Zentrum für Globale Migrationsstudien (CeMig)

Zentrum für Globale Migrationsstudien (CeMig)

Migration ist eines der dringlichsten und komplexesten Themen des 21. Jahrhunderts. Das Zentrum für Globale Migrationsforschung (CeMig) vereint Wissenschaftler*innen des Göttingen Campus aus sechs verschiedenen Fakultäten sowie des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften (MPI-MMG). In interdisziplinärer Zusammenarbeit erforschen sie die globalen Herausforderungen von Migration unter sehr unterschiedlichen thematischen und regionalen Schwerpunkten sowie methodischen Ansätzen. CeMig stärkt die Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Migrationsforschung und etabliert darüber hinaus innovative Formen des Wissenstransfers.

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"Public Health und Migration aus einer globalen und interdisziplinären Perspektive"
Interdisziplinäre Forschungsgruppe (2022-2024)

Die Covid-19-Krise und ihr globales Management haben die Frage nach dem Schutz des Lebens und dem Recht auf Gesundheit mit neuer Dringlichkeit in den Vordergrund gerückt. Die Pandemie zeigt, dass die Gesundheitsversorgung, die vermeintlich wichtigsten und grundlegendsten Rechte internationaler und nationaler Normbildung, die in globalen, regionalen und nationalen Verfassungen verankert sind, in der politischen Praxis global ungleich verteilt sind. Dies gilt insbesondere für Migrant*innen und postkoloniale Minderheiten. Vor diesem Hintergrund will die interdisziplinäre Forschungsgruppe untersuchen, wie der "Schutz des Lebens" und das "Recht auf Gesundheit" für Migrant*innen und postkoloniale Minderheiten definiert und umgesetzt werden und welche ethischen, sozialen und politischen Fragen sich aus dieser Praxis ergeben.

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The material effects of Whiteness: Institutional Racism in the German Welfare State

Neuveröffentlichung von Aleksandra Lewicki, CeMig Gastwissenschaftlerin in der Forschungsgruppe "Public Health and Migration"

Abstract:
The scholarship on institutional racism has emerged from contexts such as Australia, the UK or the US. Less is known about how racism operates within institutional settings elsewhere. What is more, our understanding of Whiteness is shaped by this Anglocentric literature. In this article, I explore the contextual features of Whiteness in residential care in Germany. More specifically, I trace how institutional routines shape affective subjectivities and thereby develop material effects. The study draws on 17 expert interviews and 20 interviews with managers of care homes run by the two largest providers, the Christian welfare associations Caritas and Diakonie. Respondents frequently highlighted their organisation’s commitment to equality, which they saw grounded in its Christian ethos, their professional self-understanding as carers, or Germany’s post-racial nationhood. Paradoxically, however, my analysis shows that respondents also deployed these ‘representations of self’ to justify access and service quality differentials. On this basis, I argue that Whiteness materialises via self-ascribed civility, ‘goodness’ and egalitarianism in the German welfare state. Signified by visual markers, Whiteness emerges from projections of purity, innocence and good intentions. In varying ways, groups distinctively racialised as ‘Other’, notably as ‘Black’, ‘Muslim’ or ‘Eastern European’, are placed outside this notion of Whiteness.

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