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Betriebswirtschaftslehre (BWL) (B.Sc.)

Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) befasst sich mit allen wirtschaftlichen Fragestellungen und Entscheidungen aus Sicht eines einzelnen Unternehmens und anderer Institutionen. Es geht um die Organisation, Personalführung, Finanzierung, Produktion sowie um das Rechnungswesen und Marketing. Als Schwerpunkte in Göttingen können "Finanzen, Rechnungswesen und Steuern", "Marketing und E-Business" sowie "Unternehmensführung" bereits im Bachelor-Studiengang vertieft werden. Die aufbauenden Master-Studiengänge erlauben dann eine weitere Spezialisierung.


Name des Studienfachs: Betriebswirtschaftslehre (B.Sc.)
Abschluss: Bachelor of Science (B.Sc.)
Regelstudienzeit: 6 Semester
Studienbeginn: jedes Winter- und Sommersemester

Zulassung:

  • 1. Fachsemester: zulassungsbeschränkt (Bewerbung bei der Universität)
  • 2. bis 6. Fachsemester: zulassungsbeschränkt (Bewerbung bei der Universität)
  • Internationale Bewerber (Non-EU): zulassungsbeschränkt (Bewerbung bei International Student Office)


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Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) nimmt die Perspektive von einzelnen Unternehmen ein. Im Studium lernen Sie die Teilbereiche in Unternehmen kennen wie etwa Controlling, Marketing oder Produktion und Logistik. Dabei wird vor allem versucht, die einzelnen Entscheidungsprozesse nachzuvollziehen und zu erklären. Wirtschaftliche Entscheidungen betreffen die Verwendung von Gütern, die knapp, d. h. nicht im Überfluss vorhanden sind. Wirtschaftliches Handeln ist rationales, vernünftiges Handeln mit knappen Gütern zur Erreichung von Zielen. Die Ziele sind überwiegend geldbezogen, z. B. auf die Erwirtschaftung von Gewinn ausgerichtet. Die Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft muss die jeweils betrachteten Probleme präzise abbilden; nur so erreicht man die Genauigkeit, die gebraucht wird, um Erkenntnisfortschritte zu erzielen. Die präziseste Sprache ist die Mathematik. Deswegen ist auch die Betriebswirtschaftslehre eine Wissenschaft, in der die Mathematik eine große Rolle spielt.

Der BWL-Bachelorstudiengang vermittelt Ihnen zum einen das nötige Fachwissen, um nach dem Abschluss in den Beruf einzusteigen. Zum anderen legt er die wissenschaftlichen Grundlagen, um ein Masterstudium anzuschließen und einen weiteren berufsqualifizierenden Abschluss zu erwerben.

Bereits im Bachelorstudium können Sie nach dem Absolvieren der Pflichtmodule eigene Schwerpunkte setzen und verstärkt Veranstaltungen aus einem der drei folgenden Bereiche besuchen:

  • Finanzen, Rechnungswesen und Steuern (Finance, Accounting and Taxes)
  • Marketing und E-Business (Marketing and E-Business)
  • Unternehmensführung (Management)

Diese Schwerpunkte können Sie sich später im Bachelorzeugnis ausweisen lassen. Sie müssen aber keinen Schwerpunkt wählen, sondern können sich alternativ auch generalistisch ausbilden lassen.

Als Voraussetzungen für ein qualifiziertes wirtschaftswissenschaftliches Bachelorstudium sollten Sie insbesondere Interesse an wirtschaftswissenschaftlichen Fragestellungen und Zusammenhängen sowie gute Englisch- und Mathematikkenntnisse mitbringen. Sie müssen zwar keine hochmathematischen Probleme lösen und in der Schule auch keinen Mathematik-Leistungskurs belegt haben, doch gehören Rechnen und der Umgang mit Zahlen und Formeln zum Wirtschaftsstudium in allen Bereichen dazu, so dass ein mathematisches Verständnis sowie Freude am Umgang mit Zahlen hilfreiche Voraussetzungen sind. Auch eine kaufmännische Ausbildung ist vorteilhaft, aber natürlich keine Bedingung. Bevor die Vorlesungen im Semester beginnen, bietet die Fakultät einen Mathematik-Vorkurs zur Auffrischung der eigenen Kenntnisse an (jedes Sommer- und Wintersemester).

In der ersten Semesterwoche der Sommer- und Wintersemester werden Sie von älteren Studierenden, den Tutor*innen der WiWi-O-Phase, betreut. Neben den ersten Vorlesungen lernen Sie vor allem wichtige Lernmanagement- und Prüfungsverwaltungssysteme kennen, bekommen Informationen zur Stundenplangestaltung, zu den Prüfungs- und Studienordnungen der Studiengänge und können sogar mit den Professor*innen der Fakultät beim Professoren-Frühstück sprechen. Bei Stadtrallye und Kneipenabenden lernen Sie sich gegenseitig kennen. Schon vor Vorlesungsbeginn können Sie (freiwillig) am Mathe-Vorkurs (MVK) teilnehmen, in dem ausgewählte Inhalte aus der Schulmathematik wiederholt werden und auf das Mathematik-Modul im 1. Semester vorbereitet wird. Die WiWi-Fachschaft organisiert das "soziale Rahmenprogramm" mit Kneipenabenden sowie Campus- und Stadtführungen.


Auch im digitalen Semester gut betreut

Zum Sommersemester 2020 haben die WiWi-O-Phase und die WiWi-Fachschaft eine digitale O-Woche organisiert mit einem virtuellen Tandem-Programm für Erstsemester, digital zur Verfügung gestellten Informationen, einer virtuellen Stadt- und Campusführung, virtuellen Kennenlern- und Spieleabenden sowie einem Begrüßungsvideo unser Professor*innen:


In der Mitte des Sommersemesters hat die Fakultät darüber hinaus gemeinsam mit der Fachschaft ihre Studierenden nach ihren bisherigen Erfahrungen mit dem digitalen Semester befragt. Von den rund 800 Teilnehmer*innen haben fast 70 Prozent den Start des Semesters mit "lief eher gut" und "lief sehr gut" bewertet. 67 Prozent der Befragten fühlen sich durch das digitale Lehrangebot gut auf die Prüfung am Ende des Semesters vorbereitet und sogar rund 80 Prozent der Bachelor-Erstsemester haben sich von der Fakultät gut über das digitale Semester informiert gefühlt: Zur Umfrage (externe Webseite/ WiWi-Fachschaft)

Für das Wintersemester 2020/ 2021 plant die Fakultät einen Teil der Lehrveranstaltungen digital in Form von Online-Lehre anzubieten, aber zusätzlich dazu auch Präsenzkurse auf dem Campus durchzuführen.

Der Bachelorstudiengang in Betriebswirtschaftslehre gliedert sich in die Orientierungsphase (1. und 2. Semester) und in die Vertiefungs- und Spezialisierungsphase (3. bis 6. Semester).

In der Orientierungsphase (1. und 2. Semester) stehen die Grundlagenfächer, d.h. die Pflichtfächer, auf dem Stundenplan. Sie lernen die grundlegenden Problemstellungen und Lösungsansätze der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie einiger wichtiger Nachbardisziplinen kennen. Neben z.B. Einführung in die Finanzwirtschaft, Informations- und Kommunikationssysteme, Mikroökonomie I und Makroökonomie I sind darüber hinaus Mathematik und Statistik (Sie lernen relevante statistische Methoden kennen) sowie Recht für Wirtschaftswissenschaftler (z.B. Abschluss von Kaufverträgen) wichtige Pflichtveranstaltungen.

Im Vertiefungs- und Spezialisierungsstudium (3. bis 6. Semester) bauen Sie zunächst auf diesen Pflichtfächern auf und vertiefen Ihre Kenntnisse (Betriebswirtschaftliche Vertiefung). Darüber hinaus können Sie jetzt ihr Studium nach ihren eigenen Interessen und Berufswünschen ausrichten und entsprechende Module aus verschiedenen Bereichen frei wählen: Betriebswirtschaftliche Spezialisierung, Volkswirtschaftliche Vertiefung, Wirtschaftsfremdsprache und Wahlbereich. Sie eignen sich dadurch Schlüsselqualifikationen für ein weiterführendes Studium oder die berufliche Praxis an.

Im Bereich „Wirtschaftsfremdsprache“ müssen Sie ein wirtschaftsbezogenes fremdsprachliches Modul absolvieren. Im Wahlbereich können Sie darüber hinaus weitere fremdsprachliche Module sowie festgelegte Module anderer Fakultäten wählen.

Der BWL-Bachelorstudiengang ist zulassungsbeschränkt. Bewerbung und Immatrikulation sind zu jedem Sommer- und Wintersemester möglich.

Wir freuen uns, wenn Sie sich an unserer Universität bewerben: Zur Bewerbung

Die beruflichen Einsatzmöglichkeiten für Sie als Bachelor-Absolvent*innen sind vielfältig. Aufgrund Ihrer breiten und soliden Basisausbildung in allen betriebswirtschaftlichen Teilgebieten stehen Ihnen unabhängig von ihrer gewählten Spezialisierung vielfältige Einsatzmöglichkeiten offen. Als Generalisten können Sie in folgenden Bereichen eingesetzt werden:

  • in Geschäftsleitungen,
  • in betriebswirtschaftlichen Stabsabteilungen größerer Unternehmen,
  • in Beratungen, Behörden und Verbänden.
  • Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Unternehmensgründung.

Durch die Spezialisierungsmöglichkeiten eröffnen sich Ihnen darüber hinaus zusätzliche Berufschancen:

  • Spezialisierung auf Finanzen, Rechnungswesen und Steuern

    • Rechnungswesen und Steuern, Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung
    • Controlling, Finanzen und Risikomanagement
    • Banken, Versicherungen und andere Finanzdienstleister

  • Spezialisierung auf Marketing und E-Business

    • Marketing, Public Relations (PR)
    • Vertrieb, Einkauf, Handel, Marktforschung
    • Logistik und Planung, Logistik-Dienstleistung

  • Spezialisierung auf Unternehmensführung

    • Controlling, Organisation, Personalmanagement
    • Produktion, Einkauf, Logistik und Planung, Logistik-Dienstleistung

Lernen Sie die unterschiedlichen Berufsfelder unserer Absolvent*innen in den Alumni-Porträts kennen.

Im Anschluss an den Bachelorabschluss können Sie entweder direkt in den Beruf einsteigen (s.o.) oder im In- oder Ausland ein weiterführendes Masterstudium anschließen. Mit einem guten Bachelorabschluss können Sie in Göttingen zu einem der weiterführenden, viersemestrigen Masterstudiengänge zugelassen werden. Zur Auswahl stehen die folgenden Studiengänge:

  • Masterstudiengang in Finanzen, Rechnungswesen und Steuern
  • Masterstudiengang in Unternehmensführung
  • Masterstudiengang in Marketing und E-Business
  • Masterstudiengang in Global Business
  • Masterstudiengang in Steuerlehre
  • Masterstudiengang in Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung
  • Masterstudiengang in Angewandter Statistik
  • Masterstudiengang in History of Global Markets