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Archäologie der Griechischen, Römischen und Byzantinischen Welt (B.A.) (2-Fächer)

Name des Studienfachs:Archäologie der Griechischen, Römischen und Byzantinischen Welt (2-Fächer)
Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.) (2-Fächer)
Regelstudienzeit: 6 Semester
Studienbeginn: nur Wintersemester

Zulassung zum Sommersemester 2018:

  • 1. Fachsemester: keine Zulassung (Studienbeginn nur zum Wintersemester)
  • 2. bis 6. Fachsemester: zulassungsfrei (Immatrikulation ohne vorherige Bewerbung)
  • Internationale Bewerber: Studienbeginn nur zum Wintersemester (Bewerbung bei International Student Office)



Darstellung des Studienfachs
Gegenstand/Inhalte/Zielsetzungen
Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Fachs „Archäologie der Klassischen und Byzantinischen Welt“ sollen sich breite Kenntnisse auf dem Gebiet der Kunst- und Kulturgeschichte der griechischen, römischen und byzantinischen Welt sowie über deren Kontakte mit den Nachbarkulturen erarbeiten und die Fähigkeit zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten erwerben. Das Studium verschafft insbesondere einen Überblick über die wichtigsten Epochen, geographischen Einheiten, Denkmälergattungen, funktionalen Kontexte, Darstellungsinhalte und ikonographischen Traditionen in ihrer wechselseitigen Abhängigkeit. Die Absolventinnen und Absolventen sollen die grundlegende Fachterminologie beherrschen sowie die fachspezifischen Methoden und theoretischen Ansätze der Klassischen Archäologie und der Christlichen Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte als Kultur- und Bildwissenschaften kennen und anwenden können. Der Studiengang vermittelt analytische Fähigkeiten im Umgang mit archäologischen Befunden und Bildwerken, insbesondere visuelle Kompetenzen und ein Bewusstsein für die medialen Eigenschaften historischer Quellen sowie vielfältig einsetzbare praktische Fertigkeiten.

Im Studiengang sind die fachwissenschaftlichen und historischen Einführungen in die griechische, römische und byzantinische Kultur sowie die Begleitung dieser Veranstaltungen durch Tutorien parallel aufgebaut. Der Studiengang trägt außerdem dem aktuellen fachwissenschaftlichen Trend zu kulturanthropologischen Fragestellungen und zur interdisziplinären Feldforschung Rechnung. Das geschieht durch kulturvergleichende integrative Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit benachbarten Disziplinen sowie durch die Vermehrung der obligatorischen Praxisanteile. Genuiner Bestandteil des Studienganges sind interne und externe Praktika wahlweise im Bereich von Grabungstechnik, Vermessungstechnik, zeichnerischer und photographischer Objekt-Dokumentation, digitale Bildbearbeitung, Keramikanalyse und -restaurierung, Abformtechniken, Museologie, Denkmalpflege, archäologischem Wissenschaftsjournalismus mit den entsprechenden berufsbefähigenden Perspektiven.


Fachgebiete und Forschungsschwerpunkte
Die Verbindung der Fächer „Klassische Archäologie“ und „Christliche Archäologie/Byzantinische Kunstgeschichte“ in dem Bachelorstudiengang ergibt sich aus gemeinsamen methodischen Grundlagen sowie inhaltlichen Überschneidungen im Bereich der paganen und christlichen Spätantike. Weitere Synergieeffekte ergeben sich aus den komplementären Forschungsschwerpunkten der Fachvertreter (z. B. politische Ikonologie, Stilanalyse, Akkulturationsforschung, Geschlechterforschung, Architekturgeschichte, Liturgieforschung).

Der Studienstandort Göttingen mit seinen bedeutenden institutseigenen Sammlungsbeständen und Werkstätten sowie den Kooperationen mit den benachbarten Antikenmuseen in Kassel, Hannover und Hildesheim bietet besonders günstige Voraussetzungen für den geforderten Praxisanteil des Studienganges (Feldforschung, Objekt-Dokumentation, musealen Präsentation, Einblicke in Fragen der archäologischen Restaurierung) und für Ausbildung und Forschung insbesondere auf den Gebieten der antiken Skulptur, der Numismatik und der Antikenrezeption.


Sprachanforderungen, die während des Studiums zu erfüllen sind
Die Vielsprachigkeit der fächerspezifischen wissenschaftlichen Literatur erfordert von den Studierenden Lesefähigkeiten in mehreren europäischen Sprachen (Englisch, Französisch, gegebenenfalls Italienisch, Spanisch und Neugriechisch), die zugleich ihre internationale Ausrichtung und interkulturellen Kompetenzen fördern. Eine formale Prüfung dieser Sprachkenntnisse findet nicht statt. Studierenden, die nach erfolgreichem Abschluss des BA einen Masterstudiengang „Klassische Archäologie“ oder „Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte“ anstreben, wird empfohlen, fehlende Kenntnisse der alten Sprachen (Latein und Griechisch) und der oben genannten modernen Sprachen im Professionalisierungsbereich zu erwerben.


Aufbau des Studiums
Der Bachelorstudiengang „Archäologie der Klassischen und byzantinischen Welt“ (66 credits) ist ein Verbundstudiengang, der von den Fächern Klassische Archäologie sowie Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte durchgeführt wird. Der Großteil der Veranstaltungen ist für alle Studierenden verbindlich. Zusätzlich sollen im Kerncurriculum von den Studierenden Schwerpunkte in Klassischer Archäologie oder Christlicher Archäologie und Byzantinischer Kunstgeschichte gebildet werden. Die Orientierungsmodule der Einführungsphase (1. und 2. Semester) vermitteln überblicksartige Kenntnisse auf zentralen Feldern der beiden Fachgebiete. In den anschließenden Aufbaumodulen (3. bis 6. Semester) werden fachspezifische Methoden und Forschungsansätze exemplarisch an unterschiedlichen Themenbereichen gelehrt. Ein wesentliches Charakteristikum des Studienganges sind die methodenorientierten und kulturvergleichenden integrativen Veranstaltungen. Eine praktische Anwendung und Ergänzung des erworbenen Wissens erfolgt in dem studienbegleitenden Praxismodul (Modul 6), das eine Vielfalt an Möglichkeiten persönlicher Schwerpunktbildung zulässt.

    Übersicht über Art und Umfang der zu belegenden Pflicht- und Wahlpflichtmodule:
  • Modul 1 (Orientierungsmodul I): Einführung in die griechische bzw. byzantinische Archäologie (12/10)
  • Modul 2 (Orientierungsmodul II): Einführung in die römische Archäologie (11/8)
  • Modul 3 (Aufbaumodul I): Kontexte (mit integrativer Vorlesung) (11/4)
  • Modul 4 (Aufbaumodul II): Gattungen, Epochen, Regionen I (12/6)
  • Modul 5 (Aufbaumodul III): Analyse und Interpretation I (12/6)
  • Modul 6 (studienbegleitendes Modul): Archäologische Praxis I (4 Credits)
  • Modul 7 (studienbegleitendes Modul): Archäologische Praxis II (4 Credits)




Fächerkombination
Grundsätzlich steht die Wahl des zweiten Faches frei. Studierenden, deren Berufsziel im engeren Bereich der Altertumswissenschaften liegt und die eine nachfolgende Aufnahme eines Master-Studienganges anstreben, wird empfohlen, das zweite Fach bzw. Module im Professionalisierungsbereich aus dem Gebiet der Altertumswissenschaften, der Kunstgeschichte oder anderer Kulturwissenschaften (z.B. Ethnologie, Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie) zu wählen.


Mögliche/empfohlene Profile
Der Erwerb von Kenntnissen in Latein und Griechisch im Professionalisierungsbereich (jeweils 9 credits) ist im Hinblick auf ein archäologisches Aufbaustudium als fachwissenschaftlich-vertieftes Profil anzusehen.


Berufsfelder
Der Studiengang vermittelt Kenntnisse sowie methodische und praktische Fähigkeiten, die den Absolventen erlauben, sich für Berufsfelder im Bereich von Jugend- und Erwachsenenbildung, Kulturmanagement, Tourismus, Verlagen, Presse, Neuen Medien, diplomatischen Einrichtungen, internationalen Organisationen, usw. weiter zu qualifizieren sowie sich durch die Studienfortsetzung im Masterstudiengang auf eine wissenschaftliche Laufbahn im Bereich von Museen, Denkmalschutz, Universität sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen vorzubereiten.