Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Medizinrecht und Rechtsvergleichung

5. Göttinger Symposium zum Medizinrecht

Am 14.06.2022 wird das 5. Göttinger Symposium zum Medizinrecht stattfinden. Diesjähriges Thema ist "Advance Care Planning in der Psychiatrie". Abgehalten wird dies in dem historischen Gebäude der Universitätsbibliothek (Papendiek 14, 37073 Göttingen). Das Symposium beginnt um 10:00 Uhr und wird voraussichtlich um 17:00 beendet sein.

Weitere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen.


Ärztliche Verantwortung an den Grenzen der Sinnhaftigkeit medizinischer Maßnahmen. Zum Umgang mit „Futility“

Ärzte zunehmend Entscheidungen treffen, ob und wann sie auf den Einsatz von bestimmten medizinischen Maßnahmen verzichten dürfen oder sogar sollten. Auch müssen sie entscheiden, in welchen Fällen diese Überlegungen in das Gespräch mit ihren Patientinnen und Patienten eingebracht werden sollten. Um ihnen für solche Situationen eine Orientierung zu geben, hat die Zentrale Ethikkommission bei der Bundesärztekammer (ZEKO) die Stellungnahme „Ärztliche Verantwortung an den Grenzen der Sinnhaftigkeit medizinischer Maßnahmen. Zum Umgang mit "Futility" erarbeitet.

Die Stellungnahme ist auf der Seite der Bundesärztekammer veröffentlicht.


Vulnerabilität und Resilienz in der Krise - Ethische Kriterien für Entscheidungen in einer Pandemie

Der Deutsche Ethikrat reflektiert die im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie gemachten Erfahrungen und zieht daraus Lehren für den Umgang mit zukünftigen Pandemien. Er entwickelt wichtige ethische Kriterien für komplexe Entscheidungen und legt eine Reihe konkreter Empfehlungen für Güterabwägungen im Kontext von Pandemien vor. Neben dem Ausgleich zwischen individuellen Freiheitsrechten und Geboten der öffentlichen Gesundheitsfürsorge betreffen diese beispielsweise auch den Umgang mit Unwissen und Ungewissheit, die insbesondere zu Beginn der Pandemie politische Entscheidungen erschwert haben. Gefordert werden weiterhin verbesserte Kommunikations- und Informationsstrategien sowie die Einbeziehung von Menschen mit eingeschränkten Partizipationsmöglichkeiten in die sie betreffenden Entscheidungen. Aus demokratietheoretischer Perspektive spricht sich der Ethikrat für die Förderung von Eigenverantwortung, Solidarität und gesellschaftlichem Zusammenhalt aus.

Die Stellungnahme ist auf der Seite des Deutschen Ethikrats abrufbar.