Prof. Dr. Anke Hilbrenner


Forschungsschwerpunkte:

  • Alltagsgeschichte des Zweiten Weltkriegs - Gender Studies, Transnationale Geschichtsschreibung, Sport als Herrschaftspraxis in asymmetrischen Beziehungen (Besatzungspolitik, Lagergesellschaften)
  • Jüdische Geschichte im östlichen Europa - Nationalismusforschung, Diaspora Studies, Genozidforschung, Erinnerungskulturen
  • Geschichte des russländischen Terrorismus - Gewaltforschung, Emotionengeschichte, Neue Kolonialgeschichte


Kurzvita:

9/2016 Ruf auf die Professur für Neuere Geschichte Osteuropas an der Universität Göttingen, Dienstantritt ab 1.4.2017

14/5/2014 Habilitationskolloquium vor der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn und Verleihung der venia legendi für Neuere und Osteuropäische Geschichte

5/11/2003 Verleihung der Doktorwürde durch die Philosophische Fakultät der Universität Bonn

9/2016 Ruf auf die Professur für Neuere Geschichte Osteuropas an der Universität Göttingen, Dienstantritt ab 1.4.2017

4/2016-9/2016 Vertretung der W3 Professur (Martin Schulze Wessel) für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der LMU München

10/2014-9/2015 Vertretung der W3 Professur (Susanne Schattenberg) für Zeitgeschichte und Kultur Osteuropas an der Universität Bremen

14/5/2014 Habilitationskolloquium vor der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn und Verleihung der venia legendi für Neuere und Osteuropäische Geschichte

4/2004-9/2014 Hochschulassistentin an der Abteilung für Osteuropäische Geschichte der Universität Bonn

5/11/2003 Verleihung der Doktorwürde durch die Philosophische Fakultät der Universität Bonn

10/2000-3/2004 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Abteilung für Osteuropäische Geschichte der Universität Bonn

1999-2000 Promotionsstudium am DFG-Graduiertenkolleg "Kulturelles Bewusstsein und sozialer Wandel in der russischen und sowjetischen Gesellschaft im 20. Jahrhundert" an der Ruhr-Universität Bochum

9/12/1998 Erlangung des Grades einer Magistra Artium an der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn

ab WS 1992/93 Studium an der Universität Bonn der Fächer Osteuropäische Geschichte, Germanistik, Politische Wissenschaft

1/2020 VW-Stiftung Niedersächsischer Forschungsverbund: „Ambivalenzen des Sowjetischen: Diaspora-nationalitäten zwischen kollektiven Diskriminierungserfahrungen und individueller Normalisierung, 1953-2018“ - Projektbeteiligung als Sprecherin

7/2018 BKM-Projekt: Die kosmopolitische Stadt. Riga als globaler Hafen und internationale Handelsmetropole (1861-1939) - Projektleitung

12/2017 VW-Stiftung: Structured Education Carl Friedrich Lehmann-Haupt Doctoral Programm at Ilia State University, Tblissi, Georgien - Projektbeteiligung

11/2017 VW-Forschungskolleg Wissen/Ausstellen: Eine Wissensgeschichte von Ausstellungen im 20. Jahrhundert - Projektbeteiligung

11/2017 MWK Wissenschaft.Niedersachsen.Weltoffen Stipendium für einen geflüchteten Wissenschaftler - Projektleitung

4/2016 Bewilligung des DFG-Projektes "Alltag im Krieg jenseits von Kollaboration und Widerstand: Sport und Gewalt in den von Deutschland besetzten Gebieten während des Zweiten Weltkriegs in Ost- und Westeuropa" (2 DoktorandInnen)

3/2016 Heisenberg-Stipendium der DFG

2009-2015 Förderung des von mir beantragten und geleiteten wissenschaftlichen Netzwerkes zur Sportgeschichte im östlichen Europa "Integration und Desintegration: Sozial- und Kulturgeschichte des osteuropäischen Sports im internationalen Vergleich" mit 15 Mitgliedern in ganz Europa und in den USA durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).


1/2012 Mitglied in der Belarusisch-Deutschen Geschichtskommission

4/2016-9/2016 Direktorin des Deutsch-Polnischen Promotionskollegs "Deutschland und Polen im modernen Europa"

Seit 2012 Mitarbeit am Publikationsprojekt der Deutsch-Russischen Historikerkommission "Russland - Deutschland. Stationen gemeinsamer Geschichte - Orte der Erinnerung"

2010-2014 Mitarbeit am Publikationsprojekt "Russia's Great War and Revolution, 1914-1921: A Centennial Reappraisal": http://web.ku.edu/~russiasgreatwar/cgi-bin/index.php

seit 2009 Kooperation mit dem Scientific Network for the Research of European Sport History (geleitet von Prof. Dr. Christopher Young, Cambridge, UK und Prof. Dr. Alan Tomlinson, Brighton, UK)

seit 2008 Gründung und Leitung des wissenschaftlichen Netzwerkes "Integration und Desintegration: Sozial- und Kulturgeschichte des osteuropäischen Sports im internationalen Vergleich" mit 15 Mitgliedern in ganz Europa und in den USA.

Monographien:

Am 9. November. Innenansichten eines Jahrhunderts 1918, 1923, 1938, 1969, 1974, 1989, gemeinsam mit Charlotte Jahnz, Köln 2019.

Gewalt als Sprache der Straße: Terrorismus als Form politischer Kommunikation im Russischen Reich vor 1917 [Manuskript der Habilitationsschrift], Bonn 2014.

Diaspora-Nationalismus. Zur Geschichtskonstruktion Simon Dubnows [Schriften des Simon-Dubnow-Institutes 7], Göttingen 2007.

Sammelbände:

Sport under Unexpected Circumstances. Violence, Discipline, and Leisure in Penal and Internment Camps. Hg. Zusammen mit Gregor Feindt und Dittmar Dahlmann, Göttingen 2018, unter https://www.vr-elibrary.de/doi/book/10.13109/9783666310522.

Themenhefte von Fachzeitschriften:

Explosive Melange. Terrorismus und imperiale Gewalt in Osteuropa [Themenheft der Osteuropa 66, 2016, Heft 4] Hg. v. zusammen mit Manfred Sapper, Volker Weichsel und Felicitas Fischer von Weikersthal

Aufsätze:

„Jahrhundert der Lager.“ Sport als Gewaltpraxis, in: Indes. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft (2020), Heft 1, S. 33-39.

Der „Gang ins Volk“. Terrorismus in Russland, in: Deutschland – Russland. Stationen gemeinsamer Geschichte – Orte der Erinnerung (Band 2, Das 19. Jahrhundert), hg. v. Helmut Altrichter, Nikolaus Katzer, Wassili Dudarew und Anna Matwejewa, Berlin/Boston 2020, S. 247-256. Zusammen mit Gennadi Moschkin.

Of Heroes and Villains – The Making of Terrorist Victims as Historical Perpetrators in Pre-Revolutionary Russia, in: Jahrbuch für Europäische Geschichte 19 (2018), S. 19-38, unter https://www.degruyter.com/viewbooktoc/product/498177.

„Matč smerti“ i vyživanije. Voennaja povsednevnost' v Kieve v 1942 godu. Za ramkami kategorij sotrudničestva i soprotivlenija, in: „Vratar', ne sujsja za štrafnuju“ Futbol v kul'ture i istorii Vostočnoj Evropy. Hg. von Dirk Sukow, Marina Dmitrieva, Stefan Krause und Christian Lübke, Moskau 2018, S. 310-328.

Sport und die jüdische Suche nach Gemeinschaft in den (ost-)europäischen Metropolen der Zwischenkriegszeit, in: Aschkenas 27 (2017/1), S. 71-92.

The Perovskaia Paradox or the Scandal of Female Terrorism in Nineteenth Century Russia, in: pipps.org. The Journal of Power Institutions in Post-Soviet Societies Issue 17, 2016: Women in Arms. From the Russian Empire to Post-Soviet States, unter https://pipss.revues.org/4169 (referiert).

Publizistik:

Interview mit Anke Hilbrenner über die Resolution des Europäischen Parlaments zur Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, URL https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/hitlerstalinpakt_ankehilbrenner (05.11.2019).

Geschichtspolitik braucht Entspannungspolitik. Ein Beitrag von Martin Aust, Anke Hilbrenner und Julia Obertreis zu Präsident Putins Text über den Zweiten Weltkrieg, URL https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/geschichtspolitik_entspannungspolitik (02.07.2020). In russischer Sprache hier.

Diasporanationalismus. Eine politische Vision, in: Jüdische Geschichte & Kultur. Magazin des Dubnow-Instituts 4 (2020), S. 18-19.

Vollständige Publikationsliste

4/2016 Bewilligung des Heisenberg-Stipendiums der DFG

10/2015-3/2016 Stipendiatin des Maria-von-Linden Programms der Universität Bonn