Dr. Amanda Lubit

Amanda Lubit besucht das Zentrum für Globale Migrationsstudien bis zum Frühjahr 2027 als Marie-Sklodowska-Curie (MSCA) Post-Doktoranden-Stipendiatin der Dublin City University. Im vergangenen Jahr war sie Gaststipendiatin am Max-Planck-Institut zur Erforschung der religiösen und ethnischen Vielfalt. Amanda ist eine Sozial- und Kulturanthropologin, die sich auf die Themen Geschlecht, Sichtbarkeit, Identität, Zugehörigkeit, Pflege, Mobilität und Ortsbestimmung konzentriert. Sie hat auch Erfahrung mit kreativen Formen der verkörperten Ethnografie (z. B. Wandern und künstlerischer Ausdruck). Sie arbeitet mit dem Centre for Creative Ethnography zusammen und verbindet ihre akademische Forschung zunehmend mit ihrer persönlichen Faserkunstpraxis.
Ihr derzeitiges dreijähriges Projekt verwendet das analytische Konzept der „Fürsorge“, um herauszufinden, wie Flüchtlings- und Asylbewerberinnen in Irland Krisen verstehen und bewältigen. Sie konzentriert sich dabei auf Fragen der Unterbringung, Bildung, Gesundheitsversorgung und des Rassismus. Sie forscht mit Frauengruppen, die sich unter anderem mit gegenseitiger Hilfe, Solidaritätsinitiativen, Gartenarbeit, Kunst, Aktivismus beschäftigen. Diese Forschung baut auf ihrer Doktorarbeit an der Queen's University Belfast (2023) auf, in der sie untersuchte, wie muslimische Migrantinnen in Belfast (Nordirland) nach dem Konflikt ein Gefühl der Zugehörigkeit entwickeln. Diese Forschungsarbeit ist jetzt bei Berghahn Books als Open Access erhältlich: Life as a Migrant Muslim Woman in Sectarian Northern Ireland.
Amanda Lubit stammt ursprünglich aus den USA und hat zuvor einen Master-Abschluss in Anthropologie (Portland State University) und Public Health (Tufts University) erworben. Ihre Forschungsinteressen entwickelten sich aus ihrer früheren angewandten anthropologischen Arbeit zu HIV/AIDS, Sucht, psychischer Gesundheit, Obdachlosigkeit, Pandemien, Umweltkatastrophen und Vertreibung.