Faculty of Agricultural Sciences

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CoronaUpdateDie Universität Göttingen hat eine Internet-Seite eingerichtet, um über aktuelle Entwicklungen an der Universität, die sich aufgrund der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) ergeben, zu berichten. Bitte sehen Sie bei Fragen zu allererst dort nach.

Für die Fakultät für Agrarwissenschaften ergibt sich daraus, dass alle offenen Sprechstunden der Studienberatung, des Prüfungsamts, des Bewerbungsbüros und des Studiendekans bis auf weiteres entfallen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Sie erreichen die Ansprechpartner*innen weiterhin bevorzugt per E-Mail und während der üblichen Sprechzeiten telefonisch.

Erkundigen Sie sich bitte auf den Internet-Seiten der einzelnen Abteilungen bezüglich der Organisation der dortigen Sprechstunden etc.

Das Studiendekanat hat eine Liste mit dem aktuellen Stand der Module für das Sommersemester 2020 (Stand 03.04.20) erstellt. Dort finden Sie, ob und wenn auf welche Art und Weise die Module im Sommersemester stattfinden. Diese Liste wird kontinuierlich aktualisiert. Sollte ein für Sie interessantes Modul noch nicht dort erfasst sein, schauen Sie bitte in den nächsten Tagen nochmals vorbei.





Tier, Pflanze, Wirtschaft - Wie ist es in Göttingen Agrarwissenschaften zu studieren? Einen Einblick für Studieninteressierte verschafft dieser kurze Film der Fakultät, der unter Mitwirkung von Studierenden entstand.
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Zucker-Steuer hat mehr Rückhalt als gedacht

ZuckersteuerGöttinger Forschungsteam untersucht Bürgerakzeptanz für ernährungspolitische Maßnahmen

Der Anstieg ernährungsbedingter Erkrankungen führt zu hohen gesellschaftlichen Folgekosten. Im internationalen Vergleich ist die deutsche Politik jedoch bisher zurückhaltend mit politischen Interventionen, die ein gesundes Ernährungsverhalten der Bürgerinnen und Bürger unterstützen. Stärkere Eingriffe wie Lenkungssteuern oder Verbote in der Bevölkerung seien unpopulär, so die Befürchtung. Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen zeigen nun jedoch: In Deutschland gibt es einen deutlichen Rückhalt für ernährungspolitisches Handeln. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nutrients erschienen.

Die Forscherinnen und Forscher der Abteilung für Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte der Universität Göttingen haben in einer Online-Befragung mehr als 1.000 Verbraucherinnen und Verbraucher zu verschiedenen, aktuell diskutierten Maßnahmen wie Werbeverboten für Kinderlebensmittel mit hohem Zuckergehalt und Zucker- sowie Softdrink-Steuern befragt. Die Gruppe der Befragten entspricht im Alter, Geschlecht, Bildung und Region dem Durchschnitt der deutschen Bevölkerung. Insgesamt befürworten gut 60 Prozent der Bürger ernährungspolitisches Handeln des Staates. Je nach Instrument zeigen sich Zustimmungswerte zwischen 34 und 79 Prozent. Ein Viertel der Befragten ist beim Thema Ernährungspolitik gleichgültig. Lediglich 11 Prozent sind grundsätzlich ablehnend. mehr...



Agrarwissenschaftler unterstützen Empfehlung für Tierschutzsteuer

Studie der Universität Göttingen zeigt Unterschied zwischen Einstellung und Kaufverhalten auf

konsumentbürgerAgrarwissenschaftler der Universität Göttingen unterstützen die Einführung einer Steuer auf alle tierischen Produkte. Eine entsprechende Empfehlung hat das Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung in dieser Woche dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft übergeben. Darin sprechen sich die Expertinnen und Experten für eine Tierschutzsteuer aus, deren erwartete Einnahmen in Höhe von gut 3,5 Milliarden Euro in den Umbau der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung in Deutschland fließen sollen. Die Göttinger Agrarökonomen sprechen sich nun in einem Positionspapier ebenfalls für diese Empfehlung aus. Ihre Begründung: Zwischen der Einstellung von Konsumentinnen und Konsumenten zur Nutztierhaltung und deren tatsächlichen Kaufverhalten bei tierischen Produkten klafft eine Lücke.

In ihrem Positionspapier „Warum wir eine Tierschutzsteuer brauchen – Die Bürger-Konsumenten-Lücke“ zeigen die Autoren Dr. Gesa Busch und Prof. Dr. Achim Spiller vom Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen, dass es eine systematische Lücke zwischen den Präferenzen der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland für mehr Tierschutz und der Zahlungsbereitschaft im Markt gibt. „Bei Fleisch sprechen sich in Studien bis zu 80 Prozent der Befragten für eine bessere Form der Tierhaltung aus“, so die Autoren. „Im Vergleich dazu sind die Marktanteile von Bio-Fleisch mit ein bis zwei Prozent sehr gering.“ Ein Teil dieser Konsumenten-Bürger-Lücke sei selbstgemacht, sagen die Forscher, durch schlechte Politik und Marktversagen. „Aber es verbleibt eine erhebliche Lücke, die nicht einfach durch ein verbessertes Angebot von Tierwohl-Produkten aufhebbar ist.“ mehr...



Klauenkrankheit Tylom bei Kühen wesentlich genetisch bedingt

Kuh HolsteinForscherteam der Universitäten Halle-Wittenberg und Göttingen identifiziert verantwortliches Gen

Einem Forscherteam der Universitäten Halle-Wittenberg und Göttingen ist der Nachweis gelungen, dass eine der Klauenkrankheiten von Kühen wesentlich genetisch bedingt ist. Die Interdigitale Hyperplasie wird bisher meist rein auf die Hygienebedingungen im Stall zurückgeführt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stießen jedoch auf einen Betrieb, in dem die Krankheit gehäuft vorkam und identifizierten ein verantwortliches Gen. Mit gezielter Züchtung könnte die Krankheit nun eingedämmt werden. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Frontiers in Genetics veröffentlicht.

„Das passt alles zusammen, so einen Fall haben wir ganz selten“, sagt Prof. Dr. Hermann Swalve, Professor für Tierzucht am Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Um ein einziges Gen zu identifizieren, dass eine Krankheit zu großen Teilen verantwortet, müssen viele Faktoren passen. Swalves Team gelang die Entdeckung, weil seine Arbeitsgruppe seit Jahren mit großen Datenbeständen von Kühen in Deutschland arbeitet. Dabei fiel ein Betrieb auf, in dem die Interdigitale Hyperplasie, auch Limax oder Tylom genannt, gehäuft auftrat. Unter der Krankheit leiden drei bis acht Prozent aller Kühe in Deutschland im Laufe ihres Lebens, meist jedoch in höherem Alter. Zwischen den beiden Zehen der Klaue von Rindern wächst dabei eine weitere, „verkümmerte“ Zehe heran, welche die eigentlichen Zehen auseinanderspreizt. „Es kommt zu Hautrissen, die wiederum Eintrittspforten für Bakterien und damit für weitere Erkrankungen bilden“, so Swalve. Die Tiere lahmen, die Lebensdauer wird verkürzt. mehr...



Zurück in die Zukunft? Umdenken für Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturschutzwert

agrarlandInternationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universitäten Göttingen und Kassel sowie des Thünen-Instituts entwickelt Szenarien

Zunehmende und intensivere Landwirtschaft hat zu vielfältigen Konflikten mit dem Naturschutz geführt. Trotz dieses weltweiten Trends weisen in der Europäischen Union etwa 30 Prozent der Agrarflächen als sogenannten High Nature Value Farmlands (HNV-Farmlands) einen hohen Naturschutzwert auf. Ein europäisches Forschungsteam mit Beteiligung der Universitäten Göttingen und Kassel sowie des Braunschweiger Thünen-Instituts für Biodiversität hat in einer aktuellen Studie die Zukunft dieser Agrarflächen untersucht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Frontiers in Ecology and the Environment erschienen.

Prof. Dr. Tobias Plieninger, der eine gemeinsame Professur der Universitäten Göttingen und Kassel innehat, entwickelte mit den Kolleginnen und Kollegen eine Reihe von Empfehlungen, wie Agrarlandschaften mit hohem Naturschutzwert durch finanzielle, soziale, politische, technische und Produkt-Innovationen über die Agrarpolitik unterstützt werden können. Erstautorin Angela Lomba vom Research Centre in Biodiversity and Genetic Resources, Portugal, sagt: „Agrarflächen mit hohem Naturwert stellen wertvolles Kapital dar. Sie ermöglichen es der Gesellschaft, aktuell existierende und zukünftige Umweltprobleme zu bewältigen. Allerdings bedarf es eines Paradigmenwechsels, um die naturverträglich wirtschaftenden Bauernhöfe zu erhalten und die Agrarlandschaften von hohem Naturschutzwert für zukünftige Generationen zu erhalten.“ mehr...



Risiko für gleichzeitige Dürreperioden in Weizenanbaugebieten steigt

weizenAgrarwissenschaftler der Universität Göttingen an internationaler Studie beteiligt

Falls die weltweiten Treibhausgasemissionen weiterhin unvermindert ansteigen, könnte das Risiko für extreme Dürreperioden, die zentrale Weizenanbaugebiete gleichzeitig treffen, bis zum Ende des Jahrhunderts auf das drei- bis vierfache ansteigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Studie mit Beteiligung der Universität Göttingen. Selbst bei einer deutlichen Reduktion der CO2- und anderen Treibhausgasemissionen wird sich das Risiko nach Ansicht der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verdoppeln. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Science Advances erschienen.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten gab es bereits massive und extreme Dürreperioden, die die Getreideproduktion in den zentralen Anbaugebieten beeinträchtigt haben. Es ist davon auszugehen, dass deren gleichzeitiges Auftreten ein wesentlicher Grund für die Verknappung und Verteuerung von Weizen und darauf basierender Lebensmittel war. „Wenn die Wahrscheinlichkeit, dass solche Ereignisse gleichzeitig passieren, aufgrund des Klimawandels weiter zunimmt, hat das deutliche Auswirkungen auf das zweite Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen, den Hunger in der Welt bis 2030 zu eliminieren“, erläutert der Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Reimund P. Rötter von der Universität Göttingen. mehr...

Die Kuh bestimmt mit, welches Kraut wächst

Rinder GraslandForschende aus Göttingen, Heidelberg und Zürich untersuchen, wie die Rinderrasse die Pflanzenzusammensetzung beeinflusst

Angus oder Hochlandrind: Kuh ist nicht gleich Kuh, wenn es um die Vorlieben beim Fressen von verschiedenen Kraut-, Gras- und Straucharten geht. Forscherinnen und Forscher der Universitäten Heidelberg und Göttingen haben in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Forschungsinstitut Agroscope gezeigt, dass die Rinderrasse die botanische Zusammensetzung von Weideflächen beeinflusst. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Agriculture, Ecosystems and Environment erschienen.

Rinder, Schafe und Ziegen beeinflussen durch das Fressen, welche Pflanzen auf ihren Weiden wachsen; das ist schon länger bekannt. Wenig bekannt ist hingegen, wie sich die Beweidung durch verschiedene Rinderrassen auf die Vegetation auswirkt. Denn produktionsorientierte Rassen wie Charolais, Angus, Fleckvieh oder Braunvieh unterscheiden sich von Robustrindern wie Hochlandrinder oder Galloway bezüglich Futterbedarf, Wachstumsrate und Gewicht. Zudem zeigen sie unterschiedliche Verhaltensweisen in der Bewegung und der Wahl des Futters.

Um herauszufinden, welche Auswirkungen eine Rinderrasse auf die Weidevegetation hat, gingen die Forscherinnen und Forscher wie folgt vor: Sie verglichen die botanische Zusammensetzung auf Flächen, die seit vielen Jahren von Hochlandrindern beweidet wurden, mit angrenzenden Weiden intensiverer Rinderrassen. Insgesamt nahm das Forschungsteam so 50 Flächen an 25 Standorten in Bergregionen in Süddeutschland und in der Schweiz unter die Lupe. mehr...