A-Z der Aufenthaltsplanung

Fragen Sie die zuständigen Ansprechpersonen Ihrer Fakultät nach den Bedingungen für die Anerkennung im Ausland erbrachter Studienleistungen. Wichtig für die Anerkennung ist das Learning Agreement. Diese Lernzielvereinbarung enthält Ihr Studienprogramm im Ausland und Bestimmungen für die formale Anerkennung der Lernergebnisse an Ihrer Heimathochschule. Das Learning Agreement muss von allen Beteiligten per Unterschrift akzeptiert werden: Studierende, Betreuer*innen in Göttingen und an der Gastuniversität. In Austauschprogrammen wie Erasmus+ oder dem Global Exchange Programm ist es ein Pflichtdokument.

Die Gasthochschule stellt nach dem Auslandsaufenthalt eine formelle Bescheinigung über Noten, Umfang und Inhalte der Kurse und Prüfungsmodalitäten aus (Transcript of Records). Diese ist Grundlage für die Anerkennung. Hier finden Sie weitere Informationen über Ansprechpersonen und Vorgehensweisen in den Fakultäten als auch einen Überblick über bereits anerkannte Leistungen aus dem Ausland.

Es besteht die Möglichkeit sich für die Zeit des Auslandsaufenthalts beurlauben zu lassen. Vorteile: Die Auslandssemester werden nicht auf die Studiendauer (Fachsemester) angerechnet und der Semesterbeitrag wird reduziert bzw. unter bestimmten Voraussetzungen sogar erlassen. Der Status als Student*in der Universität bleibt erhalten. Wenn Auslandsaufenthalte in der Prüfungsordnung eines Studiengangs vorgeschrieben sind, ist eine Beurlaubung nicht möglich, jedoch u. U. die Befreiung vom Semesterbeitrag. Informationen finden Sie unter Beurlaubung.

In vielen Ländern ist es selbstverständlich eine Kreditkarte zu besitzen, z. B. um Kautionen zu hinterlegen oder Gebühren zu bezahlen. Informieren Sie sich rechtzeitig über Ihr Zielland und mögliche Anbieter. Klären Sie außerdem, ob Sie im Ausland Zugriff auf Ihr deutsches Konto haben.

Tipp für die Finanzplanung: Kalkulieren Sie für die ersten Wochen des Aufenthalts eine angemessene Summe ein (z. B. für Anschaffung eines Fortbewegungsmittels, Mobilfunkkarten).

Impfungen für bestimmte Auslandsaufenthalte müssen rechtzeitig eingeplant werden, manchmal mehrere Monate vor Reiseantritt. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amts und in der wöchentlichen tropenmedizinischen bzw. allgemeinen Impfberatung des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der Universitätsmedizin Göttingen (wird momentan leider nicht angeboten).

Einige Krankenkassen informieren ggf. über die medizinische Versorgung im Zielland. Nutzen Sie dieses Angebot und Informieren Sie sich vor Beginn des geplanten Aufenthalts.

Im Fall von chronischen Erkrankungen klären Sie frühzeitig, welche weiteren Vorkehrungen zu treffen sind.

Sich in einer anderen Umgebung zurechtfinden, angemessen (re)agieren können, in ambivalenten Situationen handlungsfähig bleiben – ein Auslandsaufenthalt steckt voller Herausforderungen. Je besser Sie sich vorbereiten desto leichter meistern Sie diese Herausforderungen. Setzen Sie sich frühzeitig mit Land & Leuten und Ihrer eigenen Offenheit und Reflexionsfähigkeit auseinander:

Die International Student Identity Card (ISIC) wird weltweit als Studierendenausweis anerkannt und bietet Vorteile und Vergünstigungen.

Reisen kostet Energie. Zu welchem Preis liegt oftmals in der Hand der/des Reisenden. Gestalten Sie den Preis für die Umwelt mit – bei der bewussten Wahl eines Beförderungsmittels oder einer freiwilligen Kompensation der entstehenden CO2-Emmissionen bei Flugreisen, vgl. z. B. Atmosfair.

Informationen zum Corona-Virus finden Sie auf der Corona-Info-Seite der Universität Göttingenund den Internetseiten des DAAD.

Über aktuelle Reisewarnungen und die Sicherheitslage in Ihrem Aufenthaltsland informiert das Auswärtigen Amt. Tragen Sie sich vor Reisebeginn in die Krisenvorsorgeliste ELEFAND ein. Auch ist es sinnvoll, Kopien der Reise- und Ausweisdokumente bei sich zu führen bzw. in einem Online-Speicher abzulegen. Die wichtigsten Telefonnummern und Zugangsdaten sollten Sie sich ebenfalls mehrfach notieren.

Die zeitliche Investion in eine gute sprachliche Vorbereitung zahlt sich schnell aus. Denn Freund*innen kennen zu lernen, sich in einer neuen Umgebung zurecht zu finden und vor allem der Studien- bzw. Praktikumserfolg hängen maßgeblich von Ihren Sprachkenntnissen ab. Sprachkurse bietet z.B. das ZESS an.

Mehr Informationen zu Fremdsprachen für Studium und Praktikum im Ausland

Vergewissern Sie sich vor Ihrem Auslandsaufenthalt, dass ausreichender Versicherungsschutz für den Zeitraum besteht. Informationen und Beratung zu dem Thema bieten Versicherungsgesellschaften. Innerhalb der Europäischen Union gelten häufig auch deutsche Versicherungen. Nachweis über Ihre deutsche Krankenversicherung ist z. B. die Versichertenkarte, die auf der Rückseite als "European Health Insurance Card" ausgewiesen sein muss. Darüber hinaus empfehlen wir dringend den Abschluss einer zusätzlichen Auslandskrankenversicherung, die z. B. Kosten eines Rücktransportes erstattet. Außerhalb der Europäischen Union werden deutsche Versicherungen meist nicht akzeptiert. Spätestens für den Visumsantrag oder die Einschreibung an einer ausländichen Hochschule muss eine entsprechende Versicherung nachgewiesen werden.

Zusätzlich zur Krankenversicherung sollten Sie eine Unfall- und Haftpflichtversicherung abschliessen. Häufig werden Haftpflicht-, Unfall- und Krankenversicherungen im Paket angeboten (z. B. vom DAAD).

Nehmen Sie schriftliche Bestätigungen über den Versicherungsschutz (wenn möglich auf Englisch) mit. Für medizinische und medizin-nahe Studiengänge gelten Sonderreglungen, besonders bzgl. der Haftpflichtversicherung.

Für fast alle außereuropäischen Staaten und seit 01.01.2021 auch für das Vereinigte Königkreich brauchen Sie ggf. ein Visum, um als Student*in oder Praktikant*in einreisen zu dürfen. Wenden Sie sich frühzeitig für Information und Beantragung an die jeweilige Botschaft bzw. konsularische Abteilung. Häufig ist es nicht möglich, nach der Einreise den Visumsstatus zu ändern. Eine Übersicht über Botschaften und Konsulate finden Sie hier.

Studierende der Universität Göttingen, die keine EU-Staatsbürgerschaft besitzen, müssen sich ebenfalls rechtzeitig über aufenthaltsrechtliche Kriterien des Gastlandes informieren.

An vielen Partnerhochschulen besteht für Austauschstudierende die Möglichkeit, ein Zimmer in einem Wohnheim zu mieten. Informationen hierüber erteilt die jeweilige Hochschule. Erfahrungsberichte von Studierenden sind eine weitere, gute Informationsquelle.

Der Accommodation Service der Abteilung Göttingen International bietet Studierenden, die einen Auslandsaufenthalt planen, Unterstützung bei der Untervermietung.

Auslandsstudienberatung:

Dr. Maren Büttner
China, Indien, Südkorea und Taiwan

E-Mail: maren.buettner@zvw.uni-goettingen.de
Telefon: 0551 39-21327

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individuelle Beratung?

Patricia Missler
Europa, Israel und Russland

E-Mail: patricia.missler@zvw.uni-goettingen.de
Telefon: 0551 39-21344

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Stephen Sechrist
Nordamerika, Lateinamerika, Ozeanien,
Japan und Afrika

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Telefon: 0551 39-21315