Uta Scheer und
Valerie Bleisteiner

Oeconomicum, Raum 1.117
Tel.: +49 (0)551/39-4327
Offene Sprechstunde Mi 10-11 Uhr
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Dear students,
due to the Covid-19 pandemic, there will be no face-to-face consultation until further notice.
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SoSe 2020: Digitale Schreibberatung & digitale schreibdidaktische Lehre

Tipps für das Schreiben (nicht nur) in Zeiten von Corona / Physical Distancing

In der gegenwärtigen Situation erleben Studierende durch die Corona-Pandemie Einschränkungen, die unter anderem auch das wissenschaftliche Schreiben betreffen: Auch wenn durch die Lockerungen schon etwas mehr Kontakt möglich ist, fehlt nicht wenigen Studierenden der direkte Austausch über das eigene Schreibprojekt mit den Lehrenden und den Kommiliton*innen im Real Life. Den Tag zu strukturieren, ohne die Notwendigkeit, die Wohnung für Veranstaltungen oder Treffen mit der Referatsgruppe zu verlassen, fällt vielen schwer. Dasselbe gilt für die Organisation des eigenen Schreibens: Eine fehlende Struktur mündet nicht selten in fehlender Motivation und ‚Schreibunlust‘. Daher möchten wir mit unseren Tipps zum wissenschaftlichen Schreiben allen Studierenden (nicht nur) in Corona-Zeiten weiterhelfen!

Verschaffen Sie sich einen Überblick über den gesamten Arbeits-/ und Schreibprozess und die dazugehörigen Arbeitsphasen, -schritte und Aufgaben.

Brechen Sie das gesamte Projekt systematisch in lösbare und erreichbare Teilschritte herunter. So stehen Sie nicht vor einem unüberwindbar erscheinenden Berg, sondern vor einer Reihe gut überschaubarer, erreichbarer Meilensteine, die in nicht allzu großem Abstand voneinander den Weg zum Ziel säumen. So behalten Sie den Überblick über das gesamte Projekt, Ihre Fortschritte und anstehende Aufgaben. Dabei können Ihnen Schreibphasenmodelle und Projektpläne helfen:

Abbildung: Schreibphasenmodell
Abbildung: Projektplanung mit Meilensteinen

Tipps für die Zeit-/ Projektplanung:

Beginnen Sie so früh wie möglich mit dem Schreibprozess, d. h. damit, ein Thema zu finden und einzugrenzen, relevante Literatur ausfindig zu machen, und auf deren Basis die Fragestellung und ein Konzept zu entwickeln. Damit legen Sie das Fundament Ihrer weiteren Arbeit:

Abbildung: Begründungsschritte (sozial-) wissenschaftlicher Arbeiten

Gehen Sie auch davon aus, dass nicht immer alles genauso klappen wird, wie Sie es geplant haben. Es kann zum Beispiel dadurch zu Verzögerungen kommen, dass Sie auf Literatur oder auf Rückmeldung Ihrer Betreuer*innen warten müssen. Vergessen Sie auch nicht, dass das Schreiben wissenschaftlicher Texte eine komplexe Aufgabe ist, die Ihnen kognitiv hohe Leistungen abverlangt. Sie benötigen daher auch zwischenzeitlich Inkubationszeiten, in welchen Inhalte reifen und weitergedacht werden können – sie benötigen also Zeit, um Ideen, Gedanken und Argumente auszuprobieren, weiterzuentwickeln oder zu verwerfen. Tipp: Auch dabei hilft besonders das niedrigschwellige Schreiben, zum Beispiel im Arbeitsjournal (siehe unten) oder in der Rohfassung.

Wissenschaftliches Schreiben ist epistemisches, also erkenntnisgenerierendes Schreiben. Aus einer ersten Rohfassung entsteht durch deren (mehrfache) Überarbeitung ein kommunikativer, also erkenntniskommunizierender Text. Das Schreiben stellt in der (sozial-) wissenschaftlichen Praxis eines Ihrer wichtigsten Denkinstrumente dar:

„Schreiben und Textproduktion [bedingen] häufig die Aneignung und Erweiterung des eigenen Wissens. Schreiben markiert einen Übergang zu einem neuen Wissensstand, der im Schreiben entsteht. Schreiben und Textproduktion […] sind ein geeignetes Medium des Denkens, über das sich Gedanken generieren und ausbauen und Erkenntnisse in neuer Qualität gewinnen lassen. Damit ist Schreiben ein permanenter Übergang zu Gedanken und Wissen, die erst im Schreibprozess verfertigt und dann gewusst werden.“ (Lehnen/Schindler 2017: 19-20, Hervh. hinzugefügt)

Ganz einfach gesagt bedeutet das: Der Text entsteht auf dem Papier, nicht im Kopf.

Auch für die systematische Überarbeitung der Rohfassung/Rohtexte sollten Sie also genügend Zeit einplanen. Nicht selten werden von Studierenden Rohfassungen eingereicht, die zwar geglättet, aber oftmals nicht systematisch überarbeitet wurden. Die inhaltliche und die kommunikative Qualität eines wissenschaftlichen Textes steigt jedoch beachtlich mit dessen systematischer Überarbeitung:

Abbildung: Schreibprozess & Textprodukt

Tipps zum Verfassen und zum systematischen Überarbeiten einer Rohfassung gibt Ihnen die Schreibberatung gerne.

Quelle: Lehnen, Katrin/Schindler, Kirsten (2017): Schreiben im Übergang – Übergänge im Schreiben. Überlegungen zu einem losen Konzept und Überblick über den Band. In: Knorr, Dagmar/Lehnen, Katrin/Schindler, Kirsten (Hrsg.): Schreiben im Übergang von Bildungsinstitutionen. Frankfurt am Main: Peter Lang Edition, S. 9-28.

Für die Planung und Organisation von konkreten Aufgaben bietet sich beispielsweise ein Kanban Board an. Das Kanban ist eine denkbar simple Methode, um Aufgaben im Blick zu behalten und zu organisieren. Auf dem Kanban Board werden in drei Spalten anstehende Aufgaben gesammelt (To Do), eine begrenzte Anzahl von begonnenen Aufgaben beobachtet (Doing), und erledigte Aufgaben abgelegt (Done). Die auf Klebenotizen notierten Aufgaben wandern, je nach Arbeitsstand, durch das Kanban Board. Besonders wichtig dabei ist, dass die Aufgaben möglichst kleinschrittig, konkret und handlungsanleitend formuliert werden: Schreiben Sie also nicht „Recherche“, sondern brechen Sie die Aufgabe in klar umrissene SMARTE Ziele herunter runter: „Artikel zum Thema X in der Fachzeitschrift XY von 2014 bis 2019 suchen“ oder „Schlagworte X und Y in der Fachdatenbank Z suchen und Ergebnisse dokumentieren“. Durch die Verwendung verschiedenfarbiger Klebenotizen können Sie das Ganze nach Bedarf weiter systematisieren (z. B. nach Priorität, Umfang/Aufwand der Aufgabe, benötigter Ressourcen, o. ä.). Anleitungen für ein Kanban finden Sie beispielsweise hier und hier. Tipp: Kanban Boards können Sie auch digital anlegen, z. B. im Cryptpad.

Bereiten Sie sich z. B. ein bestimmtes Getränk zu oder verfassen Sie zum Einstieg ins Arbeiten/Schreiben ein Freewriting (schriftliches Brainstorming). Mit einem Abschlussritual beenden Sie den Schreibtag und beginnen den ‚Feierabend‘. Um die Grenze zwischen Arbeitszeit und Freizeit noch sichtbarer zu markieren, können Sie sich zu Beginn ‚Arbeitskleidung‘ anziehen, die Sie zum Feierabend gegen ‚Freizeitkleidung‘ austauschen.

Weitere Tipps für das motivierte Arbeiten zuhause finden Sie zum Beispiel hier:
Dafür kann zum Beispiel die sogenannte Tomatentechnik oder Pomodoro Technique genutzt werden. Die Tomatentechnik ist eine einfache Zeitmanagement Methode. Im Kontext des Schreibens kann sie dafür genutzt werden, Tagesziele (kleinteilig) zu formulieren und effektiv, in einem festen zeitlichen Rhythmus umzusetzen. Die Tools der Tomatentechnik helfen Ihnen dabei, konzentriert und ablenkungsfrei an konkreten Aufgaben zu arbeiten, ohne dabei kurze Erholungspausen zu vernachlässigen. Eine Anleitung für die Tomatentechnik finden Sie zum Beispiel hier. Mithilfe von frei verfügbaren Desktop-Apps (Tomaten-Timer) lässt sich die Technik ganz einfach umsetzen, auch in einem virtuellen Schreibraum mit mehreren Schreib-Buddies. Für die Anwendung der Tomatentechnik an Schreibtagen gibt die Schreibberatung gerne Tipps. Probieren Sie es einfach aus, vielleicht werden Sie von sich selbst und/oder den Ergebnissen der Technik überrascht sein!
In einem Schreibjournal können Sie Ideen, Gedanken, Überlegungen, Geistesblitze, Probleme, Lösungsmöglichkeiten u.v.m. rund um Ihr Schreibprojekt niederschreiben. Das Schreiben als externalisierende Handlung stellt eine kognitive Entlastung dar – mit dem Schreiben kommen Sie oft weiter als mit dem Denken alleine. Nutzen Sie das Schreiben als ein Denkwerkzeug – auch, um (schreibend) über Ihren Text bzw. die Textproduktion nachzudenken und um den Schreibprozess zu steuern und voranzubringen. Auch anstehende Aufgaben und andere organisatorische Dinge können im Schreibjournal gebündelt festgehalten werden, so behalten Sie den Überblick über Ihr Schreibprojekt. Für Liebhaber*innen von Notizzetteln eignet sich eine Schreibjournal-Sammelmappe gut, darin können alle losen Zettel und Blätter gesammelt werden und es gehen keine wertvollen Gedanken verloren.
Das Worklog hat eine ganz bestimmte Funktion. Es dient Ihnen nämlich dazu, die nicht selten ‚unsichtbare‘ Arbeit am Schreibprojekt sichtbar zu machen, wie z. B. recherchieren, nachdenken, lesen. Im Worklog halten Sie am Ende des Arbeits-/ Schreitages fest, was Sie für das Schreibprojekt gemacht haben. Oft wir erst dadurch sichtbar, dass Sie ganz schön viel geschafft haben. Das entlastet auf mentaler und psychischer Ebene und ermöglicht es Ihnen, den Arbeits-/ Schreibtag ruhigen Gewissens abzuschließen. Mithilfe eines geteilten CryptPads, GoogleDocs oder ähnlichen Tools können Sie Ihr persönliches Worklog mit einem Schreib-Buddy teilen. So können Sie sich am Ende des Arbeits-/ Schreibtages gegenseitig motivierende Kommentare in ihr jeweiliges Worklog schreiben.

Finden Sie sich in (festen) Gruppen oder als (flexible) Schreib-Buddies zusammen, um sich gegenseitig Feedback zu geben, sich auszutauschen und zu motivieren. Hier sind verschiedene Formate denkbar:

In einer (selbstorganisierten) studentischen Schreibgruppe mit fester Besetzung können verbindliche, regelmäßige Treffen durchgeführt werden, in denen die Schreibenden über ihre Schreibprojekte sprechen, sich gegenseitig Feedback geben, gemeinsam auf Problemlösung gehen und sich motivieren. Die Schreibberatung unterstützt Sie gerne bei der Konzeption einer studentischen Schreibgruppe.

In Virtuellen Schreibräumen (z. B. BigBlueButton, Zoom) können sich Schreib-Buddies flexibel über den Schreibtag hinweg treffen, so wie sie es normalerweise in der Bibliothek bzw. auf dem Campus machen würden. Der Tag startet evtl. mit einem gemeinsamen Kaffee, danach können die jeweiligen Tagesziele gemeinsam, möglichst kleinteilig, festgelegt und Pausenzeiten vereinbart werden. Ein Breakoutroom kann als Ort für gemeinsame Pausen dienen, so wird der Arbeitsraum zum Pausieren verlassen. Ein ‚gemeinsames‘ Mittagessen am eigenen Küchentisch statt in der Mensa ist ebenso denkbar wie ein parallel gemachter, kleiner Pausenspaziergang oder eine knackige Fitness- oder entspannende Yogaeinheit. Am Ende des Arbeits-/ Schreibtages kann der Eintrag ins persönliche Worklog gegenseitig mit motivierendem Feedback versehen werden. Auch das nächste Treffen wird vereinbart und die nächsten Schritte für das Schreibprojekt werden im Schreibjournal notiert.

Akademisches Schreibzentrum TH Köln (o. J.): Wissenschaftliches Schreiben - Von der Themenfindung zum fertigen Text, ILIAS (29.06.2020).

Moll, Melanie/Thielmann, Winfried (2017): Wissenschaftliches Deutsch. Wie es geht und worauf es dabei ankommt. Konstanz: UVK. Tipp: Zugriff auf die digitale Vollversion über die SUB!

Schreibzentrum TU Dresden (2018): Starthilfe Schreiben. Tipps und Methoden zum Planen und Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten(29.06.2020).

Wymann, Christian (2015): Der Schreibzeitplan. Zeitmanagement für Schreibende. Opladen: Budrich.

Wymann, Christian (2016): Schreibmythen entzaubern. Ungehindert schreiben in der Wissenschaft. Opladen: Budrich.

Angebote für Studierende

Schreibberatung per Telefon oder Videochat
Melden Sie sich gerne per E-Mail für einen individuellen Termin:
schreibberatung@sowi.uni-goettingen.de.

Offene digitale Sprechstunde
Mittwochs von 10:00 bis 11:00 Uhr, BigBlueButton

Wir bieten wie gewohnt schreibdidaktische Workshops in den Modulen B.Sowi.11 und B.Sowi.12 an. In diesem (digitalen) Semester werden die Workshops als Online-Kurse angeboten. Die Anmeldung zur Teilnahme erfolgt über Stud.IP, die Anmeldung zur Prüfungsleistung erfolgt über Flexnow. Sofern Plätze frei bleiben, ist eine Anmeldung zur Teilnahme auch nach Ablauf der Anmeldefrist möglich.


Mission Possible: Plagiatsfrei durch die Haus- oder Abschlussarbeit

  • Dozentin: Uta Scheer
  • Modul B. Sowi. 11 und B.Sowi.12
  • Prüfungsleistung: Portfolio, 4 Credits
  • Veranstaltungsnummer: 863846

Der Rote Faden: Kohärenz von der Einleitung bis zum Schluss

  • Dozentin: Valerie Bleisteiner
  • Modul B. Sowi. 11 und B.Sowi.12
  • Prüfungsleistung: Portfolio, 4 Credits
  • Veranstaltungsnummer: 864973

Angebote für Lehrende

Als Lehrende der Fakultät können Sie uns zu Themen rund um das wissenschaftliche Schreiben in Ihre digitalen Lehrveranstaltungen einladen. Für Ihre BA- und MA-Lehrveranstaltungen sowie BA-/MA-/ und Promovierenden-Kolloquien bieten wir ein synchrones und ein asynchrones Format an:

Im synchronen Format bringen wir (mehrere) 10- bis 20-minütige Inputs zu verschiedenen Themen in den digitalen Seminarraum mit, dazu gehört natürlich der jeweils anschließende Austausch mit den Studierenden (ca. 5-10 min). Erfahrungsgemäß nimmt sollten hierfür insgesamt 60 bis 90 Minuten eingeplant werden.

Im asynchronen Format erhalten die Studierenden vor dem vereinbarten Seminartermin Selbstlernmaterialien von uns und können optional an einer Besprechung per Video-Konferenz im digitalen Seminarraum teilnehmen.

Sicherlich sind auch weitere Formate denkbar – kommen Sie gerne mit Ihren Ideen, Themenwünschen und Terminanfragen auf uns zu. Themen aus den letzten Semestern umfassten bspw.:

  • Vom Thema zur Fragestellung
  • Absatzstruktur wissenschaftlicher Texte
  • Plagiate vermeiden, richtig paraphrasieren und zitieren
  • u. v. m.

Wir stellen Ihnen zudem gerne unsere schreibdidaktischen Handouts und Übungen zur Verfügung, die Sie in der schreibintensiven (digitalen) Lehre oder im Rahmen Ihrer (digitalen) Sprechstunden einsetzen können. Diese Materialien sind zugeschnitten auf die sozialwissenschaftlichen Fächer der Fakultät sowie die Bedarfe der Studierenden und Lehrenden. Wir halten zu allen Phasen des wissenschaftlichen Schreibprozesses (von der Themenfindung bis zur Überarbeitung einer Rohfassung) sowie zu verschiedenen akademischen Textformen Materialien bereit. Dazu gehört u. a.:

  • Themeneingrenzung & Formulieren einer wissenschaftlichen Fragestellung
  • Verfassen eines Exposés
  • Aufbau und Gliederung von Haus- und Abschlussarbeiten
  • Absatzstruktur und Roter Faden
  • Literatur angemessen in den eigenen Text einbinden
  • Plagiate vermeiden
  • Einsatz (fach-) wissenschaftlicher Sprachregister
  • u. v. m.

Darüber hinaus können wir Ihnen Tipps zu aktueller schreibdidaktischer Ratgeberliteratur sowie externen Materialsammlungen geben (insbesondere englischsprachig). Bei Interesse schreiben Sie uns gerne eine E-Mail.

Sie haben die Möglichkeit in unsere zwei geschlossenen Stud.IP Gruppen einzutreten. In diesen Gruppen finden Sie Materialien zum wissenschaftlichen Arbeiten (diese werden z. B. auch in den fakultätsweiten Einführungskursen in das wissenschaftliche Arbeiten eingesetzt), sowie Materialien für eine schreibintensive Lehre. Zugang zu den Gruppen können Sie entweder direkt über Stud.IP beantragen, oder Sie schreiben uns einfach eine kurze E-Mail mit der Bitte zum Zugang:

  • Studiengruppe Sowi – Schreibintensive Lehre
  • Studiengruppe Sowi – Wissenschaftliches Arbeiten

Workshops im Sommersemester 2020


Studierende erwähnen häufig, dass sie bei ihren Haus- und Abschlussarbeiten befürchten, ein unbeabsichtigtes Plagiat zu begehen. Der Workshop soll daher Studierende dabei unterstützen, einen plagiatsfreien Schreibprozess zu bewerkstelligen.

In diesem Workshop erhalten die Teilnehmenden umfassende Informationen darüber, welche Arten von intertextuellen Fehlern und Plagiaten es gibt und wie man diese in dem eigenen Text vermeidet. Mit Hilfe von Übungen und Tests können die Studierenden selbst eruieren, wie Plagiats-gefährdet das eigene (bisherige) Vorgehen im Schreibprozess ist und was sie ändern können, um das Plagiatsrisiko zu minimieren. Anhand von Beispielfällen identifizieren die Studierenden unterschiedliche Plagiate und betrachten dann eigene Textproduktionen kritisch in Bezug auf intertextuelle Fehler bzw. Plagiate. Gängige Plagiatserkennungssoftware und aktuelle Weiterentwicklungen werden vorgestellt. Zudem wird erarbeitet, was gute wissenschaftliche Praxis in Bezug auf das eigene Schreibprojekt bedeutet.

Der Workshop ist für die Module B.Sowi.11 und B.Sowi.12 anrechenbar und umfasst drei Sitzungen: 15.05.2020, 5.06.2020 und 26.06.2020.
Anmeldung zur Veranstaltung über Stud.IP. Anmeldung zur Prüfung über Flexnow.



Den stets verlangten und oft vermissten roten Faden in der eigenen wissenschaftlichen Arbeit anzulegen und sichtbar zu machen – das können Sie in diesem Workshop lernen.

Die Metapher des roten Fadens umschreibt sowohl den inneren, inhaltlichen Zusammenhang als auch den (wissenschafts-) sprachlichen Ausdruck dieses Zusammenhangs. Im Workshop lernen Sie Arbeitstechniken und wissenschaftliche Formulierungen kennen, mithilfe derer Sie den roten Faden Ihres Textes von der der gesamten Gliederung, über die Kapitel und Unterkapitel Ihrer Arbeit bis hin zu Absätzen und einzelnen Sätzen inhaltlich anlegen und sprachlich sichtbar machen können. Sie werden verstehen, wie wichtig eine konkrete Fragestellung für den roten Faden ist und lernen, wie Sie eine solche Fragestellung formulieren können.

Die Einleitung und der Schluss spielen als funktional-kommunikative Kapitel eine zentrale Rolle bei der Herstellung von Kohärenz, und die Qualität von Einleitung und Schluss verrät häufig bereits viel über den roten Faden der gesamten Arbeit. Daher wird im Workshop auch exemplarisch an eigenen Einleitungen und Schlussteilen gearbeitet.

Der Workshop ist für die Module B.Sowi.11 und B.Sowi.12 anrechenbar und wird als Online-Kurs angeboten.
Anmeldung zur Veranstaltung über Stud.IP. Anmeldung zur Prüfung über Flexnow.


Leitfäden und Bewertungskriterien der Fächer


Plagiate und gute wissenschaftliche Praxis





Die Ombudsstelle der Universität Göttingen fungiert als zentrale Einrichtung für Fragen zur guten wissenschaftlichen Praxis und als Ansprechpartnerin für den Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Ombudsstelle: Ombudsstelle für gute wissenschaftliche Praxis


Workshops im wechselnden Angebot (Module B.Sowi.11 und B.Sowi.12)


Studierende erwähnen häufig, dass sie bei ihren Haus- und Abschlussarbeiten befürchten, ein unbeabsichtigtes Plagiat zu begehen. Der Workshop soll daher Studierende dabei unterstützen, einen plagiatsfreien Schreibprozess zu bewerkstelligen.

In diesem Workshop erhalten die Teilnehmenden umfassende Informationen darüber, welche Arten von intertextuellen Fehlern und Plagiaten es gibt und wie man diese in dem eigenen Text vermeidet. Mit Hilfe von Übungen und Tests können die Studierenden selbst eruieren, wie Plagiats-gefährdet das eigene (bisherige) Vorgehen im Schreibprozess ist und was sie ändern können, um das Plagiatsrisiko zu minimieren. Anhand von Beispielfällen identifizieren die Studierenden unterschiedliche Plagiate und betrachten dann eigene Textproduktionen kritisch in Bezug auf intertextuelle Fehler bzw. Plagiate. Gängige Plagiatserkennungssoftware und aktuelle Weiterentwicklungen werden vorgestellt. Zudem wird erarbeitet, was gute wissenschaftliche Praxis in Bezug auf das eigene Schreibprojekt bedeutet.



Gerade die ersten Hausarbeiten im Studium stellen Studierende häufig vor Herausforderungen, die sie mit ihren bisherigen, vor allem aus der Schule bekannten, Techniken und Arbeitsroutinen nur schwer bewältigen können. In dem Workshop erhalten die Studierenden die Gelegenheit, anhand der eigenen Hausarbeit den Prozess (sozial-)wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens unter schreibdidaktischer Leitung zu erproben.

Mithilfe von Übungen, die der schreibdidaktischen Forschung entstammen, können sie systematisch das Hausarbeitsthema finden und eingrenzen, eine konkrete und angemessene Fragestellung formulieren, effektive Recherchestrategien sowie Exzerpiertechniken kennenlernen und umsetzen. Es werden verschiedene konkrete Formulierungsmöglichkeiten für die Integration wissenschaftlicher Literatur in die eigene Argumentation (intertextuelle Prozeduren) vorgestellt und die TeilnehmerInnen können diese auf das eigene Thema anwenden. Die Studierenden erhalten Tools, mit denen sie ihre Gliederungen und ihre Argumentationsstruktur selbst überprüfen können.

Auch die angemessene Arbeitsplanung und das Zeitmanagement werden am Beispiel der eigenen Hausarbeit thematisiert. Zudem erfahren die TeilnehmerInnen, welche Formen von Plagiaten es in der Wissenschaft gibt und wie sie einen plagiatsfreien Schreibprozess bewerkstelligen können.



Thema, Fragestellung und Gliederung sind zentral für das Gelingen einer wissenschaftlichen Haus- oder Abschlussarbeit. Sie stellen den Kompass dar, der die Schreibenden während des nicht immer geradlinig verlaufenden wissenschaftlichen Schreibprozesses in der Spur hält. Das eingrenzte Thema steckt einen sinnvollen, fachlichen Bezugsrahmen für die Fragestellung ab. Und nur anhand der Fragestellung lässt sich der Fachdiskurs problemorientiert rezipieren und Literatur gezielt verarbeiten. Durch die Gliederung wird rezipiertes Wissen hinsichtlich der eigenen Argumentation strukturiert und ein Gerüst für die Rohfassung des Textes entworfen.

Das systematische Vorgehen in diesen Arbeitsphasen stellt also die Weichen für einen erfolgreichen Schreibprozess. Im Workshop werden Tools & Techniken für das Entwickeln von Thema, Fragestellung und Gliederung (in Bezug auf den Fachdiskurs) vorgestellt und angewendet.



Den stets verlangten und oft vermissten roten Faden in der eigenen wissenschaftlichen Arbeit anzulegen und sichtbar zu machen – das können Sie in diesem Workshop lernen.

Die Metapher des roten Fadens umschreibt sowohl den inneren, inhaltlichen Zusammenhang als auch den (wissenschafts-) sprachlichen Ausdruck dieses Zusammenhangs. Im Workshop lernen Sie Arbeitstechniken und wissenschaftliche Formulierungen kennen, mithilfe derer Sie den roten Faden Ihres Textes von der der gesamten Gliederung, über die Kapitel und Unterkapitel Ihrer Arbeit bis hin zu Absätzen und einzelnen Sätzen inhaltlich anlegen und sprachlich sichtbar machen können. Sie werden verstehen, wie wichtig eine konkrete Fragestellung für den roten Faden ist und lernen, wie Sie eine solche Fragestellung formulieren können.

Die Einleitung und der Schluss spielen als funktional-kommunikative Kapitel eine zentrale Rolle bei der Herstellung von Kohärenz, und die Qualität von Einleitung und Schluss verrät häufig bereits viel über den roten Faden der gesamten Arbeit. Daher wird im Workshop auch exemplarisch an eigenen Einleitungen und Schlussteilen gearbeitet.



Schriftlich argumentieren – was bedeutet das eigentlich und wie geht das? Was ist eigentlich „meine eigene Leistung“ in meiner Arbeit, die sich ‚nur‘ auf andere Texte bezieht? Und darf ich „meine eigene Meinung“ zu einem Thema aufschreiben?

In sozialwissenschaftlichen Haus- oder Abschlussarbeiten gehen Sie weit über das Sammeln und Referieren von Fachliteratur zu einem Thema hinaus. Ausgehend von Ihrer Fragestellung wählen Sie geeignete Fachliteratur aus, welche Sie rezipieren, verstehen und in einen neuen, erkenntnisleitenden Zusammenhang stellen. In Ihrer Argumentation knüpfen Sie an einen bestehenden Wissensstand an und beziehen Sie sich auf andere Autor*innen. Durch die theoretisch geleitete Analyse Ihres Untersuchungsgegenstands, durch das Argumentieren, Diskutieren und Reflektieren in Ihrem Text, entwickeln Sie einen eigenen wissenschaftlich begründeten Standpunkt – die Antwort auf Ihre Fragestellung. Das alles sind eigene Leistungen die im Text sichtbar gemacht werden können.

Im Workshop knüpfen wir an vorhandenes Wissen an und bauen es aus, Sie lernen Handwerkszeug für das schriftliche Argumentieren kennen und wenden es an eigenen Texten an.



Schreibende überfordern sich oft mit dem Anspruch, im ersten Anlauf oder in einem Rutsch den perfekten wissenschaftlichen Text verfassen zu wollen. Solche nicht einlösbaren Ansprüche an die wissenschaftliche Textproduktion führen nicht selten zu Stockungen im Schreibprozess oder gar Schreibproblemen. Um solchen Schwierigkeiten vorzubeugen, werden in diesem Workshop das Schreiben und Überarbeiten einer Rohfassung als zentrale Schritte für den wissenschaftlichen Schreibprozess thematisiert und konkrete Schreibstrategien und Überarbeitungstechniken anhand eigener Texte geübt.



Schreiben stellt eine zentrale Tätigkeit im Studium sozialwissenschaftlicher Fächer dar. Häufig verlaufen studentische Schreibprojekte aus der Perspektive der Schreibenden "irgendwie", warum es manchmal sehr gut und manchmal nicht so gut klappt, ist für die Schreibenden nicht immer nachvollziehbar. Ziel des Workshops ist es daher zum einen, die eigene(n) Schreibstrategie(n) zu reflektieren, das Repertoire zu erweitern und zu lernen, verschiedene Schreibstrategien gezielt einzusetzen. Zum anderen werden typische und selbst erlebte Schreibprobleme thematisiert und Lösungsmöglichkeiten entwickelt, so dass die Teilnehmer*innen nach dem Workshop Hürden im Schreibprozess überwinden können.