Forschung am Institut für Politikwissenschaft

Laufende und abgeschlossene Forschungsprojekte

Projekte des Bereichs Politikwissenschaft/Didaktik der Politik

  • Prof. Dr. Monika Oberle ist Mitglied der Leitungsgruppe des vom BMBF in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung geförderten Schlözer Programm Lehrerbildung (SPL). Beteiligung an interdisziplinären Projekten zu Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Diversitätssensiblem Politikunterricht und Fächerübergreifendem Unterrichten im Fach Gesellschaftslehre. Hier finden Sie die Projekthomepage. (Laufzeit II. Förderphase: 07/2019-12/2024)
  • Seit Juli 2020 leitet Monika Oberle die vom BMFSFJ im Programm "Demokratie leben!" geförderte Bundesfachstelle Linke Militanz, die auch als Kompetenzzentrum Linker Extremismus fungiert. Projekthomepage: www.linke-militanz.de [Laufzeit: 01/2020-12/2024].
  • Das Jean Monnet Projekt „Junge Menschen erreichbar machen mit politischer Europabildung“ (JUMPER) widmet sich bisher von politischer Bildung wenig erreichten Jugendlichen. Dabei wird ein zielgruppenspezifischer Workshop entwickelt, um EU-bezogene politische Kompetenzen dieser Jugendlichen zu fördern. Die Workshops werden an beruflichen Schulen durchgeführt, systematisch begleitend beforscht und die Workshopelemente dabei evidenzbasiert weiterentwickelt. [Gefördert durch die Europäische Union im Programm ERASMUS+; Projekthomepage: http://jumper.uni-goettingen.de; Laufzeit 09/2019-03/2021]
  • Evaluation Erstwählerkampagne der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg anlässlich der Kommunalwahlen 2019. 40 Veranstaltungen in sieben verschiedenen Formaten wurden mit einer längsschnittlich angelegten Teilnehmendenbefragung begleitend beforscht; Erhebung der Veranstaltungsbewertung sowie Erfassung von Veränderungen politischer Dispositionen. [Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg; Projektlaufzeit: 01/2019-11/2019].


Projekte des Bereichs Internationale Beziehungen

  • Das Projekt „Comparative internationalized Criminal Tribunals“, abgekürzt CinCT, befasst sich mit internationalisierten Strafgerichtshöfen als mögliches Instrument der Transtitional Justice (TJ). CinCT nimmt die machtpolitischen Strukturen hinter den Strafgerichtshöfen in den Blick und widmet sich den Fragen: Welchen Einfluss hat die innerstaatliche Machtverteilung zwischen ehemaligen Konfliktparteien auf die Wahl von Strafgerichten als Instrument der Vergangenheitsaufarbeitung? Und wie wirkt sich die Sorge um die innerstaatliche Machtverteilung nach Einsetzung eines Strafgerichtshofs auf die Arbeitsweise des Gerichtshofes aus?
    Es wird vermutet, dass der Einfluss der innerstaatlichen Machtverteilung über zwei Pfade läuft, einen direkten – wenn Gruppen aus den betroffenen Staaten an der Wahl eines Versöhnungsmechanismus direkt beteiligt sind – und einen indirekten Pfad: in diesem Fall beziehen externe Akteure, wie Staatenvertreter/innen oder Entscheidungsträger/innen internationaler Organisationen die Konsequenzen für die innerstaatliche Machtverteilung als einen Faktor für ihre Entscheidung über die Angemessenheit eines Instrumentes der Vergangenheitsaufarbeitung ein. Daraus ergeben sich eine Reihe von politischen Einhegungsmechanismen, die das Projekt überprüft (Jetschke/Egle 2012).
  • Das DFG-geförderte Comparative Regional Organizations Project (CROP)untersucht in einem large-N-Projekt, welche Faktoren die institutionelle Ausgestaltung von Regionalorganisationen bestimmen: Das Projekt überprüft diffusionstheoretische, institutionalistische, integrationstheoretische und realistische Hypothesen.


Projekte des Bereichs Politisches System der Bundesrepublik Deutschland

  • Prof. Dr. Simon Fink arbeitet aktuell mit Eva Ruffing (Leibniz Universität Hannover) an einem Projekt zur Öffentlichkeitsbeteiligung beim Ausbau der Stromnetze in Deutschland und publiziert seit 2015 regelmäßig darüber.
  • Zudem befasst sich Prof. Dr. Simon Fink auf Grund seine Erfahrungswerte mit EU-Simulationen damit, einige generalisierbare Erkenntnisse und Ratschläge über dieses pädagogische Hilfsmittel herauszuarbeiten.


Projekte des Bereichs Politische Theorie und Ideengeschichte

  • Ernst-Wolfgang Böckenförde als Verfassungs- und Politiktheoretiker
    Die Herausgabe einer englischsprachigen Edition der wichtigsten Schriften Ernst-Wolfgang Böckenfördes, Bundesverfassungsrichter a.D. und Verfassungstheoretiker, in zwei Bänden bei Oxford University Press steht im Mittelpunkt eines Projektes, welches Prof. Dr. Tine Stein zusammen mit Mirjam Künkler (derzeit Fellow an der Kollegforschergruppe multiple secularities in Leipzig) vorantreibt. Dazu gehört auch die Vertiefung der internationalen Rezeption des Werks dieses herausragenden Denkers in mehreren special issues und Sammelbänden.
  • Politik und Natur
    Was trägt die Änderung individuellen Verhaltens zu einer ökologischen Transformation der Gesellschaft bei? In dem Projekt „Endliche Welt und nachhaltiges Verhalten als Politik: Zur ökologischen Transformation der Gesellschaft“ sollen Phänomen wie Urban Gardening, Verbraucher-Erzeuger-Gemeinschaften oder Bürgerenergiegenossenschaften daraufhin untersucht werden, was ihr politischer Beitrag ist – kommt es in diesen Praktiken zu neuen Formen in der Regelung der öffentlichen Angelegenheiten?


Projekte des Bereichs Vergleichende Verfassungsforschung

  • Prof. Dr. Ran Hirschls Forschungsinteressen liegen an der Schnittstelle von Verfassungsrecht und vergleichender Politikwissenschaft. Derzeit arbeitet er an mehreren von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung geförderten Forschungsprojekten: Epistemologie und Methoden der vergleichenden Verfassungsforschung, wirtschaftliche und soziale Rechte, Recht und Religion, und die verfassungsrechtliche Regulierung von Megastädten.
  • Dr. Berihun Adugna Gebeyes Forschungsinteressen liegen im Bereich des vergleichenden Verfassungsrechts, des Föderalismusvergleichs und der Menschenrechte mit Schwerpunkt Afrika. Gegenwärtig arbeitet er zu den Wechselwirkungen zwischen liberalen Verfassungen und ethnischer und religiöser Vielfalt; er untersucht Recht und Politik des Föderalismus und erarbeitet eine Theorie desafrikanischen Konstitutionalismus.
  • Lisa Harms’ Forschungsinteressen liegen im Bereich der Socio-Legal Studies, Religion und Menschenrechte, sowie der Religionssoziologie. Sie untersucht aktuell die rechtliche Mobilisierung religiöser konservativer Akteure und ihren Einfluss auf die Aushandlung liberaler Rechtsnormen.
  • Dr. Mariana Velasco Riveras Forschungsinteressen liegen in den Bereichen vergleichendes Verfassungsrecht, vergleichende Politikwissenschaft und Verfassungstheorie. Derzeit arbeitet sie an einem Projekt, das rechtliche und politische Dynamiken verfassungsrechtlichen Wandels in Mexiko und den Vereinigten Staaten beleuchtet, und in dem sie die nicht-institutionellen Faktoren untersucht, die die Verfassungsrigidität in beiden Ländern beeinflussen.


Projekte des Bereichs Vergleichende Politikwissenschaft und Politische Ökonomie