der Bewirtschaftungs- und Organisationsformen empirisch und institutsökonomisch analysieren und die Auswirkungen der institutionellen und rechtlichen Arrangements auf forstliche Entscheidungen untersuchen. Dadurch sollen Vorschläge zur Verbesserung vorhandener Organisationsstrukturen und innovative neue Ansätze für den Kleinprivatwald erarbeitet werden.
Das Augenmerk des von Prof. Martínez bearbeiteten Komplexes wird auf der Aufarbeitung der rechtlichen Rahmenbedingungen liegen. Es gilt die Frage zu beantworten, welche Regelungen für den Kleinprivatwald gelten und wie sie die entsprechenden organisatorischen Gestaltungen beeinflussen. Zudem wird die historische Entwicklung des Regelungsrahmens untersucht, um so die Ursachen für dessen Komplexität zu erfassen. Darauf aufbauend werden Vergleiche mit anderen nationalen Wirtschaftsbereichen sowie mit anderen Rechtsordnungen, die ähnliche Forststrukturen und -probleme aufweisen, angestellt. Dieses Vorgehen soll etwaige Regelungsdefizite und Lösungsansätze aus anderen Rechtsordnungen oder -gebieten aufzeigen. Es sollen zudem auch eigene alternative Regelungen entworfen werden. Die Summe aus eigenen Lösungen und solchen aus anderen Rechtsordnungen oder -gebieten sollen als rechtspolitischer Ansatz der Politikberatung dienen.
Foto: ILR/Tigges




Gutachten des WBAE zu nachhaltigerer Ernährung – mit Beteiligung von Prof. Martinez


Am Freitag, den 21.8.2020 hat der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE), ein interdisziplinär besetztes Gremium, welches das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bei der Entwicklung seiner Politik ehrenamtlich berät, Bundesministerin Julia Klöckner sein neues Gutachten „Eine integrierte Ernährungspolitik entwickeln und faire Ernährungsumgebungen gestalten“ übergeben. An der Erarbeitung des Gutachtens war Prof. Martinez als Mitglied des Beirats beteiligt und für die rechtlichen Aspekte zuständig. Der innovative Ansatz des Beirats mit der zentralen Forderung nach einer aktiveren staatlichen Ernährungspolitik warf zahlreiche europa-, verfassungs- und verwaltungsrechtliche Fragen auf: Wer ist im Mehrebenensystem zuständig für Ernährungspolitik? Wie weit darf der Staat in die Ernährungsentscheidungen der Bürger*innen eingreifen? Kann der Staat eine transparentere Lebensmittelinformation durch die Unternehmen fordern bzw. sogar ersetzen?


Pressemitteilung der Universität
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Newsletter der Juristischen Fakultät


Der erste Newsletter der Juristischen Fakultät ist erschienen!


Ein herausforderungsreiches Semester findet einen guten Abschluss mit dem Erscheinen des ersten Newsletters „GÖrecht“!

Er dokumentiert die zahlreichen wissenschaftlichen Aktivitäten ihrer Mitglieder und Angehörigen und legt eindrucksvoll Zeugnis ab von einem reichhaltigen Fakultätsleben in schwieriger Zeit. Bitte überzeugen Sie sich selbst und lassen Sie uns wissen, wie er Ihnen gefällt.
Allen Mitgliedern, Angehörigen und Freund*innen der Juristischen Fakultät eine erholsame vorlesungsfreie Zeit!

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Dr. Natalia Ruiz Morato als Alexander von Humboldt Postdoctoral Fellow am Institut für Landwirtschaftsrecht


Am 01.07.2020 hat Frau Dr. Natalia Ruiz Morato ihre Forschungen als Alexander von Humboldt Postdoctoral Fellow am Institut für Landwirtschaftsrecht der Georg-August-Universität Göttingen aufgenommen.
Dr. Ruiz Morato war zuvor als Residential Fellow am Wilson Center in Washington, DC tätig. In Kolumbien war sie außerordentliche Professorin an der Universität LaSalle und Dozentin an mehreren anderen Universitäten sowie unabhängige Beraterin im Bereich Recht und Entwicklung für öffentliche und private Institutionen zu Fragen der internationalen Entwicklung, der ethnischen und indigenen Rechte sowie der sozialen und ökologischen Gerechtigkeit. Sie hat mehrere wissenschaftliche Arbeiten und Buchkapitel zu diesen Themen veröffentlicht.

Nach der Promotion in Rechtswissenschaften an der Nationalen Universität von Kolumbien und erwarb Frau Dr. Ruiz Morato ihren MA in Internationalen Studien an der Korea-Universität in Seoul (Süd-Korea). Sie ist auch Mitglied der Forschungsgruppe „Pax Ruralis“ der Universität Göttingen und der Nationaluniversität Kolumbiens.

Ihre aktuelle Forschungsarbeit zu "an agrarian adjudication theory for small farmers and indigenous populations in Colombia" konzentriert sich auf Aspekte der Landreform in Kolumbien nach dem Friedensabkommen von 2016. Es besteht die klare und dringende Notwendigkeit, eine agrarrechtliche Grundstückszuweisungstheorie für die Übergangsjustiz und die künftige Agrargerichtsbarkeit zu entwickeln, um die Fortdauer von Landkonflikten zu vermeiden und die Erfüllung der Menschenrechte von Subsistenzbauern und ethnischen Gemeinschaften zu gewährleisten, die zu den ärmsten und verletzlichsten Bevölkerungsgruppen in Kolumbien gehören.

Das Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, einen Beitrag zur Überwindung der gegenwärtigen zivilen Rechtsprechung über die Agrarprobleme in Kolumbien zu leisten. Die Formulierung einer agrarrechtlichen Grundstückszuweisungstheorie wird kolumbianische Richter in die Lage versetzen, ihre Entscheidungen in Agrarstreitigkeiten zu verbessern, und eine solide Grundlage für die vorgeschlagene neue Agrargerichtsbarkeit bieten, wie sie im Friedensabkommen festgelegt ist. Über das kolumbianische Szenario hinaus stellt eine agrarrechtliche Grundstückszuweisungstheorie einen wichtigen Fortschritt in den rechtlichen Kenntnissen über die Landverteilung für Subsistenzbauern und Ethno-Gemeinschaften in Entwicklungsländern dar.


Ortgies, Thilo, Rechtliches Risikomanagement im Lebensmittelrecht - Die (ordnungs-) rechtliche Steuerung sicherer Lebensmittel im Kontext verfassungs- und unionsrechtlicher Anforderungen, in: Schriften zum Agrar-, Umwelt- und Verbraucherschutzrecht, Bd. 85, Baden-Baden 2019


Kein Lebensmittelrecht kann gewährleisten, dass ausschließlich sichere Lebensmittel in den Verkehr gelangen. Gleichwohl werden regelmäßig nach jedem Lebensmittelskandal Forderungen laut, die unter Berufung auf die Verfassung auf eine Verschärfung des Systems drängen. Aus einer dogmatisch genauen Bestimmung der verfassungs-, unions- und völkerrechtlichen Vorgaben entwickelt der Autor, zu welchem Ordnungsrahmen diese Orientierungen das Gesamtsystem der Lebensmittelsicherheit verpflichten. Ausgehend davon und anhand der konzeptionellen Grundlagen im Übergang von der Gefahrenabwehr zur Risikovorsorge analysiert der Verfasser die staatlichen Kontroll- und Durchsetzungsinstrumente, durch welche sich die Gewährleistung sicherer Lebensmittel vollzieht. Die Arbeit zeigt auf, dass das (europäische) Lebensmittelrecht in seiner Gesamtheit ein durchaus leistungsfähiges Risikomanagement sicherstellt und leistet so einen wesentlichen Beitrag, um die verfassungsrechtlich begründete Diskussion um schärfere Kontrollen zu versachlichen.



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Hille, Cornelius, Das Recht des Getreidehandels - Eine juristische Betrachtung des Handels mit Ware und Derivaten auf Basis von Agrarrohstoffen, in: Schriften zum Agrar-, Umwelt- und Verbraucherschutzrecht, Bd. 84, Baden-Baden 2019


Das Recht des Getreidehandels gehört in all seinen Facetten vom Korn bis zum Wertpapier zu den bislang kaum aufbereiteten juristischen Themenfeldern. Als umfassende Betrachtung jener Schnittstelle von Agrar- und Wirtschaftsrecht stellt dieses Werk eine aufschlussreiche, umfassende Pionierarbeit dar. Dabei folgt die Arbeit in ihrem Aufbau der üblichen „Handelskette“ und fokussiert einerseits die rechtlichen Grundlagen des „klassischen“ Getreidehandels mit Getreide als tatsächlich gelieferter Ware. Andererseits liegt ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchung auf der Ebene der auf Getreide basierenden Warenderivate. Dabei widmet sich der Autor besonders den europarechtlichen Vorgaben (etwa aus der MiFID II) und deren nationaler Verwirklichung, um dieses System schließlich im Vergleich mit dem der Vereinigten Staaten zu würdigen. Vor diesem Hintergrund richtet sich „Das Recht des Getreidehandels“ an Wissenschaft und ebenjene Praxis der verschiedenen Handelsfacetten.




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Xiaomin Fang, José Martínez, Xiaokun Qi (Hrsg.), Nachhaltigkeit und Landwirtschaft in China und Deutschland - Eine rechtsvergleichende Perspektive, Schriften zum Agrar-, Umwelt- und Verbraucherschutzrecht, Bd. 83, Baden-Baden 2019


Das Werk Nachhaltigkeit und Landwirtschaft in China und Deutschland – Eine rechtsvergleichende Perspektive enthält Beiträge chinesischer und deutscher Autoren zu Rechtsfragen der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft. In beiden Staaten wird die Erhaltung der verschiedenen Funktionen der Landwirtschaft als eine Aufgabe des Staates angesehen, die er durch Recht regulieren muss. Welche Funktionen hierbei förderungswürdig sind, ist Gegenstand der gesellschaftlichen Akzeptanz landwirtschaftlicher Funktionen in China sowie in Deutschland. Die Beiträge herausragender Vertreterinnen und Vertreter des deutschen und chinesischen Agrar- und Umweltrechts aus Wissenschaft, Verwaltung und Anwaltschaft beschäftigen sich u.a. mit Fragen der nachhaltigen Bodenbewirtschaftung, des Klimaschutzes sowie gesellschaftsrechtlichen Fragen. Auch werden die europäische Gemeinsame Agrarpolitik sowie Nachhaltigkeitsaspekte im Recht der WTO in den Blick genommen. Ökonomische Perspektiven im Rahmen des Versicherungsschutzes und des Risikomanagements werden aufgezeigt. Der Band endet mit einer der Hauptfunktionen landwirtschaftlicher Tätigkeit, der Lebensmittelsicherheit.


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